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Ich bin zu spät nochmal Mama geworden

Wie nehmen denn die älteren Geschwister die Situation wahr?
Besucht ihr euch oft gegenseitig?

Wenn sie bei diesem Pottery-Dings die Tasse bemalt hat...warum nicht in Richtung Kunst gehen?
Bei Action gibt es viel so Zeugs zum Bemalen, Werkeln, Zusammenbauen. Manches davon ist richtig schön und auch benutzbar.
Es gibt dort auch Farben, Leinwände, Papier für wenig Geld. Einfach mal so zum Testen.
Oder Diamond Painting. Das hat meine Nichte in dem Altern sehr gerne gemacht (tut sie heute noch).

Im Übrigen schließe ich mich meinen Vorschreibern vollumfänglich an.
 
Eine ehemalige Arbeitskollegin erzählte mir mal, dass ihre Eltern 40 waren, als sie geboren wurde und sie fand es immer ganz schlimm, so alte Eltern zu haben.
Eine ehemalige Kollegin erzählte mir mal, dass ihre Eltern 43 und 44 waren, als sie geboren wurde und sie fand es immer toll, so entspannte, lebenskluge Eltern zu haben.
Und jetzt?
Das sind individuelle, persönliche Entscheidungen und die Wertung anderer dürfte im Falle der TE weder hilfreich, noch notwendig sein.
 
Aber natürlich ist es ein Problem und deine Tochter ist - übrigens auch definitiv durch eure fehlgeleitete Erziehung - NICHT pflegeleicht: Warum gelingt es dir nicht, ihr zu vermitteln, dass sie sich alleine beschäftigen soll, OHNE dass sie nach 2 Minuten wieder neben dir steht und jammert? Sie ist 9 (!) Jahre alt, auch solch eine Ansage kann man unmissverständlich machen und sie ist alt genug, um sie umsetzen zu können. Dann wird der Ton eben eindringlicher "Du lässt mich jetzt in Ruhe arbeiten und beschäftigst dich alleine!" Du machst dich vor deinem Kind ja völlig zum Affen, indem du die ständigen Störungen zulässt. Die Prinzessin "erwartet"... - das darf sie ja gerne tun. Dieser Erwartung musst du aber doch nicht entsprechen. Ein Kind kann tatsächlich lernen, dass nicht alles so läuft, wie es das gerne hätte! Schlimm genug, wenn dein Mann ihr alles rechtzumachen versucht. Das bedeutet nicht, dass du das genauso handhaben musst. Mir wäre es auch völlig egal, dann die "böse Mama" zu sein, bevor ich auf dem Zahnfleisch ginge.
Wenn ihr das alles nicht passt muss sie eben gelangweilt herumsitzen und die Zeit so totschlagen. Warum machst du ihr Problem zu deinem? Ich habe noch nie gehört, dass jemand an Langeweile gestorben ist. Sie ist eben nur schwierig auszuhalten. Und genau deshalb beginnt dann nach einiger Zeit folgendes: Der/die Gelangweilte überlegt nach Alternativen bis ihm/ihr eine einfällt. Natürlich muss man das aber gar nicht erst, wenn man weiß, dass man Hampelmann-Mama oder Hampelmann-Papa nur immer wieder die Ohren vollnattern muss, bis die sich wieder mit einem beschäftigen.
Hausgemachte Probleme!
Die Haltung, Sport sei doof, ist doch lediglich dem Umstand geschuldet, dass sie offensichtlich noch nicht das richtige für sich entdeckt hat. Das Angebot an Aktivitäten ist mittlerweile so riesig, dass da wirklich für jeden etwas dabei ist. Ganz abgesehen davon, dass Bewegung schon möglichst früh selbstverständlicher Bestandteil eines Kinderlebens werden sollte, da es neben dem Spaßfaktor einen maßgeblichen Beitrag zur Gesunderhaltung leistet. In jungen Jahren begonnen, kann man in Sportarten auch richtig gut werden, was wiederum das Selbstbewusstsein stärkt. Es gibt auch so viel mehr als Leichtathletik oder Turnen - da kann wirklich jeder seine Nische finden. Auch eine Prinzessin. Cheerleading, Reiten, Volleyball, Fechten, Selbstverteidigung, Schach... - du kannst mir nicht erzählen, dass da nichts für euer Kind dabei wäre. Sie zu motivieren, sich auch gegen Bedenken oder gar Widerstände mal auszuprobieren - diese Aufgabe sehe ich dann tatsächlich bei euch. Ich kann mich nur wiederholen: Sie muss raus! Ihr seid keine passenden Unterhalter!
Noch dazu: Da würde ich ja so etwas von in den Konflikt mit diesem Mann gehen und ihn fragen, was das eigentlich soll, dich so vor dem Kind als die Böse vorzuführen. War das schon immer so, das er dir so in den Rücken gefallen ist oder wann habt ihr einander verloren? Man muss nicht jede Entscheidung des anderen gut finden, aber man sollte dennoch als Einheit vor dem Kind auftreten. Sie spielt euch doch ganz sicher gegeneinander aus.
Die letzten Beiträge beinhalten schon alles, was ich auch geschriebe hätte. 👍
Warum setzt du keine Grenzen?
Bei euch hat ganz klar das Kind das Sagen!
Macht bei euch niemand Sport?
Wie wuchs sie auf, wenn rausgehen "quasi unmöglich" ist?
Im Garten lesen, Hausaufgaben machen, lernen, essen, es geht fast alles draußen.
Ausflüge in die Natur, Fluss, See, Picknick, Softballspiel, Fußball, Badesachen dabei, ...
Seid ihr mit ihr nicht bei Wind und Wetter raus? Es kann herrlich sein im strömenden Regen!
Mit Kleinkind ging ich da z. B. zu einer steil genug abfallenden Straße. Hüpfend, weil es so schön spritzte.
Dort zauberte ich einen Tischtennisball aus der Tasche.
Ab in den Rinnstein damit und los geht der Spaß!
Man kann bei jedem Wetter etwas draußen machen, seine Fantasie benutzen - aber man muss auch die Chance bekommen, das zu lernen!
Auch Reiten fand bei Schietwetter nicht immer in der Halle statt oder fiel aus deswegen - da gab es statt Unterricht auch mal einen Ausritt. Raus in die Natur, Galopp, sich spüren, die Energie der Natur, die Verbundenheit mit dem Tier, überschäumende Freude bei beiden, Freudenbuckler spüren.
Umziehen, heißer Kakao, Decke, um sprudelnd und strahlend darüber reden zu können, die Dusche kann auch mal warten; davon fällt keiner tot um.
All das bietet jede Menge Raum, sich damit weiter zu beschäftigen, jede Menge Lerninhalte, wenn man Input braucht. Man muss sie nur entdecken.
Vor meinem inneren Auge taucht ein irgendwie lebloses Leben auf, mit wenig Freude, Spaß, und wenig Raum, sich so richtig fühlen zu können. Das kann sie vielleicht wirklich nur in der Energie der Musik, der Lautstärke des Schlagzeugs.
Mögliche Hochbegabung hin oder her, was ist an eurem Zuhause gemütlich, anregend, spannend für Kinder?
Denkt ihr nicht darüber nach, weshalb das so ist und wie sich das ändern ließe?
Das ist mal ein Punkt, zu dem ich die Meinung des Kindes gerne hören würde
Hochbegabung hin oder her, normalerweise sind kleine Menschen ohne größere Defizite oder durch Umgang, Erziehung eingeschränkt, vielfältig interessiert, probieren gerne aus, haben eine natürliche Neugierde.
Selbst für Erwachsene gibt es Spielzeug.
Es ist für mich unvorstellbar, dass sich aus einem riesigen Pool keine interessanten Spiele, Spielzeuge für ein intelligentes, neugieriges, lernbereites Kind finden lassen könnten.
Nicht dem eigentlichen Alter entsprechend, der Wechsel auch viel schneller aufgrund der Entwicklung (Unterforderung), doch auch hochbegabt kann man sich für einfache Spiele begeistern, wenn damit richtig Spaß verbunden ist. Und solche Spiele bleiben dann lange erhalten.
Insgesamt fände ich euer Haus nicht zufriedenstellend für das Aufwachsen meines Kindes.
Was einem Verkauf und Kauf eines anderen Hauses im Weg steht, verstehe ich nicht.
Nicht jeder ist in der glücklichen Lage, ein Haus besitzen zu können. Wenn schon, dann wäre mir wichtig, dass es auch 'kindgerecht' ist.
Ein Garten oder eine Dachterrasse war für mich mit Kind ein Muss.
So wie Räume, die Privatsphäre bieten.
Und eine Atmosphäre, in der sich andere Kinder gerne aufhalten.
Allerdings war ich deutlich jünger und das dadurch wahrscheinlich einfacher.
Heute hätte ich auch keinen Spaß an einem Haus voller Kinder.
Nur - ihr habt euch für das Kind und somit die Verantwortung entschieden, und solltet also Sorge tragen, dass es eine fröhliche, unbeschwerte Kindheit in einem sicheren Rahmen aus gesteckten Grenzen erleben darf.
Für eine Neunjährige finde ich es auch nicht so förderlich, gar nicht rauszugehen. Als unsere Kinder in dem Alter waren (und lange davor und auch noch einige Zeit danach) sind wir sehr viel mit befreundeten Familien rausgegangen.
Wichtig war, dass das nicht nur öde Spaziergänge waren. Sondern da gab es Geocaching, Walderlebnispfade, Wildparks, Burgen, Spielplätze, Wasser, Beerenernte usw. Oft war irgendeins der Kinder wegen irgendwas unzufrieden, wurde dann aber mehr oder weniger einfach mitgezogen von allen anderen. Ich denke heute (Kinder sind im fortgeschrittenen Teenie-Alter) noch sehr gerne an die Zeit zurück. Weil es auch für uns Erwachsene entspannend war, zu quatschen und die Kinderhorde mehr oder weniger sich selbst zu überlassen. Gibt es bei euch niemandem im Umkreis, wo so gemeinsame Aktivitäten möglich wären? Oder mit den älteren Geschwistern? Meine Tochter ist zudem jahrelang geritten, da musste ich nur hinfahren und hab mich während der Zeit einfach hingesetzt und gelesen und zugeguckt oder mit anderen gequatscht.
Kann es sein, dass ihr als Familie sehr abgeschottet seid und du deshalb das Gefühl hast, alleine für die Beschäftigung der Tochter verantwortlich zu sein? Ich finde schon, dass sie pflegeleicht klingt. Alleine, dass Schule und Instrumente lernen klappt, ist alles andere als selbstverständlich. Vielleicht müsst ihr euch mehr nach außen öffnen.
Wie nehmen denn die älteren Geschwister die Situation wahr?
Besucht ihr euch oft gegenseitig?
Wenn sie bei diesem Pottery-Dings die Tasse bemalt hat...warum nicht in Richtung Kunst gehen?
Bei Action gibt es viel so Zeugs zum Bemalen, Werkeln, Zusammenbauen. Manches davon ist richtig schön und auch benutzbar.
Es gibt dort auch Farben, Leinwände, Papier für wenig Geld. Einfach mal so zum Testen.
Oder Diamond Painting. Das hat meine Nichte in dem Altern sehr gerne gemacht (tut sie heute noch).

Im Übrigen schließe ich mich meinen Vorschreibern vollumfänglich an.

Wenn man sie dann wegschickt und auch deutlich sagt, dass es gerade nicht geht, dann ist sie aus Protest laut. Sie macht dann absichtlich Terror.

Wir haben nun mal keinen Garten, also kann man nicht mal kurz raus gehen. Haus verkaufen ist auch keine Option, weil wir dann ja in einigen Jahren wieder ein Haus kaufen müssen und sicherlich keinen Kredit mehr bekommen.
Wir sind nie mit ihr bei Wind und Wetter rausgegangen. Nur bei schönem Wetter. Sport findet sie total schlimm und generell will sie auf keinen Fall dreckig oder nass werden. Sie wäscht nämlich nur einmal pro Woche die Haare, weil sonst ihre Haare kaputt gehen. Solche Diskussionen führen wir hier regelmäßig.

Mein Mann ist mir früher nie in den Rücken gefallen. Jetzt bei ihr ist das anders. Wir haben komplett andere Ansichten.

Unsere erwachsenen Töchter finden alles sehr schwierig. Wir haben ein gutes Verhältnis. Es fällt ihnen schwer ihre Schwester wirklich als Schwester zu sehen, weil sie ja teilweise jünger ist als ihre eigenen Kinder. Das Verhältnis ist daher schwieriger.
 
Wenn man sie dann wegschickt und auch deutlich sagt, dass es gerade nicht geht, dann ist sie aus Protest laut. Sie macht dann absichtlich Terror.
Den Kampf würde ich kämpfen und mich doch von solch einem Zwerg nicht tyrannisieren lassen. Für den Tag wäre dann das, was sie am liebsten macht, gestrichen. Das würde ich ihr auch vorsorglich sehr freundlich erklären, so dass sie eine Wahl hat. Lass sie das ne Woche durchhalten, dann wäre dieser Drops gelutscht.

Eure älteren Töchter werden vermutlich wahrnehmen, was die Jüngste mit euch anstellt und ihre Meinung lediglich des lieben Friedens willen zurückhalten.

Am schlimmsten finde ich allerdings das Verhalten deines Mannes. Das wäre für mich mindestens genauso inakzeptabel wie der Terror eurer Tochter. Da bist du wohl nicht gewillt, das mal auszufechten?
 
na schau: Da haben wir doch das Problem inzwischne ganz deutlich herausgearbeitet: Deine KLeine hat ganz gut rausbekommen, wie sie euch Eltern gegeneinander ausspielt und Druck aufbaut, damit sie bekommt was sie will. So sind Kinder leider.
Aber diesen Zahn kannst Du ihr ziehen.
Ganz offenbar ist das Schlagzeug eine Form von Erpressung: Wenn Du Dich nicht um mich kümmerst, dann sorge ich dafür, dass Du Dich auch um nix anderes kümmern kannst.
Normalerweise tun das Kleinkinder und legen dieses Verhalten ab, wenn sie größer werden. Aber gut: Mit 9 ist sie immernoch klein genug, um das wieder zu "verlernen".
Es wäre natürlich das beste, wenn dein Mann das auch kapieren würde, aber danach sieht es nicht aus oder?
Also meine erste Idee wäre: Wenn sie wieder zur "Erpressung" laut ist, dann ignoriere das: Ja, dann wirst DU halt laut.
Und dann reagiere nicht drauf.
Am besten du beschaffst Dir solche Ohrstöpsel vom Hörakkustiker.
Ich wette, wenn sie das ein paar Wochen gemacht hat, verliert sie die Lust daran und ist nur noch laut, wenn sie zB wirklich üben WILL.
Die Zweite Idee wäre: Sucht ihr wirklich einen "Überaum" außerhalb eures Hauses.
Das hätte den tollen Vorteil, dass Dir NIEMAND vorwerfen kann, Du willst dem armen Kind sein Schlagzeug verbieten. Nein- das Gegenteil ist der Fall: Du willst, dass sie sich richtig austoben kann.
Außerdem ist das Instrument dann aus eurem Haus raus und sie MUSS weggehen, um zu üben. Wenn sie WIRKLICH üben will, dann ist ihr das egal: Es wird ihr im Gegenteil sogar gefallen, wirklich Ruhe zu haben. Wenn sie aber nur laut sein will, um Deine Aufmerksamkeit zu bekommen, dann wird sie auf Granit beißen.
Also frag wirklich mal bei Kirchengemeinden oä an: Oft gibt es da Räume, die man mieten kann. Evtl geht das auch in Schulräumen oder bei der Musikschule.
du könntest ihr auch anbieten, sie hinzufahren (das wärs mir dann schon wert) und sie nach zwei Stunden wieder abzuholen.
Kinder sind schlau! Sei Du schlauer!

Und nochmal die Frage: Habt ihr eigentlich keinen Keller?
Wenn ja, dann würde ich durchaus über einen Umbau im Keller nachdenken: Mit Schallisolierung.
Das wäre ja für sie vielleicht auch eine Motivation, ihr eigenes Musik"reich" zu haben.

Versuche es auch mit ein wenig Humor zu nehmen: Der tag wird kommen, da nimmt sie einen Jungen mit nachhause: DANN ist für Dich der Moment gekommen, wo Du Schlagzeug lernst, oder mit dem schlagbohrer aktiv wirst...😆
 
Ich hätte noch eine Idee: Haben deine erwachsenen Kinder einen Garten?
Wenn ja: Könnt ihr dort ein kleines Gartenhäuschen aufstellen und isolieren?

Dann könnte dein Mann sie regelmäßig zu den Proben fahren und er trinkt währenddessen dort einen Kaffee und spielt mit den Enkelkindern.
(Oder du machst es, außer, du brauchst dringend Zeit zum Erholen)

Der Vorschlag mit dem Keller kam ja bereits mehrfach.
Den Vorschlag mit dem Proberaum hatte ich auch schon erwähnt und du hast darauf geantwortet, man könne eine neunjährige ja nicht so lange alleine lassen…
Die Antwort hat mich verblüfft, weil ich natürlich voraussetze, dass dein Mann sie in den Proberaum bringen würde und dort bleibt, bis sie fertig ist.
Schließlich ist es ihm so wichtig, dass sie weiterhin Schlagzeug spielt.

Ist überhaupt eine Idee für dich dabei gewesen von den vielen Antworten?

Ansonsten: Nehmt Anspruch bei einer Erziehungsberatung.

Es wird sich nämlich sonst nichts ändern/ändern können.

Und du zerbrichst daran, weil deine Bedürfnisse überhaupt nicht mehr gesehen werden.
 
Wenn man sie dann wegschickt und auch deutlich sagt, dass es gerade nicht geht, dann ist sie aus Protest laut. Sie macht dann absichtlich Terror.

Was folgt dann?

Haus verkaufen ist auch keine Option, weil wir dann ja in einigen Jahren wieder ein Haus kaufen müssen

Verstehe ich nicht.
Warum müsst ihr dann wieder ein Haus kaufen?
Wieso sollten Zimmertüren und ein Garten dann zum Problem werden?

Sie wäscht nämlich nur einmal pro Woche die Haare, weil sonst ihre Haare kaputt gehen.

Wie kommt ein Kind auf so einen Quatsch?
Ihr lasst wirklich jeden Mist durchgehen.

Solche Diskussionen führen wir hier regelmäßig.

Dass ihr Erwachsenen die Ursache seid ist dir nicht klar, ist deinem Mann nicht klar?

Mein Mann ist mir früher nie in den Rücken gefallen. Jetzt bei ihr ist das anders. Wir haben komplett andere Ansichten.

Da liegt ein großer Hund begraben.
Dem Kind fehlt eine klare Linie, ein sicherer Rahmen, Eltern, die an einem Strang ziehen.
Verbindliche, aber nicht zu starre Vorgaben machen und Regeln aufstellen.
Und konsequent sind.

Ihr macht sie zur Terrorqueen.

Erziehungsberatung.
 
Wenn man sie dann wegschickt und auch deutlich sagt, dass es gerade nicht geht, dann ist sie aus Protest laut. Sie macht dann absichtlich Terror.

Wir haben nun mal keinen Garten, also kann man nicht mal kurz raus gehen. Haus verkaufen ist auch keine Option, weil wir dann ja in einigen Jahren wieder ein Haus kaufen müssen und sicherlich keinen Kredit mehr bekommen.
Wir sind nie mit ihr bei Wind und Wetter rausgegangen. Nur bei schönem Wetter. Sport findet sie total schlimm und generell will sie auf keinen Fall dreckig oder nass werden. Sie wäscht nämlich nur einmal pro Woche die Haare, weil sonst ihre Haare kaputt gehen. Solche Diskussionen führen wir hier regelmäßig.

Mein Mann ist mir früher nie in den Rücken gefallen. Jetzt bei ihr ist das anders. Wir haben komplett andere Ansichten.

Unsere erwachsenen Töchter finden alles sehr schwierig. Wir haben ein gutes Verhältnis. Es fällt ihnen schwer ihre Schwester wirklich als Schwester zu sehen, weil sie ja teilweise jünger ist als ihre eigenen Kinder. Das Verhältnis ist daher schwieriger.

Was habt ihr da für ein tyrannisches Stubenhockerchen erzogen?
 
Am schlimmsten finde ich allerdings das Verhalten deines Mannes. Das wäre für mich mindestens genauso inakzeptabel wie der Terror eurer Tochter. Da bist du wohl nicht gewillt, das mal auszufechten?
Ich sehe das alles haargenau wie hier beschrieben.

Aber das auszufechten - ich könnte mir vorstellen, dass hier der Punkt gekommen ist, wo dann wirklich das Alter eine Rolle spielt und man langsam zu erschöpft für derartige Grabenkämpfe ist.
Allerdings wird es vermutlich leichter erträglich, es wirklich auszufechten, vielleicht mit Hilfe eines Mediators oder einer Familienberatung, als es weitere etwa 10 bis 15 Jahre auszuhalten.
 

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