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Ich bin zu spät nochmal Mama geworden

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Du klingst schon sehr kalt ihr gegenüber.
Auf mich wirkt es eher resignierend, aufgebend, ratlos. ...Mal abgesehen davon, dass die TE hier wohl nicht geschrieben hätte, wenn sie die ganze Sache "kalt" lassen würde.
Weiß deine Tochter, dass sie genetisch nicht mit Dir verwandt ist? Habt ihr das mal gründlich besprochen?
Ich glaube, das würde ich erstmal lassen, weil ich vermute, dass die Situation sich dann nur noch verschlimmern würde. ....und dann kommt ja auch noch darauf an, was für Schlüssel daraus dann gezogen werden. ...und ich glaube, so ein bisschen was vom Körper bekommt man in so einem Fall doch trotzdem ab, oder nicht?
 
Sie weiß nicht, dass ich biologisch nicht ihre Mama bin. Das haben wir ihr bisher noch nicht gesagt.
Ich weiß gar nicht, ob diese Info wichtig ist.
Du hast doch die Schwangerschaft ausgetragen, oder?
(Antworte nicht hier darauf, überlge nur für dich, ob das nicht reicht in puncto Biologie.)
 
Seine Meinung: Kinder sind unsere Zukunft. Kinder müssen gefördert werden. Kinder haben auch eine Meinung und Rechte. Kinder dürfen nicht von Erwachsenen unterdrückt werden, nur weil sie Kinder sind. Kinder müssen diesbezüglich geschützt werden, weil sie nicht so die Möglichkeiten haben ihre Rechte durchzusetzen. Und schon gar nicht darf Unterdrückung im Elternhaus stattfinden.
Das steht ja meiner Meinung nach im Mittelpunkt eurer Probleme. Für ihn bedeutet, Kinder dürfen nicht unterdrückt werden offenbar, Kinder dürfen keine Rücksicht nehmen auf andere, in diesem Fall dich. Warum glaubt er das? Glaubt er wirklich, damit sein Kind zu einem Menschen zu erziehen, der im Leben zurecht kommen wird?
 
Ich weiß gar nicht, ob diese Info wichtig ist.
Du hast doch die Schwangerschaft ausgetragen, oder?
(Antworte nicht hier darauf, überlge nur für dich, ob das nicht reicht in puncto Biologie.)
Die Info hätte ich jetzt nur wichtig gefunden, wenn es so gewesen wäre, dass sie es weiß. Evtl wäre da ein Schlüssel gelegen, weswegen sie so abweisend ist: Also dass sie es zB nicht gut eingeordnet und verarbeitet hat.
Aber da sie es nicht weiß, kann das nicht der Grund sein. In der aktuellen Situation würde ich es ihr auch nicht verraten. Erst wenn eure Familie stabil ist
 
Die Einstellung des Vaters ist doch eindeutig die Ursache. Somit ist es auch irgendwie egal, ob das Kind nun ihr leibliches Kind ist oder ob es das weiß. Der Mann treibt einen Keil zwischen die beiden, indem er die Frau dem Kind unterordnet. Das würde in jedem Fall zu Problemen führen. Hier hilft nur Beratung von außen, die dem Gatten veranschaulicht, dass er seinem Kind keinen Gefallen tut.
 
Allerdings ist die TE inzwischen hier sowieso raus anscheinend.

Ich hatte mich die letzte Zeit hier rausgezogen, weil ich die Untersuchungen in der Charité abwarten wollte, um eventuelle Neuigkeiten zu berichten. Und es gibt Neuigkeiten.

Es wurde auch dort eine Essstörung, wie z.B. Magersucht aufgrund psychischer Probleme ausgeschlossen. Der Kinderarzt und die anderen Ärzte, bei den sie war, haben auch nichts falsch gemacht. Es wurde alles untersucht, aber sie konnten das Problem nicht finden. Die meisten Ärzte wären auch gar nicht erst auf die Idee gekommen, weil es nicht so häufig vorkommt. Es ist für die Ärzte in der Charité auch nichts alltägliches und musste mit vielen Ärzten besprochen werden.

Ich bin keine Ärztin und erkläre es so, wie ich es kann. Sie hat kein Interesse an Lebensmitteln. Wenn man z.B. einen Kuchen sieht, dann denkt man "Oh, lecker ein Kuchen". Das ist bei ihr nicht so. Sie sieht dann einfach nur einen Kuchen, so wie sie auch ein Auto sieht. Und man denkt ja auch nicht bei einem Auto "Oh, lecker ein Auto".

In ihrem Gehirn kommen Signale nicht richtig bzw. anders an. Sie hat deswegen auch keinen Hunger. Ihr Magen signalisiert zwar, dass er leer ist, aber es kommt nicht als Hunger im Gehirn an. "Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, der Magen ist leer", das ist bei ihr alles gleich und kommt alles gleichermaßen im Gehirn an. Das sind für sie Fakten ohne Handlungsbedarf.

Sie kann essen. Die Funktionen sind alle vorhanden. Sie ist eigentlich vollkommen gesund, außer diese "Störung" im Gehirn. Wenn sie isst, dann nimmt der Magen das auch auf, weil er ja meistens leer ist. Sie muss sich dann meistens auch nicht übergeben, weil wie gesagt keine Essstörung vorliegt und sie ja so gesehen nicht satt ist. Sie hat nur kein Interesse an Essen. Wir ziehen uns ja auch keine drei Jacken an, wenn uns warm ist.

Das lässt sich nicht heilen. Es kann niemand genau sagen, wieso die Signale falsch ankommen. Jetzt könnte man sagen, dass sie da durch muss. Sie ist gesund, sie kann körperlich gesehen essen, also soll muss sie das auch. Das wäre aber Essen unter Zwang (so wie bisher leider) und könnte dauerhaft wirklich zu einer Essstörung werden, weil Essen dann zum Feind werden könnte. Wenn wir sie weiterhin dauerhaft zum essen zwingen, dann ist das so, als würden wir Essen in sie reinstopfen.

Wir sind aktuell viel im Austausch mit den Ärzten. Es stehen noch einige Gespräch an. Im Moment geht es in Richtung künstliche Ernährung mit der Option, dass sie essen darf, wenn sie es selber möchte, aber nicht muss.
 
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