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Ich bin zu spät nochmal Mama geworden

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Stell dir vor ein Kind mag keine Paprika und du würdest es zwingen immer Paprika zu essen. Es gibt nichts anderes. Nur Paprika. Und es MUSS die Paprika essen. Ansonsten stopfst du die Paprika rein. Das ist in etwa das gleiche.
Nein, ist es nicht - du beschreibst es selbst im nächsten Absatz:
Sie hat kein Interesse an Lebensmittel. Es macht keinen Unterschied, ob es ein Apfel, Schokolade, ein Auto oder unser Tisch ist. Das ist für sie alles gleich.
Sie hat kein Interesse an Essen.
Eine Tortur ist es nicht, es ist ihr lediglich egal.

Wenn es lediglich egal ist, kann man auf intellektueller Ebene klarstellen, dass es pure Notwendigkeit ist, weil sie sonst schnöde verhungert (wobei das vermutlich die falsche Vokabel ist, weil sie keinen Hunger verspürt, aber mir fällt keine andere ein).
 
Aber sie ist doch intelligent genug, zu verstehen, dass sie ohne Essen verhungern wird, oder nicht?
Bzw. im Krankenhaus an einer Sonde hängt?

Dann kann sie alle ihre Hobbys nicht mehr machen. Versteht sie das nicht?

Jemand der im Rollstuhl sitzt und nicht laufen kann weiß doch auch, dass laufen besser wäre. Jemand der Krebs hat weiß doch auch, dass es besser wäre keinen zu haben. Jemand der einen Arm verloren hat weiß doch auch, dass es besser wäre mit zwei Armen. Das ist doch keine Sache des Wissens.

Es geht nicht um Heilung!

Es geht um Mangelernährung. Schokolade hat halt nicht die Nährstoffe wie ein Apfel.
Nein, ist es nicht - du beschreibst es selbst im nächsten Absatz:

Sie hat kein Interesse an Essen.
Eine Tortur ist es nicht, es ist ihr lediglich egal.

Wenn es lediglich egal ist, kann man auf intellektueller Ebene klarstellen, dass es pure Notwendigkeit ist, weil sie sonst schnöde verhungert (wobei das vermutlich die falsche Vokabel ist, weil sie keinen Hunger verspürt, aber mir fällt keine andere ein).

Es wurden viele Untersuchungen von Experten gemacht. Es haben sich viele Ärzte in einem Komitee zusammengesetzt und darüber gesprochen. Die einzige Lösung ist die künstliche Ernährung. Das ist alles mit einer kleinen OP verbunden und bedeutet natürlich in gewisse Weise auch eine Umstellung im Alltag. Das machen die Ärzte aus Spaß, obwohl eine Ernährungsberatung mal eben die Lösung wäre? Ganz bestimmt nicht!

Es ist für sie eine Tortur zu essen ohne Hunger zu haben. Es ist jeden Tag eine Diskussion und wird von Tag zu Tag zum größeren Problem. Das ist kein bockiges "Ich will nicht". Es steckt mehr dahinter. Das haben die Ärzte ja auch erkannt. Es steckt etwas medizinisches dahinter.
 
Interozeptionsstörung?
Jemand der im Rollstuhl sitzt und nicht laufen kann weiß doch auch, dass laufen besser wäre. Jemand der Krebs hat weiß doch auch, dass es besser wäre keinen zu haben.
Was stimmt denn bei dir nicht, was sind das für unfassbare Vergleiche?
Jemand im Rollstuhl kann eben nicht laufen, deine Tochter kann essen! Jemand mit Krebs wird u.U. qualvoll sterben, deine Tochter stirbt nicht daran zu essen!
 
Jemand der im Rollstuhl sitzt und nicht laufen kann weiß doch auch, dass laufen besser wäre. Jemand der Krebs hat weiß doch auch, dass es besser wäre keinen zu haben. Jemand der einen Arm verloren hat weiß doch auch, dass es besser wäre mit zwei Armen. Das ist doch keine Sache des Wissens.

Sorry, da verstehe ich den Zusammenhang nicht. Es ist ja nicht so, dass sie nicht essen kann, es ist ihr nur kein Bedürfnis.

Die einzige Lösung ist die künstliche Ernährung. Das ist alles mit einer kleinen OP verbunden und bedeutet natürlich in gewisse Weise auch eine Umstellung im Alltag.

Das ist sicher nicht die einzige Lösung, sie kann ja essen. Ist mit Op eine Magensonde gemeint?
Sowas bekam meine Mutter im Zuge ihrer Krebserkrankung, weil sie auch sehr untergewichtig war und nicht mehr viel essen konnte. Die Folge waren öfter Infektionen und ein Pilz, der sie wieder ins Krankenhaus brachte. Das ganze war eine enorme Einschränkung, bei einem jungen Menschen kann ich mir das gar nicht vorstellen.

Was sagt eure Tochter eigentlich dazu?
 
Was stimmt denn bei dir nicht, was sind das für unfassbare Vergleiche?
Jemand im Rollstuhl kann eben nicht laufen, deine Tochter kann essen! Jemand mit Krebs wird u.U. qualvoll sterben, deine Tochter stirbt nicht daran zu essen!

Die Frage könnte ich direkt mal zurückgeben.

Die Ärzte in der Charité haben die nicht heilbare Störung im Gehirn festgestellt, Die einzige gute Lösung ist die künstliche Ernährung.

Es wird hier so hingestellt, als wäre das alles Quatsch. Die Ärzte haben keine Ahnung. Sie kann doch essen. Künstliche Ernährung ist doch keine Lösung. Sie soll doch einfach essen. Sie ist doch schlau genug, um das zu wissen.

Was ist los? Zählt eine Störung im Gehirn nicht? Ist das nichts? Zählen andere medizinische Diagnosen mehr?

Was sagt deine Tochter denn selbst dazu?
Die ist ja allemal schlau genug für eine eigene Meinung?

Sie ist froh, dass er Grund gefunden wurden und jetzt niemand mehr sagen kann, dass sie einfach essen soll, einfach nur zickig ist, sich nicht so anstellen soll usw. Sie weiß, dass da dann bald die kleine OP ansteht und damit verbunden vielleicht auch ein bisschen Schmerzen. Und sie dann mit der künstlichen Ernährung im Alltag umgehen muss. Lernen wie das alles funktioniert, was sie beachten muss usw. Das ist für sie total in Ordnung und sie hat sich das alles angehört und Fragen gestellt.
 
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