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Ich bin einfach zu anders.

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Alböguhl

Gast
Santino hat es auf den Punkt gebracht.
Lügst du dir selbst was in die Tasche um deinen Drogenkonsum zu rechtfertigen?
Tun alle Abhängigen, Meister der Selbsttäuschung.!
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:

grisou

Aktives Mitglied
Ja ist im Einzelgespräch manchmal auch so, aber viel seltener als in größeren Gruppen.
Du hast das Gefühl wirklich perfekt beschrieben, und auch das mit den einstudierten Freundlichkeiten und knappen Antworten ist bei mir genauso.
mit den diagnosen ist das so, die sind eigentlich gemacht, damit die ärzte bei der krankenkasse abrechnen können. wirklich alltagstauglich sind die eigentlich nicht.

es gibt nicht "den autismus". viele dieser verhaltensweisen finden sich auch bei anderen erkrankungen. bei mir nennt sich das eben borderline, weil es in kombination mit anderen symptomen ein anderes bild ergibt. aber wirklich scharf abgrenzen kann man es nicht.

wichtig ist, du leidest unter diesem zustand und es gibt möglichkeiten, dass du dir helfen kannst.

nicht in diese welt gehören ist ein gefühl basierend auf angst. man geht innerlich in distanz. und wenn man versteht, wovor genau man angst hat, wie man sich seinen sicheren rahmen erschafft, dann kann sich diese distanz auflösen.

was bringt dir "autismus", wenn du sie nicht nutzt, um dir entsprechend hilfe zu holen. in dem fall wäre es zunächst angebracht, mal eine offizielle diagnose zu bekommen. weil damit hast du dann zugang zu den entsprechenden hilfemöglichkeiten.

der erste schritt könnte also sein, sich einen psychiater zu suchen, der dem kind einen namen gibt, damit die krankenkasse entsprechende therapien bezahlt. oder der kontakt zu anderen betroffenen, um dort nachzufragen, welche schritte die unternommen haben und zu schauen, was für dich machbar ist. wo ist die schwelle für dich kleiner? was meinst du, kannst du angehen?


Es gibt auch Situationen wo ich mich nicht so fühle. Ich habe auch ein paar gute Freunde denen ich vertrauen kann. Aber am der Norm gemessen halte ich mich schon für recht einsam, vorallem da es für Menschen in meinem Alter "normal" ist, mindestens eine echte Beziehung gehabt zu haben und nicht extrem viel Zeit alleine zu verbringen. Und da kann ich halt nicht mithalten.
wenn man etwas als normal definiert, dann deshalb, weil man es gegen etwas abgrenzt, was nicht der norm entspricht. also viele machen A, darum ist es normal, wenige machen B, darum ist es nicht normal. mehr heißt das erst mal nicht. es gibt keine wertung. und es gibt kein richtung und kein falsch.

du machst es, wie du es machst und erst mal hast du "nur" ein paar gute freunde und keine freundin. dann ist das zu diesem zeitpunkt genau richtig so für dich.

ich denke, das wichtigste ist, du kannst vertrauen. nur weil jemand eine partnerin hat und ganz viele freunde, das heißt ja nciht, der vertraut jemandem oder er ist nicht einsam. das kann auch sehr oberflächlich sein. immerhin klingt es so, wie wenn deine freundschaften ehrlich sind.


Vielleicht sollte ich mir nicht so einen Stress machen und erstmal an meinem generellen Verhalten arbeiten, aber den gesellschaftlichen Ansprüchen nicht gerecht werden zu können zieht das Selbstwertgefühl schon extrem runter.
selbstwert ist nicht von gesellschaftlichen ansprüchen abhängig. das versuchen die einem nur immer wieder zu erzählen.

wenn man sich selbst mehr und mehr kennen lernt, wenn man weiß, was einem wichtig ist und wer man ist, dann werden diese dinge immer wichtiger und man fühlt seinen eigenen wert ganz unabhängig davon, was andere denken.


Menschen die mich verstehen gibt es mit hoher Wahrscheinlichkeit schon, nur die auch zu finden ist nicht immer einfach.
das sehe ich auch so. und menschen verändern sich mit der zeit. es gibt momente, wo es passt und das kann sich aber auch schnell ändern. wichtig ist, was man jetzt braucht, damit es einem gut geht. auf den rest hat man sowieso keinen einfluss. das darf sich entwickeln.


Die bestimmt leider einen großen Teil meines Lebens.
Aber ich weiß natürlich, das eine Persönlichkeit aus mehr besteht, als nur aus einer Krankheit.
das wäre so wie wenn man sagen würde "ich weiß natürlich, dass der sommer aus mehr besteht wie aus sonnenbrand."

so viel anderes ist im sommer wichtig und macht ihn aus und vor sonnenbrand kann man sich schützen.

ich empfinde es eher so, dass die krankheit mir an vielen stellen den weg versperrt hat, mich selbst kennen zu lernen.

Asperger ist meine Eigendiagnose, weil die aufgelisteten Symptome meinen entsprechen, das ist dann schon extrem wahrscheinlich.
na ja wenn man bedenkt, wie oft gestandene psychiater mit ihrer diagnose daneben liegen. lass dich nicht von einem label runter ziehen. es fällt dir schwer, das leben zu leben, das dir vorschwebt. und es gibt wege zu diesem leben. das zählt viel mehr.

eine offizielle diagnose ebnet den weg zu hilfsangeboten. ob das dann die richtigen sind, ist noch mal die frage, aber man hat schon mal einen fuß in der tür. es hat sehr lange gedauert, bis ich die diagnose hatte, die mir geholfen hat. und ob ich damit wirklich so glücklich bin, weiß ich immer noch nicht. aber ist egal, ich habe die richtige therapie bekommen, viele der symptome abgebaut und ich bin viel glücklicher und habe meinen selbstwert gefunden. mehr braucht eine diagnose nicht leisten.


Ich bin halt bis jetzt leider nur an schlechte Psychotherapeuten geraten, die ausschließlich finanzielles Interesse hatten. Da hab ich die Therapie dann auch direkt abgebrochen. Deswegen habe ich keine endgültige, offizielle Diagnose.
mein weg wäre eher, ich lasse einen psychiater die diagnose stellen, das ist ihr job, darin sind sie geschult.

psychotherapeuten arbeiten dann mehr daran, einem handwerkszeug und techniken beizubringen. da übernimmt die krankenkasse die kosten. wie meinst du das, die haben ausschließlich finanzielles interesse? hast du die therapie selbst bezahlt? wenn ja, warum? oder warst du einfach mit der art der therapie nicht zufrieden?
 

Santino

Aktives Mitglied
Santino hat es auf den Punkt gebracht.
Lügst du dir selbst was in die Tasche um deinen Drogenkonsum zu rechtfertigen?
Tun alle Abhängigen, Meister der Selbsttäuschung.!
Auch, wenn ich Drogenkonsum ablehne, habe ich der TE das so nicht gesagt und schliesse mich da nicht an. Ich lese auch in dem Beitrag nicht unbedingt, dass die TE von ihrem Drogenkonsum abhängig wäre.
 
Zuletzt bearbeitet:

Santino

Aktives Mitglied
Wenn TE zu einem Psychiater/Psychologen/... geht, weil der Leidensdruck so gross ist dass er sich Hilfe sucht, dann bekommt er auch eine Diagnose.
Es gibt autismusspezifische Therapie und Unterstützungsangebote, die ein regulärer Therapeut nicht in gleichem Masse leisten kann - daher ist das Anraten von Sisandra, zu einem Autismus-Therapie-Zentrum zu gehen für eine Diagnostik, sehr sinnvoll.
 
A

Alböguhl

Gast
Auch, wenn ich Drogenkonsum ablehne, habe ich der TE das so nicht gesagt und schliesse mich da nicht an. Ich lese auch in dem Beitrag nicht unbedingt, dass die TE von ihrem Drogenkonsum abhängig wäre.
Hab ich dann wohl nicht richtig verstanden.
Und ob jemand abhängig ist kann ihm niemand diagnostizieren, das entscheidet jeder selbst.
So wie du dich auch mit deinem Kommentar zu einem Beitrag ( zu meinem Beitrag ) entschieden hast.
Sehe ich nicht als Kritik, lerne von >besseren immer gern dazu!
Ich sehe das so, und dann ist es, so, von selbstverständlicher Demut habe ich mich emanzipiert.
Uns verändern die Umstände, die gemachten Erfahrungen.
Doch wir alle besitzen eine unverwechselbare Essenz, eine bestimmte Form der Persönlichkeit, der Integrität und Werte, die über die Zeit hinweg Bestand haben.
Es liegt in unserer Hand, etwas rechtzeitig zu bemerken, gewisse Gesten richtig zu lesen, in Worten etwas intuitiv zu erkennen und sich auf die Handlungen anderer zu konzentrieren.
Wir sollten mit den Wurzeln der Ausgeglichenheit und des Selbstschutzes behaftet sein.
Hier zeigt sich unsere wahre Essenz, die wirkliche Persönlichkeit:
Vermeidet es, der zu sein, der eine Binde vor Augen trägt!
 

Santino

Aktives Mitglied
Und ob jemand abhängig ist kann ihm niemand diagnostizieren, das entscheidet jeder selbst.
Nein, es gibt dafür Diagnostikinstrumente und faktische Kriterien. Das entscheidet nicht jeder selbst. Die meisten Abhängigen betrachten sich übrigens lange als nicht-abhängig, von wg. "Könnte ja jederzeit aufhören". Irgendwann stellen sie fest, dass das Leben nicht mehr funktioniert, dass das an der Droge liegt und dass sie eben nicht jederzeit aufhören können, wie sie dachten.
 
S

Sojana

Gast
Hallo ich bin jetzt 32 Jahre und deine Überschrift hätte auch von mir sein können. Genau so fühle ich mich auch. Seit 16 fühle ich mich so als, ob ich nicht in diese Welt gehöre. Ich komme mit so vielen Sachen und vor allem Menschlichen Anforderungen nicht klar. Mir ging es von Jahr zu Jahr immer Schlimmer bis nichts mehr ging Und ich entschlossen habe zu Therapie zu gehen. Das war soooo sooo schwer, Ich dachte es ist leichter zu sterben, als all die tausende Probleme die ich habe zu lösen. Ich wusste nicht mal wo ich anfangen sollte. Ich hatte eine schwere Depression, Angsströrungen, dann wurde klar es ist mehr als das. Ich hatte Borderline und Soziale Phobie macht mir das leben zu Hölle.
Ich hatte kein Selbstbewusstsein und Selbst wert. Ich habe mich gehasst und dauernd fertig gemacht. Ich hatte trotzt dieser Scheise einen Typen der sich in mich verliebt hat. Und das war alles andere als schön. Er wollte mich unbedingt haben, gleichzeitig wollte er aber nicht akzeptieren, dass ich nicht so bin wie alle andere. Die Beziehung war eine ausweglose Hölle aus der ich nicht fliehen konnte und in der ich nicht sein konnte. Ich hatte keine Kraft und keine Hoffnung je da raus zu kommen. Selbst die so schöne Liebe war nur eine Dauerbelastung unter der ich ständig kaputt ging, eben weil ich nicht der Norm entspreche und einfach nicht so sein kann wie andere. Ich mache jetzt fast 9 Jahre Therapie und war auch in einer Reha. Du siehst der Weg ist lang und schwer. Ich wollte nicht leben, ich habe nur existiert und sah keine Zukunft. Ich fragte mich jedes mal wozu bin ich hier, warum lebe ich und wie soll ich hier leben, wo ich mich so fremd fühle. Ich Lebte, nein ich war am leben und sah wie das Leben an mir vorbei ging, während ich in einem schwarzen loch verrottete. Ich hatte niemanden der mich verstand und nichts woran ich mich fest halten konnte außer der Therapie.
Ohne die Therapie wäre ich verloren, ich würde wahrscheinlich immer noch sooooo leiden. Aber auch die Therapie konnte ab einem Punkt nichts mehr für mich machen, weil egal was ich machte ich fühlte mich niedrig und selbstlos. Das was du beschreibst mit Gesellschaft entsprechend ist der entscheidende punkt überhaupt. Du musst dich davon lösen. Höre auf dich an der Gesellschafft zu messen. Gucke nicht was andere machen, was soll und was nicht soll. Du bist individuell, du bist anders und du musst nicht so sein wie alle andere. Weil du auf deine eigene Art wunderbar bist nur siehst du es noch nicht und das musst du verstehen. Das wichtigste was du machen sollst ist zu deinem ICH zu stehen, egal wie anders und krank du dir vorkommst. Dein Leben wird erst dann schön und dein Glück kommt erst dann zu dir, wenn du aufhörst dich zu hassen, zu verurteilen und zu bemitleiden. Ich sage dir was mir geholfen hat und immer noch hilft und ich hoffe du probierst es auch. Spirituelles Wissen. In der Spirituellen Welt kann man sich selber finden, man lernt sich anzunehmen und sich zu verzeihen. Man lernt wie man seinen Selbstwert nicht an anderen ausmacht sondern den wahren Selbst Wert von eigenem Herz spüren lernt. Wenn du dich in eine Balance bringst, dann kommt all das schöne plötzlich zu dir selber. Egal wie anders du auch bist, oder wie anders ich bin, wir beide müssen unser Schicksal annehmen und das beste daraus machen. Weil am ende, wenn du dich nicht ständig mit anderen abgleichst, entwickelst du deine eigene ganz persönlichen und einzigartigen Stärken, die kein anderer hat. Du musst dich dadurch definieren was du bist und wie du bist, damit andere dich als vorbilde nehmen und nicht umgekehrt. Du musst dein Potenzial erwecken und es leben, sonst wirst du dich noch Jahre lang mit Kiffen zu dröhnen und dein Leben wird immer düsterer. Glaube mir das Zeug hilft vlt auf Schnelle und für kurze Zeit. Auf Lang gesehen vergiftest du damit dein ganzes Wesen, deine Psyche, Gesundheit und dein Gehirn verblödet immer mehr, bis du irgendwann ein Hänger wirst, weil deine Gehirnzellen sich von dem Zeug verändern und du dumm wirst. Dadurch wirst du nie aktiv deine Probleme angehen sondern bleibst immer passiv mit nem Joint in der Bude. Dadurch wird dein Problem nicht kleiner sondern größer.
Ich als Angststörungs Patient und Menschen mit Sozialen Phobie, weiß wie extrem es ist, gegen die Angst zu handeln und sich Ihr zu stellen. Aber Merke dir bitte eins. Wer der Angst macht gibt, und nicht selber die Kontrolle über sie erlangt, der wird früher oder später noch viel mehr Angst haben. Angst ist wie ein Tumor, wenn man sie nicht bekämpft dann wird sie immer grösser und es wird immer schwerer sie zu bekämpfen. Nimm Freunde zu Unterstützung und Therapeuten und fange an mit ganz kleinen Schritten nach vorne zu gehen. Erwarte nicht zu viel und erfreue dich an jedem kleinem Fortschritt. Im youtube gibt es ganz viel zu Spirituelle Themen, fang irgendwo an und versuche den Sinn dahinter zu verstehen. Höre dir jeden Tag etwas an und lasse es auf dich wirken. Auch wenn es dir am Anfang manches dumm oder blöd, vorkommt. Egal ob religiös bist oder nicht, nimm daraus so viel neues Wissen an wie du kannst, es wird dir schon irgendwann nützlich sein. Bleib dran und höre dir immer mal was anderes an, bis du das findest, was dich anspricht und wo du dich verstanden fühlst. Auch wenn du nicht gleich geheilt wirst, Heilung liegt in deiner Hand, egal welche Diagnose du hast, wenn du es willst kannst du alles schaffen und all deine Ängste bezwingen. Glaube an dich selber und daran dass du es Wert bist geliebt zu werden. Aber vlt ist noch nicht die richtige Zeit für Liebe, vlt musst du zuerst dich selber Lieben Lernen, bevor jemand anderes dich genau so lieben wird wie du bist, egal ob du Macken hast oder schüchtern bist. Alles ist Veränderbar und nur man selber kann sich seine Komplexe abtrainieren, in dem man anfängt was zu machen und nicht dabei einen Kifft.
Ich sage ich arbeite jeden Tag an mir ich trainiere jeden tag, meine Probleme im Griff zu haben und stelle mich meinen Ängsten. Heute geht es mir besser und ich hoffe du machst das auch und ich konnte dir etwas helfen oder dir Mut machen, dass alles gut werden kann, wenn man dafür das richtige macht.
 

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