Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Ich bin ein Monster

Hallo, danke für deine Antwort.
Ich habe nach dem Buch gesucht, aber es leider noch nicht gefunden.
Dem Gedanken, dass Liebe eine Entscheidung und Handlung ist, bin ich schon begegnet. Leider bin ich mir aber nicht sicher, wie das in meine Geschichte passt. Ich bin mir relativ sicher, dass ich Liebe empfinden kann. Ich bin mir sicher, dass ich meine Eltern liebe, obwohl wir uns gegenseitig viel Schlechtes angetan haben.
Ich freue mich sehr, wenn du deinen Gedanken noch ein wenig erläuterst.

Sorry, das habe ich wohl missverständlich geschrieben:

Diese 'Liebe ist kein Gefühl, sondern eine Handlung' sagt sinngemäß eine Figur zur anderen in einem Buch, das ich als Jugendliche gelesen habe.

Dabei handelt es sich um 'Der Riss im Raum' von L'Engle. (ist ein Fantasy Roman).

Soweit ich diesen Gedanken verstanden habe, hat agape nichts mit der emotionalen Einstellung unseren Mitmenschen gegenüber zu tun, sondern mit der Handlungsweise.

Denk an die berühmte Geschichte vom barmherzigen Samariter im Neuen Testament.

In dieser Geschichte wird nicht geschildert, welche Gefühle der Samariter gegenüber dem Menschen hatte, den er da schwer verletzt auf der Straße gefunden hatte, sondern seine Handlungsweise.

Vgl. dazu auch Matthäus 25, 36-37:
"ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.,Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?"

Tatsächlich findet sich dieses Verständnis von 'gut' nicht nur im Christentum, sondern ähnlich (als Mitgefühl gegenüber leidenden Wesen) z. B. auch im Buddhismus.

Es ist für die meisten Menschen unmöglich, Zuneigung gegenüber allen, auch fremden Menschen aufzubringen.

Aber wir können unsere Handlungen kontrollieren.

Dass du zur Liebe (als Gefühl) fähig bist, überrascht mich kein bisschen.

Ich meinte nur: selbst, wenn du das nicht wärst, würde das nicht bedeuten, dass du ein Monster wärst, das verabscheuungswürdig handeln muss.
 
Genau. Ich erinnere mich immer noch an die vielen Streitereien. Ich war aber zu schwach mich durchzusetzen. Ich hatte immer den Drang, dass meine Eltern mit mir immer zufrieden sind. Jetzt sehe ich, dass das auch ein Teil meines Egoismus war. Jetzt mit 23 zu rebellieren wird sehr schwer sein. 🙁

Das kannst du schaffen.

Eigentlich ist dafür nur notwendig, dass du Fragen stellst (in erster Linie dir selbst) .

Und damit hast du (notgedrungen wegen deiner Krankheit) bereits begonnen.
 
Nein.
das war deine kindliche Angst, nicht geliebt zu werden, wenn du nicht lieferst.
In deiner Schilderung sind weder "Narzismus", noch irgendeine Boshaftigkeit zu entdecken.
Sondern einfach nur einkleines Kind, dsas sich abstrampelt, um geliebt zu werden.
Werden deine Eltern in die Therapie eingebunden?
Ich denke, das würde bei euch Sinn machen.
Wissen deine Eltern, dass du unter dem Erfolgsdruck von klein auf leidest?
Wenn sie es wissen, werden sie ihr Verhalten ändern, denn Eltern wollen nicht, dass ihr Kind leidet.
Hallo DieSchlange,

bislang konnte ich noch nichts lesen, das Dich zu einem Monster macht und wenn alles stimmt, was Du schreibst, dann liegt es nicht an der gewählten psychotherapeutischen Richtung, dass Deine Therapeutinnen das auch so sehen. Immerhin waren sich beide darin einig und das heißt schon was.

Diese sehr in Mode gekommene Diagnose "Narzissmus" wäre wahrscheinlich Deinen Therapeutinnen aufgefallen, wenn sie bei Dir ein gesundes Maß übersteigen würde. Jeder Mensch ist ein wenig Narzisst und das hat durchaus Vorteile und ist nichts, wovor Du Dich ängstigen musst.

Inzwischen bist Du 23 Jahre alt. Da wird es langsam Zeit, dass Du eigene Entscheidungen triffst und nicht mehr alle Anforderungen Deines Elternhauses oder Umfeldes zu erfüllen versuchst. Du hast das Abi geschafft und ein Studium begonnen. Ist das nicht wenigstens ein kleiner Grund, etwas selbstbewusster zu sein? Das schaffen nicht alle Menschen, also hast Du wohl was "auf der Pfanne".

Sich gegen die verquere Erziehung der eigenen Eltern aufzulehnen wird dann schwierig, wenn die Liebe an die erreichten Erfolge geknüpft wurde und das scheint bei Dir der Fall gewesen zu sein. Sich Liebe verdienen zu müssen, ist verdammt hart. Wenn man nur akzeptiert oder gar geliebt wird, wenn man die entsprechenden Ergebnisse abliefert, dann kann das für einige ein Ansporn und für andere die Hölle sein, aus der es scheinbar kein Entkommen gibt. Aber genau das ist nicht wahr. Den Druck, den Deine Eltern aufgebaut haben, kannst Du abschütteln.

Dass dies alles bei Dir Spuren hinterlassen hat, macht Dich nicht zum Monster. Wie Du siehst, haben sich eure Eltern schon bei Deinem Bruder geirrt. Und bei Dir irren sie sich ebenfalls. Auch das sollte Dir zu denken geben. Warum weiter an etwas festhalten, das sich offenbar als grober Irrtum herausgestellt hat? Deine Eltern mögen in punkto Geld erfolgreich sein, aber menschlich haben sie ganz offensichtlich einige Defizite.

Ich kann Dir nur raten, erst mal Luft zu holen. Ja, dem eigenen Selbstwert auf die Sprünge zu helfen kann etwas dauern, denn erst einmal musst Du eines der wichtigsten Worte für Dich erobern und das lautet: "Nein".

Erspüre in Dir, was alles nicht "Deins" ist. Nochmal ja, das kann dauern. Du hast so viele Jahre nicht auf Dich gehört, da wird die eigenen Stimme ziemlich leise. Also lass Dir Zeit und tu erst einmal einfach nichts. Schau Dir Deine Welt an und stell Dir immer mal wieder die Frage, ob das gerade vor Deiner Nase was mit Dir zu tun hat. Wenn nein, dann nimm Dir etwas anderes vor. Finde Schritt für Schritt heraus, was DIR etwas bedeutet. Das ist recht spannend. Und mache vor allem Fehler! Die hast Du scheinbar bisher vermieden. Nur dieses Vermeiden hat einige Ängste in Dir ausgelöst, hat Dich vor lauter Angst immer wieder "auf Kurs" gebracht. Aber es war nicht Dein Kurs. Also mache Fehler, triff Entscheidungen aus dem Bauch heraus und schau, was passiert. Und dann lächle, weil dieses Leben schon ganz schön bescheuert sein kann.

Ich wünsche Dir sehr, dass Du Dich nun endlich traust, Deine eigenen Schritte zu gehen, denn nur so lernt man Selbstvertrauen und entwickelt sein eigenen Selbstbewusstsein. Nur, wenn Du selbst die Sonne auf Deiner Haut spüren, riechen und schätzen lernst, weist Du, wann das gut ist für Dich und wann nicht. Nein, gehe nicht den Weg der "Besserung", denn das würde ja wieder bedeuten, dass es da wo Du bist nicht schon "gut" ist. Du hast diese Selbstoptimierung schon so verinnerlicht, dass Du ohne die berühmte Karotte vor Deiner Nase schon garnicht mehr sein willst. Und so treibst Du Dich selbst immer mehr voran. Und ganz "verrückt" im wahrsten Sinne wird es, dass es Dir womöglich sogar noch mehr Angst macht, nicht mehr getrieben und gepuscht zu werden, denn dann ist da vielleicht auch nicht mehr sofort jemand, der Dich lobt.

Fang an zu erforschen, in welches perfide System von Erwartungen Du Dich hast einsperren lassen und ganz sicher nicht nur, um DIR etwas Gutes zu tun. Wenn Eltern nicht mehr erkennen, was sie ihren Kindern damit antun und wie lieblos und furchtbar dieses System für eine Kinderseele ist, dann läuft da bei ihnen ganz gewaltig was schief und das ist dann nicht auf Deinem Mist gewachsen.

Du wirst Dich von einigen dieser Mechanismen, von einigen Glaubenssätzen verabschieden müssen und können und so bescheuert das klingt: obwohl Du darunter gelitten hast, wird dieses Verabschieden weh tun, denn dieses System hatte auch Vorteile (Erfolg, Bestätigung, Manipulation Deiner Eltern, etc.) und Du warst dem viele Jahre gewachsen. Aber jeder Sche...ß darf auch mal ein Ende haben.

Du hast klare Worte gefunden und scheinst ein aufrichtiger Mensch zu sein. Jetzt finde DEINE Welt. Das macht nichts einfacher, nichts besser und erst recht nichts leichter, aber es wird Schritt für Schritt DEINS sein und das wird Dir gut tun.
Liebe/r GrayBear,
Vielen dank für deine sehr liebe- und verständnisvolle Antwort. Deine Worte haben mich sehr beruhigt und ich hoffe sehr, dass du dich in mir nicht irrst.
Danke auch für alle guten Anregungen.

Ich muss zugeben, dass ich diese Krise bereits ein wenig wie eine neue Chance sehe. Denn ich habe mich selbst und meine Familie mit etwas konfrontiert, was ich mir sehr lange nicht zugeben wollte: ich bin eben nicht perfekt. Ich kann nicht 24/7 arbeiten, ich kann nicht immer die Beste sein und leider kann ich auch mächtig Mist bauen. Ich habe zwar meine Eltern enttäuscht, aber es ist für mich auch eine Befreiung. Ich hoffe sehr, dass ich es schaffe, mir ein besseres Leben zu konstruieren, in dem ich ohne Angst, Scham und Lügen leben kann.
Es ist schwer, wenn mir meine Eltern noch teilweise finanziell helfen, dann habe ich Gewissensbisse, dass ich mich nicht an ihre Regeln halte.
Ich werde mich bemühen, möglichst bald finanziell eigenständig zu werden und mich von meinen Eltern ein wenig trennen. Trotzdem fühle ich mich bei dem Gedanken wie eine undankbare Tochter. Immerhin sind meine Familie die einzigen Menschen, die ich habe.
Ich hoffe sehr, dass es mir gelingt, einen besseren Charakter zu entwickeln und dass ich irgendwann im Frieden mit ihnen und sich selbst leben kann.
 
Sorry, das habe ich wohl missverständlich geschrieben:

Diese 'Liebe ist kein Gefühl, sondern eine Handlung' sagt sinngemäß eine Figur zur anderen in einem Buch, das ich als Jugendliche gelesen habe.

Dabei handelt es sich um 'Der Riss im Raum' von L'Engle. (ist ein Fantasy Roman).

Soweit ich diesen Gedanken verstanden habe, hat agape nichts mit der emotionalen Einstellung unseren Mitmenschen gegenüber zu tun, sondern mit der Handlungsweise.

Denk an die berühmte Geschichte vom barmherzigen Samariter im Neuen Testament.

In dieser Geschichte wird nicht geschildert, welche Gefühle der Samariter gegenüber dem Menschen hatte, den er da schwer verletzt auf der Straße gefunden hatte, sondern seine Handlungsweise.

Vgl. dazu auch Matthäus 25, 36-37:
"ich war nackt und ihr habt mir Kleidung gegeben; ich war krank und ihr habt mich besucht; ich war im Gefängnis und ihr seid zu mir gekommen.,Dann werden ihm die Gerechten antworten: Herr, wann haben wir dich hungrig gesehen und dir zu essen gegeben, oder durstig und dir zu trinken gegeben?"

Tatsächlich findet sich dieses Verständnis von 'gut' nicht nur im Christentum, sondern ähnlich (als Mitgefühl gegenüber leidenden Wesen) z. B. auch im Buddhismus.

Es ist für die meisten Menschen unmöglich, Zuneigung gegenüber allen, auch fremden Menschen aufzubringen.

Aber wir können unsere Handlungen kontrollieren.

Dass du zur Liebe (als Gefühl) fähig bist, überrascht mich kein bisschen.

Ich meinte nur: selbst, wenn du das nicht wärst, würde das nicht bedeuten, dass du ein Monster wärst, das verabscheuungswürdig handeln muss.
Danke, jetzt verstehe ich deine Gedanken ein wenig besser. Das ist auch sehr beruhigend - dass man an den Taten gemessen wird, und nicht an Gefühlen. Das Problem ist jedoch, dass wenn jemand gefühlslos ist, kann er sich nicht in andere hineinversetzen und verletzt sie unabsichtlich (zB. durch unangebrachte Fragen, Kommentare). Das habe ich leider auch schon oft getan.
 
Du musst keinen besseren Charakter entwickeln, denn den hast Du schon, Du darfst jetzt zur Ruhe kommen. Erwachsen zu sein bedeutet nämlich auch, dass zu "sein" einfach reicht. Um wem das nicht passt, der soll sich zum Teufel scheren. 😀
 
Trotzdem fühle ich mich bei dem Gedanken wie eine undankbare Tochter. Immerhin sind meine Familie die einzigen Menschen, die ich habe.

Du brauchst dich bei diesem Gedanken nicht undankbar zu fühlen.

Hast du mal beobachten können, wie Vögel nisten?

Erst bauen die Elternvögel ein Nest, legen Eier und brüten.

Dann fliegen sie unermüdlich, um die hungrigen Mäuler zu stopfen.

Aber früher oder später kommt der Tag, an dem die jungen Vögel ihre ersten Flugversuche unternehmen.

Das klappt am Anfang alles andere als perfekt, aber mit der Zeit immer besser.

Die Eltern füttern noch eine Weile und dann sind die jungen Vögel selbständig und finden selbst ihre Nahrung.

Das ist der Lauf der Dinge und vermutlich sind sogar Vogeleltern froh, stolz und ein bisschen erleichtert, wenn das alles geklappt hat.

Bei Menschen bleibt häufig noch eine enge Beziehung bestehen, auch wenn die Kinder aus dem Haus sind.

Denke, deine Eltern werden sich freuen, wenn du flügge wärst.

Meiner Meinung nach ist deine Aufgabe in nächster Zeit zu lernen, wie man ungehorsam ist - all den Regeln deiner Eltern, die du nicht zu deinen Regeln machen willst.

Schau dir mit Hilfe deiner Therapeutin jede davon an und entscheide bewusst, ob sie für dich gelten soll.

Das kann eine Weile dauern, die Mühe ist es aber wert.
 
Dein Text wirkt überhaupt nicht narzisstisch.
Um Überleben zu können ist es sehr wichtig einen gesunden Egoismus zu haben.

Ich vermute dir fehlt ein gewisser gesunder Egoismus.

Es ist schlimm, dass dich deine Eltern so sehr auf gute Leistung gedrillt haben und ihre Zuneigung daran knüpften.
Du brauchst ihnen doch nicht alles recht machen.

Versuche mehr Distanz zu deinen Eltern zu bekommen und dir andere Bezugspersonen zu suchen..

Natürlich sind deine Eltern und ihre seltsame Erziehung für deine psychischen Schwierigkeiten verantwortlich.
Du hast keine Schuld.

Es kann sehr helfen in einer Therapie die Kindheit und Elternbeziehung aufzuarbeiten..z.B. mit Genogrammarbeit.
Die Verhaltenstherapie ist dafür weniger geeignet.

Deine Eltern sind selber von ihrer eigenen Kindheit und Elternbeziehung geprägt worden.
Versuche ihre Sprüche nicht so ernst und persönlich zu nehmen.
Du brauchst doch nicht so sehr ihrer Erwartungshaltung zu entsprechen.
Und bist nicht undankbar.
Eltern versorgen ihre Kinder sowie sie von ihren Eltern versorgt wurden.

Versuche dich von ihnen mehr abzunabeln,die Sätze der Eltern nicht so ernst und persönlich zu nehmen und mehr an dich selber zu denken.
 
Nein.
das war deine kindliche Angst, nicht geliebt zu werden, wenn du nicht lieferst.
In deiner Schilderung sind weder "Narzismus", noch irgendeine Boshaftigkeit zu entdecken.
Sondern einfach nur einkleines Kind, dsas sich abstrampelt, um geliebt zu werden.
Werden deine Eltern in die Therapie eingebunden?
Ich denke, das würde bei euch Sinn machen.
Wissen deine Eltern, dass du unter dem Erfolgsdruck von klein auf leidest?
Wenn sie es wissen, werden sie ihr Verhalten ändern, denn Eltern wollen nicht, dass ihr Kind leidet.
Meine Eltern nehmen an der Therapie nicht teil. Ich habe mehrmals überlegt, ob das nicht einen Sinn machen würde, sie einzubinden, aber ich denke es ist nicht gut, meine schlechten
Was genau meinst du damit? Inwiefern hast du bisher mit anderen nicht in Frieden und in Wahrheit gelebt?

Du schreibst darüber, ein Monster zu sein. Aber im Text selbst erwähnst du nur deine Eltern, den Leistungsdruck, Zusammenbruch, Therapie und dass du ein bisschen "creepy" rüberkommst und deswegen wenig Kontakt hast. Du scheinst dich aber aus konkreten Gründen für eine Narzisstin zu halten und willst eine Einschätzung von anderen. Aber du schreibst nichts über die Dinge, die dich zum "Monster" machen könnten. Oder was verbirgt sich sonst hinter dem Ausdruck "mit anderen in Frieden und Wahrheit leben"?

Weil ich mein ganzes Leben lang sehr egozentrisch war. Das einzige, was mich interessiert hat, war mein Erfolg, meine Noten und wie ich bei meinen Eltern rüberkomme. Ich hatte kein Interesse an Freundschaften, habe immer wieder Leute geghostet, alles um mich war schlecht: meine Schule, Stadt in der ich lebte etc. Ich habe keine Dankbarkeit gezeigt. Obwohl in mir immer eine kleine Stimme geschrien hat, dass das vielleicht nicht der richtige Weg ist und dass ich eigentlich gerne zB. in einem Verein aktiv und generell ein sozialer Mensch werden würde, bin ich in dem Muster steckengeblieben. Da war ich aber noch relativ ok.

Aber nachdem die psychische Krise ausgebrochen ist, habe ich komplett verwildert. Ich wusste nicht was mit mir los ist und habe den Weg des geringsten Widerstands gewählt: niemandem was gesagt. Vorgetäuscht und gelogen dass alles ok ist, dass mein Studium gut läuft, vor einigen Leuten psycho-Szenen gemacht, aus Unaufmerksamkeit verletzt etc. Meine Eltern vor mehreren Verwandten schlecht dargestellt. Erst nach einem Jahr die Wahrheit gesagt und Bereitschaft gezeigt, sich zu ändern.
 
Es gibt Eltern, welche denken, nur ihre Werte und ihre Meinung ist wichtig, sie hätten alles richtig gemacht und nur ihr Kind hat an allem schuld.
Sie können keine Kritik an ihrer eigenen Person zu lassen.
Und sie wollen ihr Weltbild nicht verändern.
Sie tun ihrem Kind viel Unrecht, obwohl sie eigentlich "das Beste für ihr Kind wollen."
Das sogenannte "Beste" kann aber dem Kind sehr schaden.

Solch ein Verhalten von Eltern ist eine Form von Narzissmus.
So einen Eindruck machen deine Eltern auf mich.

Daher ist es gut, wenn du deine Eltern nicht in die Therapie mitbringst.
 
Meine Eltern nehmen an der Therapie nicht teil. Ich habe mehrmals überlegt, ob das nicht einen Sinn machen würde, sie einzubinden, aber ich denke es ist nicht gut, meine schlechten


Weil ich mein ganzes Leben lang sehr egozentrisch war. Das einzige, was mich interessiert hat, war mein Erfolg, meine Noten und wie ich bei meinen Eltern rüberkomme. Ich hatte kein Interesse an Freundschaften, habe immer wieder Leute geghostet, alles um mich war schlecht: meine Schule, Stadt in der ich lebte etc. Ich habe keine Dankbarkeit gezeigt. Obwohl in mir immer eine kleine Stimme geschrien hat, dass das vielleicht nicht der richtige Weg ist und dass ich eigentlich gerne zB. in einem Verein aktiv und generell ein sozialer Mensch werden würde, bin ich in dem Muster steckengeblieben. Da war ich aber noch relativ ok.

Aber nachdem die psychische Krise ausgebrochen ist, habe ich komplett verwildert. Ich wusste nicht was mit mir los ist und habe den Weg des geringsten Widerstands gewählt: niemandem was gesagt. Vorgetäuscht und gelogen dass alles ok ist, dass mein Studium gut läuft, vor einigen Leuten psycho-Szenen gemacht, aus Unaufmerksamkeit verletzt etc. Meine Eltern vor mehreren Verwandten schlecht dargestellt. Erst nach einem Jahr die Wahrheit gesagt und Bereitschaft gezeigt, sich zu ändern.
Ah ja und mit "in Frieden und Wahrheit mit anderen zu leben" meine ich: so sein wie ich bin, ohne dass dadurch Menschen genervt oder enttäuscht sind. Ich hatte bei meinen Eltern immer das Gefühl, dass ich ihnen nicht mein wahres ich zeigen kann. Ich hatte immer das Gefühl, dass sie mich zwingen, jemand Anderes zu sein. Ich hatte sogar einige Zeit Träume dass sie mich körperlich verletzten. Ich habe aber meine Gefühle immer verheimlicht. Ich habe immer eine brave Tochter gespielt, die alles mitmacht, aber tief in meinem Inneren war ich böse auf sie wegen mehreren Sachen, die sie mir angetan haben.
Das bringt mich auch manchmal zu dem Gedanken, dass ich Narzisstin bin. Ich konnte mit ihnen nie im Klartext reden, ich habe mir nie getraut zu sagen, was ich fühle. Nur ab und zu habe ich Szenen und Theater gemacht, aus denen meine Eltern auch nicht schlau werden konnten. Aber tief in mir habe ich mich verletzt und gedemütigt gefühlt.
 

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
R Bin ich ein Narzisst? Ich 70
E Ich bin sooo alleine und brauche jemanden zum sprechen. Ich 5
Sonic Bin ich asozial? Ich 148

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben