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Ich bin zu blöd für Englisch

M

Matthias

Gast
Hallo,
ich höre und lese immer wieder, dass man Filme und Spiele lieber auf Englisch verkonsumiert, weil das sowieso viel besser sei und aus Gründen halt ... .
Ich lerne schon seit einer Ewigkeit diese Sprache, aber es kommen immer noch ständig Begriffe und Ausdrücke vor, die mir nicht geläufig sind. Vor allem tauchen in so Spielen wie Red Dead Redemption auch viele sehr spezifische Begriffe auf wie lumbago (Hexenschuss) und ich frage mich dann wie die Leute das hinbekommen nach der Schule all diese Begriffe zu können. Wenn ich dann auf youtube bei englischsprachlichen Videos mit Inhalten über Deutsche die Kommentare lese, lese ich oft wie jemand in Deutschland war und dann erstaunt über die guten Englischkenntnisse der jungen Leute (zu denen ich auch gehöre) war. Es wird dann gesagt, dass Deutsche häufig mit "a little bit" antworten und dann ein perfektes Englisch an den Tag zu legen.
Wieso gelingt denen das und bei mir vergehen nach ewigem Lernen und Konsumieren von englischen Inhalten auf youtube immer noch kaum 5 Minuten ohne irgendein Ausdruck, der mir nicht geläufig ist?
Hier mal als Beispiel die Begriffe, die mir in einer halben Stunden Genshin impact zocken Schwierigkeiten bereitet haben:
ingot, sentinent,swoop,breeze through,chunky,fowl,handkerchief,chasm,smug,sigil,sliver,submerge,fetter,gale,roving,law-abiding,edify,sturdy

Egal wie viele Begriffe ich lerne. Es nimmt einfach kein Ende. Einige meiner Freunde zocken lieber auf Englisch, aber wie können die auf einmal so gut Englisch, dass die jedes noch so spezfische Wort kennen.
Ich bin mittlerweile total verzweifelt und fange schon an diese Sprache zu hassen.
 

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Peter1968

Moderator
Teammitglied
Naja, englisch lernt man eigentlich heute ganz gut in der Schule, bei dem einen bleibt manches halt schnell hängen, bei dem anderen dauert es.
Eigentlich ist es wie bei allen Fächern.
Ein spezifisches Englisch ist am besten zu lernen beim Gebrauch (learning by doing).
Dies spielt oft auch in verschiedenen Berufen eine Rolle, Sachen die man da dann das erste mal gehört hat müssen sich nur auch eingeprägt werden, was einigen wiederum schwer fällt und anderen leicht von der Hand geht.
Ein Ende nimmt es meist tatsächlich nie, ich habe mein halbes Leben lang englisch geredet und lerne heute immer noch ab und an neue Wörter.
Auf dein Beispiel "Lumbago" mal kurz zurück zu kommen, dies ist kein englischer Begriff, eher eine medizinische Bezeichnung, die auch hier angewandt wird und aus dem lateinischen kommt.
 

Blaumeise

Aktives Mitglied
Manchen Menschen fallen Sprachen einfach leicht. Mit Englisch habe ich auch meine Probleme und ich kenne viele, denen es ähnlich geht. Zu meiner Zeit war der Englischunterricht in der Schule schon nicht das Wahre und ich habe mir erst Jahre später über eine App mein Englisch aufgefrischt. Zumindest kann ich es jetzt besser verstehen, aber bei der Anwendung (Schreiben, Sprechen) hapert es noch sehr. Aber gut, ich kann damit leben.
 

Basi

Mitglied
Ich bin auch zu blöd dafür.

Ich lerne gerade in einem kleinen Kurs, habe aber nicht den Anspruch, perfekt zu werden.

Ich denke, es nimmt wahrscheinlich kein Ende. Das ist doch aber normal.
 

Peter1968

Moderator
Teammitglied
Ich denke allerdings auch das "zu blöd" ist eher der falsche Ausdruck.
Wenn man kein sehr großes Interesse hat und Zeit aufbringt dieses zu verfolgen fällt es eben schwerer.
Aber meist ist es , gerade bei Sprachen, schon so, das es , wie auch Blaumeise sagte, manchen einfach leicht fällt und anderen eher nicht.
Ich für mich behalte sehr vieles, was ich einmal gehört habe, im Kopf aber bei Sprachen musste ich mich immer lang hinsetzen um dies zu lernen, naja auch heute noch, lerne gerade die 6., alle nur um sich unterhalten zu können und gut.
Feinheiten und spezifisches kommt dann eher bei den verschiedenen Anwendungen, wenn und wie man es denn wirklich mal benötigt und ob man halt auch bereit ist dafür.
 

Lotus37

Mitglied
Mir hat es geholfen+hilft mir noch das ich div. Spiele in meiner Jugend+heute auf Englisch spiele.
So waren gewisse Begriffe wie "ingot, swoop, breeze, gale" usw. in einigen Spielen enthalten.
Manchmal übersetze ich für mich auch einfach aus dem Kontext und könnte es nicht in Sekundenbruchteilen sofort ins Deutsche formulieren. Aber solange man den Kontext versteht, reicht es mir doch aus :)

Wenn Du wirklich besser werden willst, würde ich (sofern möglich) empfehlen öfters im Alltag mit Menschen Englisch zu sprechen die die Sprache sehr gut können +sich nicht über Dich lustig machen.
Auch Sprachreisen wären eine gute Möglichkeit.

Good luck pal ;)
 

Blaumeise

Aktives Mitglied
Wenn man sich verbessern will, muss man sich echt jeden Tag mit der Sprache beschäftigen. Als ich mein Englisch auffrischte, habe ich 1 1/2 Jahre JEDEN Tag mind. 30-60 min gelernt. Aber ich müsste die Sprache deutlich mehr anwenden. Aber dazu habe ich nicht wirklich die Gelegenheit.
 
S

sallllly

Gast
Ich lerne Englisch seit etwa 10 Jahren und lerne trotzdem noch neue Worte. Ich gehe davon aus, dass bei Red Dead auch eher altertümliche Sprache vorkommt und wenn man die Begriffe nicht so oft im Alltag hört, ist das auch kein Wunder, dass man damit nichts anfangen kann.
Habe mal eine Serie geschaut, wo z.B. "handkerchief" in gefühlt jeder Folge vorkommt, das vergisst man dann auch nicht.
Ansonsten hat mir noch geholfen: Filme und Serien ausschließlich auf Englisch schauen, Musik die man hört direkt übersetzen, ein Tagebuch auf Englisch führen, Systemsprache von häufig genutzten Geräten umstellen und möglichst viel mit anderen sprechen
 
G

Gelöscht 54649

Gast
In der Schule habe ich relativ wenig Englisch gelernt, so wie Du es beschreibst.
Ich habe aber schon während der Schulzeit viel auf Englisch gelesen, als DVDs aufkamen (ja, alte Frau) britische und amerikanische Filme und Serien gern im Original gesehen - zuerst mit deutschen, später mit englischen Untertiteln. Und je nachdem wie stark Akzente, Dialekte, Fachsprache oder Slang ausgeprägt sind, schalte ich mir auch heute noch Untertitel zu.
Und Begriffe, die ich gar nicht kapiere, schreibe ich auf, schaue nach, was sie bedeuten und wenn man die im Wortschatz gut gebrauchen kann, kommen sie in mein dickes, dreispaltiges DinA 4 Vokabelheft. Die gibt es immer mal wieder vor der Sommerferienzeit im Schulbedarf bei den gängigen Discountern.
Die dritte Spalte ist für Anmerkungen, wie man das Wort benutzt, ob es umgangssprachlich, Hochsprache oder ein Fachbegriff ist, false friends, Regionalbezug, Bezug zu anderen Sprachen... was halt sinnvoll und wichtig zu wissen ist.
Meist reicht es, diese Informationen rausgesucht zu haben, damit das Wort im Kopf bleibt.

Das ist zugegebenermaßen schon extrem nerdig, aber ich mag Sprachen und Englisch ganz besonders.

Für Dich: versuch, mehr Englisch zu lesen, also in Form von geschlossenen Texten wie Kurzgeschichten, Romane und nicht zu knifflige Sachtexte.
Und möglichst in Buchform.

Gute Jugendbücher sind da als Einstieg für Erwachsene immer nett.
Ich empfehle ja immer gerne Harry Potter: das Sprachniveau steigert sich von Band zu Band und die Autorin hat wirklich unfassbar viele Doppeldeutigkeiten, Anspielungen und Sprachspielereien da hineingesteckt - in der deutschen Version und besonders in den Filmen bleibt davon wenig übrig. Mit den Originalbüchern kann man da viel Spaß haben und das Nachforschen, was bestimmte Dinge bedeuten, birgt sehr oft das eine oder andere Goodie.
Wenn Du die Filme und die deutschen Bücher schon kennst, umso besser. Wenn nicht, gibt es eine neue Welt zu entdecken.
Die englischen Taschenbuch-Box-Sets bekommt man als Rückläufer, gebraucht oder als Mängelexemplare ab und an ab 20 Euro, für 35 Euro wird man immer gebraucht fündig... und wenn da keine Seiten fehlen oder jemand sein Käsebrot in Band 3 gelagert hat, muss das auch kein Superzustand sein.
Du willst ja Englisch lernen, also solltest Du keine Scheu haben, da Passagen und Begriffe zu markern, mit Bleistift Notizen für Dich reinzuschreiben und die Bücher mit Haftnotizen vollzuhauen.
 

boba123

Mitglied
Ich spiele auch Spiele auf englisch und schaue Filme auf englisch, verstehe bei weitem aber auch nicht jedes Wort. Tatsächlich kann man sich aber vieles aus dem Kontext erschließen und dadurch lernt man dazu. Englisch hat im Vergleich zu Deutsch ein deutlich größeres Vokabular und daher ist das auch nicht überraschend, dass man da immer noch wieder weiter lernen muss. Das hat auch nichts mit "zu blöd" zu tun. Ich denke den meisten da draußen geht es genauso. Und in Kommentarspalten wird gerne auch mal tiefgestapelt und gleichzeitig wahrscheinlich vorher ewig an einem Kommentar formuliert. Das sollte dich nicht einschüchtern.

Bei Videospielen kann man meiner Meinung nach ganz gut lernen, weil man z.B. im Inventar kleine Bilder zu den Namen sieht und dadurch dazu lernt. Wenn Spiele dann zu viel Exposition in Dialoge auslagern, insbesondere, wenn man nebenbei noch spielerisch gefordert ist, kann das schonmal schwierig werden.
Ich würde dir trotzdem empfehlen, auch weiterhin zu versuchen Medien auf englisch zu konsumieren, weil man dabei tatsächlich viel lernt. Auch wenn du das Gefühl hast, dich etwas durchkämpfen zu müssen. Was mir auch sehr hilft ist englische Untertitel zu aktivieren, denn verstehen ist oft auch nochmal schwerer als lesen. Deutsche Untertitel finde ich eher kritisch, weil man dann meistens nurnoch am lesen ist.
 

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