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Ich glaube ich schlittere in eine Lebenskriese

Wenn du dich einsam fühlst musst du dir halt Freunde suchen und die findet man zum Beispiel, wenn man sich Hobbies zulegt und generell unter Menschen geht 😉 Dein Problem ist nicht dein Alter, sondern dein Selbstbewusstsein. Du bist vermutlich viel zu ängstlich. 27 ist gar kein Alter. Da werden viele erst mit dem Studium fertig und fangen an zu leben. Du hast schon ein Haus (wie auch immer du das geschafft hast^^). Du solltest mal eine Psychotherapie machen. Ein Psychiater kann dir helfen deine Ängste zu überwinden, so dass du auch wieder ein normales Sozialleben führen kannst. Auf Dauer ist ein Leben wie deines nichts. Sich in die Arbeit flüchten ist eine Flucht vor anderen Problemen. Da kommt demnächst die Depression, wenn du nichts dagegen machst. Das mit Bi und deinen Eltern finde ich sehr schade, dass deine Eltern dich hängen lassen und dich nicht akzeptieren, weil sie meines Erachtens Angst haben sich vor anderen wegen dem "unnormalen" Kind zu "blamieren".
 
Hallo Luki 95, willkommen hier im Forum.
Höre im Leben immer auf die Stimme Deines Herzens. Da Du Deinen Freund liebst, gehe zu ihm, versöhne Dich mit ihm und sag ihm dass Du das nur auf Druck Deiner übelst vertändnislosen Eltern gemacht hast. Das ist etwas ganz Furchtbares, was Deine Eltern Dir angetan haben. Was Du Dir angetan hast. Und was Du Deinem Freund angetan hast. Es ist eine Selbst-Vergewaltigung. Gehe wieder zu Deinem Freund. Zieh mit ihm zusammen. Und wenn Deine Eltern das nicht akzeptieren, dann trenne Dich von ihnen. Lebe Dein Glück! 👍 🙂
LG Amatio
 
Guten Morgen,
vielen Dank für die vielen verständnisvollen antworten und die aufmunternden Worten!

Ob ich ihn zurück gewinnen kann, weiß ich leider nicht, da er immer meinte Familie ist das wichtigste und er möchte nicht den Keil zwischen mir und meiner Familie sein, wenn im Falle das Outing nicht akzeptiert wird. Er hat es mir auch immer geraten es nicht zu tun....
Er hat mich nahezu in all den Phasen meiner Selbsterkennung begleitet und mir gezeigt wie schön leben sein kann.
Und das gestern morgen gleich zu beenden war das dümmste was ich machen konnte, ich vermisse ihn!

Seit meine Mutter es weiß, dass ich das gestern gleich beendet habe, ist sie auch wieder normal zu mir. Aber das Vertrauen hat einen Knacks bekommen....ich merke das ich jetzt in ganz anderen Augen gesehen werde!

Da ich ja jetzt weiß, dass ich mich in solchen Sachen meinen Eltern nie anvertrauen kann, werde ich heute versuchen mit meinen Schwestern darüber zu sprechen, die Hoffnung ist groß, da sie eigentlich sehr tolerant sind!
Aber den erneuten Mut dazu aufzubringen wird sehr schwer, da mein Selbstbewusstsein zurzeit in Scherben liegt!

Meine Mutter hatte auch Angst das ich in meiner Position auf der Arbeit dann nur noch als die "tunte" oder die "Schwuchtel" abgestempelt werden könnte. Aber ich meinte nur zu ihr, dass das kein Problem sei, da meine Arbeitskollegen nicht so von ihrer Intoleranz geblendet seien wie sie!
Aber wer hat eigentlich gesagt, dass man sich neben dem privaten Outing auch im Beruf outen muss?
 
@ paxit,
Hallo und danke für die Antwort.
Meine Eltern sind in ihrem Weltbild leider in den 70ern stehen geblieben, wenn es nach denen gegangen wäre, hätte ich mit 20 schon heiraten müssen und heute 3 Kinder haben.

Sie können es nicht akzeptieren, da wir hier in einem katholischen Dorf wohnen und die Außenansicht wohl wichtiger ist, als das eigene Glück....muss da irgendwie immer an den Song "Shiny Happy People" von R.E.M. denken, kann man beim halben Dorf so anwenden.

Was sie auch nicht ertragen konnten, dass er erst 18 ist, aber es hatte sich für mich und auch für ihn so richtig angefühlt, er wusste auch lange Zeit nicht, dass ich ein Haus habe usw.

Ich bereue auch mittlerweile, dass ich mein Haus hier gebaut habe und nicht die Chane genutzt habe abzuhauen und wo anders mein Glück aufzubauen....

Kannst du das nicht immer noch?

Du hast eine abgeschlossene Berufsausbildung (nehme ich an) und bist noch nicht mal 30 Jahre alt.

Wie ich die Sache sehe: auf dem Dorf sind nicht viele Menschen. Darum steht jeder unter Beobachtung und das Gedächtnis und der Klatsch und Tratsch reicht Generationen zurück.

Kinder können grausam sein, ja.

Aber glaubst du, dass du echte Freunde findest unter den Menschen, die dich früher wegen deines Übergewichts gemobbt haben? Oder unter denen, die da zugeschaut haben und nichts dagegen getan?

Willst du das überhaupt?

Denn das dürften so ungefähr die Menschen in deinem Alter sein, die auf dem Dorf leben.

Häuser kann man vermieten, um die Hypothek zu bedienen, oder verkaufen.

Überleg dir, ob es nicht einen Sehnsuchtsort für dich gibt.

Oder vielleicht sucht dein Chef jemanden, den er an einen anderen Fillialort schicken kann?

Oder du studierst in einer Großstadt?

Finde für dich heraus, was du langfristig willst. Ich bezweifle, dass du wirklich vorhast, den Rest deines Lebens in einem kleinen Dorf zu leben und dir von deiner Familie und den anderen Dorfbewohnern Vorschriften machen zu lassen.
 
werde ich heute versuchen mit meinen Schwestern darüber zu sprechen, die Hoffnung ist groß, da sie eigentlich sehr tolerant sind!

Warum möchtest du unbedingt mit der Familie darüber sprechen? Schau doch erstmal, wie deine Beziehung läuft, und dann kannst du ja irgendwann deinen Partner ganz selbstverständlich bei deiner Familie vorstellen. Du musst niemanden um Erlaubnis bitten!
 
Wieso stehst Du nicht für Dich selbst ein?
Weil ich von klein auf schon immer das Bedürfnis habe es allen und jeden Recht zu machen und immer bereit für mich selbst zurückzustecken. Ich weiß, keine tolle Lebenseinstellung, aber für mich war es bisher der einfachste Weg Konflikte zu umgehen!

@Geißblatt67 , ich bin es auch gewohnt, dass ich alles mit meiner Familie teilen kann, ob gut oder schlecht. Mir wurde auch immer versichert, dass alles akzeptiert wird und ich volle Rückendeckung bekomme in allem was ich tue. Die ganzen Enttäuschungen haben sich über die Jahre nur angehäuft und mit dem Outing habe ich wohl den einen Wunden Punkt getroffen, bei dem das Verständnis für mich aufgehört hat.
 
Lieber Lukas,

Ich habe selber eine sehr fordernde Mutter, die unbedingt wollte, dass ich nach ihren Vorstellungen mein Leben organisiere. Ich wollte es ihr auch immer recht machen, weil ich für meinen Selbstwert ihre Anerkennung gesucht habe. Mir wurde immer eingetrichtert, Familie ist das Allerwichtigste egal was.

Ich war leider sehr unglücklich bis zu dem Punkt, wo ich psychisch krank wurde. Durch mein Genessungsprozes lernte ich, dass ich ein sehr wertvoller Mensch bin, egal ob ich etwas erreiche oder nicht. Egal ob ich die Bestätigung meiner Mutter habe oder nicht.

Da lernte ich auch, dass ich meiner Mutter gar nichts schuldig bin. Ich bin ein selbständiger Mensch, mit meinen eigenen Vorstellungen und Träumen. Ich bin nicht dafür da die nicht erreichte Ziele meiner Mutter und ihre Komplexe zu vervollständigen. Das bist du auch nicht Lukas. Wenn Sie sich blamiert fühlen, ist es ihr Problem. Sie sollen mit dem Gefühl klarkommen nicht du.

Ich lernte auch in der Therapie, dass Familie geht nicht um jeden Preis vor. Meine Mutter hat mich emotional übelst missbraucht, warum muss ich mir das mein Leben lang antun, wenn man auch gute Freundschaften haben kann, die einen respektieren und wertschätzen und fast wie eine Familie sind?

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass die Familie deines Freundes würde dich mit offenen Armen empfangen und akzeptieren.

Ich traf den Entschluss bei mir den Kontakt zu meiner Mutter und Bruder abzubrechen, weil sie mir nur wehgetan haben. Ich habe mich komplett abgegrenzt. Und es tat mir sehr gut. Witzigerweise ein Jahr später haben mich meine Mutter und Bruder wieder kontaktiert, weil sie mich vermissten. Ich habe zugestimmt, wieder den Kontakt aufzunehmen unter bestimmten Bedingungen: keine Vorwürfe, Respekt, kommunikation auf Augenhöhe u. A. Ich behalt mir das Recht vor, den Kontakt jederzeit wieder abzubrechen, sollten sie gegen meine Regeln verstoßen.

Seitdem gibt es null Drama in meiner Familie. Meine Mutter hat ihre Probleme eingesehen und sich Hilfe gesucht, mein Bruder zum Teil auch. Seit etwa einem Jahr ist die Kommunikation bestens. Wir müssen nach wie vor nie einer Meinung sein, aber man respektiert sich. Z. B sie sind beide Corona Leugner, ich nicht, haben aber meinen Stand respektiert und ich ihren.

Ich denke auch Lukas, da du die Anerkennung bei deiner Familie nicht bekommen hast, auch nicht in der Schule oder von Freunden, findest du sie bei deiner Arbeit. Leider bis zu dem Punkt, dass du schon mit der Arbeit übertreibst, weil du so süchtig nach diesem schönen Gefühl von "Wertschätzung" geworden bist. Und deswegen wenn die Arbeit nicht da ist, kommt die Einsamkeit.

Mein Ratschlag dazu: ich habe das Buch "die Kraft der Gegenwart von Eckart Tolle" gelesen und es hat mir extrem geholfen. Im Grunde übst du durch Achtsamkeit deine Glaubenssätze im Kopf langsam zu verändern bis zu dem Punkt wo du keine Anerkennung von außen brauchst, weil die ja von dir selbst kommt. Weil du irgendwann der Überzeugung bist, so wie du bist, bist du ok, du bist ein Mensch mit besonderen Eigenschaften, du lernst dich so zu lieben wie du bist, ohne es davon abhängig zu machen, was die Leute draußen denken.

Anyways. Ich wünsche dir viel Glück Lukas

LG

David
 

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