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Ich fahre kein Auto und scheide damit als potenzielle Partnerin aus.

Ich wohne in einer größeren Stadt und mache die Erfahrung: je höher der Bildungsstand, desto mehr wird Fahrrad gefahren. Ich hab mehrere Ärzte, die zur Praxis radeln, viele Anzugträger etc.
Ich würde mir ein E-Bike anschaffen, um unabhängig zu sein - wer damit Probleme hat, taugt nicht für dich als Partner.
Hm, und das bedeutet dann wohl im Umkehrschluss, die weniger Gebildeten fahren weiterhin Auto?🤔

Im Übrigen mit dem Rad in der Großstadt ( wer's so überfüllt und stressig mag) auch kein Ding, mit dem Auto würde man an vielen Stellen sonst sicher ständig im Stau stehen. Und was soll jetzt an "Anzugträgern" so besonders sein? Gar nichts. Die wirst du sicher auch eher selten bei irgendwelchen ehrenamtlichen Tätigkeiten in flagranti erwischen.

Übrigends, in anderen Ländern opfern Tierschützer viel Zeit und Geld um sich um verletzte, ausgesetzte, kranke und misshandelte Tiere zu kümmern. Das wäre alles ohne Auto undenkbar!! Deine Anzugträger übernehmen diese Arbeit sicher nicht!

Und was ist mit den Pflegediensten, Essen auf Rädern usw? Das sollen die dann wohl demnächst auch mit dem E-Bike erledigen?🤔
 
Mich würde diese Aussage tatsächlich sehr hellhörig machen:
habe damals im Alter von 20 den Führerschein gemacht

Ich traue mir persönlich schlichtweg nicht zu, ein Auto sicher durch den Verkehr zu lenken und möchte mich und andere nicht gefährden.
Du hast einen Führerschein aber traust es dir nicht zu? Wieso das denn? Glaubst du nicht an dich? Wie sollte ich dann an dich glauben?
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, wir haben es auch nur mit der Zeit gelernt. Aber warum ablehnen etwas neues zu lernen wenn man die Chance dazu hat? Schaden wird es doch kaum.

Mich schrecken also eher die Beweggründe dahinter ab als die Tatsache als solches.
Was genau dein Beweggrund ist kann ich nicht wirklich sagen, aber im ersten Moment klingt es nicht sehr aufbauend.
Wenn man diese Entscheidung vernünftig verkaufen kann sollte es aber für die Wenigsten ein wirkliches Problem sein. Vielleicht ist das das Problem?
 
Mich würde diese Aussage tatsächlich sehr hellhörig machen:

Du hast einen Führerschein aber traust es dir nicht zu? Wieso das denn? Glaubst du nicht an dich? Wie sollte ich dann an dich glauben?
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, wir haben es auch nur mit der Zeit gelernt. Aber warum ablehnen etwas neues zu lernen wenn man die Chance dazu hat? Schaden wird es doch kaum.

Mich schrecken also eher die Beweggründe dahinter ab als die Tatsache als solches.
Was genau dein Beweggrund ist kann ich nicht wirklich sagen, aber im ersten Moment klingt es nicht sehr aufbauend.
Wenn man diese Entscheidung vernünftig verkaufen kann sollte es aber für die Wenigsten ein wirkliches Problem sein. Vielleicht ist das das Problem?


Es gibt Menschen die kein Auto fahren möchten weil sie sich unsicher fühlen und Angst haben in einem Unfall verwickelt zu werden deren Auslöser sie wären.
Das mag hinderlich sein aber auch gut, für einen selbst und auch für andere Verkehrsteilnehmer.

Mit Zutrauen hat das weniger zu tun eher mit Unsicherheit und die wiederum ist im Straßenverkehr unter Umständen sehr gefährlich.
 
Auch ,wenn es nicht das Thema ist.
Unsicherheit kann auch zur Vorsicht führen,die wichtig ist.
Die ,die Unfälle verursachen,sind oft auch die ,die sich zu sicher sind,alkoholisiert fahren ,oder zu schnell,weil sie sich ihrem " Autofahren Können" bewußt sind.
 
Wenn ein Mann dich danach beurteilt, welches Auto du fährst, dann ist er bestimmt nicht der Richtige. Wer so primitiv denkt, soll sich eine entsprechend primitive Partnerin suchen.
Übrigens: Ich habe zwar einen Führerschein und fahre auch mit geborgten Autos wenn es sein muss, aber ich habe noch nie in meinem Leben ein eigenes Auto besessen und bin viel mobiler als mancher andere. Und bei der Partnerwahl hatte ich deshalb noch nie ein Problem.
 
Wenn man mich fragt, warum ich kein Auto habe / nicht fahre, sage ich halt, dass ich schlicht nie ein Gefühl fürs Fahren entwickeln konnte und mich daher nicht gut dabei fühle.
Hast du das für dich verinnerlicht ?

Es hat für mich den Anschein, als müsstest du Autofahrerin sein, um ins Gesellschaftsbild zu passen.
 
Ich persönlich mag kein Auto fahren und ziehe sogar Partner in der gleichen Lage vor, weil das schnell zum Streitthema wird. Muss natürlich nicht, bei den Paaren die ich kenne hat meistens auch nur einer ein Auto, was man sich notfalls teilt, aber ich hab da ähnlich schlechte Erfahrungen und würde mir eben direkt jemanden suchen, der da auf meiner Wellenlänge ist.
Stimmt. Dies könnte auch ein Ansporn an die TE sein jemanden zu suchen der selbst auch kein Auto fährt. Spätestens dann passt es ja.
Und wie man hier liest sind es ja gerade die gebildeten die kein Auto fahren. Praktische Tatsache, denn wer sucht sich schon extra einen ungebildeten Partner?
 
Hallo zusammen,

ich bin jetzt Mitte 30, habe damals im Alter von 20 den Führerschein gemacht, aber nie ein eigenes Auto besessen und kann an einer Hand abzählen, wie oft ich seither gefahren bin.

Das war / ist einfach eine bewusste Entscheidung und hat für mich auch nichts mit „Trauma“ oder ähnlichem zu tun. Ich traue mir persönlich schlichtweg nicht zu, ein Auto sicher durch den Verkehr zu lenken und möchte mich und andere nicht gefährden.

Das heißt nicht, dass ich automatisch erwarte, dass man mich in der Gegend rumkutschiert. Ich biete auch jedes Mal an, Benzingeld zu zahlen, wenn mich jemand von sich aus abholt oder mitnimmt. Da wird dann immer ganz großartig abgelehnt von wegen ach quatsch, ich fahre doch eh diese Strecke / ich nehm dich doch gern mit / ich will kein Geld von dir o.ä.
Hinterher kriege ich dann häufig mit, wie darüber hergezogen wird, dass ich kein Auto fahre und andere ja nur ausnutze.

Bei meinem letzten Partner, mit dem ich 6 Jahre zusammen war, kam dieses Thema ungelogen jeden Sonntag beim Essen mit seiner Familie auf den Tisch. Meine fehlende Fahrbereitschaft musste permanent angesprochen und diskutiert oder ins Lächerliche gezogen werden. Mir war das dermaßen unangenehm, habe mich aber dummerweise nie getraut was dagegen zu sagen und habe immer alles nur weggelächelt.

Wenn man mal irgendwo außerhalb auf einem Familienfest war , kamen auch dauernd irgendwelche Kommentare von wegen „So und die Anna fährt uns dann später alle nachhause!“ , darauf dummes Gelächter und spöttisches Augenbrauenhochziehen.

Seit ich nun Single bin, merke ich auch immer wieder, wie unattraktiv mich offenbar die Tatsache macht, dass ich kein Auto fahre.

Entweder wendet man sich dann, sobald das Thema kein Auto und fehlende Fahrbereitschaft auf den Tisch kommt, von mir ab bzw „ghosted“ mich , oder ich bekomme ganz klar zu hören, dass eine Frau , die nicht Auto fährt, ja gar nicht ginge als Partner, und ein Auto zu besitzen sei doch quasi Pflicht.

Argumentiert wird dann zB mit „Was ist, wenn ich mir den Fuß breche und du mich nicht mal ins Krankenhaus fahren kannst?!“ oder auch damit, dass man sich einen Partner auf Augenhöhe wünsche und dies bei jemandem, der sich weigert Auto zu fahren nicht gegeben sei - man wolle schließlich nicht mit jemandem zusammen sein, der immer auf denjenigen angewiesen ist, der ein Fahrzeug besitzt.

Ich finde es ehrlich gesagt furchtbar und irgendwie auch erschreckend, dass man auf die Bereitschaft, ein KFZ zu lenken, reduziert wird. Klar kann das jeder für sich entscheiden, was für ihn ein Ausschlusskriterium in einer Beziehung ist und natürlich ist man mit Auto viel mobiler als mit Bus oder Bahn, aber diese Mobilität fehlt ja dann MIR und nicht meinem eventuellen Partner bzw er wird davon ja nicht beeinträchtigt.

Ich hätte zb kein Problem damit, mit dem Bus zu ihm und wieder heim zu fahren und würde nicht erwarten, dass er mich abholt oder heimfährt.

Bei meinem letzten Partner war auch ich immer diejenige, die Einkaufen gegangen ist (mit dem Bus) und habe nicht erwartet, dass er mich fährt oder mitgeht, weil ich wusste dass er Einkaufen hasst.
Ebenso bin ich jeden Freitag 40km mit dem Zug zu ihm und Sonntagabends wieder zurück gefahren.

Trotzdem war das Thema "Autofahren" ständig ein Streitpunkt. Lustigerweise besaß er einen teuren Sportwagen und ist selber kaum gefahren, weil das Benzin ja so teuer war, er nicht wollte, dass das Auto verschleißt durch häufiges Benutzen,etc.pp. .. darüber hat sich aber natürlich niemand echauffiert. Immerhin besaß er ja ein Auto und würde theoretisch auch fahren..

Ich denke, ein Mensch ist doch mehr als nur sein Führerschein bzw. sein Auto.. keine Ahnung aber im Moment habe ich sehr wenig Hoffnung, überhaupt irgendwann mal wieder jemanden zu finden, der mich nicht auf meine Fahrbereitschaft runterreduziert, vor allem, wenn sonst eigentlich alles passt.

Wie seht ihr die Sache? Suche ich mir einfach nur die falschen (potenziellen) Partner aus, oder ist es wirklich so unbedingt lebensnotwendig, dass euer Partner bzw. eure Partnerin Auto fährt?

Uch hab mein Auto 2009 aufgegeben und seither nie wieder eines gehabt. Ich glaub, seither bin ich drei Mal kurz hinterm Steuer gesessen. Ich war nie eine sichere Autofahrerin, das hat mich unglaublich gestresst.

Mein Freund hat auch kein Auto. Wenn wir mal im Urlaub eines mieten, fährt halt er. (Lange Fahrten gibts nicht. Die Anreise erfolgt eh immer öffentlich und wir mieten und das Auto vor Ort. Ich wähle meldete Wohnorte auch sehr bewusst aus, meine Unabhängigkeit hat dadurch noch nicht gelitten... denn ich würde auch nie erwarten, dass mein Freund mich, stäbnig irgendwohin fährt... zum Bus und Zug komme ich schon noch allein. Hab ja auch überlebt, als ich single war)

Wir sind beide Stadtmenschen. Diese Fixierung auf die angebliche Überlebensnotwendigkeit des KFZ kenne ich nur vom Land. Da ist man ja auch eher mal auf das Auto angewiesen. Kaum ein Mensch in der Großstadt fand das bisher je besonders seltsam, dass ich kein Auto habe. Und bei keinem Date, das ich je hatte, war das überhaupt ein Thema. (Edit: auf Datingseiten schon. Aber wenn wem das Auto sooo wichtig war, hab ich den eh nicht getroffen)
Dein Freund war einfach ein Trottel, sorry.
Lebst du auf dem Land? Falls ja, zieht in die Stadt und date dort.

Edit:

Einer sagte mir mal, er will keine Partnerin, die mit dem Bus zu ihm fährt, weil Busfahren sei was für Asis und für Leute, die zu dumm sind den FS zu machen.

Edit: ja ich lebe eher ländlich, hier fährt aber alle 20 min ein Bus und alle 30 min ein Zug in die nächstgrößere Stadt.

Ach ja, hier stehts ja. Und ja, genau die Sprüche kenn ich vom platten Land.
In der Stadt hättest du es mit dem Daten seeehr viel einfacher. Nimm einfach keine eingefleischten Landeier.

Du musst selbstbewusster mit deiner Entscheidung umgehen. Die Leute wittern da wohl deine Unsicherheit und beißen genau da zu.
Und ich würd mir andere Leute suchen.
 
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