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Ich habe vor Kollegen gewarnt- rechtl. Konsequenzen

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Eine wahre Behauptung kann keine "üble Nachrede" sein und ist deshalb nicht strafbar. Dafür gibt es so einige Urteile. Aber die Wahrheit muss auch beweisbar sein und das könnte ein Problem werden @Halligalli . Du musst Kollegen finden, die Deine Behauptung unterstützen und die Polizei muss den Ermittlungsaufwand als gerechtfertigt ansehen. Da nur ein sehr begrenzter Personenkreis der Empfänger der E-Mail ist, könnte das Ermittlungsverfahren auch eingestellt werden.

Jetzt musst Du @Halligalli entscheiden, ob Du weiter russisches Rollet spielen willst oder ob Du das Ganze aufdeckst und Dich dem stellst. Ob Deine Entscheidung wirklich so klug war, diese E-Mail zu verschicken? Wohl eher nicht. Ich drücke Dir die Daumen, dass es gut ausgeht. Immerhin müsste sich ja anhand seines Lebenslaufes beweisen lassen, dass er mehrmals in der Probezeit gekündigt wurde, auch wenn das ein schwaches Indiz ist.
 
Ich habe einen ehemaligen Arbeitskollegen, der nun bei uns in der Firma ein Vorstellungsgespräch hatte. Er ist ein narzisstischer Choleriker, der mehrfach in der Probezeit gekündigt worden ist.

Ich habe nun über eine falsche Email Adresse mit fake Namen unserer Personalabteilung eine Email geschrieben, in der ich rein sachlich geschrieben habe, dass Herr x in seiner letzten Probezeit gekündigt worden ist, weil eine Zusammenarbeit mit den Kollegen nicht mehr möglich war.

Dies entspricht der Wahrheit.

Nun rief mich der alte Kollege erbost an, weil die Personalabteilung ihm erzählt hat, dass ihnen jemand eine Email geschickt hat.

Der alte Kollege weiß nicht, dass ich das war und will nun Anzeige bei der Polizei wegen Rufmord erstellen.

Nun habe ich Angst... kann ich ermittelt werden?

Mal abgesehen das du eine Straftat nach BBG begangen hast bist du wohl selber eine eher unangenehme Arbeitskollegin vor der man sich in acht nehmen muss.
Ich hoffe ja das die betroffene Person rechtlich gegen dich vorgeht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kenne es so, dass die meisten Unternehmen sich untereinander erkundigen, wer sich da bei Ihnen beworben hat. Nicht immer waren die Auskünfte direkt und überdeutlich, aber es gab schon auch Aussagen wie "arbeitstechnisch lässt sich nichts negatives sagen".

Sollte hier eine Anfrage seitens des Arbeitgebers des TE's beim alten Arbeitgeber des Bewerbers erfolgen und die sagen "der war gut, keinerlei Probleme". Dann könnte der Bewerber auch genommen werden.....trotz aller schlechter Informationen über ihn auf dem E-Mail-Weg.

Sogar zu Zeiten als ich noch in einer größeren Stadt lebte kannten sich einzelne Personen mit "Personalgewalt", die sich untereinander absprachen. Da gab es auch "die xyz hat sich bei mir beworben, bei Dir auch?" Da ging es um zwei Großunternehmen in Esslingen.

Deshalb würde ich mir immer gut überlegen ob ich irgendwas über irgendwen erzähle. Auch beim Friseur haben die Wände zuweilen Ohren...... Manch einer hat sich durch eine solche Unüberlegtheit schon selber ein Bein gestellt.

Gruß von Grisu
 
Andere Menschen anonym zu denunzieren - und nichts anderes hast du hier getan - ist schon starker Tobak, erfüllt aber m. E. keinen Straftatbestand, da du (wahrscheinlich) nichts geschrieben hast, was nicht stimmt. Man muss sich allerdings fragen, woher du weißt, aus welchem Grund die Probezeit nicht verlängert wurde. Üblicherweise wird über so etwas Stillschweigen bewahrt. Deine eigene Einschätzung ist hier völlig unerheblich, allerdings so vage geblieben, dass man dir wohl auch keine Unwahrheit nachweisen kann.

Der Kollege könnte noch so ein Blödmann sein - das was du hier getan hast ist keinen Deut besser. Es wäre dir schon zu wünschen, dass du mindestens ein paar Tage so richtig kräftig ins Schwitzen kommst und nicht mehr ruhig schlafen kannst.

Der Kollege scheint dich ja auch direkt in Verdacht gehabt zu haben. Dass er sich rächen könnte ist dir so gar nicht in den Sinn gekommen? Man, man, man... 😞
 
Ok, ich habe mir gerade die Frage gestellt, was ich tun würde, um mir und der Firma einen Idioten als Kollegen zu ersparen. Ob der direkte Weg besser gewesen wäre? Vermutlich, aber nichts genaues weiß man nicht. Immer die Klappe halten? Auch nicht immer gut.
Zumindest hätte man das Rückgrat haben können, den direkten Weg zu gehen.
Oder einfach abwarten. Möglicherweise hätte sich die Sache auch von alleine erledigt.
Aber dieser Weg ist und war richtig mies.
 
Ok, ich habe mir gerade die Frage gestellt, was ich tun würde, um mir und der Firma einen Idioten als Kollegen zu ersparen. Ob der direkte Weg besser gewesen wäre? Vermutlich, aber nichts genaues weiß man nicht. Immer die Klappe halten? Auch nicht immer gut.

Jemanden im Vorfeld zu denunzieren ist aber unterste Schublade, in meinen ehm. Betrieb hätte ich hier die Kündigung ausgesprochen.
Fakt ist das ich als Unternehmer mir selber ein Bild machen möchte von meinen Mitarbeitern. Dienlich ist hier die Probezeit mit der Offerte der fristlosen Kündigung.
 
@GrayBear,
wenn ich jemanden für einen Idioten halte, dann muss es nicht stimmen - es ist meine persönliche Meinung zu eben dieser Person.

Ich würde für mich persönlich hoffen, dass ich niemals auf die Idee komme in das Leben einer Person einzugreifen oder mir für mich persönlich anmaße in das Leben dieses Bewerbers einzugreifen. Ich weiß nicht, ob die Person verschuldet ist, für eine Familie sorgen muss oder psychisch gerade am Ende ist.

Stellt sich die Person als unmöglich raus, wenn sie dort arbeitet und einige andere Personen merken selbiges, dann wird das "Karma" in Form von mehreren Kollegen und der Zeit das seinige erledigen.

Richtige Idioten oder Choleriker in meinem 35 Jahre dauernden Arbeitsleben haben noch immer irgendwann ihren Meister gefunden; und sei es über einen Schlaganfall ..... aber auch an einem solchen wollte ich für meinen Teil nicht beteiligt sein.

Und ich glaube auch bei Dir @GrayBear nicht dass Du ein solches anonymes Spiel spielen würdest!
 
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