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Ich bin ein Monster

Es gibt Menschen mit denen kann man Klartext reden, da sie mit Offenheit und Kritik umgehen können und es gibt andere Menschen mit denen ist es nicht möglich Klartext zu reden.

Wenn jemand mit ihnen ehrlich redet, versuchen sie aus der Ehrlichkeit dem Anderen einen Strick daraus zu drehen.
 
Dass andere Menschen enttäuscht von Dir sind, muss ja nicht einmal an Dir liegen. Es sind deren Erwartungen. Bist Du auf dieser Welt, um deren Erwartungen zu erfüllen? Bislang offenbar ja, aber das ändert sich nun und daran müssen sie sich eben gewöhnen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Hi!

Es wurde schon so viel Gutes geschrieben. Ich möchte nur anmerken, dass du ganz gewiss kein Monster bist. Du bist weder sadistisch noch willst du jemandem was Böses.

Du hast lediglich Probleme, weil manches in deiner Kindheit und Jugend schief gelaufen ist. Das ist aber nicht deine Schuld. Du bist in Therapie, du arbeitest daran, dass es besser wird. Das ist alles nicht selbstverständlich und deine Leistung.

Alles Gute!
 
Hi DieSchlange,

bin zufällig auf deinen Beitrag gestoßen und habe vielleicht aus eigener Erfahrung ein paar Anstöße für dich, da mir viele deiner Aussagen ziemlich bekannt vorkommen. Ich habe früher ähnlich von mir gedacht wie du von dir heute.
Wahr ist dass deine Eltern mit dem Mist angefangen haben indem sie dir quasi Zuckerbrot und Peitsche in Form von hochbegabt oder Putzfrau gegeben haben und das in einem Alter in dem du dich dessen nicht erwehren konntest weil du eben noch ein Kind warst. Es ist Gift für ein Kind glauben zu müssen dass es die Liebe der Eltern verdienen müsste. Vermutlich bist du auch eher ein ängstlicher Mensch von deinem Naturell her, oder? Wenn das so ist dann könnte in der Pubertät eine Art Angsterkrankung ausgebrochen sein die aus einer Überforderung resultiert, nämlich überfordert es den Eltern recht machen zu müssen was aber unmöglich ist und überfordert mit der zusätzlich zunehmenden Verantwortung und Erwartung die an einen jungen Erwachsenen gestellt werden. Das könnte sich z.B. in dem Gefühl geäußert haben dass andere in deinem Alter sich weiter entwickeln und sich bei dir nichts getan hat. Den Verdacht habe ich bekommen weil du geschrieben hast dass du nie ein stabiles ich entwickeln konntest. Falls das so war und du gesehen hast das andere erwachsen werden und du „schaffst“ es nicht hat das natürlich große Wut in dir ausgelöst, denn andauernde Angst und das gefühlte Versagen lösen immer irgendwann Wut aus. Lass dir aber gesagt sein dass die anderen es nicht aktiv geschafft haben sondern eigentlich gar nichts dafür getan haben, sie hatten vielleicht einfach das permanente Gefühl der Angst nicht und die dominanten Eltern und daher ging es bei denen automatisch. Und dann kreist man irgendwann nur noch um sich selbst und seine Probleme und ist neidisch auf andere und wird missgünstig und verbittert und verletzt andere etc. Letztlich passiert das alles weil man selbst verletzt ist, das hat nichts mit Narzissmus und Monster zu tun sondern sind normale Reaktionen auf Probleme und andauernde Leiden für die man selbst keine Lösungen findet und die man nicht beendet kriegt. Da brauchst du gerade nur zu schauen wie es den Menschen in Kriegsgebieten geht die nichts an der Situation ändern können - die werden auch wütend. Außerdem ist der Mensch nicht nur gut auch wenn das manche von sich zu glauben scheinen, aber aus Erfahrung kann ich dir sagen die werden ganz genauso bösartig wenns auf einmal schwer wird in deren Leben.
Dein Fehler war dass du es deinen Eltern immer weiter recht machen wolltest obwohl du gesehen hast das es nicht gehen wird, das verhindert nämlich dass man ein ich entwickelt.
Super ist dass du eine Therapie angefangen hast weil du professionelle Hilfe brauchst um da raus zu kommen. Das ist nämlich der andere Teil der Wahrheit dass du mit den Dingen klar kommen musst auch wenn du nur zu einem kleinen Teil dafür kannst das sie dir passiert sind. Mit der Zeit werden sich die Dinge bessern aber du dafst nicht erwarten dass das schnell geht, es wird lange dauern denn es hat auch lange gedauert bis du soweit unten warst dass du Hilfe gesucht hast.
Bleib dran
VG
 
Ich kann dazu nur sagen: Indem du so über dich selbst reflektierst, bist du kein Monster.
Wirkliche Monster tun das nicht.
Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg, und du bist noch jung - wenn du an dir arbeitest, und wenn es auch Jahre dauern mag, wirst du irgendwann dein Ziel erreichen, bestimmt. Nur wird es nicht von heute auf morgen gehen und du wirst auch immer viele Rückschläge erleben - lasse dich davon nicht unterkriegen.
Du musst anfangen, für dich selbst zu leben und nicht für andere; ich weiß, das ist ein gut gemeinter Rat, der dir jetzt vielleicht nicht viel helfen wird. Aber in einigen Jahren wirst du vielleicht erkennen, was damit gemeint ist - wenn du erkennst, dass dein "Narzismus", so es denn einer ist, nicht von dir selbst verursacht wurde, sondern von deiner Umgebung. Wir alle werden nicht nur durch Gene sondern vor allem auch durch unsere Umwelt zu dem, was wir sind. Das heißt nicht, dass wir selbst komplett unschuldig sind und mordend durch die Gegend rennen können, weil wir ja nichts dafür können - im Gegenteil.
Die Umgebung formt uns zu dem, was wir sind, aber wir sind es, die etwas daraus machen.
Wenn du also etwas ändern willst, musst du lernen, anders mit den Dingen umzugehen, die dir passieren.
Wenn deine Umwelt also eine Narzistin aus dir gemacht hat, dann musst du stärker als sie sein und ihnen zeigen, dass du besser bist. Wenn sie dir aber einreden wollen, dass du böse bist, und du dann böse wirst - dann haben sie gewonnen.

Ich spreche da aus eigener Erfahrung.
 

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