Ornstein
Mitglied
Das ist eine dumme und einseitige Sichtweise. Du weißt auch selbst, dass dies nicht stimmt.
Wenn ich nicht überzeugt davon wäre, hätte ich es nicht geschrieben. Und dumm ist es noch lange nicht, weil dir meine Meinung nicht passt.
Wer hat dies behauptet, dass irgendwer etwas böse meint? Ich sage ja nur, dass die Leute im Endeffekt damit ihr eigenes Ego pushen. "Ach bin ich ein guter Mensch, dass ich solche lieben Sachen schreib". Gar nicht mal bewusst oder böse gemeint.
Da, wieder der selbe Käse. Du begreifst es nicht. Du glaubst allen Ernstes, dass derjenige das gesagt hat, um sich selbst besser zu fühlen?? Um sein "Ego zu pushen"? Um abends im Bett zu sagen "Siehst du lieber Gott heute habe ich einer armen Seele geholfen, harhar, aber zwar nur um mich selbst gut zu fühlen!" Was für ein Müll. Derjenige meinte es gut mit dir - einfach gut. Der Gedanke, dass derjenige das völlig vorbehaltlos gesagt hat, der kommt dir gar nicht. In deinen Augen ist das ganze ein Affront gegen dich und deine Person. Aber das ist es nicht, und erst wenn du das begreifst, kannst du damit auch richtig umgehen.
"Don't disagree with suicidal people about how bad things are. It’s not about their circumstances; it’s about their suffering, and you can’t measure that from the outside. A message that in any way tries to tell or show the suicidal person that “it’s not so bad” is just another way of saying “I don't understand what you’re going through”.
In der einen Sache muss ich dir Recht geben: Man kann in Leute nicht reinsehen. Allerdings ist die Aussage "Ich garantiere dir, eines Tages wird es besser" nicht im geringsten gleichsetzbar mit "It's not so bad". Das ist nämlich das, was du da rausgehört hast, und das ist das Problem. Die Person will dir Hoffnung machen, aber alles was du hörst ist ein angebliches, rein hypthetisches "Ist doch alles gar nicht so schlimm". Das hat die Person höchstwarscheinlich so nicht gesagt und erst recht nicht so gemeint. Wenn sie deine Situation nicht schlimm finden würde, dann würde sie dich ignorieren. Also begreif, dass es keinen Grund gibt davon auszugehen, und lerne, Aussagen richtig zu deuten, und nicht völlig wirr zu reinterpretieren, damit sie ins Gefüge deines verkorksten Selbstverständnisses passen.
Du kannst deine Generalisierungen also für dich behalten. Dass es hier im Hilferuf-Forum keine entsprechenden Regeln dazu gibt ist eine einzige Misere. Mit solchen Kommentaren machst du nämlich depressive Menschen, welche mental auch noch fertig sind, noch depressiver. Begreife das mal statt hier so herumzupöbeln.
Mir kommen die Tränen. Hast du schon mal den Satz gehört "Jemanden zu seinem Glück zwingen"? Das tue ich. Ich zwinge die Leute, denn ich bin überzeugt, dass in dir und mir und in jedem Menschen da draußen der ab und an mal oder häufig oder vielleicht auch immer unglücklich oder depressiv ist, das Potenzial steckt, sich selbst zu helfen. Meine Worte sind deutlich, aber dazu stehe ich. Sicher gibt es eine Netiquette hier, aber die halte ich auch ein. Ich halte bloß nichts davon, Leuten den Hintern zu pudern, denn davon fühlen sie sich vielleicht kurzzeitig besser, aber effektiv helfen tut es ihnen gar nüscht. Ich möchte, dass Leute sich selbst Gedanken machen, und sich nach Möglichkeit auch mal selbst hinterfragen. Denn wo man seines Glückes eigener Schmied ist, da ist die Welt beileibe nicht alleine an allem Schlechten Schuld was einem wiederfährt. Wenn Leute davon noch depressiver werden, dann tut mir das natürlich Leid, denn das ist nicht mein Ziel. Mein Ziel ist, die Leute zumindest mental mal ein wenig aus ihrem eigenen Sumpf zu ziehen. Aber, wie man bei dir erkennt, an sich selbst arbeiten, das wäre ja anstrengend, das wäre ja lästig - und das will ja kaum einer. Lieber den angenehmen Weg nehmen, nicht wahr? Lieber sich noch mehr ärgern, die eigene Lebenszeit verkürzen, Magengeschwüre kriegen - und dann noch den anderen die Schuld geben. Großartig. Du bist ein ganz toller.
Begreife vielleicht auch, dass jeder Schmerz individuell ist. Es geht nämlich wie oben geschrieben überhaupt nicht um die Umstände. Es geht um das innere Leid, welches man von Außen heraus gar nicht messen kann.
Ich habe schon lange begriffen, dass jeder Schmerz individuell ist. Was du nicht begreifst, ist dass die Lösung dennoch die gleiche ist, egal um was es geht. Wer den Schmerz akzeptiert, hat verloren. Nur, wer dagegen kämpft, hat eine Chance, sich aus dem Sumpf zu ziehen. Es kommt kein Ritter in strahlender Rüstung an deine Tür, erteilt dir Ablass und von da an hast du ein gutes Leben, wo alle dich lieben und du nie mehr unglücklich bist. Das muss man alles selber machen. Psychiater, Medikamente, Kliniken - das alles kann nur helfen, aber wer glaubt, dass einem da die Arbeit an sich selbst abgenommen wird, weil jemand sich "Doktor" nennt, der irrt sich gewaltig.
Abuse or "tough love" including any guilt-tripping like "suicide is selfish" or "think of your loved ones".
Du hältst dich für so schlau und allwissend, dass du gar nicht mehr merkst was du eigentlich zusammentippst. Scheuer dir also bitte selbst mal eine. Und ja, du hast sogar Recht, ich habe nie als Jugendlicher gelernt spielerisch mit dem anderen Geschlecht umzugehen, um dir mal ein Beispiel zu nennen. Aber soll ich ehrlich sein? Ich habe darauf auch gar keine Lust.
Wie schön, dass deine Anschuldigungen so ohne jede Hand und Fuß sind, deswegen kann man sie auch so einfach als den Humbug enttarnen, der sie sind. Wieder drehst du - in dem Fall mir - die Worte im Mund rum. Und merkst nicht, was DU da zusammentippst. Ich setze voraus, dass du der Englischen Sprache ausreichend mächtig bist - deswegen sollte dir doch eigentlich selbst klar sein dass ich nicht wie etwa im Zitat an deine Schuld appelliere. Ist es aber offenbar nicht, deswegen erkläre ich es dir extra gründlich und langsam. Pass auf: Ob du Schuld für dein Verhalten empfindest, ist mir so egal wie nur irgendwas. Ich möchte dich nicht provozieren, in dem ich in dir den Gedanken "Was denkt wohl die Familie?" sähe. Deswegen tue ich es ja auch nicht, also hör gefälligst auf, mir Worte in den Mund zu schieben. Habe ich gesagt, Suizid ist egoistisch? Nein. Suizid ist feige, das habe ich gesagt. Du sollst EBEN NICHT an andere denken, daran, was sie empfinden (Unabhängig davon, dass es dir ja offenbar sowieso Wurst ist), du sollst an DICH denken. Daran, was DIR helfen könnte, was DICH glücklich macht, und wie DU DICH selber ändern kannst.
Und nein, mich selbst hauen, darauf steh ich jetzt echt nich so 🙁
Ich konnte noch nie besonders lange irgendwelche sozialen Bindungen Aufrecht erhalten und das hat sich bis heute nicht geändert.
Niemand verlangt, dass du dich der nächstbesten samt Ring um den Hals wirfst.
Und Triebe sind nun mal einfach dumm und animalisch. Wenn das Abschalten zu meinem Tode führt, dann bin ich eben eine nicht-lebensfähige Person.
Und wieder bin ich überzeugt, dass du aufgrund irgendwelcher Traumata lediglich völlig verquer denkst. Es gibt 7,1 Milliarden Menschen auf der Welt. Deiner These zufolge wären die ja auch alle "dumm und animalisch". Na danke auch, Meister. An deiner Stelle würde ich mir mal selbst Gedanken machen, ob ich nicht einfach nur widerlich arrogant gegenüber nichts geringerem als dem Leben selbst bin.
Aber das wäre dann ja immer noch meine freie Entscheidung. Aber hör auf dein Weltbild anderen aufzudrücken.
Ich drücke dir gar nichts auf. Die einzige Frage, die in diesem Fall bleibt ist: Wieso hast du dann diese Diskussion gestartet? Hast du zu viel Zeit? Allein die Aussage, den eigenen Tod als Möglichkeit über die Akzeptanz eigener Fehler zu stellen - du merkst wirklich nix mehr, oder?
You know nothing, Jon Snow.
Indem du Martin zitierst, wirst du auch nicht cooler.
Du musst dir selbst verzeihen.
Nein, muss ich nicht. Denn ich stehe zu dem, was ich sage. Alles Gute.