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Ich bin eine Schl*mpe

Hallo…

Ich hoffe ich werde jetzt nicht zu sehr auseinander genommen, ich weiß dass das was ich gemacht habe nicht optimal war. Aber ich bin an einem Punkt angekommen, an dem ich mich jemandem anvertrauen muss, da es so nicht mehr weiter geht.

In unserer Gesellschaft haben sexuell stark aktive Frauen schnell mal einen schlechten Ruf weg. Ich bin in dieser Hinsicht recht streng erzogen worden: Sex erst nach über einem Jahr Beziehung, nur in Beziehungen, wenn überhaupt - lieber erst in der Ehe.
Was soll ich sagen - das ging gewaltig schief…
Ich bin 20 Jahre alt und hatte mein erstes Mal mit 18, was ja an sich okay ist. Aber danach… Inzwischen hatte ich Sex mit 5 Männern und habe mit weit über 30 rumgemacht. Keine Sache auf die ich stolz bin. das schlimmste ist , dass ich zur Zeit in einer Beziehung bin und nebenbei aus Unzufriedenheit Telefonsex mit 2 weiteren Männern habe, weil ich mich nicht von meinem Freund trennen will um den Anschein zu erwecken ich wäre endlich angekommen und ich will ja auch ankommen aber es geht einfach nicht…
Sex war für mich immer ein leidiges Thema und jetzt auf einmal benehme ich mich SO?! Ich komme absolut nicht mehr klar!
Es gibt noch so viel mehr was ich getan habe, was ich erzählen könnte… Wie meine Eltern enttäuscht von mir sind und mich deswegen zusammengestaucht haben, wie ich erwischt worden bin, wie ich über Monate mit jemandem geschlafen habe mit dem ich nicht zusammen bin, wie ich missbraucht wurde, was mir gesagt wurde was andere über mich denken, wie ich Jahrelang dachte ich sei asexuell bis man rausgefunden hat dass meine Schmerzen phsysischer Natur sind…

Ich weiß einfach nicht mehr was ich tun soll, ich fühle mich wertlos.
Kein anständiger Mann wird mich mehr heiraten wollen und ich reite mich immer weiter in die ganze scheisse - ich komm hier nicht wieder raus, oder?
HAHA ich möchte an der Stelle mal was loswerden.
Ich habe oder hatte eine ziemliche Depression.
Das Thema ist: für mich jungen (Mann) ist es UNMÖGLICH eine Freundin zu bekommen, mit 23. 2x hatte ich was. Mein erstes Mal mit 21…
Und eins kann ich dir sagen: die Leute sagen ich bin attraktiv 😂
Sport und Körperpflege mache ich…
Aber Themenwechsel: ich sag mal so, für jemanden, dem Sex im Leben fehlt wie die Luft zum Atmen ist es nicht besser. Mir blieb nichts anderes übrig…
Ich hab diese Jahre wo man sich sexuell auslebt in der Klinik verbracht 😂
… das ist alles nur meine Sicht der Dinge. Aber was ich sagen möchte: warum siehst du dich und dein Problem nicht als ein „Geschenk“ an?
etwas, das eine gute Zeit voraussagt 🙂
Maybe kommt deine „echte“ Beziehung erst später, idk I’m a guy 😂🤷🏼‍♂️
Ist halt dein Problem und dein Leben… sieh die Dinge entspannter…. Mach ein Auslandsjahr whatever

Ich find meine Freundin wieder… die hat seit 3 Jahren einen anderen Typen…
Vielleicht hilft das ja 👍🏻

Liebe Grüße ScratZ
 
Schuld dann auf irgendwelche Stimmen aus dem Volk zu schieben sind billige Ausreden.
Redest du von mir? Ich sehe nämlich keinen einzigen Beitrag in dem ich die Schuld von mir weise, aber dafür mindestens 5 in denen ich die volle Schuld auf mich nehme.
Danke für deine Antwort.

So, wie ich das sehe, hast du mehrere Optionen:

- du kannst offen deinem Bedürfnis nach sexuellen Kontakten nachgehen

Vorteil: du brauchst dich nicht zu verstecken und kannst ehrlich sein

Nachteil: evtl. negative Folgen, bezogen auf deine sonstigen gesellschaftlichen Kontakte, Erwartungen der Eltern usw.

- du kannst deinen Freund betrügen

Vorteil: du hast erst einmal alles auf einmal

Nachteil: negative Auswirkungen auf dein Selbstbild (dann lebst du eine Lüge)

- du kannst dich mit der Situation abfinden und versuchen, den Erwartungen deines Umfelds zu entsprechen

Vorteil: positives Selbstbild, da Konflikt zwischen Pflicht und Neigung zugunsten der Pflicht entschieden

Nachteil: fällt dir vermutlich nicht leicht. Ausserdem besteht die echte Gefahr, dass du dann versuchst, dir auf andere Weise zu holen, was dir fehlt oder dass du Teile deiner Persönlichkeit zu verlierst

- du versuchst, den Sex mit deinem Freund für beide Seiten befriedigender zu gestalten. Falls ihr offen miteinander sprechen könnt, könntest du Themen wie Schwangerschaftsverhütung oder sexuell übertragbare Krankheiten ansprechen. Vielleicht will er unbewusst keinen GV mit dir haben, weil er Angst hat, Vater zu werden oder sich eine Krankheit einzufangen und es wird schon besser, wenn du ihn beruhigen kannst in der Hinsicht....

Wenn er in ungefähr deinem Alter ist, ist es statistisch wahrscheinlich, dass sein Bedürfnis nach Sex ungefähr so groß ist wie deins

Vorteil: du entspricht erstmal den Erwartungen deines Umfelds und dein Sexualleben ist möglicherweise befriedigender als zur Zeit

Nachteil: du entsprichst den Erwartungen deines Umfelds und lebst eine Seite von dir nicht aus

- du suchst räumliche Distanz zu deinem Umfeld (je nach deiner Situation z. B. Auslandssemester beim Studium, Wanderschaft als Gesellin, freiwilliges soziales oder ökologisches Jahr, Au Pair oder notfalls eine soziale Aktivität bei einer Mission im Ausland oder so.

Vorteil: je nach dem, wo du hingeht, kannst du freier du selbst sein und dich entwickeln, ohne beobachtet zu werden

Nachteil: möglicherweise Heimweh und du weißt nicht sicher, was du findest und wohin du dich entwickeln wirst (das kann man aber mit Sicherheit auf keinem Weg wissen.

.. Vielleicht fällt dir noch eine andere Möglichkeit ein...

Alles Gute auf dem Weg!
danke dir
schön dass du mein Dilemma lustig findest 😅
warum siehst du dich und dein Problem nicht als ein „Geschenk“ an?
Weil es ein Fluch ist!!
 
Ich glaube, was du in erster Linie brauchst, ist erstmal Zeit.

Wenn man sich in so einem verkorksten Umfeld bewegt und sozialisiert wurde, fällt es einem selbst natürlich schwer, sich damit von heute auf Morgen auseinanderzusetzen und sich seine Bedürfnisse einzugestehen.
Kann ich aus eigener Erfahrung leider bestätigen.

Diese Gedankenkonstrukte sind fest im Kopf verankert und es braucht lange, um sich davon frei zu machen und für sich einzustehen.
Hinzu kommt, dass du deine sexuelle Selbstentdeckung vor der OP nicht machen konntest und jetzt alles auf einmal geschieht , was dich nachvollziehbar überfordert.

Das ist viel für einen jungen Menschen und da wundert es mich nicht, dass du dich selbst geißelst.

Sex ist ein menschliches Grundbedürfnis, also erstmal: ganz normal.
Schon kurz nach der Geburt sind wir sexuelle Wesen, auch wenn wir natürlich keinen Sex haben können und wollen. So hat die Natur uns konzipiert, sonst gäbe es ja keine Menschen mehr.

Vielleicht hattest du vorher das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, über den Dingen zu stehen und jetzt musst du dich mit deinen menschlichen Bedürfnissen herum plagen.

Und oft sind wir selbst unsere härtesten Kritiker: wieso hast du kein Mitgefühl verdient? Liebe? Wieso darfst du nicht glücklich sein und zu deinen "Fehlern" stehen, sagen "Das bin ich, das habe ich gemacht und das ist jetzt so!"?

Was würdest du einer Freundin sagen, wenn sie dir deine Geschichte erzählen würde? Würdest du sie verurteilen, ihr nur Schlechtes wünschen, sie beleidigen und abwerten?

Ich würde dir raten, dir mal eine Selbsthilfegruppe für Religionsopfer zu suchen.... das ist ja keine Therapie im eigentlichen Sinne.
Du kannst dich da austauschen und mal anderen Geschichten lauschen, die deiner ähnlich sind.
Dabei merkt man eher, in was für abstrusen Gedankenkonstrukten man festhängt und du wirst verstanden.
 
Ich würde dir raten, dir mal eine Selbsthilfegruppe für Religionsopfer zu suchen.... das ist ja keine Therapie im eigentlichen Sinne.
Du kannst dich da austauschen und mal anderen Geschichten lauschen, die deiner ähnlich sind.
Dabei merkt man eher, in was für abstrusen Gedankenkonstrukten man festhängt und du wirst verstanden.

Ein sehr guter Vorschlag. Oder Du gehst zu einem Sexualtherapeuten und machst ein paar Einzelsitzungen.
 
Ein sehr guter Vorschlag. Oder Du gehst zu einem Sexualtherapeuten und machst ein paar Einzelsitzungen.
Ahja.
Und das soll wozu gut sein?
Hier wird mir gesagt mein Verlangen nach Sex sei normal und du kommst und sagst ich muss zum Sexualtherapeuten? Hä?
Ich würde dir raten, dir mal eine Selbsthilfegruppe für Religionsopfer zu suchen.... das ist ja keine Therapie im eigentlichen Sinne.
Du kannst dich da austauschen und mal anderen Geschichten lauschen, die deiner ähnlich sind.
Dabei merkt man eher, in was für abstrusen Gedankenkonstrukten man festhängt und du wirst verstanden.
Naja das ist an sich eine gute Idee, aber ich finde es etwas übertrieben, von Religionsopfern zu sprechen.
Denn so sehe ich mich nicht.
Ich mag meinen Glauben und möchte mich davon eigentlich nicht lösen.
Und ich finde es sehr krass wie alle hier durchdrehen und gleich so tun als wäre Religion was ganz schlimmes, nur weil man selbst vielleicht nicht religiös ist.
Vielleicht hattest du vorher das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, über den Dingen zu stehen und jetzt musst du dich mit deinen menschlichen Bedürfnissen herum plagen.
Das ist auf jeden Fall so!
Und oft sind wir selbst unsere härtesten Kritiker: wieso hast du kein Mitgefühl verdient? Liebe? Wieso darfst du nicht glücklich sein und zu deinen "Fehlern" stehen, sagen "Das bin ich, das habe ich gemacht und das ist jetzt so!"?
Weil das nicht okay ist.
Was würdest du einer Freundin sagen, wenn sie dir deine Geschichte erzählen würde? Würdest du sie verurteilen, ihr nur Schlechtes wünschen, sie beleidigen und abwerten?
Schon. Also wenn es jetzt genau meine Geschichte wäre, dann würde ich ihr schon ordentlich ins gewissen reden und ihr auch Vorwürfe machen, Ja.
 
Na ja, Religion ist ja verantwortlich für deine momentane emotionale Lage. Du verspürst ja Leidensdruck, der deine Lebensqualität massiv beeinträchtigt.
Und deine Beiträge lesen sich fanatisch- auf mich wirkt es also, als wärst du ein Opfer deiner religiösen Ansichten.

Religion ist an sich etwas Schönes, weil sie die Gesellschaft formt, Stabilität und Rückhalt bietet und einen moralischen Kompass mit sich bringt.

Aber: eine fanatische Einstellung zerstört den ursprünglichen Sinn einer Religion und da ist es relativ egal, welcher man angehört. Das Christentum ist letztendlich auch nur eine staatlich anerkannte Sekte.

In deinem Fall ist es relativ einfach, geh beten, beichten und hilf ein bisschen in deiner Gemeinschaft, dann hat Gott dir eh vergeben und alles ist tutti.
 
Ahja.
Und das soll wozu gut sein?
Hier wird mir gesagt mein Verlangen nach Sex sei normal und du kommst und sagst ich muss zum Sexualtherapeuten? Hä?
Naja das ist an sich eine gute Idee, aber ich finde es etwas übertrieben, von Religionsopfern zu sprechen.
Denn so sehe ich mich nicht.
Ich mag meinen Glauben und möchte mich davon eigentlich nicht lösen.
Und ich finde es sehr krass wie alle hier durchdrehen und gleich so tun als wäre Religion was ganz schlimmes, nur weil man selbst vielleicht nicht religiös ist.
Poppy... letztendlich hast DU ein Problem... nicht wir....

Wenn Dir die Antworten nicht gefallen... es ist Dein Entscheidung, was du mitnimmst.

Also ich bin der Meinung, dass du keine Schlampe bist.
 
Poppy... letztendlich hast DU ein Problem... nicht wir....
Hat irgendwer behauptet dass ich kein Problem habe aber ihr schon?
Und muss man mir mit Großbuchstaben auch noch auf die Nase binden dass ich eins habe?!
Ich verstehe diese Unterstellungen nicht.
Wenn Dir die Antworten nicht gefallen... es ist Dein Entscheidung, was du mitnimmst.
Ich darf mich trotzdem dazu äußern.
 
Erstmal:
Dafür, dass Du sehr christlich sein willst, finde ich Deinen Ton gegenüber Mitmenschen ziemlich fragwürdig. In meinen Augen widerspricht es sich, schon fast grundsätzlich so harsch und unfreundlich rüberzukommen und eine christliche Überzeugung zu haben.

weil ich mich diesen Regeln zugehörig fühle

Du bist innerlich zerrissen, weil Du feststellst, dass Du eine völlig normale junge Frau mit völlig normalen sexuellen Bedürfnissen bist und Dich andererseits - und hier sehe ich das Problem - unreflektiert fest verankerten religiösen und anderen Glaubenssätzen unterwirst.

Da sehe ich eine gewisse "Informationspflicht", um die Du Dich jetzt kümmern solltest, um für Dich selbst mehr Klarheit zu gewinnen:

Die unterschiedliche Sozialitation von Jungen und Mädchen, die seit Jahrhunderten das Denken und Handeln prägt und der auch Du ausgesetzt warst, was Dein Denken prägt.
Hier findet langsam in vorallem jüngeren Teilen der Gesellschaft ein Verstehen und Umdenken statt. Beschäftige Dich mal damit und versuche Dir eine EIGENE Meinung zu bilden.

Religion, christliche Einstellung, Kirche, Missbrauch, Wasser predigen und Wein trinken, in welche Unternehmen investiert die Kirche...
Informiere Dich, sortiere das alles mal für Dich und dann entscheide. Was an Deinem Glauben ist tatsächlich gut und richtig und wichtig für Dich. Sexualität und eine religöse, christliche Haltung müssen sich nicht widersprechen. Religion ist immer auch Auslegungssache. Und nicht jede Auslegung irgendwelcher Menschen, nicht jede Priorisierung dieser, passt zwingend für Dich.
Dein Gehirn wurde viele Jahre ziemlich einseitig gefüttert. Klar hängt das fest da drin und beeinflusst Dich.
Doch ob dieses da drin verankerte Futter, basierend auf der Auslegung einiger Menschen, unvollständig und einseitig, richtig ist, richtig und gut für Dich ist, bedarf einer reflektierzen Überprüfung unter Sammlung vieler, vieler Informationen, über die Du gut nachdenkst.

So wirst Du Dich weiterentwickeln, Dir ein ganz eigenes Bild machen können und nach und nach einigen erlernten und unnötigen Ballast loswerden können und erkennen können, dass Du bist, was Du bist:

Eine völlig normale junge Frau mit völlig normalen Bedürfnissen.

Um gesund zu leben, dazu zählt auch psychisch gesund, braucht es die Erfüllung von Grundbedürfnissen. Sex ist ebenso wie Nahrung und Schlaf eines davon.

nicht von der Gesellschaft benachteiligt sein möchte

Dein Bild der Gesellschaft bezieht sich auf einen kleinen Ausschnitt, Dein Umfeld, in dem es scheinbar eine stark religiöse Prägung mit bestimmten, engen Moralvorstellungen gibt.
DAS ist, was Du bisher kennengelernt hast.
DAS ist aber nicht DIE Gesellschaft.

Wie erfährt "die Gesellschaft" eigentlich davon, wieviel Sex mit wievielen Partnern ein Mitglied dieser Gesellschaft hat? Ich weiß das von fast niemandem. Wozu sollte das wichtig sein und was sollte mich das angehen?

Ich möchte beweisen dass ich dazu fähig bin in einer Beziehung zu bleiben

Es gab vor Dir schon viele Menschen, es gibt gleichzeitig mit Dir jetzt viele Menschen und es wird vermutlich noch lange nach Dir viele Menschen geben.
Ein sehr großer Teil dieser Menschen hatte und hat Sex, mehrere Partner, manche viele Partner und sehr viel Sex, manche wenige Partner, manche keine Partner und ein kleiner Anteil möchte keinen Sex. Egal wie sind doch die meisten relativ beziehungsfähig.

Auf Biegen und Brechen in einer Beziehung verharren, klingt das für Dich nach einer vernünftigen, rationalen Entscheidung?
Für mich klingt das ziemlich ungesund und als Garant für Unglücklichsein.
So macht man auch keinen Partner glücklich oder beweist Liebe oder was auch immer an Gedanken noch dahinterstehen kann.

Heute, ohne die finanzielle Abhängigkeit der Frauen von Männern, halten die wenigsten Beziehungen auf gute Weise (!) dauerhaft. Meist sind Verbindungen begrenzt haltbar, was biologisch eigentlich auch Sinn macht.
Und in sehr (!) vielen Beziehungen wird fremdgegangen. Bezieht man in Statistiken die Dunkelziffer mit ein, dürfte vermutlich jeder Zweite fremdgehen.
Weniger Verklärung und mehr Realität kann manchmal ganz nützlich sein, wenn man seinen eigenen Weg finden möchte.

ich möchte nicht noch mehr Beziehungen als ich sowieso schon hatte weil es mir langsam reicht nicht klar genug ist

Du sehnst Dich also nach dem one-and-only, dem Richtigen, der dauerhaften Bindung?
Also, der, den Du jetzt hast, ist das schonmal nicht.

Wie Du mit Deiner Sexualität umgehen und diese ausleben oder unterdrücken willst, kannst nur Du entscheiden. Ich wünsche Dir, dass Du Dich für einen Weg entscheidest, der gut für Körper und Psyche ist.

Und ebenso kannst nur Du entscheiden, ob Du in einer unglücklich machenden Beziehung verharrst, Körper und Psyche schadest, oder ob Du verantwortungsvoll auf Dich und Deine Bedürfnisse achtest und Entscheidungen im Sinne von Selbstverantwortung, Selbstfürsorge triffst oder ein unzufriedenes, unglückliches Leben führen willst, um irgendwelchen anderen Menschen in Deinem Umfeld und deren (!) Vorstellungen gefallen zu wollen.

Ist eine romantische Beziehung ohne Sex einer platonischen Freundschaft gleichzusetzen? Ich denke nicht.

Wie lange überlebt die Romabtik ohne Sex, wenn sexuelle Bedürfnisse bestehen und unerfüllt bleiben?
Wie kann eine Beziehung romantisch sein, wenn mindestens einer nicht liebt?

Das ist etwas anderes, weil das ein Fakt ist.

Worauf basiert diese Behauptung?
Für mich und nicht wenige andere hier ubd ganz sicher noch sehr viele andere Menschen - alles Teile der Gesellschaft! - ist das eben kein Fakt.

Und das wäre tragisch?

Scheinbar für Dich, ja.
Weshalb sonst dieser Strang?
So ein Leben wäre für sehr viele Menschen nicht erstrebenswert.

Es geht nicht weiter, wenn man es beendet.

Deutest Du damit Selbsttötungsgedanken an?
Soll das Dein Lösungsansatz sein?

Es gibt Regeln in der Gesellschaft an die hat man sich zu halten

Welche sind das Deiner Meinung nach?
Wer legt die fest?
Sehen das Deiner Meinung nach alle Menschen gleich - "die" Gesellschaft?

meine ehre rettet

Ach herrje, jetzt wird es etwas pathetisch.
Schadet Sex der Ehre?
Was ist Ehre?

Redest du von mir? Ich sehe nämlich keinen einzigen Beitrag in dem ich die Schuld von mir weise, aber dafür mindesten

Gewissermaßen tust Du das schon.
Du unterstellst "der Gesellschaft" bestimmte Erwartungen und beförderst Dich dadurch in die Opferrolle der "Schlampe".

Ich glaube, was du in erster Linie brauchst, ist erstmal Zeit.

Wenn man sich in so einem verkorksten Umfeld bewegt und sozialisiert wurde, fällt es einem selbst natürlich schwer, sich damit von heute auf Morgen auseinanderzusetzen und sich seine Bedürfnisse einzugestehen.
Kann ich aus eigener Erfahrung leider bestätigen.

Diese Gedankenkonstrukte sind fest im Kopf verankert und es braucht lange, um sich davon frei zu machen und für sich einzustehen.
Hinzu kommt, dass du deine sexuelle Selbstentdeckung vor der OP nicht machen konntest und jetzt alles auf einmal geschieht , was dich nachvollziehbar überfordert.

Das ist viel für einen jungen Menschen und da wundert es mich nicht, dass du dich selbst geißelst.

Sex ist ein menschliches Grundbedürfnis, also erstmal: ganz normal.
Schon kurz nach der Geburt sind wir sexuelle Wesen, auch wenn wir natürlich keinen Sex haben können und wollen. So hat die Natur uns konzipiert, sonst gäbe es ja keine Menschen mehr.

Vielleicht hattest du vorher das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, über den Dingen zu stehen und jetzt musst du dich mit deinen menschlichen Bedürfnissen herum plagen.

Und oft sind wir selbst unsere härtesten Kritiker: wieso hast du kein Mitgefühl verdient? Liebe? Wieso darfst du nicht glücklich sein und zu deinen "Fehlern" stehen, sagen "Das bin ich, das habe ich gemacht und das ist jetzt so!"?

Lies das immer wieder.

Hier wird mir gesagt mein Verlangen nach Sex sei normal und du kommst und sagst ich muss zum Sexualtherapeuten? Hä?

Um Dein gespanntes Verhältnis zu Deinem völlig normalen Sexbefürfnis zu klären und zu lösen.

Ich mag meinen Glauben und möchte mich davon eigentlich nicht lösen.

Wenn man Religion auf eine Weise auslegt, dass sie mehr schadet als hilft, zur Belastung wird, isr das schlimm.
Infos sammeln, hinterfragen.

Na ja, Religion ist ja verantwortlich für deine momentane emotionale Lage. Du verspürst ja Leidensdruck, der deine Lebensqualität massiv beeinträchtigt.
Und deine Beiträge lesen sich fanatisch- auf mich wirkt es also, als wärst du ein Opfer deiner religiösen Ansichten.

Religion ist an sich etwas Schönes, weil sie die Gesellschaft formt, Stabilität und Rückhalt bietet und einen moralischen Kompass mit sich bringt.

Aber: eine fanatische Einstellung zerstört den ursprünglichen Sinn einer Religion und da ist es relativ egal, welcher man angehört. Das Christentum ist letztendlich auch nur eine staatlich anerkannte Sekte.

Lies das immer wieder.
 

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