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ich hasse mein inneres kind

Das ist gut. Das ist wichtiger Selbstschutz für dich. Ich habe mir wirklich Sorgen gemacht, daß dieser Selbstschutz bei dir an dem Tag nicht so richtig funktioniert. Ich denke es war gut für dich 🙂
Nun achte darauf, daß du bei anderen Themen diese Spannung nicht als Überreaktion kompensierst, das würde dir im Moment nicht gut tun.

Ds mit dem Anruf klingt doch gut 🙂 dann halte durch bis Montag, und tu dir etwas Gutes. Hast du es mal versucht, einen Spaziergang im Wald? Ein Besuch auf einem Pferdehof?

danke, danke. ich schlafe derzeit viel. glaubt ihr eigentlich, dass man zu menschen, zu denen man in Abhängigkeit steht/stand dennoch mal ein normales Verhältnis haben kann oder schließt sich dies aus?
 
danke, danke. ich schlafe derzeit viel. glaubt ihr eigentlich, dass man zu menschen, zu denen man in Abhängigkeit steht/stand dennoch mal ein normales Verhältnis haben kann oder schließt sich dies aus?


Warum sollte man kein normales Verhältnis einrichten können? Im Grunde lässt sich jedes Verhältnis verbessern - vor alle dann, wenn beide es wollen.
 
Warum sollte man kein normales Verhältnis einrichten können? Im Grunde lässt sich jedes Verhältnis verbessern - vor alle dann, wenn beide es wollen.

ich möchte es mal erklären.

kindheit traumatische erfahrungen - - - daraus entstanden x-beliebig viele abhängigkeiten zu menschen möglichen geschlechts und alters durch das innere kind - - - innere kind löst nun die abhängigkeiten, so dass sich automatisch auch meine neigung und interessen ändern und sagt, dass es die menschen in abhängigkeit nicht kennt - - - also dass ältere frauen und männer wegfallen - - - möchte aber einen bestimmten älteren mann und eine frau nicht verlieren - - - inneres kind möchte aber auch keine freundschaften zu älteren menschen - - -

ich weiß, ist gerade viel klein-klein, aber genau das geht in mir vor.
 
ich möchte es mal erklären.

kindheit traumatische erfahrungen - - - daraus entstanden x-beliebig viele abhängigkeiten zu menschen möglichen geschlechts und alters durch das innere kind - - - innere kind löst nun die abhängigkeiten, so dass sich automatisch auch meine neigung und interessen ändern und sagt, dass es die menschen in abhängigkeit nicht kennt - - - also dass ältere frauen und männer wegfallen - - - möchte aber einen bestimmten älteren mann und eine frau nicht verlieren - - - inneres kind möchte aber auch keine freundschaften zu älteren menschen - - -

ich weiß, ist gerade viel klein-klein, aber genau das geht in mir vor.


Ja, es sieht nach viel klein-klein aus. Aber das ist ja nicht schlimm. Es ist lediglich eine Ansammlung vieler (kleiner und größerer) Aufgaben. Und jede Aufgabe braucht zur guten Erledigung ihrer Zeit.

Meine Empfehlung: Eine Aufgabe nach der anderen anfassen. Nicht alles gleichzeitig...

Stell Dir Dein inneres Kind als einen anderen Menschen vor. Stell Dir z.B. vor, dass Dein inneres Kind eben Dein Kind ist. Kinder befassen sich nun mal mit anderen Kindern. Es ist völlig normal und in Ordnung, wenn eben Kinder ihre Spielkameraden unter Gleichaltrigen suchen.

Wenn Du die große Schwester bist, wenn Euch z.B. 10 oder sogar 20 Jahre trennen, dann ist es normal, dass Du Deine Freunde eben unter Gleichaltrigen suchst und dass Du andere Kriterien hast, als "Deine kleine Schwester" oder als "Dein kleines Kind". Es gilt, sich gegenseitig zu akzeptieren. Und das bedeutet, auch jeweils andere Interessen zu akzeptieren und zuzulassen. Dies geschieht nicht unter Zwang oder weil eine Abhängigkeit besteht, sondern weil die ältere Person von euch beiden das gut findet.

Von daher gibt es eine Zeit, in der ihr beide den Kontakt mit Gleichaltrigen pflegt und dann gibt es eine Zeit, in der eben (für Dein inneres Kind) ältere Menschen diejenigen sind, zu denen der Kontakt eben jetzt mal wieder gepflegt wird..

Akzeptanz wird nicht erreicht durch stille Erwartungen, sondern durch offenes miteinander Reden über die unterschiedlichen Bedürfnisse.

LG, Nordrheiner
 
Hallo,

dein "inneres Kind" ist keine eigenständige Persönlichkeit. Es kann dir weder etwas verbieten, noch dich zu etwas drängen. Es sind nur die Situationen deiner Kindheit, die erinnert werden.
Natürlich kann man zu Menschen, zu denen einmal eine Abhängigkeit bestand, im Anschluss eine "normale" Beziehung haben. Sonst gäbe es keine normale Beziehung zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern.
Bitte rede zeitnah mit einem Profi über deine Haltung dem "inneren Kind" gegenüber. Bei dir scheint der Ansatz mehr Leid als Erleichterung zu verursachen. Genau DAS sollte aber nicht passieren.
 
Hallo,

dein "inneres Kind" ist keine eigenständige Persönlichkeit. Es kann dir weder etwas verbieten, noch dich zu etwas drängen. Es sind nur die Situationen deiner Kindheit, die erinnert werden.
Natürlich kann man zu Menschen, zu denen einmal eine Abhängigkeit bestand, im Anschluss eine "normale" Beziehung haben. Sonst gäbe es keine normale Beziehung zwischen Eltern und ihren erwachsenen Kindern.
Bitte rede zeitnah mit einem Profi über deine Haltung dem "inneren Kind" gegenüber. Bei dir scheint der Ansatz mehr Leid als Erleichterung zu verursachen. Genau DAS sollte aber nicht passieren.

Es gibt die Sicht aus der Brille eines Außenstehenden - sowie die Sicht aus der eigenen Brille. Auch wenn einige Punkte dafür sprechen, dass Du Recht hast, so denke ich doch, dass man auf der Sicht aufsetzen sollte, die die betreffende Person hat. Von dort aus würde ich das Zusammenwachsen und das Überwinden von Trennendem angehen wollen.
 
Aber die TE schreibt doch, dass sie ihr "inneres Kind" hasst und leidet. Da würde es doch Sinn machen, die heikle Thematik mit geschulten Therapeuten anzugehen und nicht weiteres Leid zu entfachen.
Es gehört ganz und gar nicht zur Intention dieses Ansatzes, eine kindliche Figur zu "erschaffen", welche das Leben der Hauptperson mit Hass tränkt und vergiftet.
Wenn man IMMER die Brille des Ratsuchenden aufsetzt, kann es keine Entwicklung geben. Es ist de facto falsch und kontraproduktiv, sich auf die beschriebene Weise mit dem "inneren Kind" auseinanderzusetzen.
 
herzlichen dank, dass ihr euch meinen müll antut. sicherlich ist therapeutische hilfe hier von vorteil und wichtig.

mir geht es derzeit so schlecht, weil ich eine erfahrung wie diese noch nie erlebt habe.
ihr wisst ja, therapie bzw. veränderungen ziehen sich in die länge und daher leide ich so.
ich hasse mein inneres kind, weil es mir anscheinend die zwei besagten personen nimmt.
ich glaube, wenn ich es nicht so schade um die zwei personen finde, wäre ich chilliger.
mit gleitaltrigen, meine ich mit leute in meinem alter. also 33...mein kind ist 7.
mir scheint, dass mein missbrauch hier noch eine entscheidende rolle spielt.
eben weil meine gedanken an ältere beim gedanken an missbrauch stoppt,
missbrauch löst sexusucht aus und durch therapie geht es wieder zurück zum missbrauch.

ich denke immer, dass ich irgendwann die gedanken und gefühle meines inneren kindes übernehme.
also wenn sie keine freundschaften zu älteren (+ 15 jahre oder mehr) möchte, dass ich dann so werde.
manchmal denke ich auch, dass das innere kind mich dahin führt, so wie ich vor allen schlimmen erfahrungen war und eigentlich noch heute bin.
vielleicht hätte ich niemals interesse an älteren gehabt, wenn ich eine normale kindheit erlebt hätte.

na ja, ich muss es eh so hinnehmen wie es kommt.
 
Ich denke, Du solltest Dein inneres Kind nicht hassen - sondern lieber versuchen zu verstehen, warum es denkt und fühlt, was es denkt und fühlt. Dieses Denken und Fühlen beruht auf Situationen der Vergangenheit. Wenn Du die Vergangenheit verstehst, kannst Du aufzeigen, was jetzt anders bzw. was besser ist.
 
na ja, ich muss es eh so hinnehmen wie es kommt.

Das ist eine sehr interessante Aussage, über die ich einige Minuten nachdenken musste, da sie etwas auf den Punkt bringt. Was mir aufällt, ist, dass du dich in diesem ganzen Prozess irgendwie als völlig passiv beschreibst. Es gibt zwar ein "Ich", welches hier Beiträge schreibt und den Wegfall von Beziehungen bedauert. Aber irgendwie scheint dieses Ich keinerlei Einfluss auf das Geschehen zu haben. Wenn ich dich richtig verstehe, betrachtest du dein momentanes Ich als irgendwie nicht real, weil du seine Entstehung ursächlich den Missbrauchserfahrungen zuschreibst. Das impliziert, dass es zusammenstürzen würde, wenn die Erfahrungen "verschwunden" (aufgearbeitet) wären. Was bleibt wäre quasi ein reboot auf den Zustand vor dem Missbrauch. Du müsstest dann wieder sieben Jahre alt werden und alles erneut lernen. So erkläre ich mir deine Aussagen, dass du dein Inneres Kind werden wirst und dass du alles so hinnehmen musst, wie es kommt. Verstehe ich das ansatzweise richtig? Jedenfalls würde es die Passivität erklären, die mir beim Lesen ins Auge gefallen ist.

Nun kann man ja sagen, dass dein aktuelles Ich ja überhaupt nicht mehr gelöscht werden kann. Daran hängen mittlerweile schließlich jahrzehnte biographischer Erfahrungen. Wie soll das alles verschwinden können? Alleine die Tatsache, dass du hier Beiträge schreibst, in denen du den Konflikt mit deinem inneren Kind schilderst, zeigt ja, dass dein heutiges Ich ebenfalls eine starke Persönlichkeit geworden ist. Und diese Persönlichkeit ergibt sich ja nicht nur aus einer einzelnen Erfahrung, sonderen aus Jahrzehnten des seitdem gelebten Lebens.

Mir geht es auf keinen Fall darum, die Auswirkungen des Missbrauchs in irgend einer Form zu verharmlosen! Eine Aufarbeitung dieser Erfahrungen halte ich in jedem Fall für erforderlich. Wichtig wäre aber, diese Erfahrungen nicht so existenziell auszulegen, dass sich das gesamte Leben darauf reduzieren lässt. Deine Beziehungen zum Besipiel waren doch nicht nichts anderes als Abhängigkeit. Es mag sein, dass Abhängigkeiten oder unbewusste Suchkriterien die Partnerwahl beeinflusst haben. Aber irgendwann trägt sich doch so etwas aus sich selbst heraus. Mein Haus stürzt ja auch nicht in sich zusammen, wenn die Baufirma pleite geht...

Eine Aufarbeitung der Erfahrungen wird sicherlich bestimmte negative Strukturen lösen. Aber letzten Endes kannst du doch nur von deinem heutigen Ich aus weitermachen. Du kannst entscheiden, welche Aspekte du von deinem inneren Kind und was du aus deinem heutigen Ich übernehmen willst. Eine solche Krise ist immer ein Wendepunkt im Leben und eine Chance, zu gestalten. Du solltest das ganze nicht als automatisch ablaufenden Prozess betrachten, auf den du keinen Einfluss hast, sondern als Entwurfsvorgang. Wer möchtest du denn sein? Was sind die positiven Aspekte deines inneren Kindes und deines heutigen Ichs? Wie soll dein zukünfitiges Ich sein?
 

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