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Ich habe mein Leben versaut

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@kassenzettel: Ich weiß ja nicht wo du lebst, aber ich kenne es in Deutschland flächendeckend so, dass man ab 28 Schülern die Klasse teilen muss. 35 sind die absolute Ausnahme.

Weißt du wie viele psychisch kranke Lehrer es gibt? Mein Job den ich jetzt habe brennt genauso aus wie der Lehrerjob. Ich würde mal sagen, er tut es noch mehr. Ich kenne übrigens niemanden, der nach 15 Jahren in meinem Job nicht die Nase voll hat.
Ich denke, ich weiß sehr genau auf was ich mich einlasse.

Oder glaubst du, permanent befristete Stellen, mangelhafte Bezahlung und oftmals nur Teilzeitangebote oder Mobbing gestalten die Situation gesundheitsfreundlicher?
So schwarz malen wie du es tust, würde ich das nicht. Nicht alle Kinder sind der Horror. Ich hatte schon eine 6. Klasse, die der wahre Horror war. Mit Konsequenz ging das und bei mir ist in der Woche damals niemand über Tisch und Bänke gegangen.

Ja, es war anstrengend. Aber anders anstrengend.
Ich war im Praktikum meines jetzigen Jobs deutlich überlasteter als im Praktikum, das ich an einer Schule hatte, an der ich eine Woche sogar unterrichten durfte und mich auf die Stunden vorbereitet habe. Es war anders. Es hat Spaß gemacht.

Im sozialen Bereich hast du ja eher nur Klienten, denen es dauerhaft schlecht geht und wenn es dir so selbst schon nicht optimal geht, zieht dich das zusätzlich runter.

@Blaumeise: Ich sehe eine andere Variante als das Lehramt wirklich weit weg von mir. Verwaltungsfachangestellte wäre noch etwas, das ich gemacht hätte. Aber viele Lehrstellen werden unterirdisch schlecht bezahlt und meist noch schlechter als mein Einstiegsgehalt im sozialen Bereich (und das ist schon schlecht). Beim dualen Studium ist das meiste doch im finanzmathematischen Bereich angelegt und das ist so gar nicht meins. Von daher fällt das weg. Schön, wenn es hier einige von euch machen würden. Ich könnte es leider nicht.

@yuni: Es hieß an den meisten Unis, ich würde den Studentenstatus verlieren, wenn ich mehr als 450 Euro verdiene. Da könnte ich nur Teilzeit studieren und beim Lehramt würde das schnell mal auf 10 Jahre hinaus laufen 🙁 Das ist für mich unmöglich.
Ich müsste so viel verdienen, dass ich eventuell über dne Arbeitgeber versichert werde und das kollidiert eben oftmals mit meinem potenziellen Studium. Die meisten Arbeitgeber (so meine Erfahrung) sträuben sich im sozialen Bereich gegen jemanden, der nebenher etwas anderes studiert, weil er ja potenziell nach etwas andere suchen wird und dann nicht mehr am Arbeitsplatz bleibt. Mit anderen Worten: Ich kann das sicher vergessen. Es dauert zu lange.

Ich kriege mit den jetzigen Bedingungen aber auch die Krise. Schlimmer geht es nicht mehr.
Wochenend- und Schichtarbeit, miese Bezahlung und nicht einmal Vollzeitstellen. Dann noch missgünstige Kollegen.
Kann da aus dem Praktikum etliche Horrorgeschichten erzählen.

Habe das Ausmaß des Jobs ja erst im Praktikum kennen gelernt. Und danach wurde mir von der Beratungsstelle der Hochschule empfohlen durchzuziehen und nicht aufzugeben. Und hier sitze ich nun...:wein:
Ja, ich weiß. Ich bin selbst Schuld. Aber ich hasse mich echt dafür.
 
@kassenzettel: Ich weiß ja nicht wo du lebst, aber ich kenne es in Deutschland flächendeckend so, dass man ab 28 Schülern die Klasse teilen muss. 35 sind die absolute Ausnahme.
Baden Württemberg, Berufskolleg, jedes Jahr bis 35 Schüler gefüllt, wobei regelmäßig bis zu fünf abspringen. In den letzten Reihen kann man nicht mal mehr von der Tafel ablesen. Und die Mäuse tanzen auf dem Tisch, ob die Katze da ist oder nicht.
 
Bei kaum einer Berufsgruppe gibt es soviele Burneouts, wie bei den Lehrern. Du kannst dein Praktikum nicht mit einem Dauerunterrichten vergleichen.

Wenn ein Zweitstudium für dich finanziell nicht machbar ist, du als Quereinsteigerin nicht unterrichten kannst und für eine Ausbildung überqualifiziert bist, was bleibt dir dann noch?
Doch nur die Möglichkeit, deinen studierten Beruf weiter auszuüben.

Durch die Flüchtlingskrise sind Sozialarbeiter gefragt wie nie. Wenn du mit deiner Schichtarbeit so unzufrieden bist, du hast alle Möglichkeiten, zu wechseln.
 
Also für Dich besteht das Problem nur aus dem Geld so wie ich das aus dem herauslese, was Du so schreibst.
Warum verdienst Du nicht einfach das Geld , was Du brauchst ?

Tut mir jetzt echt leid , aber das wäre doch die sinnvollste Lösung , dazu mußt Du doch keinen Millionär heiraten oder ein Erbe verschwenden oder reiche Eltern haben ?

Ich meine Du bist 27 und nicht mehr 17 , Du brauchst ja nicht die Zustimmung eines Erziehungsberechtigten um finanziell produktiv zu sein .....
 
mein Gott, wenn sie doch keine Ausbildung machen möchte ist das doch legitim. Ich finde die Vorstellung auch grotesk, als 30 jährige, nach 14 Semestern Jura, Abitur, bereits abgeschlossener Erstausbildung mit 18 wieder mit 16-jährigen Realschülerin die Schulbank zu drücken. Wenn jemand 6 Jahre an einer Hochschule war, gerade Universität, ist das dortige Niveau doch ein Schockerlebnis.

Vielleicht käme ein duales Studium in Betracht. Ich denke die Hürde Lehramt ist zu hoch, evtl. orientierst du dich in eine Richtung, die a) finanziert würde (dual, gehobener Dienst), oder b) nicht so lange dauert, zulassungsfrei ist und einen Umzug beinhaltet. An der TH Brandenburg ist bspw. fast alles frei, die Zimmer sind spottbillig, es besteht ne Anbindung nach Berlin. Aber die Krankenkasse ist einfach das Problem.... Selbst wenn man für`s zimmer nur 200€ zahlen würde, wäre man 400€ fix zzgl. Semestergebühren, heißt nicht mit 20Std. finanzierbar.... Ätzend.

achja, ich glaube man bekäme Wohngeld. hast du dich dsbzgl. mal kundig gemacht? halbe nettokaltmiete habe ich irgendwo gelesen...


Also bitte, nun komm mal von deinem hohen Ross runter. Böse Zungen würden ja nun behaupten, dass dein Niveau ja selber nicht so hoch sein kann, wenn du 13 Semester für Jura brauchtest, bevor überhaupt irgendwelche Schmerzen auftraten.

Es gibt genug Ausbildungen wozu man ein Abi benötigt. Desweiteren, was soll an Realschülern bitte so schlimm sein? Von denen machen sehr viele auch ihr Abitur und gehen anschließend studieren, ich persönlich erkenne dort keinen "Niveau-Unterschied".

Es gibt abertausende Ausbildungen die sind anspruchsvoller als manch ein Studium, also hör doch bitte auf immer alle Leute gleich als Mensch 2.Klasse zu betiteln, nur weil sie nicht studiert haben.

Im übrigen möchte die TE genau so wenig ein Duales-Studium beginnen und erst recht nicht irgendwas studieren, nur damit sie später gut Geld sieht. Also versuch deinen Schuh nicht immer wieder anderen aufzuzwingen.

@kassenzettel: Ich weiß ja nicht wo du lebst, aber ich kenne es in Deutschland flächendeckend so, dass man ab 28 Schülern die Klasse teilen muss. 35 sind die absolute Ausnahme.

Weißt du wie viele psychisch kranke Lehrer es gibt? Mein Job den ich jetzt habe brennt genauso aus wie der Lehrerjob. Ich würde mal sagen, er tut es noch mehr. Ich kenne übrigens niemanden, der nach 15 Jahren in meinem Job nicht die Nase voll hat.
Ich denke, ich weiß sehr genau auf was ich mich einlasse.

Oder glaubst du, permanent befristete Stellen, mangelhafte Bezahlung und oftmals nur Teilzeitangebote oder Mobbing gestalten die Situation gesundheitsfreundlicher?
So schwarz malen wie du es tust, würde ich das nicht. Nicht alle Kinder sind der Horror. Ich hatte schon eine 6. Klasse, die der wahre Horror war. Mit Konsequenz ging das und bei mir ist in der Woche damals niemand über Tisch und Bänke gegangen.

Ja, es war anstrengend. Aber anders anstrengend.
Ich war im Praktikum meines jetzigen Jobs deutlich überlasteter als im Praktikum, das ich an einer Schule hatte, an der ich eine Woche sogar unterrichten durfte und mich auf die Stunden vorbereitet habe. Es war anders. Es hat Spaß gemacht.

Im sozialen Bereich hast du ja eher nur Klienten, denen es dauerhaft schlecht geht und wenn es dir so selbst schon nicht optimal geht, zieht dich das zusätzlich runter.

Ich denke das du den Lehrerjob tatsächlich unterschätzt, 35 Schüler sind bei uns auch die Norm und mit Konsequenz kommst du bei weitem nicht überall durch. Wenn dir dort ein Schüler das Leben zur Hölle machen will, dann tut er das auch ohne Rücksicht auf Verluste. Das wirst du nicht abstellen, sondern nur ertragen können.

Ist dir eigentlich bewusst, dass sehr viele Lehrer in den Ferien arbeiten müssen? Was bedeutet, dass du dir für alle Schulferien kurzfristig einen Nebenjob suchen musst und das jedes Jahr aufs neue? Wenn das mal kein Stress ist, dann weiß ich auch nicht.
 
@hydragyros: Was mir hier eher aufgezwungen wird (so mein Gefühl) ist, dass ich keinesfalls Lehramt studieren soll und eh unfähig dazu bin. Warum wird mein Wunsch nicht einfach akzeptiert?

Wir reden hier vom Realschullehrer. Nicht vom Berufskolleg. Und da gibt es keine 35 Kinder in einer Klasse. Wenn ich Realschullehrer bin, komme ich im Normalfall auch an Realschulen und nicht ans Berufskolleg. Da würde ich dann Berufsschullehrer werden. Und auch da sind laut meiner Erfahrung nicht 35 Leute in einer Klasse und ich wohne auch nicht in Bayern.
Ich komme übrigens aus einer Lehrerfamilie. Ich habe definitiv keine falschen Vorstellungen vom Lehrerjob.
An sich finde ich eine duale Ausbildung eine schöne Möglichkeit. Ist nur schlecht, wenn man mit Zahlen nichts anfangen kann.

@zabaothling: Wenn du meinst, dass man mit 900 als Single leben kann, wenn laut Stellenausschreibung verlangt wird, dass man noch ein Auto haben soll, um die Klienten rum zu fahren, für die Rente weg legt, Miete, Strom und Co bezahlt?
Haustarife sind an der Tagesordnung, ebenso Teilzeitstellen. Die Verträge sind auf 1 Jahr befristet. Dauerhaft. Ein Euro Jobber setzt man mittlerweile lieber ein, als ausgebildete Akademiker. Der Erfolg deiner Arbeit ist nicht einmal messbar. Im Supermarkt oder beim Marketing, kannst du sagen, du hast so und so viele Produkte verkauft. Aber mach das mal bei Klienten, die noch dazu ihre eigenen Probleme mitbringen. Hinzu kommt, dass du oftmals am Wochenende oder in der Nacht los rennst. Einen geregelten Tagesablauf kannst du im sozialen Bereich oftmals vergessen. Die oberen Stellen sind für Leute mit Vitamin B vor reserviert.

Als Lehrer besteht genauso das Risiko für Burn out. Du hast aber ein gesichertes Einkommen und längere Ruhepausen. Und alle, die jetzt behaupten, man müsse in den Ferien arbeiten: Ich habe 4 Lehrer in der Familie. An 2 Tagen in 5 Wochen Sommerferien sind 2 davon vielleicht mal losgerannt, weil sie für 3 Stunden in der Schule eingeteilt waren, um nach dem rechten zu sehen. Außerdem musst du nicht mehr von einer Stelle zur nächsten Rennen, sondern bist unkündbar. Ich kann hier unendlich weiter machen.
Eine work life balance macht erheblich viel aus.

@sofia: Es möchte aber nicht jeder in diesem Bereich der sozialen Arbeit arbeiten, weil er vielleicht Gründe dafür hat und auch nicht für jeden Zweig der sozialen Arbeit geeignet ist? Suchtberatung ist was anderes als Schulsozialarbeit. Heimbetreuung etwas anderes als alte Menschen. Wenn ich keine Veränderung wollen würde, hätte ich den Thread nicht eröffnet. Hilft mir also nicht weiter


@kassenzettel: Ich rede hier aber vom Realschullehrer, nicht vom Berufsschullehrer.



Ich habe gesehen, dass ich einen KFW Kredit auch fürs Zweitstudium aufnehmen könnte. Das wären aber eben Schulden. Andererseits werde ich von meinem Soziajob nie so viel zur Seite legen können, dass ich fürs Studium spare.
 
Zuletzt bearbeitet:
Also ich war auf einer Realschule (NRW).
Da waren so um die 33 Schüler die Norm.

Du kannst ja auch Lehrerin werden. Spricht dir ja keiner ab. Nur sagst du ja selber das dieser Weg unmöglich ist, also wie willst du das meistern?
Was denkst du was hast du für Möglichkeiten doch noch Lehrer zu werden?
 
Ich verstehe das völlig, dass du aus der sozialen Sparte heraus möchtest. Bekannte von mir hat nach der Erzieherausbildung auch nochmal BWL studiert, allerdings wurde sie finanziell vom Freund unterstützt und hatte "nur" 75€ Krankenkassenbeiträge.
Schau dich nach zulassungsfreien Studiengängen um, informiere dich zwecks Wohngeld, KFW und dann such dir einen Vollzeit-Kellnerjob bis zum Beginn. Ich meine, diejenigen die schreiben "arbeite halt erst und spare" blabla... 1. findet sie seit nem halben Jahr keinen Job 2. ist die soziale Sparte derart unterirdisch bezahlt, dass du nicht groß sparen kannst, da kannste gleich Kellnern und ein bisschen Trinkgeld einsacken als Frau.
 
Hast du einen Freund? Möglichkeit wäre zu heiraten, dann wärest du über ihn versichert, hieße 0€ für die verdammte Krankenversicherung😉


übrigens hydragyros: habe selber ursprünglich mal mittlere Reife gemacht, danach Fachabitur, danach allg. Abitur nachgeholt. Beides im Anschluss an eine kaufmännische Ausbildung. Ich kenne das Niveau in Ausbildungen also leider recht gut. Zwischen Studium Jura und kaufmännischer Ausbildung liegen Welten. Das wäre als würdest du sagen, ein Jurist wäre geistig mit einer einfachen Rechtsanwaltsgehilfin/Schreibkraft auf einer Höhe. An einem Tag im Jurastudium habe ich mehr gelernt als während der gesamten Ausbildung. Sogar das Abitur lag vom Anspruch her deutlich über dem der Ausbildung. Aber eben auch kein Vergleich zum Studium an einer Universität. Und dann noch Jura... Zumal ich das Studium gepackt hätte, wäre ich nicht erkrankt, also hüte dich mich zu beleidigen, wenn du mich nicht kennst.
 
Zuletzt bearbeitet:
@zerstörtekinderseele

Blaumeise: Ich sehe eine andere Variante als das Lehramt wirklich weit weg von mir. Verwaltungsfachangestellte wäre noch etwas, das ich gemacht hätte. Aber viele Lehrstellen werden unterirdisch schlecht bezahlt und meist noch schlechter als mein Einstiegsgehalt im sozialen Bereich (und das ist schon schlecht). Beim dualen Studium ist das meiste doch im finanzmathematischen Bereich angelegt und das ist so gar nicht meins. Von daher fällt das weg. Schön, wenn es hier einige von euch machen würden. Ich könnte es leider nicht.
Es ging mir nicht darum, dass du es mit einer Lehre versuchen solltest. Ich fragte dich, ob du dir vorstellen könntest, als Quereinsteiger an einer Berufsschule anzufangen. Aber wie ich jetzt gelesen habe, scheint das für dich anscheinend nicht infrage zu kommen.

Aber wenn dich die Verwaltung noch interessieren würde: Ich weiß, dass häufig Fallmanager für die Bearbeitung von Hartz IV Bedürftigen gesucht werden. Dafür werden gerne Sozialarbeiter eingestellt. Das einzige was da verlangt wird ist dann ein Angestelltenlehrgang, welcher von der Behörde finanziert wird, wenn man ihn nicht vorweisen kann.

@Ratlosee

Du hast eine einzige Ausbildung gemacht. Woher willst du wissen, wie das Niveau in anderen Ausbildungen ist? Da gibts durchaus Unterschiede. Aber das schrieb ich dir ja bereits. Natürlich kann man das nicht mit einem Studiumabschluss vergleichen. Aber das will auch niemand. Deine Aussage, dass Ausbildungen vom Niveau unterirdisch sind, ist einfach anmaßend und verallgemeinernd. Und das dort nur junge Realschüler sitzen würden auch.
 

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