Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich habe mein Leben versaut

  • Starter*in Starter*in zerstörtekinderseele
  • Datum Start Datum Start
Die Rede war von Ausbildungen mit überqualifiziert.
Klar, zuraten tut mir zum Lehramt jeder. Aber niemand weiß, wie ich das Geld aufbringe. Da wurde dann auch der Berater sehr schnell still.

Ich habe unten bereits geschrieben, dass ich mich bei 3 Unis in meinem Bundesland für einen Quereinstieg als Lehrer beworben habe und auch nachfragte. Es hieß, ich müsste noch einmal 5 Jahre studieren.

An anderer Stelle sagte man mir, dass ich mich gerne als Zweitstudienbewerber bewerben kann, die Plätze jedoch rar sind und nur mit 2 Prozent vergeben.

Es gibt also nicht nur die Hürde der Finanzierung, sondern überhaupt den Platz zu bekommen, da die Erstbewerber Vorrang haben.
Solange ich nicht weiß, wie ich das Geld aufbringe, kann ich mich auch nicht bewerben.
Das wäre nicht durchdacht.

Mit KV Beitrag und LZS bin ich bei Extrakosten, die ich so nicht tragen kann. Plus Miete und Co

Also Du willst realschullehrerin werden? Welche Fächerkombi? Wenn Du das wirklich willst, ja dann solltest Du es auch durchziehen. Ehrlich gesagt sehe ich das nicht so schwarz wie Du!
Betrachte das doch mal ganz nüchtern!
Erstmal: Mir wäre das total neu, dass man für ein Zweitstudum kaum eine Chance auf einen Platz hat. Normalerweise sind Lehramtsstudiengänge unbeschränkt- man kann also einfach rein.
Ich selber habe drei Studiengänge absolviert: Ich musste weder eine Langzeitgebühr bezahlen (das muss man glaub ich nur, wenn man die regelstudienzeit EINES Faches überschreitet), eine Zweitstudiengebühr gibt es bei uns auch nicht (soweit ich weiß, wurde das vor Jahren abgeschafft) und auch die Plätze werden nicht beschränkt. Ich habe keine Ahnung, ob sich das in deinem Bundesland so radikal unterscheidet, oder ob Dein fach so speziell ist. Informiere Dich doch nochmal. Ich glaube, da ist noch lange nicht das letzte Wort gesprochen. Evtl lohnt es sich, sich , in einem anderen Bundesland zu studieren oder zB in Österreich (aber vorsicht: Erkundige Dich vorher, ob die Lehrbefähigung dann in DE anerkannt wird!)
Außerdem: Die Kosten für ein Zweitstudium kannst Du vollständig von der Steuer absetzen: Und zwar rückwirkend. DH, wenn Du fertig bist und Geld verdiehnst, setzt du die Kosten ab und zahlst unter Umständen die ersten Jahre keine oder nur sehr wenig Steuern!
Falls Du doch in Deiner Nöhe studierst: Könntest Du ja vielleicht weiterhin zuhause wohnen und zusätzlich jobben. So ist das schon zu stemmen.
Normalerweise ist es neben einem Lehramtsstudium auch möglich, mehr als 450 Euro zuzuverdienen. Soooo viele Wochenstunden hast Du da auch nicht.

Also: Prüfe mal ob die Fakten wirklich so stimmen: Ich glaube, da siehst Du einige Probleme, die in Wahrheit garnicht so schlimm sind!
Wenn Du es machen willst, dann mache es. Mit 27 bist Du nicht zu alt fürst Lehramt. Dann wärst Du mit anfang 30 im Beruf: na und? Wenn Du es wirklich willst! Klar, Du musst 5 Jahre studieren und 1-2 jahre Ref machen: Aber hey- wenn Dein Herz dranhängt!
 
Ok, nach ganz flüchtiger Recherche komme ich zu folgendem Ergebnis:
- es gibt keine Zweitstudiengebüren!
- Dass nur ein paar Prozent der Studienplätze für Quereinsteier zur Verfügung steht trifft NUR auf zulassungsbeschränkte Studiengänge zu (also sowas wie Medizin uä) Lehramt trifft das in der Regel nicht!
- Du kannst Dich also einfach einschreiben und wie ein normaler Student studieren (= alle Kosten sind genauso wie beim normalen Studenten)
- Langzeitstudiengebühren werden in den meisten Bundesländern nicht erhoben und wenn, dann offenbar nur, wenn Du innerhalb EINES Fachs zu lang studierst. Da bin ich aber nicht ganz sicher. wenn ,dann trifft Dich das sowieso erst ab dem 14. Semester! Du hast jetzt 8-10 Semester Bachelor hinter Dir: dh im schlimmsten Fall müsstest Du nur 4-6 Semster zahlen. oder Du gehst halt in ein Bundesland, wo es keine solchen Gebüren gibt

Ich glaube, wenn es Dir wirklich ernst ist, solltest Du mal ganz gründlich die Fakten checken.
 
also ich komme aus München, hier gibt es angeblich auch viele gut bezahlte Jobs. Ich frage mich seit einem Jahr, wo die denn sein sollen. Alle die ich kenne, verdienen ähnlich wie anderswo auch, zahlen nur das dreifache an Miete. Gerade im sozialen Bereich herrscht hier akuter Mangel wegen der grottigen Gehälter.

edit: für wen sich München/Stuttgart wirklich lohnt sind gefragte Ingenieure, Elektro, Maschinenbau oder Informatiker, da es viele Konzerne gibt. Ebenfalls lohnt es sich für Facharbeiter im Konzern... alle anderen können genauso anderswo arbeiten (Verkäufer in Ketten, kaufmännische Angestellte, Erzieher etc.).
 
Zuletzt bearbeitet:
@violetta: Leider sind die Bedingungen in der Nähe anders und die Fächer sind beschränkt und dürfen nur von 3 Prozent der Zweitstudenten belegt werden.
Wir reden hier von Sachsen, Sachsen Anhalt, Niedersachsen und einigen anderen Bundesländern.
An sich sehe ich das Studium auch nicht schwarz. Wenn nur die Finanzierung nicht das Problem wäre und ich 6 richtige im Lotto hätte.😱
Du bist leider nicht informiert oder hast vor 20 Jahren studiert. In den Bundesländern mit Langzeitstudiengebühren zahlst du für jedes neue Studienfach 500 Euro extra pro Semester. Du scheinst einfach Schwein gehabt zu haben oder dein Studium liegt Jahre zurück.

Der Studienort wäre in jedem Fall 100 Kilometer von zu Hause weg. Von daher wird es nichts mit zu Hause wohnen.
Alles keine guten Bedingungen fürs Zweitstudium, weil dann auch noch die Miete dazu kommt.

@hydrargyros: Genau das sind ja auch meine Bedenken und schlaflosen Nächte.

@curaracha: Bayern und BW kommen für mich nicht in Frage.

@ratlosee: Ich kenne eine Freundin aus der SA, die am Wochenende immer im SOS Kinderdorf gejobbt hat. Da kam sie aber auch nur auf 100 Euro für 2 Tage. Das war schon wie ein 6er im Lotto. 500 Euro sind utopisch.
 
Von einem KFW-Kredit möchte ich dir unbedingt abraten! Zwei meiner Freunde mussten ein Jahr länger studieren und haben sich dies mit dem KFW-Kredit finanziert. Ende des Liedes: Über 10.000 Euro Schulden, verzinst!! Bafög Schulden noch gar nicht mit rein gerechnet.

Das schlimmste ist aber wohl, dass du nach Abbruch des Kredit spätestens in einem Jahr mit der Rückzahlung beginnen musst. Ergo sitzen beide nun im Master und müssen mit ihrem Studenten-Einkommen 105 Euro monatlich abdrücken(niedrigste Rates beim KFW). Dank den enormen Zinsen zahlen Sie in Wirklichkeit nur 70 Euro im Monat ab. 35 Euro versinken als Zinsen.

Ich würde mir sowas nicht antun.


du, es gibt Leute, die nehmen 500.000€ für eine Eigentumswohnung auf oder gehen in die USA um dort zu studieren, da kostet ein Semester 10.000€. Neuerdings studieren viele in Rumänien komplett auf Pump, nehmen 80.000€ für ein Medizinstudium auf, eine Freundin hat an der ISM studiert, 600€ im Monat nur für die Hochschule, alles auf Pump. Die erste eigene Kanzlei? Kannst du hier in München sofort einen Großkredit aufnehmen, läuft es nicht, bist du privatinsolvent und verlierst die Zulassung... Bekannter strauchelt gerade.

Du scheinst dich auch mit der Rückzahlung des Bafögs nicht auszukennen, meinen "Berg schulden" (nur 10.000) muss ich bspw. erst zurückzahlen, sobald ich mehr als 1100€ netto verdiene. Da das im Studium/Master/Hartz 4 nicht der Fall wäre/ist, also kein Problem, die Rückzahlung aufzuschieben.

Im Endeffekt läuft deine Denke darauf hinaus, dass man nie etwas wagt und stets sicher sowie unglücklich in einer einfachen kaufmännischen Stelle die Zeit absitzt. Jeder hätte die Möglichkeit, zurück zu den Eltern zu ziehen und sich für 1800€ brutto Vollzeit in die nächste Bäckerei zu stellen... Manche wollen halt aber mehr.. Das Leben ist riskant, vielleicht bekommst du irgendwann Multiple Sklerose und hast dann trotz jahrelanger Vollzeittätigkeit nen A**** Schulden an der Backe.

@zerstörtekinderseele: der Zug für dieses WS ist ja eh schon abgefahren, ich würde die Fixkosten bis zum nächsten WS so gering wie möglich halten, Vollzeit jobben und etwas ansparen, falls möglich. Ggf. umziehen in eine kleinere, günstigere Wohnung in einer günstigen Ecke und Vollzeit kellnern, dürfte ja auf`s gleiche rauskommen, wie im sozialen Bereich. Dann würde ich mich zwecks Wohngeld informieren, zwecks Bedingungen kfw, Rückzahlungsdatum, nicht dass du dadurch tatsächlich in straucheln kommst und zwecks zulassungsfreier Studiengänge.
 
Zuletzt bearbeitet:
@violetta: Leider sind die Bedingungen in der Nähe anders und die Fächer sind beschränkt und dürfen nur von 3 Prozent der Zweitstudenten belegt werden.
Wir reden hier von Sachsen, Sachsen Anhalt, Niedersachsen und einigen anderen Bundesländern.
An sich sehe ich das Studium auch nicht schwarz. Wenn nur die Finanzierung nicht das Problem wäre und ich 6 richtige im Lotto hätte.😱
Du bist leider nicht informiert oder hast vor 20 Jahren studiert. In den Bundesländern mit Langzeitstudiengebühren zahlst du für jedes neue Studienfach 500 Euro extra pro Semester. Du scheinst einfach Schwein gehabt zu haben oder dein Studium liegt Jahre zurück.

Der Studienort wäre in jedem Fall 100 Kilometer von zu Hause weg. Von daher wird es nichts mit zu Hause wohnen.
Alles keine guten Bedingungen fürs Zweitstudium, weil dann auch noch die Miete dazu kommt.

Nö so lang ist es bei mir noch nicht her: Hab vor gut einem Jahr mein letztes Studium abgeschlossen.😱

Also wenn Du eh so weit weg musst, dann geh doch gleich in ein Bundesland, wo das Studium nix kostet und nicht Zulassungsbeschränkt ist. Hab noch nie gehört, dass Lehramt zulassungsbeschränkt ist. Um was für Fächer geht es denn da?

Zweitstudium - LMU München

Hier gibt es zB weder Langzeitgebüren, noch Zweitstudiengebüren, noch Zulassungsbeschränkung.
Es wird sicher noch andere Unis geben, bei denen das so ist.
Studiengebühren in Deutschland - Studis Online

Und dann halt jobben- wie gesagt: Mehr als 450 sind normalerweise schon drin- so wenig zeit hat man im Lehramt nicht.
Außerdem kannst Du die Kosten voll absetzen- ist doch auch was schönes! Das relativiert sich dann halt später, wenn Du verdienst. Klar- zuerst geht man in Vorleistung, aber dann...
 
naja, Teilzeit würde ich schon arbeiten, also die 20Std. "ausnutzen", die man großzügigerweise arbeiten darf. Das wären beim Mindestlohn als Kellner bspw. 680€, dann bekäme man oft noch so 150-200€ Trinkgeld. Vielleicht eher eine noble Geschichte, da gibt`s mehr Trinkgeld auf die Kralle. Man hätte ja jetzt noch ein Jahr zeit um sich dsbzgl. kundig zu machen. Dann käme man mit Wohngeld, falls es das gäbe, vielleicht auf nen Tausender, den bräuchte man defitiniv.
 
@ratlosee: Ja, es gibt auch tausende von Menschen, die in die Privatinsolvenz gehen oder die gar nicht studieren.
Ersteres wollte ich nicht unbedingt nachmachen und ein Kredit ist eben ein Kredit. Die Amis haben ja eh eine ganz andere Mentalität als wir.
Da sind auch die Community Colleges kaum was wert.Ansonsten würde ich euch zwei wirklich bitten eure Auseinandersetzungen per PN auszutragen und das nicht hier in meinem Thread zu tun. Danke!

Bafög ist nicht KFW. Die haben jeweils andere Bedingungen.
Ich glaube, man muss selbst entscheiden was man möchte. Ich sehe das nicht nur schwarz oder weiß.

Ich hätte nicht einmal Geld, um den Umzug zu finanzieren. Ich weiß nicht, aber irgendwie haben einige hier merkwürdige Vorstellungen was das Leben kostet.

@violetta: Ich würde sagen, du hast einfach Glück gehabt. Die Regel ist das nämlich nicht.
Studiengebühren in Deutschland - Studis Online

Ich werde ganz sicher nicht nach München in die teuerste Stadt Deutschland ziehen.

@ratlosee: Joah, dann erzähl mir mal wie ich von 800 Euro die KV von 300 Euro abdrücke (die dann mit 30 kommt), die Miete zahle (mindestens 300 Euro), dann noch Langzeitstudiengebühren, Lebensunterhaltungskosten, Internet und Handygebühren zahle und überlebe. Deine Rechnung geht schon insofern nicht auf, dass man mit einem 20 Stundenjob die Woche über 450 Euro kommt und dann gleich den vollen KV Betrag zahlen muss. Dann habe ich vielleicht 600 Euro und muss davon noch 300 Euro KV abdrücken. Na schönen Dank.

Fazit: Ich würde mal behaupten in Deutschland ist es schlichtweg nicht gewollt, dass man noch ein Zweitstudium nach dem Erststudium drauf setzt. Vorausgesetzt man hat keine reiche Erbtante, nicht reich geheiratet oder Eltern, die einen jenseits der 30 unterstützen.

Kindergeld fällt schon mit 25 weg. Bafög gibt es fürs Zweitstudium erst recht nicht. Im Gegenteil, man muss in mehr als die Hälfte der Länder Langzeitstudiengebühren zahlen und die KV fällt auch noch weg, wenn man über 30 kommt, was wiederrum bedeutet, mann muss sich selbst versichern und landet damit schnell mal bei 300 Euro.
Und dann heißt es immer: Lebenslanges Lernen. Klasse. Danke.

Klar ist es irgendwo meine Entscheidung und auch meine Schuld gewesen, dass ich das falsche studiert habe. Aber dann sollte doch bitte niemand sagen lernen jenseits der 30 ist ohne weiteres möglich.
 
Zuletzt bearbeitet:
170€ Krankenversicherungskosten sind es ab dem 30. Lebensjahr bei der AOK, der Fall trifft ja genau auf mich zu, ich war vorgestern bei meiner Kasse vor Ort und habe nachgefragt. Es bestünde die Möglichkeit in eine private zu wechseln, die gäbe es günstiger, ab 100€ aber absoluter Basic-Tarif.

Dazu die Miete, 300€ max, es müsste eben eine sau günstige Ecke sein. Ich hatte für mich herausgesucht Mönchengladbach/Duisburg (wegen der Nähe zu Düsseldorf) beide Städte sind günstig und ich könnte für 250€ ein 1-Zi-App. bekommen und in Düsseldorf jobben. Zweite Alternative wäre eben Brandenburg a.d. Havel und wohnen in Potsdam sowie jobben in Berlin. Arbeiten würde ich 20Std, hieße minimum 680€ über Nebenjob plus Trinkgeld 150€, zzgl. Wohngeld, sollte vielleicht gerade so aufgehen.

Zweite Alternative wäre eben ein 30-Std. Job und ein Ferndings an einer privaten FH, dachte an die HFH, da das Niveau extrem niedrig sein soll. Hieße das Ganze wäre auch neben einer 30-40Std. Woche realisierbar. Zudem Versicherung über den Arbeitgeber und gleiche Dauer wie Vollzeitstudium. Finanziell wäre das für mich günstiger. Ist aber halt nicht sonderlich anerkannt. Alternativ dazu gäbe es die Hochschule Wismar, die wäre etwas günstiger.

Bei dir ist es natürlich schwierig, da du nicht überall hinmöchtest, es zudem Lehramt sein muss, was ja nur als Präsenz an der Uni geht, zudem fast überall in der Kombi zulassungsbeschränkt ist und somit für Zweitstudis so gut wie nicht in Frage kommt, dann müsste es noch eine Ecke sein, die keine Zweitstudiengebühren erhebt.... Naja, musst halt Kompromisse machen. Entweder Lehrerin und mit kfw zweitweise absichern oder soziale Sparte oder halt etwas Drittes. Gibt ja nicht nur die zwei Sachen.
 

Anzeige (6)

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben