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Ich brauche nicht viele Menschen um mich herum und vermeide bestimmte Situationen... bin ich deshalb nicht normal?

Würde es in deinem Beitrag darum gehen, wie du dich gegen lärmende Nachbarn schützen oder wehren kannst, dann wär ich voll auf deiner Seite.

Aber irgendwie klingt es für mich immer noch, als würdest du eine Rechtfertigung brauchen, warum du nichtbso super sozial bist, wie "die". Als wärst du damit nicht im Reinen wie du tust und würdest das selber anzweifeln. Und gleichzeitig klingtbes etwas, als wäre es schlechter, wie sie es machen. Da wird jedes vorbeifahrende Auto gegrüßt? Ja und? Ist DAS.das Problem? Dass sie so viele kennen und besser ankommen?
Wenn es der Lärm ist, dann volle Zustimmung. Ich hasse lärmende Nachbarn. Ich wohne in Südeuropa, da kann ich ein Lied davon singen...
aber irgendwie klingt es in deinen Beiträgen nicht so, als ginge es darum.
 
Vielleicht ist das auch im Job bei mir so, denn während manche Kollegen schon mal Mittags mit 20 Mann Essen gehen, bevorzuge ich es lieber in Ruhe abzuschalten - mir ist das einfach zu viel.
Kommt mir so bekannt vor. War bei mir auch immer so.
Aus welchem Bundesland kommen die Nachbarn? Manche sind ja "sehr gesellig" und finden das normal.
Die Kinder sind wohl "antiautoritär" erzogen. So was geht gar nicht. Im Nachbarhaus hier, ist es auch so, allerdings sind dies Italiener (nichts gegen Ausländer) mit entsprechendem Temperament. Was hab ich mich da schon aufgeregt. Lautstärke ist völlig unbedeklich und das "Normalste von der Welt" für sie.
 
Danke, @Werner, für deinen interessanten Link! Ich wäre demnach eine Mischung aus Gelb und Blau, also sozusagen grün 😉
@Andreju, ich kann dich gut verstehen. Ich bin auch nicht der Mensch, der ständig Betriebsamkeit und Halligalli um sich braucht. Und so riesige Feste und Feiern finde ich auch nicht prickelnd, wobei ich gemerkt habe, dass man da auch gut in der Masse "untergehen" kann, wenn man sich ein ruhiges Plätzchen sucht, das geht oft einfacher als in einer mittelgroßen Runde.
Aber ich bin jetzt auch nicht der Mensch, der viele Leute braucht - einfach weil ich merke, dass Freundschaften auch Zeit und Energie benötigen, und die brauche ich gerade für mich selbst und meine Themen.
Als mein Kind noch jünger war und wir einen Hund hatten, da war ich auch viel extrovertierter. Das ist einfach so, man hat dadurch automatisch mehr Begegnungen und Kontakte und ist ein menschliches soziales Wesen, das die anderen braucht. Bei euch ist es ja nebenan gerade extrem, mit gleich drei Kindern - dass da die Unterschiede aufeinander prallen, ist klar. Ihr hattet es bislang in dieser Beziehung gut, weil ihr die ruhigen Senioren als Nachbarn hattet. Aber "et bliev nix, wie et wor", heißt es schon im Kölner Grundgesetz ... jetzt ist die Situation eine andere, und wegziehen ist ja offenbar keine Option.
Auch diese Kinder werden älter, "sortieren" sich anders, gehen zur Schule, haben dann ihre Pflichten und ihre Zeiten, wo sie nicht da sind. Auch deren Eltern werden dann in eine andere Phase kommen, und vielleicht auch mal ihre Ruhe brauchen!
Und das extrem Betriebsame legt sich vielleicht. Gerade wenn sie noch nicht lange dort wohnen - anfangs ist man ja meistens mit allen "dicke", aber ich habe beobachtet, dass sich das meistens irgendwann legt.
Und ich würde auch raten: noch mal freundlich erklären, dass ihr es "nicht böse meint". Nicht unbedingt bei einer Essenseinladung, wie @Werner es vorschlägt - eher einfach mal erwähnen, wenn es sich draußen ergibt. Da muss man vielleicht den goldenen Moment abpassen.

Ja, und vielleicht auch einfach mal bewusst über euren Schatten springen und hin und wieder ein paar kurze nette Worte mit den Nachbarn wechseln, oder auch nur kurz winken - man muss ja nicht jedesmal ein langes Schwätzchen halten; es gibt ja auch einen Mittelweg zwischen ganz und gar nicht.
Irgendwann merken sie ja, dass ihr nicht so kommunikativ seid, ohne dass es gegen sie gerichtet ist. Eine gewisse, wenigstens minimale Interaktion mit den Nachbarn gehört doch zum Leben dazu, sonst sollte man wirklich ein einsames Haus irgendwo außerhalb suchen ...

Ihr seid vielleicht auch mal froh, sie nebenan zu haben. Wenn ihr zu sehr auf eure Ruhe beharrt, dann schießt ihr euch selber ins Aus - das würdet ihr sicher nicht wollen. So ein Image: die "pienzigen sturen Kinderlosen" wäre doch nicht schön! Wenn die Nachbarn wissen, dass ihr "im Grunde nett" seid, reicht es ja schon.
Und schon von anderen erwähnt: Vielleicht überlegen, ein paar Sträucher als Sichtschutz anzubringen, das könnte vielleicht helfen. Oder ein Eckchen auf der Terrasse einrichten, mit einer Kübelpflanze davor, oder einer spanischen Wand.
So dass ihr nicht ständig so exponiert seid - Das fände ich auch blöd!
 
Vielen Dank für die ganzen Beiträge. Versuche auf alle einzugehen.

Also es geht ein wenig um beides, einerseits um die komplett unterschiedlichen Nachbarn, aber auch um den Umgang mit der Situation, dass man mit mehr Ruhebedürfnis offenbar leider auch zum Außenseiter wird.

Zu den Nachbarn: wie hier schon geschrieben wurde kommt zu den 3 Kindern tatsächlich auch noch ein bestimmtes gegensätzliches Temperament. Der Vater trägt eine entsprechende Frisur (Zopf mit seitlich abrasierten Haaren, öfters läuft (in der ganzen Straße hörbar) laute Balkanmusik, an Silvester werden Feuerwerkskörper vor andere Häuser geworfen und Müll dort liegengelassen, wenn draußen Lärm ist geht es eben immer von diesem Haus aus. Eigentlich kommt täglich Besuch, fast schon wie eine Herberge. Abends wird immer Wasserpfeife geraucht, so dass der Geruch bei offenen Fenstern zu uns rüberzieht. Wir pflegen unseren Vorgarten, dort sieht es wie Kraut und Rüben aus. Ok, nichts gegen Frisuren oder andere Sitten und Bräuche, aber zu uns verhält sich das halt wie 180 Grad. Und wenn den Kindern dieses laute Benehmen schon von den Eltern vorgelebt wird....

Wir bemühen uns im Gegensatz dazu immer auch anderen gegenüber um Rücksicht, insbesondere am Wochenende oder auch wenn wir mal Besuch haben. So sind wir einfach auch erzogen. Aber ich glaube die merken das einfach nicht wie sie uns auf den Geist gehen. Und es ist ja eigentlich der Klassiker: man regt sich auf, sagt aber eben lange nichts, weil man genau dann als der spießige Nachbar abgestempelt wird, der sich über alles aufregt. Vermutlich sind wir das ja auch schon, denn alle Nachbarn drumherum unterhalten sich mit ihnen als wäre man beste Freunde. Wenn man uns draußen sieht wird beim direktem Blickkontakt freundlich Hallo gesagt, das war es dann aber auch größtenteils. Sieht man uns nur draußen ohne direkten Blickkontakt wird nichts gerufen oder gegrüßt.

Und so kommt es halt dass man lange Zeit die Faust in der Tasche macht und sich irgendwann dann zu der Aktion "jetzt hau ich mal demonstrativ das Fenster zu" hinreißen lässt. Versteht ihr das ? Man will einerseits keine schlechte Luft, aber andererseits geht es einem irgendwann so auf den Zeiger. Wir legen ja Wert auf eine nette Nachbarschaft, aber dazu gehört für uns mal ein Paket annehmen oder Werkzeug ausleihen und freundlich grüßen ... mehr brauchen wir eigentlich nicht und wollen ansonsten unserer Ruhe haben. Hier ist aber jeden Tag eine Konfrontation mit den Nachbarn angesagt, ob nur akustisch oder eben auf em Präsentierteller.

Zu der Hecke: wir haben ja schon in weiser Voraussicht die Begrenzungshecke gepflanzt, sonst hätte es bei durchgehender Gartenfläche schon längst richtig Streit gegeben weil die Kinder immer unser Grundstück betreten hätten. Wir wollen aber eben auch nicht dass die 2m hoch wird. Einige Sträucher haben wir schon so weit hochwachsen lassen dass deren Haustüre verdeckt ist, so dass man wenigstens noch 1-2-m "Privatsphäre hat". Wollten wir eigentlich so auch nicht haben, seit sie drin wohnen haben wir es wachsen lassen.

Ich bin mir einfach sicher, dass die wissen wie wir eingestellt sind, und trotzdem ändert sich halt nichts.

Jetzt versuche ich mal die Überleitung zum sozialen Thema ansich und greife nochmals das Beispiel in der Firma auf:

ich weiß für mich dass es mir besser geht wenn ich meine Mittagspause für mich in Ruhe verbringe. Für die anderen 20 Mann die sich immer treffen bin ich aber wahrscheinlich ein Sonderling, denn freilich wurde ich nach 3-4 Mal auch irgendwann gar nicht mehr gefragt. Und obwohl man für sich weiß was das Beste ist, fühlt man sich dann doch unwohl weil man eben nie mit von der Partie ist und das Image des Außenseiters verpasst bekommt. Dasselbe mit Weihnachtsfeiern und Betriebsfesten (die oft auswärts in Hotels stattfinden). Wenn solche Events anstehen bekomme ich automatisch schon Unbehagen, weil einerseits fühle ich mich in den Menschenmassen nicht wohl, andererseits fühle ich mich aber natürlich auch "anders" und weiß auch dass unter Kollegen schonmal getuschelt wird "warum ist der eigentlich nie zu sehen" ? Dann denke ich schon drüber nach es halt mal "durchziehen" zu müssen, dann überwiegt aber ein "nein, eigentlich will ich das doch gar nicht".

Darüber macht man sich halt trotzdem Gedanken, das ist kein Neid oder ein Alibi um andere schlecht zu reden (warum grüßen die jedes vorbeifahrende Auto und ich nicht, warum reden die mit jedem vorbeilaufenden Passant). Ich sehe uns in dem Punkt Sozialverhalten eben völlig konträr zu der scheinbaren "Norm". Aber man kann sich doch nicht in eine Rolle zwingen in der man sich unwohl fühlt ?
 
Vielen Dank für die ganzen Beiträge. Versuche auf alle einzugehen.

Also es geht ein wenig um beides, einerseits um die komplett unterschiedlichen Nachbarn, aber auch um den Umgang mit der Situation, dass man mit mehr Ruhebedürfnis offenbar leider auch zum Außenseiter wird.

Zu den Nachbarn: wie hier schon geschrieben wurde kommt zu den 3 Kindern tatsächlich auch noch ein bestimmtes gegensätzliches Temperament. Der Vater trägt eine entsprechende Frisur (Zopf mit seitlich abrasierten Haaren, öfters läuft (in der ganzen Straße hörbar) laute Balkanmusik, an Silvester werden Feuerwerkskörper vor andere Häuser geworfen und Müll dort liegengelassen, wenn draußen Lärm ist geht es eben immer von diesem Haus aus. Eigentlich kommt täglich Besuch, fast schon wie eine Herberge. Abends wird immer Wasserpfeife geraucht, so dass der Geruch bei offenen Fenstern zu uns rüberzieht. Wir pflegen unseren Vorgarten, dort sieht es wie Kraut und Rüben aus. Ok, nichts gegen Frisuren oder andere Sitten und Bräuche, aber zu uns verhält sich das halt wie 180 Grad. Und wenn den Kindern dieses laute Benehmen schon von den Eltern vorgelebt wird....

Wir bemühen uns im Gegensatz dazu immer auch anderen gegenüber um Rücksicht, insbesondere am Wochenende oder auch wenn wir mal Besuch haben. So sind wir einfach auch erzogen. Aber ich glaube die merken das einfach nicht wie sie uns auf den Geist gehen. Und es ist ja eigentlich der Klassiker: man regt sich auf, sagt aber eben lange nichts, weil man genau dann als der spießige Nachbar abgestempelt wird, der sich über alles aufregt. Vermutlich sind wir das ja auch schon, denn alle Nachbarn drumherum unterhalten sich mit ihnen als wäre man beste Freunde. Wenn man uns draußen sieht wird beim direktem Blickkontakt freundlich Hallo gesagt, das war es dann aber auch größtenteils. Sieht man uns nur draußen ohne direkten Blickkontakt wird nichts gerufen oder gegrüßt.

Und so kommt es halt dass man lange Zeit die Faust in der Tasche macht und sich irgendwann dann zu der Aktion "jetzt hau ich mal demonstrativ das Fenster zu" hinreißen lässt. Versteht ihr das ? Man will einerseits keine schlechte Luft, aber andererseits geht es einem irgendwann so auf den Zeiger. Wir legen ja Wert auf eine nette Nachbarschaft, aber dazu gehört für uns mal ein Paket annehmen oder Werkzeug ausleihen und freundlich grüßen ... mehr brauchen wir eigentlich nicht und wollen ansonsten unserer Ruhe haben. Hier ist aber jeden Tag eine Konfrontation mit den Nachbarn angesagt, ob nur akustisch oder eben auf em Präsentierteller.

Zu der Hecke: wir haben ja schon in weiser Voraussicht die Begrenzungshecke gepflanzt, sonst hätte es bei durchgehender Gartenfläche schon längst richtig Streit gegeben weil die Kinder immer unser Grundstück betreten hätten. Wir wollen aber eben auch nicht dass die 2m hoch wird. Einige Sträucher haben wir schon so weit hochwachsen lassen dass deren Haustüre verdeckt ist, so dass man wenigstens noch 1-2-m "Privatsphäre hat". Wollten wir eigentlich so auch nicht haben, seit sie drin wohnen haben wir es wachsen lassen.

Ich bin mir einfach sicher, dass die wissen wie wir eingestellt sind, und trotzdem ändert sich halt nichts.

Jetzt versuche ich mal die Überleitung zum sozialen Thema ansich und greife nochmals das Beispiel in der Firma auf:

ich weiß für mich dass es mir besser geht wenn ich meine Mittagspause für mich in Ruhe verbringe. Für die anderen 20 Mann die sich immer treffen bin ich aber wahrscheinlich ein Sonderling, denn freilich wurde ich nach 3-4 Mal auch irgendwann gar nicht mehr gefragt. Und obwohl man für sich weiß was das Beste ist, fühlt man sich dann doch unwohl weil man eben nie mit von der Partie ist und das Image des Außenseiters verpasst bekommt. Dasselbe mit Weihnachtsfeiern und Betriebsfesten (die oft auswärts in Hotels stattfinden). Wenn solche Events anstehen bekomme ich automatisch schon Unbehagen, weil einerseits fühle ich mich in den Menschenmassen nicht wohl, andererseits fühle ich mich aber natürlich auch "anders" und weiß auch dass unter Kollegen schonmal getuschelt wird "warum ist der eigentlich nie zu sehen" ? Dann denke ich schon drüber nach es halt mal "durchziehen" zu müssen, dann überwiegt aber ein "nein, eigentlich will ich das doch gar nicht".

Darüber macht man sich halt trotzdem Gedanken, das ist kein Neid oder ein Alibi um andere schlecht zu reden (warum grüßen die jedes vorbeifahrende Auto und ich nicht, warum reden die mit jedem vorbeilaufenden Passant). Ich sehe uns in dem Punkt Sozialverhalten eben völlig konträr zu der scheinbaren "Norm". Aber man kann sich doch nicht in eine Rolle zwingen in der man sich unwohl fühlt ?

Du hast jetzt 1 zu 1 deinen Eingangspost nochmal wiederholt, etwas ausführlicher.

Ich denke, jeder hat verstanden, wie ihr lebt und wie die Nachbarn leben.

Es fehlt einfach jeglicher Ansatz, konstruktiv mit der Situation umzugehen.
Entweder ist es euch egal, als Sonderlinge zu gelten. Oder ihr wollt mehr normalen Kontakt. Dann hilft miteinander Sprechen, nicht Fenster zuschlagen.

Ihr werdet die Nachbarn nicht ändern können. Vielleicht kommen sie euch etwas entgegen, aber nur, wenn ihr klipp und klar sagt, was ihr wollt, z. B. Ruhe zu bestimmen Zeiten, Abstand zu eurem Grundstück etc.

Dasselbe im Job: man kann halt nunmal nicht immer überall außen vor bleiben und trotzdem hoffen, von den anderen immer wieder mit einbezogen zu werden.
 
Ich bin mir einfach sicher, dass die wissen wie wir eingestellt sind, und trotzdem ändert sich halt nichts.
Das könnte durchaus stimmen – und ich finde es okay, dass ihr bleiben wollt, wie ihr seid.

Also muss wohl eine von beiden Familien gehen: ihr oder die. Wenn es so schlimm für euch ist, wäre es wohl angemessen, ihr sucht euch was Neues oder kauft ihnen ihr Haus ab und vermietet es an ein älteres Rentnerpaar.

Denn irgendwelchen kleinen Veränderungen werden wohl nichts bringen, scheint mir.

Bei einer Kollegin von mir sind in die andere Doppelhaushälfte irgendwann Leute eingezogen, die ständig laute Musik gemacht haben (Instrumente, keine aus dem Lautsprecher), die sind die Holztreppe an der gemeinsamen Wand mit harten Schuhen hoch und runtergerannt, haben im Garten laut geredet usw. ... die hat dann schlicht ihre Haushälfte verkauft und sich was anderes gesucht.

Eine Lösung ist meistens dann erfolgreich, wenn ich das tue, was in meiner eigenen Macht und Möglichkeit steht. Sich über andere und deren Verhalten aufzuregen, erhöht nur den Blutdruck 🙂
 
Hallo Andreju,
Du gestaltest Deine Bühne vollständig selbst.
Vollverantwortlich. Folglich must Du auch mit allen Konsequenzen rechnen.
Ferner bist Du keiner Außenwelt für Dein Verhalten zu einer Begründung verpflichtet.
Wenn sie Dich komisch finden, ist das eben so.
Du kannst es im Endeffekt nur Dir recht machen.
Wenn Dir das abweisende Verhalten nicht gefällt, musst Du freundlicher sein, ansonsten willst Du aber ja kaum Kontakt.
Da es in einer Gesellschaft immer "sonne" und "sonne" gibt, also jeder Jeck anders ist, musst Du das auszuhalten oder auszubalancieren lernen. damit Du Deine eigenen Werte leben kannst.
Es kommt darauf an WIE Du Deine Grenzen setzt, wenn es Dir zu nah oder zu laut wird.
Manchmal ist es gut, mit seinen Nachbarn in good speking terms zu sein.
Verbindung ist besser als Trennung. Grundsätzlich.
Ich habe ein ähnliches Problem mit meinen Nachbarn, die ständig etwas von mir wollen.
Geben oder nehmen.
Mir ist das auch zu anstrengend und ich habe mehrmals deutlich kommuniziert, dass ich nicht zu jeder Tagesund Nachtzeit angesprochen oder rausgeklingelt werden möchte.
Es hat länger gedauert, mein Ton wurde schärfer, aber ich glaube, langsam begreifen sie es.
Ich kann gut damit leben, nicht everybodies darling zu sein und merke, das der anfängliche Überschwang abgekühlt ist, was mir gut gefällt.
Allerdings bin ich bei jedem neuen Kontakt mit ihnen wieder freundlich, vermeide Eskalation und versuche nicht nachtragend zu sein. Wer nachtragend ist trägt eben auch, dazu habe ich keine Lust.
Ich entscheide selbst, wer oder was mir schlechte Laune macht.
Ob ich nun "normal" bin, wer oder was "normal" ist, das ist mir völlig egal.
Warum sollte man normal sein, wo doch jeder einzigartig ist?
Falls übergriffige Nachbarn mitlesen:
„Die Freiheit des Einzelnen endet dort, wo die Freiheit des Anderen beginnt“. ( Immanuel Kant)
Frohe Sonntagsgrüße von Wolkenfrau und Alie N.
 
Ich glaube dass ich teilweise missverstanden wurde. Zur Situation mit den Nachbarn möchte ich es ja genau so. Man kann mal ein Paket annehmen oder kurz grüßen, auch mal helfen wenn Not am Mann ist, mehr aber auch nicht. Ich muss nicht regelmäßig bei den Nachbarn sitzen oder vor dem Haus Picknick machen. Ihnen wäre das vermutlich am Liebsten. Und wie gesagt, am Anfang war das auch alles freundlicher und offener als es jetzt ist. Aber dann kamen halt diverse Störfaktoren, die sich (obwohl wir dies ja höflich angesprochen haben) einfach weiter fortgesetzt haben. Und natürlich waren wir von da an die Spießer, die alles stört. Die Frau ist den ganzen Tag daheim und kann sich offensichtlich leider auch nicht in die Lage von berufstätigen Menschen hineinversetzen, die nach Feierabend nicht unbedingt noch bis 21 Uhr Lust auf Geschrei und Gepolter haben.

Wenn ich möchte kann ich auch durchaus gesellig sein, aber prinzipiell reichen mir eben die wenigen (guten) Kontakte die ich habe und in kleineren Runden fühle ich mich einfach wohler. Auch möchte ich meine Zeit mit Leuten verbringen die mir liegen.

Ist es dann nicht gleichermaßen so, dass man über Menschen wie uns urteilt, weil sie sich eben nicht immer der Masse hingeben? Ich kann mit den Konsequenzen schon leben, weil wie gesagt wir sind ja nicht allein oder isoliert. Würde ich mich anders verhalten und z.B. in der Firma immer auf Alleinunterhalter machen, würde ich mir ja selbst was vormachen. Ich muss dazu sagen, die meisten reden dann in der Mittagspause oder auf Betriebsfeiern auch noch überwiegend über das Geschäftliche oder einer stellt sich toller dar als der andere. Das sind einfach nicht die Art von Leuten die mir liegen und ich muss mit Kollegen ja auch nicht befreundet sein.

Mich hat einfach mal interessiert ob es hier auch Menschen gibt, die vielleicht ähnlich denken und auch eher mit weniger Kontakten klarkommen. Oder ob pauschal gesagt worden wäre mit euch stimmt doch irgendwas nicht.
 

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