Wenn du ein Mädchen hättest, das dir erzählt, Papa, soll ich, soll ich nicht, mein Babysitterpapa steht auf mich... na klar doch, das ist super, würdest du also raten? Wär für dich das toll?
Es geht nicht um Mädchen!
Es geht um eine junge Frau/junge Frauen.
Käme die mit Anfang 20 zu mir als Mutter, um zu fragen, ob und mit wem sie Sex haben solle, würde ich mich fragen, was zur Hölle ich da mit meiner Erziehung angerichtet habe.
wenn man daran denkt, die eigene Tochter ist betroffen, dann schaut die Sache anders aus, da würde sicher kein Elternteil wünschen, dass es so verläuft für sie- oder für den Sohn, oder für die Schwiegertochter. In der eigenen Familie ist das ohne Zweifel nicht gewollt. Oder?
Nein.
Mit wem meine Tochter Sex hat, ist ihre Privatsache! Mich geht das nichts an.
Ich frage mich, was hier für ein Bild von jungen Frauen vorherrscht. Nehme ich mein Gegenüber derart wenig ernst, ist der Generationenkonflikt vorprogrammiert.
Und wer nicht für voll genommen wird, mit dieser Erfahrung aufwächst, wird nicht gestärkt, nicht in seiner Entwicklung zu einem selbstbewussten Menschen gefördert, sondern kleingehalten.
Das erzeugt genau diesen Typ Mensch, der leicht lenk- und beeinflussbar und somit gefährdet ist, be-/ausgenutzt zu werden.
Mit 20 sind manche erfolgreiche Unternehmer.
Mit 20 planen manche ganz bewusst ihre Karriere, ihr Leben.
Mit 20 tragen manche längst Verantwortung.
Und manche sind mit 20 ziemlich berechnend und auf ihren Vorteil bedacht.
Das sind doch nicht alles naive Kindchen!