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Ich bin einfach zu anders.

A

Alböguhl

Gast
Nein, es gibt dafür Diagnostikinstrumente und faktische Kriterien. Das entscheidet nicht jeder selbst. Die meisten Abhängigen betrachten sich übrigens lange als nicht-abhängig, von wg. "Könnte ja jederzeit aufhören". Irgendwann stellen sie fest, dass das Leben nicht mehr funktioniert, dass das an der Droge liegt und dass sie eben nicht jederzeit aufhören können, wie sie dachten.
Sucht ist eine Reaktion der Seele, negative Emotionen in positive Gedanken zu verwandeln.
Hab ich selbst hinter mit zig Diagnosen abhängig zum sein, alle Kriterien über-erfüllt.
Hab ich nicht akzeptiert, kannst du nicht im Rausch, weitergemacht, was die alle erzählen.
Geht ja um die Entscheidung sich helfen zu lassen, daher steht die Selbsterkenntnis am Anfang jeder Suchtbefreiung und muss aus mir selbst, nicht aus dem Umfeld kommen.
Erst als ich mir das (selbst ) eingestanden habe konnte ich was für mich tun, mich ändern, das zulassen.
Passierte aber erst als ich ganz unten war, da gab es nicht mehr viel zu entscheiden.
Hab dann in einem lichten Moment wohl die richtige für ( mich ) getroffen.
Und dann in der Ballerburg erlebt, alle die nicht für ( sich ) da wahren, geschickt wurden durch eben diese Diagnosen haben ihre 4 Monate abgesessen und was aus den geworden ist, wurde bei den Jahrestreffen sichtbar.
Aber ist nur meine Erfahrung, die sollte jeder selbst machen, das für sich entscheiden.
Ich kann die Welt nicht retten, hab ich auch keine Erfahrung drin:
PS; Wo ist den eigentlich dieser Tim Bendzko?
Er wollte doch 2011 die Welt retten.
 

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S

SoNicht

Gast
Nein, es gibt dafür Diagnostikinstrumente und faktische Kriterien. Das entscheidet nicht jeder selbst. Die meisten Abhängigen betrachten sich übrigens lange als nicht-abhängig, von wg. "Könnte ja jederzeit aufhören". Irgendwann stellen sie fest, dass das Leben nicht mehr funktioniert, dass das an der Droge liegt und dass sie eben nicht jederzeit aufhören können, wie sie dachten.
Diagnosen ändern nichts am verhalten, da sauf ich doch einfach weiter:
Du bist wohl auch noch nicht so weit, bereit dazu?
 

Rikachab

Mitglied
Hm also ich fühle mich manchmal ähnlich deswegen bin ich gerne alleine.
Jedoch hab ich mir Hobbys gesucht da komm ich ab und zu unter andere Menschen.
Um es einfach zu sagen ist ein langer Prozess. Du solltest mit dir und allen Herausforderung Frieden schliessen und akzeptiere.

Mir hat es auch geholfen mich nicht in selbst Mitleid zu wälzen. Das bringt auch nichts.

Finde deinen eigenen lebensstil.

Was interessiert dich was andere machen. Stell dich immer an erste Stelle. Was willst du jetzt
Was tut dir gut
Bei mir ist das auch trainingssache und ich arbeite daran noch immer.
 

Ascadia

Mitglied
Hättet ihr andere Tipps für mich? Vielleicht geht es jemandem hier ja zufälligerweise ähnlich, die meisten erkennen mein Problem nicht, und schätzen mich daher leider als desinteressiert oder dumm ein.
Vielleicht tröstet dich das wissen darüber, dass es mir fast exakt genauso geht. Bei mir wurde in der Psychiatrie (wegen Schulverweigerung aus überforderung) mit ca. 12 Jahren "frühkindlicher Autismus" diagnostiziert. Irgendeiner dieser zahlreichen Ärzte hat es dann umformuliert zu Asperger Autismus. Lange Zeit habe ich diese Diagnose abgelehnt, wollte nicht anders sein. Nach ner Weile hab ich dann aber begriffen, dass es tatsächlich so ist und ich meine Diagnose auch zu meinem Vorteil nutzen kann.

habe einige Interessen, in denen ich auch wirklich gut bin (Beispiel: Informatik) und Asperger-typisch habe ich auch sehr früh lesen gelernt (Hypolexie). Aber dafür auch genau so viele Schwächen. Beispielsweise verstehe ich sozialen Umgang nur schwer, habe eine starke soziale Phobie
Kann ich bestätigen. Ich hab sehr viele Hobbies, bin in keinem davon wirklich professionell, allerdings liegt meine Stärke in der Vielseitigkeit. Ich lerne was mich interessiert, solange bis es eindeutig nur mehr sehr schwer weiter geht, nur um dann am perfektionismus zu leiden. Englisch konnte ich schon als kleines Mädchen, als mein Kindheitsfreund im Gymnasium und ich in der Volksschule war. Meine Großmutter hat extrem überrascht reagiert, als ich da plötzlich "nachhilfe" gegeben hab. Ungefähr mit 10 Jahren hab ich auch schon Windows neu aufsetzen können, im BIOS herumgefummelt und mir selbst beigebracht schnell zu tippen. Schwächen hab ich auch sehr viele und auch eine starke Sozialphobie. Häufig wünsche ich mir, es würden mich einfach nie wieder fremde anschauen, anrempeln, auf die Pelle rücken usw. Ich nutze mittlerweile nonstop die Sonnenbrille, weil ich mich damit etwas besser fühle. Das fühlt sich dann nicht mehr so an, als würden mir fremde in die Innereien starren.

Das Problem ist, dass ich Dinge oft überanalysiere und fremde Menschen oft nicht einmal anschaue, da ich besorgt bin, wie meine Blicke beim Gegenüber ankommen.
Geht mir in letzter Zeit auch so. Ich rege mich viel zu sehr über Dinge auf, die mich eigentlich nichts angehen. Dummheiten anderer, sowie Logikfehler oder Handlungen die ich nicht nachvollziehen kann. Zb hat letztens im Shoppingcenter ein Pickelteenie ein Hüttchen (diese Kegeldinger) weg gestellt, obwohl der da nicht ohne Grund stand, da war quasi ne Stolperfalle. Eigentlich hätte ich das ignorieren sollen, stattdessen habe ich mich furchtbar darüber aufgeregt, wie man so leichtfertig andere gefährden kann. Die größten Probleme hab ich mit oberflächlichen Menschen, die aus meiner Sicht heraus vor Dummheit nur so überquellen... die mit der Masse schwimmen, keinen eigenen Standpunkt haben, Klischees erfüllen oder Schönheitsstandards nachrennen.

Bzgl den Blicken hab ich mir was angewöhnt. Wer mich länger als 3 Sekunden am Stück anstarrt, bekommt es von mir erwidert. Ich starre ihn einfach so lange ernst an, bis er von selbst weg sieht, dann seh ich auch wieder weg. Manchmal setze ich zusätzlich eine genervte Miene auf... aktives nutzen von unbewussten Signalen. Die meisten schauen dann sofort wieder weg, weil sie merken "oh das ist ja unangenehm". Nur für Leute die mir zu sehr auf die Pelle rücken muss ich noch eine Lösung finden.

Ich kann dir nur den Tipp geben aktiv nach Lösungswegen zu suchen. Ich bin zb sehr Lärmempfindlich schnell überreizt. Ich meide Menschenansammlungen und hab, falls ich merke ich werde instabil, immer Kopfhörer dabei um mich abzulenken. Jetzt werd ich mir auch einen guten Gehörschutz kaufen, weil mir Menschen einfach zu laut sind.
 
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