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Ich darf nicht traurig sein!

Liebe Kimmi,

nun ja, wenn ich ehrlich bin, muß ich aufpassen das ich nicht so werde wie sie. Mit dem Alkohol kann ich gar nicht umgehen... Das ist wecht gerade schwierig, am liebsten würde ich mich jeden Tag zusauffen aber ich mach es nicht und vorallem kann ich es ja auch nicht wegen meinem Baby.
Dann kommt die Selbstverletztung, dannach ist mir sehr oft, hin und wieder passiert es auch. Meinem Mann gefällt das zwar logischerweise nicht aber irgendwas muß ich machen. Ich konnte noch nie gut mir Problemen umgehen... Und nun schon gar nicht.

Heute sind es genau 5 lange Monate her. Wie kann das sein? Wo ist die zeit hin? Vorallem wie habe ich das geschafft? Wie? Es ist immer noch jeder Tag ein Kampf. Es geht kein Tag, kein bewusster Atemzug wo meine Mama mir nicht fehlt.
Weinen will ich langsam auch nicht mehr. Ich fühle mich so ausgelaugt und kraftlos.
Ich möchte einfach nichts mehr tun. Gar nichts mehr! Nie wieder aufstehen, denken, fühlen uns wissen müssen...

Noch nie in meinem ganzen Leben ging es mir so schlecht. Bis jetzt war ich ein Stehaufmännchen. Doch irgendwie will ich so nicht mehr.

Aber es bleibt mir nichts übrig!!! Das ist momentan das schlimmste für mich!

So, genug von mir, wie erging es Dir die letzten Tage? Wie war Dein Wochenende?

Würde mich freuen bald wieder von Dir zu hören.
 
Ich finde wirklich du solltest dir professionelle Hilfe suchen, wenn du Angst hast wie deine Mutter zu werden und dich selbst verletzt. Auch nach Problemlösungs-Strategien solltest du Ausschau halten, wenn du dich schwer damit tust. Es kommt ja immer drauf an wie man Probleme sieht. Im Grunde sind es nur Herausforderungen an denen wir zu wachsen haben. Was sie natürlich nicht einfacher macht, aber die Sichtweise ändert. Das Problem zu sehen lähmt uns ja erst mal, nach Lösung zu suchen macht uns aktiv.
Natürlich kannst du deine Mutter nicht mehr zurückholen, aber du kannst dir Kraft holen für deine Tochter da zu sein und lernen mit dem Tod deiner Mutter klar zu kommen.
Kannst du dir erlauben wieder Freude am Leben zu finden, jetzt nach dem Tod deiner Mutter? Ich frage nur, weil ich mich selber oft dabei ertappe mich doch jetzt an nichts mehr freuen zu dürfen. Was wirklich ein Unsinn ist, weil ich davon ausgehe, oder hoffe, dass es meinem Vater jetzt gut geht.


So wie du schreibst hört sich das für mich an als steuerst du auf eine tiefe Depression zu. Bitte tu etwas dagegen! Deiner Tochter zu Liebe, wenn du dir selbst es nicht wert genug sein kannst.


Mir geht es momentan sehr schlecht, weil ein Freund sich umbringen will, oder es schon getan hat. Er antwortet mir nicht mehr und ich wohne zu weit weg, als dass ich bei ihm mal eben vorbeischauen könnte.Er hat auch Probleme mit Alkohol und Einsamkeit. Ich mache gerade ähnliches mit ihm durch wie du mit deiner Mutter hattest. Es ging mir mit ihm auch so dass ich keine Kraft mehr für ihn hatte und ihn auf Abstand halten mußte um mich selbst zu schützen. Jetzt befürchte ich, ist es zu spät und ich erlebe das Trauma mit meinem Vater gerade noch einmal. All meine Versuche ihm zu helfen schlugen fehl, weil er sich nur so helfen lassen wollte das andere sich ihm gegenüber aufopfern. Als ich ihm gestern die Polizei vorbei schickte hat er sie erfolgreich abgewimmelt. Ich kann ihm jetzt nur noch sich selbst überlassen und seine Entscheidung, wie auch immer sie ausfallen wird, akzeptieren. Ich hab gemacht was ich konnte. Ich lebe grad nur noch in der Angst , davon zu hören dass er tot ist.


Das waren meine letzten Tage und mein Wochenende... :wein:
 
Liebe Kimmi,

das hört sich gar nicht gut an. Diese ständige Angst um einen Menschen macht einen irre und ich verstehe das Du nicht mehr kannst. Weiß dieser Freund wie es Dir geht? Was Du durchgemacht hast??? Habt ihr gar keinen Kontakt mehr? Hat er sich nachdem die Polizei bei ihm war nicht bei Dir gemeldet oder hast das Anonym gemacht?

Ich bin schon in Psychologischer Behandlung, habe nun auch zu einer Frau gewechselt weil der anderere mir gar nichts gebracht hat. Bei der Frau fühle ich mich einfach verstanden und angenommen. Allerdings schiebt sie mich immer dazwischen weil sie total voll mit Patienten ist. Sie hat mich nur genommen weil es mir sehr schlecht geht. Das alleine schon fand ich sehr nett von ihr.

Ich weiß das ich was tun muß, meinem Kind zuliebe. Für mich selbst habe ich die Kraft und den Willen nicht.

Ja, ich erlaube es nicht, dass es mir gut geht. Ich bin mit schuld das es meine Mama nicht mehr ist also habe ich auch gar keinen Grund das es mir wieder besser gehen darf. Zwar versuchen mir das viele auzureden aber für mich ist es einfach so.
Ich funktioniere halt einfach jeden Tag, irgendwie....
Wenn man mich so sieht, könnte man nicht denken das es mir so schlecht geht... Meine Schwiegermutter meinte neulich: hab das Gefühl das es Dir viel besser geht! Aha!!! Das hat mich gleich wütend gemacht weil sie so darüber denkt! Wie wäre es mal, wenn man nachfrägt anstatt sowas zu äussern.
Nun ja, sollen sie denken was sie wollen.
Leider weiß ich, dass es nicht so ist.

Nimmst Du eigentlich auch prof. Hilfe in Anspruch?

Sende Dir ganz viel Kraft für diesen Tag und zünde nacher ein Kerzchen für Deine Mama und Deinen Papa mit an.

Ich denk an Dich!
 
Liebe dauni,


es geht mir wieder etwas besser. Ich habe heut morgen zum Glück eine Nachricht von meinem Freund bekommen, also weiß ich dass er noch lebt. Puuuhhhh! Mittlerweile weiß er auch Bescheid was ich wegen ihm durchgemacht habe und er hat sich entschuldigt. Ich hoffe er macht es nie wieder.


Ja, ich mache auch eine Psychotherapie und bin zugleich noch bei einem Sozialpsychatrischen Dienst. Leider sind hier auch immer Termine sehr schwer zu bekommen, deswegen fahr ich doppelt, weil ich es einfach brauche.


Es wäre schon gut wenn du auch dir zu liebe etwas tust. Deinem Kind geht es nur gut, wenn es auch dir gutgeht. Kinder beziehen es oft auf sich selbst, wenn es ihren Eltern schlecht geht, obwohl es nicht so ist. Sie wünschen sich ja dass die Eltern glücklich sind, so wie du bei deiner Mama auch. Dass du jetzt noch nicht so weit bist, ist aber auch verständlich. Ich habe bei meiner Mutter ein ganzes Jahr gebraucht bis es wieder etwas besser ging. Es ist ok zu trauern.


Ich verstehe dass du dich so sehr schuldig fühlst. Du trägst diese ganze Last alleine, weil du ihre engste Bezugsperson gewesen bist. Aber glaub mir, es gibt nur diese Schuld, wenn man etwas wider besseren Wissens trotzdem macht. Und das hast du nicht. Du hast gehandelt so gut wie du konntest. Woher hättest du wissen sollen dass so etwas mit ihr passiert?
Ich hätte meinen Vater auch nicht retten können, und wenn wir ihn unter ständiger Beobachtung gehalten hätten. Ein kurzer Moment alleine und er hätte es trotzdem gemacht... Ich gebe mir auch oft die Schuld nicht besser für ihn dagewesen zu sein. Sogar bei meiner Mutter hab ich diese Gefühle, obwohl sie an einer Krankheit gestorben ist. Sie wäre vielleicht nicht krank geworden, wenn wir alle sie mehr unterstützt hätten... Wie auch immer. Ich glaube fast dass man sich immer irgendwo Schuldgefühle macht, wenn jemand gestorben ist. Und sei es nur, weil man sich zu wenig Zeit genommen hat für denjenigen.


Danke fürs Kerzchen anzünden, das ist wirklich lieb von Dir. Ich denk oft an dich und wie es dir wohl geht.
Fühl dich ganz fest umarmt!
 
Hallo

die Zeit heilt Wunden, ja... Aber die Narben werden für immer bleiben.

Ich habe gestern wieder einiges von meiner Mama erfahren aber ich habe jetzt keine Kraft um noch was zu schreiben. Ich muß ins Bett und nur schlafen.

Liebe Kimmi, ich denke an Dich!

Fühl Dich gedrückt!
 
Ach, warum ist jeder Tag nur so kotzig? Warum ist das überhaupt alles so??? Ich hasse das Leben, mein Leben!!! Warum darf ich nicht einfach auch gehen? Warum? Ja ja, es wird besser, irgendwann! Ich kann es schon nicht mehr hören weil ich im Hier und Jetzt Lebe und das ist kaum noch erträglich!
 
Ja, dass tu ich sogar. Ich sehe viele schöne Dinge um mich herum. Doch bringt mir das nichts! Was will ich damit?

Ich will das einfach nicht ertragen müssen...Jeden Tag ohne sie!
 

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