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"Ich garantiere dir, es wird eines Tages besser!!!" - Was soll das?

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Das ist eine dumme und einseitige Sichtweise. Du weißt auch selbst, dass dies nicht stimmt.

Wenn ich nicht überzeugt davon wäre, hätte ich es nicht geschrieben. Und dumm ist es noch lange nicht, weil dir meine Meinung nicht passt.

Wer hat dies behauptet, dass irgendwer etwas böse meint? Ich sage ja nur, dass die Leute im Endeffekt damit ihr eigenes Ego pushen. "Ach bin ich ein guter Mensch, dass ich solche lieben Sachen schreib". Gar nicht mal bewusst oder böse gemeint.

Da, wieder der selbe Käse. Du begreifst es nicht. Du glaubst allen Ernstes, dass derjenige das gesagt hat, um sich selbst besser zu fühlen?? Um sein "Ego zu pushen"? Um abends im Bett zu sagen "Siehst du lieber Gott heute habe ich einer armen Seele geholfen, harhar, aber zwar nur um mich selbst gut zu fühlen!" Was für ein Müll. Derjenige meinte es gut mit dir - einfach gut. Der Gedanke, dass derjenige das völlig vorbehaltlos gesagt hat, der kommt dir gar nicht. In deinen Augen ist das ganze ein Affront gegen dich und deine Person. Aber das ist es nicht, und erst wenn du das begreifst, kannst du damit auch richtig umgehen.

"Don't disagree with suicidal people about how bad things are. It’s not about their circumstances; it’s about their suffering, and you can’t measure that from the outside. A message that in any way tries to tell or show the suicidal person that “it’s not so bad” is just another way of saying “I don't understand what you’re going through”.

In der einen Sache muss ich dir Recht geben: Man kann in Leute nicht reinsehen. Allerdings ist die Aussage "Ich garantiere dir, eines Tages wird es besser" nicht im geringsten gleichsetzbar mit "It's not so bad". Das ist nämlich das, was du da rausgehört hast, und das ist das Problem. Die Person will dir Hoffnung machen, aber alles was du hörst ist ein angebliches, rein hypthetisches "Ist doch alles gar nicht so schlimm". Das hat die Person höchstwarscheinlich so nicht gesagt und erst recht nicht so gemeint. Wenn sie deine Situation nicht schlimm finden würde, dann würde sie dich ignorieren. Also begreif, dass es keinen Grund gibt davon auszugehen, und lerne, Aussagen richtig zu deuten, und nicht völlig wirr zu reinterpretieren, damit sie ins Gefüge deines verkorksten Selbstverständnisses passen.

Du kannst deine Generalisierungen also für dich behalten. Dass es hier im Hilferuf-Forum keine entsprechenden Regeln dazu gibt ist eine einzige Misere. Mit solchen Kommentaren machst du nämlich depressive Menschen, welche mental auch noch fertig sind, noch depressiver. Begreife das mal statt hier so herumzupöbeln.

Mir kommen die Tränen. Hast du schon mal den Satz gehört "Jemanden zu seinem Glück zwingen"? Das tue ich. Ich zwinge die Leute, denn ich bin überzeugt, dass in dir und mir und in jedem Menschen da draußen der ab und an mal oder häufig oder vielleicht auch immer unglücklich oder depressiv ist, das Potenzial steckt, sich selbst zu helfen. Meine Worte sind deutlich, aber dazu stehe ich. Sicher gibt es eine Netiquette hier, aber die halte ich auch ein. Ich halte bloß nichts davon, Leuten den Hintern zu pudern, denn davon fühlen sie sich vielleicht kurzzeitig besser, aber effektiv helfen tut es ihnen gar nüscht. Ich möchte, dass Leute sich selbst Gedanken machen, und sich nach Möglichkeit auch mal selbst hinterfragen. Denn wo man seines Glückes eigener Schmied ist, da ist die Welt beileibe nicht alleine an allem Schlechten Schuld was einem wiederfährt. Wenn Leute davon noch depressiver werden, dann tut mir das natürlich Leid, denn das ist nicht mein Ziel. Mein Ziel ist, die Leute zumindest mental mal ein wenig aus ihrem eigenen Sumpf zu ziehen. Aber, wie man bei dir erkennt, an sich selbst arbeiten, das wäre ja anstrengend, das wäre ja lästig - und das will ja kaum einer. Lieber den angenehmen Weg nehmen, nicht wahr? Lieber sich noch mehr ärgern, die eigene Lebenszeit verkürzen, Magengeschwüre kriegen - und dann noch den anderen die Schuld geben. Großartig. Du bist ein ganz toller.

Begreife vielleicht auch, dass jeder Schmerz individuell ist. Es geht nämlich wie oben geschrieben überhaupt nicht um die Umstände. Es geht um das innere Leid, welches man von Außen heraus gar nicht messen kann.

Ich habe schon lange begriffen, dass jeder Schmerz individuell ist. Was du nicht begreifst, ist dass die Lösung dennoch die gleiche ist, egal um was es geht. Wer den Schmerz akzeptiert, hat verloren. Nur, wer dagegen kämpft, hat eine Chance, sich aus dem Sumpf zu ziehen. Es kommt kein Ritter in strahlender Rüstung an deine Tür, erteilt dir Ablass und von da an hast du ein gutes Leben, wo alle dich lieben und du nie mehr unglücklich bist. Das muss man alles selber machen. Psychiater, Medikamente, Kliniken - das alles kann nur helfen, aber wer glaubt, dass einem da die Arbeit an sich selbst abgenommen wird, weil jemand sich "Doktor" nennt, der irrt sich gewaltig.

Abuse or "tough love" including any guilt-tripping like "suicide is selfish" or "think of your loved ones".

Du hältst dich für so schlau und allwissend, dass du gar nicht mehr merkst was du eigentlich zusammentippst. Scheuer dir also bitte selbst mal eine. Und ja, du hast sogar Recht, ich habe nie als Jugendlicher gelernt spielerisch mit dem anderen Geschlecht umzugehen, um dir mal ein Beispiel zu nennen. Aber soll ich ehrlich sein? Ich habe darauf auch gar keine Lust.

Wie schön, dass deine Anschuldigungen so ohne jede Hand und Fuß sind, deswegen kann man sie auch so einfach als den Humbug enttarnen, der sie sind. Wieder drehst du - in dem Fall mir - die Worte im Mund rum. Und merkst nicht, was DU da zusammentippst. Ich setze voraus, dass du der Englischen Sprache ausreichend mächtig bist - deswegen sollte dir doch eigentlich selbst klar sein dass ich nicht wie etwa im Zitat an deine Schuld appelliere. Ist es aber offenbar nicht, deswegen erkläre ich es dir extra gründlich und langsam. Pass auf: Ob du Schuld für dein Verhalten empfindest, ist mir so egal wie nur irgendwas. Ich möchte dich nicht provozieren, in dem ich in dir den Gedanken "Was denkt wohl die Familie?" sähe. Deswegen tue ich es ja auch nicht, also hör gefälligst auf, mir Worte in den Mund zu schieben. Habe ich gesagt, Suizid ist egoistisch? Nein. Suizid ist feige, das habe ich gesagt. Du sollst EBEN NICHT an andere denken, daran, was sie empfinden (Unabhängig davon, dass es dir ja offenbar sowieso Wurst ist), du sollst an DICH denken. Daran, was DIR helfen könnte, was DICH glücklich macht, und wie DU DICH selber ändern kannst.

Und nein, mich selbst hauen, darauf steh ich jetzt echt nich so 🙁

Ich konnte noch nie besonders lange irgendwelche sozialen Bindungen Aufrecht erhalten und das hat sich bis heute nicht geändert.

Niemand verlangt, dass du dich der nächstbesten samt Ring um den Hals wirfst.

Und Triebe sind nun mal einfach dumm und animalisch. Wenn das Abschalten zu meinem Tode führt, dann bin ich eben eine nicht-lebensfähige Person.

Und wieder bin ich überzeugt, dass du aufgrund irgendwelcher Traumata lediglich völlig verquer denkst. Es gibt 7,1 Milliarden Menschen auf der Welt. Deiner These zufolge wären die ja auch alle "dumm und animalisch". Na danke auch, Meister. An deiner Stelle würde ich mir mal selbst Gedanken machen, ob ich nicht einfach nur widerlich arrogant gegenüber nichts geringerem als dem Leben selbst bin.

Aber das wäre dann ja immer noch meine freie Entscheidung. Aber hör auf dein Weltbild anderen aufzudrücken.

Ich drücke dir gar nichts auf. Die einzige Frage, die in diesem Fall bleibt ist: Wieso hast du dann diese Diskussion gestartet? Hast du zu viel Zeit? Allein die Aussage, den eigenen Tod als Möglichkeit über die Akzeptanz eigener Fehler zu stellen - du merkst wirklich nix mehr, oder?

You know nothing, Jon Snow.

Indem du Martin zitierst, wirst du auch nicht cooler.

Du musst dir selbst verzeihen.

Nein, muss ich nicht. Denn ich stehe zu dem, was ich sage. Alles Gute.
 
Na, dann glaub das ruhig. Mein IQ ist 144, wenn du unbedingt diese lächerliche Penisvergleich-Karte spielen willst, Meister.

Das fett markierte sagt schon alles. Mit deiner eigenen Unüberlegtheit hast du dich selbst ins Abseits gestellt, Glückwunsch. Ja, es stimmt: Wer Hilfe verweigert, der ist in meinen Augen bekloppt. Nicht blöd. Bekloppt. Ich kann's gerne mehrmals schreiben, damit du dir nicht die Augen reiben musst. Es gibt auch schöne Synonyme: Wirr im Kopf, Realitätsverlust, Schwach im Geiste und der Klassiker: Feige. Daran, Hilfe anzunehmen, ist nichts verwerfliches oder schlechtes. Und wem es wirklich schlecht geht, der hat immer die Wahl - Hilfe suchen und in Anspruch nehmen oder den guten alten letzten Ausweg. Suizid ist der bequeme Weg - da ist alles vorbei, und man muss sich mit nichts mehr auseinandersetzen. Dass das dem schwachen Individuum sinnvoll erscheint, wundert mich nicht

Und wieso erzählst du mir, dass du auch einen Versuch hinter dir hast? Erwartest du Mitleid? Hier gibt es keines. Da du laut eigenen Worten auch einen anständigen IQ hast, müsstest du es ja eigentlich besser wissen. Tust du aber nicht. Ich hatte auch ein paar Mal Selbstmordgedanken, weißt du? Und glaub mir, die hatte ich aus gutem Grund. Und jedes Mal habe ich mich beim Blick in den Spiegel geekelt wenn ich daran gedacht habe.

Ich bin besser als jemand, der so endgültig vor seinen Problemen davonläuft wie ein feiger Welpe.

Werd damit fertig.


Ich habe Hilfe angenommen, sie sogar selber gesucht und wie du siehst ich lebe noch.
Damit gehöre ich dann wohl zu den schlauen, deiner Interpretation nach.

Den IQ Vergleich brauche ich nicht hatte ihn nur eingebracht um zu sagen das sie eben nicht alle dumm sind


Ja klar du bist der beste und der schlaueste und hast ja auch so viel mitgemacht.
 
Ja, es stimmt: Wer Hilfe verweigert, der ist in meinen Augen bekloppt. Nicht blöd. Bekloppt. Ich kann's gerne mehrmals schreiben, damit du dir nicht die Augen reiben musst. Es gibt auch schöne Synonyme: Wirr im Kopf, Realitätsverlust, Schwach im Geiste und der Klassiker: Feige. Daran, Hilfe anzunehmen, ist nichts verwerfliches oder schlechtes. Und wem es wirklich schlecht geht, der hat immer die Wahl - Hilfe suchen und in Anspruch nehmen oder den guten alten letzten Ausweg. Suizid ist der bequeme Weg - da ist alles vorbei, und man muss sich mit nichts mehr auseinandersetzen. Dass das dem schwachen Individuum sinnvoll erscheint, wundert mich nicht.
Seit wann wäre "feige" ein Synonym für "Realitätsverlust" oder "bekloppt"? Das ist deine Interpretation der "Schwachheit" - von Individuen, die du selbst, als du dich betrachtet hast, für "ekelig" befunden hast. Kannst du ja machen, aber gebe deinen persönlichen Ausweg ins Leben nicht als Weltweisheit aus.

Das sind recht brutale Umkehrungen und Verzerrungen, die du hier ausplauderst. Nein, kein feiger Welpe sein, lieber ein Rottweiler, groß und stark, ein Chef (Tipp: Sartre lesen), Lager beaufsichtigen, immer ein wachsames Auge auf den schwachen Kreaturen, über ihnen. Wenn das deine "Lösung" ist, habe sie halt, aber tue nicht so, als sei da mehr als eigener Blödsinn drin.

Suizid ist kein bequemer Weg; wenn du dich informieren willst, lies einmal Jean Améry, "Hand an sich legen". Wird dein Spaßbild nicht verändern, ich nenne das Buch auch nur, weil es andere Suizidäre gibt, als du dir in deinem schlichten Spiegelbild ausmalen kannst. Natürlich, es ist ein Unterschied, ob ein 13-Jähriger davon spricht, sich nur noch umbringen zu können, weil das Mädchen in der Nachbarklasse, seine große Liebe, ihn nicht erhört. Oder ob ein Mensch Missbrauch erfahren hat, eine Traumatisierung, in einem Krieg, in der Verfolgung, auf der Flucht und sein Leben aus den Fugen gerät. Damit auf eine Weise klarzukommen, wie Du es rätst, ist der Ausweg der Macht. Und die, mit Verlaub, ist immer für die Tonne, sie ist mit Augen wie deinen gesehen zwar "stark", aber Intellijenz is jet andres.

Die Einfachheit - oder Beklopptheit - dessen, was du zur Hilfeverweigerung von dir gibst, ist erschreckend. Und jetzt, um wieder etwas mehr on topic zu werden: Wenn mir jemand sagt, "es wird wieder besser", dann höre ich nicht nur die Worte, sondern ich habe jemanden mir gegenüber, von dem ich weiß, ob er das für mich ernst meinen kann oder nicht. Es ist völlig uninteressant, ob die Wörter sich belanglos anhören. Es kommt auf das Verhältnis zwischen den Menschen an; manchmal weiß man auch keinen Rat, atmet aber doch anders als nur stumm aus und ein, um Sprache mal so zu benennen. Und wenn ich dann dabei bleibe, es werde nicht besser, dann bin ich nicht feige - sondern verzweifelt.

Da fällt mir doch noch etwas ein: Wer einen Rat von außen gibt, wünscht und hofft für den anderen. Weil der Tod nicht sein darf. Aber wie man das macht? Jedenfalls nicht so wie du, mit diesen verkasperten Tipps zum fröhlichen Leben. Nach Adampsychologieriese heißt das nur, dass du selbst den bequemsten Weg gewählt hast.

Ansonsten, TE: Die Reprojektion der üblen anderen ins eigene Leben tut nie gut, verkapselt nur.
 
Wenn man z.B. mittels Therapie oder eines neuen Umfeldes merkt, dass das Leben doch anders sein kann, stimmt es durchaus, was deine Leute oder irgendwelche Ratgeber sagen. Es müssen halt durch andere Erfahrungen, veränderte Strukturen im Gehirn geschaffen werden. Dann geht es.
 
Na, dann glaub das ruhig. Mein IQ ist 144,
Ist ja gut, meiner ist 152 😀 .

Ja, ja, die Anderen sind selber Schuld, dass ich mir nicht helfen lassen will, alles besser weiß und immer der Größte sein will.
Ich denke nicht, dass man selber schuld ist. Permanentes Ausgegrenztsein, das Gefühl der Fremdartigkeit, der Anpassungsdruck ("Nun sei doch SO!"), wenn man sich nie akzeptiert fühlen kann, dauernde Enttäuschungen und Verletzungen, tiefgreifende psychische und physische Gewalterfahrungen (Mobbing, körperlicher, seelischer, sexueller Missbrauch), das Gefühl einer dauerhaften Verdammung in seine isolierte Welt, wenn man seinen Platz in der Gesellschaft nicht finden kann, stetiger Leistungsdruck, wenn einem nichts zurückgegeben wird,...

Manche Leute sind in der Art, wie sie mit anderen umgehen, ziemlich pervers. Sie holen sich ihren Selbstwert, indem sie andere abwerten und kaputt machen. Indem sie über sie verfügen, sie besitzen, erleben sie ein Machtgefühl. Sie neigen oft zu unkontrollierten Aggressionen. Sie fügen Gewalt zu. Offen, aber auch pervers-subtil. Indem sie sich als helfend-gutmeinend darstellen, versteckt aber Schuld zuweisen, ein Gefühl des nicht-genug-seins vermitteln und einfach mit den Hoffnungen und Bedürfnissen spielen oder das sie jemanden gegen einen anderen ausspielen oder das sie etwas abverlangen, was der andere nicht erfüllen kann. Das ist umso schlimmer, je wichtiger diese Menschen als Bezugspersonen sind. Man wird entweder selber gewalttätig oder man verzweifelt und und will sterben...

Wenn man es nicht nachvollziehen kann, weil einem diese Welten unbekannt sind, dann ist die Gefahr, dass man abwertend und vorwurfsvoll aburteilt, sehr hoch. "Er will sich ja nicht helfen lassen.", "Er weiß ja alles besser.", "der meint wohl, er ist der Größte.". Das was einem hilft, wenn man in einem dunklen, schwarzen Loch sitzt ist, für einen da zu sein und Verständnis zu zeigen. Das Gefühl zu geben nicht alleine zu sein und damit, dass nicht alles verloren ist.

Hier auf HR gibt es doch unter der Rubrik "Tipps" den Punkt "Depressiven helfen". Ich liebe diese Verlinkung:

http://www.hilferuf.de/forum/inhalt/27-wie-mit-depressionen-umgehen.html

Absolut lesenswert, "Was Sie nicht tun sollten", "Was Sie tun können".
 
Zuletzt bearbeitet:
@TE Du kannst nicht erwarten, dass man dir sagt, dass du dich endlich umbringen sollst.
 
Zuletzt bearbeitet:
Seit wann wäre "feige" ein Synonym für "Realitätsverlust" oder "bekloppt"? Das ist deine Interpretation der "Schwachheit" - von Individuen, die du selbst, als du dich betrachtet hast, für "ekelig" befunden hast. Kannst du ja machen, aber gebe deinen persönlichen Ausweg ins Leben nicht als Weltweisheit aus.

Das tue ich so lange nicht, wie ich es nicht explizit formuliere. Ich finde das wirklich köstlich, wie einem hier fortwährend das Wort im Mund herumgedreht wird. Es ist meine Meinung, und die darf ich kund tun. Aber ich zwinge sie niemandem auf. Als hör gefälligst auf, das zu behaupten. Ich sage nicht: "Es ist so". Genauso wenig darfst du mir den Mund verbieten, weil du anderer Ansicht bist.

Und noch was: Lieber fliehe ich mit Vollgas ins Leben und arbeite an mir, anstatt mein Leid als gegeben zu akzeptieren und deshalb in den Tod zu fliehen.

Das sind recht brutale Umkehrungen und Verzerrungen, die du hier ausplauderst. Nein, kein feiger Welpe sein, lieber ein Rottweiler, groß und stark, ein Chef (Tipp: Sartre lesen), Lager beaufsichtigen, immer ein wachsames Auge auf den schwachen Kreaturen, über ihnen. Wenn das deine "Lösung" ist, habe sie halt, aber tue nicht so, als sei da mehr als eigener Blödsinn drin.

So, und jetzt erklärst du mir mal ganz genau, inwiefern das Blödsinn ist. Nein, warte, lass mich raten: Weil du das denkst? Ach, und das macht es jetzt allgemeingültig? Sobald jemand wie ich mal deutlichere Worte in diesem Zuckerguss-Forum auffährt, gilt er gleich als Störenfried, der nur an der Übellaune der anderen interessiert ist? Tja, so ist es zum Glück nicht. Aber was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht - so heißt es doch so schön. Das gleiche gilt für euch. Euch passt meine deutliche Wortwahl nicht, und deswegen geht ihr mich nicht nur an, nein, du stempelst meine persönliche Meinung als Blödsinn ab. Und das ist wesentlich unverschämter als alles was ich hier tippe. Sicher, auch ich habe gesagt "Was für ein Müll", das bezieht sich jedoch einzig und allein auf die verquere Weltsicht des Themenerstellers. Es heißt noch lange nicht, dass ich eure Meinung nicht ernst nehme. Ich nehme euch sehr ernst. Ich bin nur anderer Meinung. Aber im Gegensatz zu euch setze ich mich damit SELBST auseinander, statt große Literaten zu zitieren, die vermeintlich meinen Standpunkt untermauern. Dadurch gewinnt deine Sicht der Dinge auch nicht an zusätzlicher Validität.

Suizid ist kein bequemer Weg; wenn du dich informieren willst, lies einmal Jean Améry, "Hand an sich legen". Wird dein Spaßbild nicht verändern, ich nenne das Buch auch nur, weil es andere Suizidäre gibt, als du dir in deinem schlichten Spiegelbild ausmalen kannst. [...] Damit auf eine Weise klarzukommen, wie Du es rätst, ist der Ausweg der Macht. Und die, mit Verlaub, ist immer für die Tonne, sie ist mit Augen wie deinen gesehen zwar "stark", aber Intellijenz is jet andres.

Dein Argument besitzt keine Gültigkeit, so lange du mir nicht erklärst inwiefern der "Ausweg der Macht" wie du ihn nennst, für die Tonne ist. Intelligenz geht anders? Ach Gottchen. Und warum? Weißt du, es gibt da ein Argument, das meine These untermauert: MIR geht es gut. ICH habe momentan kein Probleme. Ich stand vor wenigen Jahren vor dem NICHTS. Aber ich habe mein Leben angepackt, mich aus dem Sumpf gezogen und alles gegeben. Mein Abi nachgemacht, und studiere jetzt sehr erfolgreich. Und weil ich überzeugt davon bin dass ich klug, stark und wertvoll bin, weiß ich auch, dass ich alles schaffen kann, was ich mir vornehme. Ich werde einen guten Job finden und letzten Endes zufrieden steinalt werden. Leute, die meinen Weg behindern wollen, beachte ich gar nicht. Und warum? Wegen dem von dir so verteufelten "Weg der Macht". Ich habe es jahrelang genauso wie ihr gemacht - den anderen die Schuld geben, sich im Selbstmitleid suhlen, und dann vielleicht ein bisschen Sartre zitieren, damit man wehmütig sagen kann "Siehste, wenn große Literaten das sagen, muss es wahr sein, mümümü, es gibt keine Chance auf Rettung, denn dazu ist Leid zu vielschichtig". Aber so läuft die Welt nicht. Hilf dir selbst, oder du kommst unter die Räder. ICH habe das begriffen, und glaube mir, ich fahre ausgezeichnet mit dieser Erkenntnis.

Fakt ist, es gibt viel Leid auf der Welt, vieles davon widerfährt Menschen wie dir oder mir fremdverschuldet. Leid ist vielschichtig, das ist wahr. Ich kann mir nicht ausmalen, was ein Mensch fühlt, der Kriegstraumatisiert oder vertrieben wird. Aber das muss ich auch gar nicht. Denn ich habe mehr als genug mit meiner eigenen Verantwortung über mein Leben zu tun. Wenn du das für dich akzeptieren möchtest, wenn du allen Ernstes das Leid der ganzen Welt auf dich laden willst, nur um mir dann sagen zu können "Siehst du, so einfach ist es nicht, du erzählst Blödsinn", dann nimm hiermit mein aufrichtiges Beileid an. Da raus zu kommen, wird schwer, versprochen.

Da fällt mir doch noch etwas ein: Wer einen Rat von außen gibt, wünscht und hofft für den anderen. Weil der Tod nicht sein darf. Aber wie man das macht? Jedenfalls nicht so wie du, mit diesen verkasperten Tipps zum fröhlichen Leben. Nach Adampsychologieriese heißt das nur, dass du selbst den bequemsten Weg gewählt hast.

Wow.

WOW. 😱

Das macht ja mal wirklich absolut keinen Sinn. Die "verkasperten Tipps" sollen helfen. Und sie können helfen, genau so wie ein Besuch beim Psychiater oder dergleichen helfen kann. Was garantiert nicht hilft, ist euer ewig gleiches Gesuppe darüber, wie furchtbar die Welt ist und dass nichts sich ändert. Und ICH habe den bequemen Weg gewählt? Du hast keine Ahnung, wovon du redest. Würdest du den gleichen Weg beschreiten, würdest du verstehen, dass es ein Weg der lebenslangen Arbeit an sich selbst ist. Aber du tust es nicht; du bist wie jeder andere Verzweifelte. Schwermütig wartet ihr darauf, dass Probleme sich von selbst lösen, und weil der Tag X niemals kommt, werdet ihr noch verbitterter. Ich kann dir nur empfehlen, es vielleicht doch mal auszuprobieren; dass du weg kommst von dem Gedanken, dass das was ich repräsentiere ein "Leichter Weg der Kasperei" wäre, und ich dem Leid ins Gesicht lache. Ich lache dem Leid nicht ins Gesicht. Ich hau ihm auf die Nase. Nichts im Leben ist leicht, aber es ist auch nichts unmöglich. Die Frage ist nur, bringt man die Willensstärke auf, es anzupacken. Wenn das in deinen Augen ein "leichter Weg" ist, na dann viel Spaß mit diesem Irrglauben. Aber wenigstens tue ich etwas, denn ich habe beschlossen, mein Leben selbst zu bestimmen, und mich nicht nur treiben zu lassen.

Aber ich glaube, dass meine Saat der Hilfestellung hier auf verdorrten Wüstenboden fällt.
 
Ich verstehe nicht, warum sich hier soviele angegriffen fühlen.

Natürlich ist Selbstmord schwach. Wer aus Angst vor dem Leben handelt, kann sich nicht mit Mut schmücken.
 
Empfehle ein Buch vor dem Abgeben des eigenen Lebens: Jenseitsbotschaften von James van Praagh.
 

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