Hallo Kitty...lächl...
So eine Art Zweckpessimismus habe ich allerdings auch, aber ich denke eher unterbewusst...! Es sind bestimmt Dinge in meinem Leben, wo ich aus Vorsicht die Angst noch nicht vollständig heraus genommen habe, um nicht wieder soweit zurück fallen.
Das kenne ich also auch
😉
und ich bin sicher es ist sinnvoll so zu handeln !
Das wir eine lange Phase der Entwicklung durchleben streite ich nicht ab. Auch ich habe da realistische Vorstellungen.
Wenn man von Angst geprägt ist, dann ist man natürlich vorsichtig.
wobei ich noch kurz anmerken möchte, bei mir steht eine angstörung nicht im vordergrund, bei mir geht es um eine esstörung, die sich in meinen augen leiser anschleicht.....
Ich habe da so ein schönes Beispiel im Kopf....
Letztes Jahr im Oktober waren wir mit meiner ganzen Familie klettern...nun ja erst an der Wand, damit hatte ich nicht so wirklich meine Probleme. Aber mehr traute ich mir nicht zu.
Als ich die anderen so beobachtet habe wie sie quasi einen Seiltanz nach dem anderen hinlegten wusste ich so langsam, wenn ich das nicht auch versuche, dann tut es mir morgen leid.
Eigentlich kann ja nichts passieren, Du bist gesichert und dazu noch von vertrauten Familienmitgliedern(was das Band nochmal enger schnürt
😉), also wenn Du wirklich vom Drahtseil fallen solltest, dann bist Du nicht in Lebensgefahr.
🙂 ja immer schön logisch denken - wenn es nur immer so einfach wäre, rational zu bleiben ..... mutig, mutig ich schaue bei so etwas nur zu, leider machen meine knochen so etwas nicht mehr mit - aber total klasse finde ich, dass du schreibt, die ganze familie war klettern.....
Ich erinnerte mich also an meine Vorfahren und kletterte in einer windeseile den Stamm hinauf...grins...oben wartete schon mein Bruder...es war eine Paarübung...
So, jetzt stand ich da oben und habe erstmal die Höhe von 9 Meter auf mich wirken lassen. Was soll ich sagen, ich hatte die Hosen gestrichen voll...! Ich wollte sogar gleich wieder runter...!
Jetzt gab es einen guten und auch sehr wirkungsvollen Trick von den Erlebnispädagogen. Wir können Dich erst wieder runter holen, wenn Du ein Stück auf das Seil gegangen bist...AHA...
Okay, ich ging auf das Seil und hatte zum festhalten nur eine ebenso dicke(dünne) Stange aus Stahl...
In mir fühlte ich die schlimmste Art von Panik die ich je bei mir erlebt habe...es galt die Situation auszuhalten...
auch Konfrontationstherapie genannt - Teilstück der Verhaltenstherapie - ich war übrigens Anfang der 90 er Jahre mit meinem damaligen Therapeuten fliegen auf Krankenkassenkosten um meine Flugangst zu überwinden - sowas muss man sich heute mal vorstellen................🙂
Der nächste Hinweis war, dass ich mich etwas bewegen sollte, also wippen...einfach um zu sehen, dass ich fest stehe....!
Ich tat es und merkte wirklich, dass ich sicher stand und in dem Moment fasste ich den Mut und bin über den Parkur gegangen.
Was noch sehr faszinierend für mich war, dass ich mich mit meinem Bruder ohne Worte verstand, wir verständigten uns nur mit den Augen und sind sicher am anderen Ende angekommen.
Ich bekomme jetzt noch Gänsehaut wenn ichh an dieses Erlebnis denke...lächl...unten angekommen tat mein Belohnungssystem alle arbeit, ich glaube ich habe jeden umarmt den ich zu greifen bekam
😉 Und mein Bruderr war verdammt stolz auf mich...lächl...
🙂um dieses Erlebnis mit deinem Bruder beneide ich dich glühend!
Ich kenne Deine Gedanken und sie kommen den meinen ziemlich nahe, nämlich aus Sicherheit etwas lieber erstmal nicht loszulassen.
Die Angst ist ja auch eine ganz natürliche Sache. Sie ist ja auch nicht wegzudenken. Deshalb ist es ja auch so schwierig mit ihr Umzugehen. Wenn man sich genügend reflektiert, so wie Du es tust, dann kennt man sich irgendwann so gut, dass man in der Lage ist die beeinflussenden Komponenten auszuschalten.
ja diese Verhaltensweisen kenne ich noch aus meiner Angstzeit, leider agiert eine Esstörung versteckter, bevor ich oder meine Umwelt merke, dass ich bestimmt Nahrungsmittel schon wieder verweigere (der Vertuschungsmechanismus setzt sich immer zeitgleich und automatisch in gang) stecke ich oft schon Wochen wieder in der gestörten Esssymptomatik und weder ich noch andere haben etwas gemerkt, deshalb ich für mich reflektieren was ich mit dem Essen mache bzw. was nicht sehr wichtig.
Ich hoffe, dass Du nicht zuviel reflektierst...! Ich kenne das auch noch von mir, dass es wie eine innere Überprüfung für einen selbst ist, ob sich die Angst da noch irgendwo versteckt...!
Zumal ja auch noch zu bedenken ist, dass in symptomfreien Zeiten (nennen wir es mal so) es leider oft zu Symptomverschiebungen kommt,
z.b. Du (also jeder Patient meine ich damit jetzt - nicht an deine Person gebunden) hast keine Angst mehr - entwickelst aber Rituale ohne die Du nicht leben kannst, - also dann Zwangsstörung
oder die Essgestörte isst normal - betreibt aber exzessiv Sport - also nichts Heilung sondern Symptomverschiebung usw. deswegen traue ich dem Frieden nie so ganz.
Ich wünsche Dir aber für die Zukunft wenn Du nach 10 Jahren zurückblickst, dass es für Dich wirklich nur eine Episode im Leben war. 🙂
Damit reitet man sich immer selbst in die Schxxxx rein.
ja - die Angst vor der Angst eines meiner Lieblingsbücher aus der Zeit war:
Angstfrei leben: Das erfolgreiche Programm gegen Streß und Panik von Lucinda Bassett
für mich eines der besten Bücher die es je gab! Nur falls Du mal schnuppern möchtest!
Ich denke wenn man merkt, dass man sicher steht, dann kann man auch loslassen und laufen, ohne in diese eigentlich unreale Angst zu gehen.
wobei Du diese Angst ja in einer realistischen Situation hattest - ich hatte Angst meine Wohnung zu verlassen - weil ich dachte ich müsste sterben, draussen in der Welt, ich hatte Angst ohne mir die Hände zu waschen etwas essen zu müssen, weil es dann schmutzig war, ich hatte Angst weitere Strecken laufen zu müssen, weil ich dann nicht schnell zurück in meiner Wohnung konnte, ich hatte Angst ein neues Duschgel zu benutzen, weil ich könnte ja allergisch reagieren.......................
zum Glück liegt das hinter mehr, aber mit solchen Ängsten bestreitest Du kein normales Leben mehr........
Dazu denke ich muss man sich genau ansehen, ob Ansichten in einem gegeneinander wirken....
Ja, man soll achtsam mit sich selbst umgehen, aber wenn man immer nur darauf achtet, dass man sich nicht überfordert, dann richtet man auch seine Aufmerksamkeit auf die Überforderung und empfindet viel eher das etwas nicht stimmt....!
Man ist immer am reflektieren, ob man sich noch in dem Maß befindet oder nicht.
🙂
Für mich ist das Ziel einfach auch ständig über mich hinaus zu wachsen und auch durch das Gefühl der Erschöpfung hindurch zu gehen, um zu sehen, dass dahinter wieder alles gut ist.