Danke,
@Werner, für deinen interessanten Link! Ich wäre demnach eine Mischung aus Gelb und Blau, also sozusagen grün
😉
@Andreju, ich kann dich gut verstehen. Ich bin auch nicht der Mensch, der ständig Betriebsamkeit und Halligalli um sich braucht. Und so riesige Feste und Feiern finde ich auch nicht prickelnd, wobei ich gemerkt habe, dass man da auch gut in der Masse "untergehen" kann, wenn man sich ein ruhiges Plätzchen sucht, das geht oft einfacher als in einer mittelgroßen Runde.
Aber ich bin jetzt auch nicht der Mensch, der viele Leute braucht - einfach weil ich merke, dass Freundschaften auch Zeit und Energie benötigen, und die brauche ich gerade für mich selbst und meine Themen.
Als mein Kind noch jünger war und wir einen Hund hatten, da war ich auch viel extrovertierter. Das ist einfach so, man hat dadurch automatisch mehr Begegnungen und Kontakte und ist ein menschliches soziales Wesen, das die anderen braucht. Bei euch ist es ja nebenan gerade extrem, mit gleich drei Kindern - dass da die Unterschiede aufeinander prallen, ist klar. Ihr hattet es bislang in dieser Beziehung gut, weil ihr die ruhigen Senioren als Nachbarn hattet. Aber "et bliev nix, wie et wor", heißt es schon im Kölner Grundgesetz ... jetzt ist die Situation eine andere, und wegziehen ist ja offenbar keine Option.
Auch diese Kinder werden älter, "sortieren" sich anders, gehen zur Schule, haben dann ihre Pflichten und ihre Zeiten, wo sie nicht da sind. Auch deren Eltern werden dann in eine andere Phase kommen, und vielleicht auch mal ihre Ruhe brauchen!
Und das extrem Betriebsame legt sich vielleicht. Gerade wenn sie noch nicht lange dort wohnen - anfangs ist man ja meistens mit allen "dicke", aber ich habe beobachtet, dass sich das meistens irgendwann legt.
Und ich würde auch raten: noch mal freundlich erklären, dass ihr es "nicht böse meint". Nicht unbedingt bei einer Essenseinladung, wie
@Werner es vorschlägt - eher einfach mal erwähnen, wenn es sich draußen ergibt. Da muss man vielleicht den goldenen Moment abpassen.
Ja, und vielleicht auch einfach mal bewusst über euren Schatten springen und hin und wieder ein paar kurze nette Worte mit den Nachbarn wechseln, oder auch nur kurz winken - man muss ja nicht jedesmal ein langes Schwätzchen halten; es gibt ja auch einen Mittelweg zwischen ganz und gar nicht.
Irgendwann merken sie ja, dass ihr nicht so kommunikativ seid, ohne dass es gegen sie gerichtet ist. Eine gewisse, wenigstens minimale Interaktion mit den Nachbarn gehört doch zum Leben dazu, sonst sollte man wirklich ein einsames Haus irgendwo außerhalb suchen ...
Ihr seid vielleicht auch mal froh, sie nebenan zu haben. Wenn ihr zu sehr auf eure Ruhe beharrt, dann schießt ihr euch selber ins Aus - das würdet ihr sicher nicht wollen. So ein Image: die "pienzigen sturen Kinderlosen" wäre doch nicht schön! Wenn die Nachbarn wissen, dass ihr "im Grunde nett" seid, reicht es ja schon.
Und schon von anderen erwähnt: Vielleicht überlegen, ein paar Sträucher als Sichtschutz anzubringen, das könnte vielleicht helfen. Oder ein Eckchen auf der Terrasse einrichten, mit einer Kübelpflanze davor, oder einer spanischen Wand.
So dass ihr nicht ständig so exponiert seid - Das fände ich auch blöd!