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Ich bin ein schlechter Mensch - egoistisch und geizig

Die meisten Menschen wären gern empathisch, projizieren in Wirklichkeit nur ihre eigene Empfindungen auf die andere Person, um sich nicht direkt mit sich selbst auseinanderzusetzen. Bestensfalls wird Großzügigkeit und Freundlichkeit nur vorgeheuchelt, um sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen. Nur selten ist sowas ehrlich gemeint.
Richtig. Selbst so erlebt.
TE, du bist kein schlechter Mensch. Böse Menschen tun viel schlimmeres, als jemanden nicht zu beschenken. Und kein Mitbringsel der Welt ist von Wert, wenn es nicht von Herzen kommt. Jemand, der nur deshalb etwas gibt, um dadurch Anerkennung zu bekommen und seinen Selbstwert daraus zu ziehen, der wird spätestens dann unglücklich, wenn die Anerkennung des Gegenübers ausbleibt. Solche Menschen sind gift. So jemand möchtest du doch nicht sein, oder?
Du kannst auf so viele verschiedene Weisen ein Licht in die Welt tragen. Alleine das auf sich selbst Acht geben und auf sein Wohlbefinden und Gleichgewicht trägt dazu bei. Denn wenn es dir gut geht, geht es anderen um dich herum auch besser. Es trägt sich fort.
 
Ich hatte immer zunächst mein eigenes Wohlbefinden im Sinne.

das ist doch eigentlich nur gesunder Egoismus und in Ordnung, damit du dein eigenes Leben in den Griff bekommst. Viele machen den Fehler, nur an andere zu denken und ganz selten an sich und geraten deshalb vielleicht dann in eine Abwärtsspirale, die mit Depression endet.

Ich bin chronische Schmerzpatienten, habe auch oft Migräne

Warst du deshalb vielleicht mal in einem Migränezentrum und hast mal mit dem Arzt gesprochen, ob er dir entsprechend wirksame Medikamente verschreiben könnte. Es ist irgendwie verständlich, dass wenn man Schmerzen hat man oft mit sich selbst beschäftigt ist, dass das belastet und einem Lebensqualität nimmt.

Was du früher in Vergangenheit alles falsch gemacht hast, ist Vergangenheit und kann man leider nicht mehr ändern. Lass die Vergangenheit ruhen. Aber was wichtiger ist, du kannst ja aus der Vergangenheit lernen und es HEUTE besser machen. Du hast ja schon angefangen, dich zu ändern....
 
Hallo Sophia, nun mal halblang..

Sei froh, wie du bist. Stell dir vor, du hast ein Kind, das umziehen will und dann plärrt es, weil ihm keiner hilft.
Die Aufgabe ist: lerne zu bitten- man hilft dir natürlich gerne, wenn du bestimmte "Regeln" befolgst.

Greif nicht vor, versuche nicht zu erraten, was jemand von dir erwartet. Man lernt sprechen, reden, bitten, Hilfe zu holen, das ist wichtig, dies zu können und wie lernt man das? Indem man spricht, redet, bittet, sich Hilfe holt.

Du hast trotzdem recht, wenn du dich fragst, wieso du geizig bist und nicht unbedingt "edel und gut". Da wirst du nämlich dann erkennen müssen, dass das Gründe hat. Wahrscheinlich gab es bisher wenige, die so zu dir waren- großzügig, hilfreich, "gut".
Gestern fiel mir auf, dass ich jemanden hoch erfreut habe, einen Autofahrer, der nach einem freien Parkplatz suchte, dem hab ich gesagt, da vorne wird einer frei, mein Freund fährt bald raus, dann gab ich ihm noch den Parkschein, der noch gültig war dazu, mit der scherzhaften Auflage, jetzt bist du dran, ich habe dir etwas Gutes zukommen lassen, du musst jetzt weitergeben und jemanden anderen etwas Gutes zukommen lassen, okay? Er strahlte bis über beide Ohren und lachte und garantiert, so sicher wie das Amen im Gebet wird er für jemanden gestern ein Gewinn gewesen sein. So ist das mit dem Gut-sein. Bei jedem sprudelt das, wenn es einem selbst gut geht- was bei mir gestern sehr zutraf, denn bevor ich zum Parkplatz ging, habe ich etwas erhalten, das mir wieder sehr viel Freude bereitet hat. So geht das. Bleibt dieses Erfreuen aus, dann erfreut man zunehmend immer weniger und irgendwann zieht man sich dann geizig und enttäuscht ganz zurück.
Ich finde nichts dabei, grundlos anderen eine Freude zu bereiten, mit diesem Geben immer wieder anzufangen, weil ich "das Gesetz" kenne. Man muss sich gegenseitig immer wieder anschupsen, damit dieser Kreislauf nicht versagt.
 

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