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Ich bin zu spät nochmal Mama geworden

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Als Selbständiger hat man u. U. ja größere Skrupel, sich solch eine "Auszeit" zu gönnen, zumal die meist privat krankenversichert sind. Da muss man dann schon genau hinschauen, wie die Versicherungsbedingungen lauten, ob man Krankentagegeld bekommt oder sonstige Zuschüsse. Das ist deutlich anders als bei gesetzlich Versicherten.

Tatsächlich fänd ich den Gedanken aber gar nicht schlecht, da du @Kati63 dann mal aus dem toxischen familiären Dunst rauskämst, dich intensiv um deine Psyche kümmern und eine Strategie entwickeln könntest, wie du mit euren Herausforderungen weiter umgehst. Genau wie bei den gesetzlich Versicherten wäre hier der Weg der über den Hausarzt, der dir die Indikation der psychischen Überlastung attestiert, dann könntest du über deine Versicherung die Finanzfrage klären.

Und ja, solch eine Kur bedeutet Arbeit an sich selber. Aber wenn man sich eine schöne Klinik aussucht, in den Bergen oder am Meer, ist dieser atmosphärische Tapetenwechsel auch goldwert.
 
Es gibt verschiedene Kuren auch für psychisch Angeschlagene. Es gibt auch Kururlaub z. B. an der Nordsee. Notfalls kann sie auch einfach 2 Wochen in Urlaub fahren, um mal rauszukommen.
Das Problem mit der Tochter und dem Mann bleibt aber bestehen, ich rate zu einer Familientherapie mit allen 3.
Warst du schon mal bei einer Erziehungsberatungsstelle, die sind kostenlos und zumindest bei uns bekommt man da zeitnah einen ersten Termin.
 
...ich kenne durchaus Leute, die meinen "Mach doch mal eine Kur" und sich darunter "Entspannung und Erholung mit ein bisschen ärztlich-therapeutischer Begleitung" vorstellen, anstatt das, was in einer heutigen Rehabilitation wirklich passiert
Da muss ich Dir recht geben,
denn eine Reha ist kein Urlaub ,
das ist echt harte Arbeit,
davon hatte ich auch schon etliche .
Sorry für OT
 
Da muss ich Dir recht geben,
denn eine Reha ist kein Urlaub ,
das ist echt harte Arbeit,
davon hatte ich auch schon etliche .
Sorry für OT

Naja, wobei herauszukommen aus einer schwierigen Situation, den Kopf freizubekommen und sich auf sich selbst konzentrieren zu können auch einen Erholungsfaktor mit sich bringen können.
Entspannung und Erholung gehören als Bausteine dazu, wenn man wieder belastbarer werden möchte und soll.
 
Naja, wobei herauszukommen aus einer schwierigen Situation, den Kopf freizubekommen und sich auf sich selbst konzentrieren zu können auch einen Erholungsfaktor mit sich bringen können.
Entspannung und Erholung gehören als Bausteine dazu, wenn man wieder belastbarer werden möchte und soll.
Ich finde auch, dass es "harte Arbeit" nicht so ganz trifft. Es ist stressig und durchaus auch mal üblich, von einem Termin zu nächsten zu hetzen. Nach meiner Erfahrung gibt es aber immer auch genügend Freizeit - und an den anwendungsfreien Wochenenden sowieso.
Sich dann mit seinen Baustellen auseinanderzusetzen mag für den einen wieder aufreibender sein als für den anderen. Da denke ich immer, dass es auch darauf ankommt, wen man dort als Sparringspartner antrifft. Und letztlich fährt man ja auch dorthin, um mal in medias res zu gehen.

Als Selbständiger muss man aber natürlich auch schauen, dass das wirtschaftlich möglich ist, sofern die Krankenkasse eben nicht mit Krankenhaustagegeld oder ähnlichem bezuschusst. Hierüber maße ich mir bei Kati kein Urteil an.
 
Was sagen denn deine erwachsenen Kinder zu der Situation zuhause und zu ihrer Schwester?

Es kann doch nicht sein, dass du nirgendwo ein Mitspracherecht hast!?
Wie kann ihm deine Meinung, deine Ansicht so egal sein?
Ich verstehe nicht, wie das dazu gekommen ist.
Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, wie du du so etwas ändern kannst.

Das würde mich auch interessieren.

Unsere erwachsenen Töchter halten sich überwiegend raus. Beide sind aber nicht sonderlich begeistert von der Gesamtsituation. Eine der beiden hat auch mal ganz deutlich gesagt, was sie denkt. Sie meinte, dass es aufgrund vieler Umstände sowieso dazu gekommen wäre, dass sie sehr oft im Mittelpunkt steht und auch außerhalb von zuhause viele Leute um sie kreisen. Wir hätten als Eltern, aber mehr dafür sorgen müssen, dass nicht auch noch zuhause alles und jeder um sie kreist.

Ich habe Mitspracherecht, wenn meine Meinung oder meine Idee, die "richtigen" sind, also die gleichen, die mein Mann und die Kleine haben. Ansonsten wollen die beiden es ja nicht.

Und was machst Du denn so? Gibt es denn garnichts, das DU machst, wo du sie mitziehen könnest? Als was erlebt denn Deine Tochter DICH? Machst Du Sport? Basteln? Malen? ??

ja er macht es vielleicht ja auch, weil es sonst keiner macht?

Und nochmal die frage: Wo genau sind denn die Momente, wo Du deiner Tochter deine Liebe zeigst?

Noch ein Gedanke zur Musik: Also wie gesagt- ich bin vom Fach und kann da aus dem Nähkästchen plaudern: Eine Sache, die man bei musikbegeisterten Kindern leider oft erlebt ist die Kombi: Musikmachen und Aufmerksamkeit wollen.
also gerade Kinder, die nicht unbefangen Musik machen, sondern im Rahmen eines Konfliktsfeldes nutzen die Musik oft als Ventil (tun erwachsene ja auch: es ist ein hervorragendes Ventil in schweren Zeiten)
Also auf der einen Seite kann ein Kind so "Druck ablassen" (was eine sehr gesunde Strategie wäre) und auf der anderen Seite kann ein Kind so Aufmerksamkeit bekommen, die es sonst nicht bekommt und das ist doch eigentlich traurig, oder? Vielleicht sucht deine Tochter auch deine Aufmerksamkeit gerade darüber: Hörst Du ihr denn auch manchmal zu und lobst sie? Zeigst Du auch Begeisterung für ihr Talent? Das gehört nämlich auch dazu: Auch wenn Kinder lernen müssen, Rücksicht zu nehmen müssen Eltern schon auch das was die Kinder da vor sich hin quietschen, schrubben und hämmern loben und ihre Begeisterung zeigen.
Deine Tochter will offenbar gehört werden und ein konstruktiver Weg scheint ihr da nicht zur Verfügung zu stehen, drum macht sie Lärm oder setzt euch mit dem Essen unter Druck.
Beobachte Dich mal: Wann bekommt deine Tochter wirklich deine aktive und interessierte Aufmerksamkeit?

Ich habe keine Hobbys, die man zu zweit bzw. mit Kind machen kann. Ich lese viel oder treffe mich mit Freunden.

Ich bin bei ihren Auftritten eigentlich immer dabei und finde ihr Talent immer wieder sehr erstaunlich. Musik ist ihr Leben. Das sagt sie immer wieder.

Ansonsten will sie meine Aufmerksamkeit eher selten. Ich bin, wie gesagt, immer erst die dritte Ansprechpartnerin.

Darf ich mal fragen, wie ihr sie so zur Nahrungsaufnahme animiert?
Wie läuft das im Moment ab?
Wie lief das ab, als noch viel jünger war?

Ich weiß nicht genau, was du mit animieren meinst.
 
Ich habe Mitspracherecht, wenn meine Meinung oder meine Idee, die "richtigen" sind, also die gleichen, die mein Mann und die Kleine haben. Ansonsten wollen die beiden es ja nicht.
Also wird deine Meinung und Sichtweise nicht respektiert.
Die Tochter wird natürlich die Seite auswählen, die zu ihrem Vorteil ist.
Das ist selbstverständlich.
Wie ist es dazu gekommen, dass deine Meinung deinen Mann nicht interessiert?
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja abgesehen davon, dass du keine Hobbys hast, könntest du ja trotzdem mal mit ihr basteln, oder mit Fimo arbeiten, malen oder so.

Da könntet ihr ja beide vielleicht entdecken, dass das Spaß machen könnte.

Ansonsten hast du ja anfangs darüber geschrieben, dass sie sehr viel fragt, viel wissen will und so.

Da gab es ja auch Vorschläge mit Büchern, Bücherei oder so.

Du antwortest nicht auf Fragen, wenn es darum.geht, ob du ihr abends vorliest, ob du mal mit ihr bastelst oder malst, Puzzlen ist übrigens auch sehr beruhigend.

Zu der Essenssituation möchte ich gar nichts sagen.

Es kommt für mich so rüber, als hättest du gar kein Interesse oder vielleicht auch keine Energie, mal irgendwas anderes mit deiner Tochter gemeinsam zu machen.

Ich weiß nicht, vielleicht ist ja auch mein Eindruck falsch.
 
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