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Ich bereue den Umzug

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Ganz einfach - Du hast eine falsche Entscheidung getroffen als Du das erste Mal umgezogen bist. Anscheinend tust Du Dich auch sehr schwer mit der Umgewöhnung, so dass am Anfang natürlich alle neuen und auch nicht so gewohnten Dinge negativ erscheinen. Dann gewöhnst Du Dich endlich daran und hast aber schon alles in Bewegung gesetzt , um irgendwo neu anzufangen.
Ich finde, das kann man nur im Notfall machen. Aber aus einer Situation heraus, die ( angeblich ) nur positive Aspekte hat ???? Das finde ich merkwürdig...zudem auch andere Menschen ( Familie ) mitbetroffen sind und finanzielle Einbußen dazukommen ( Umzug, keine Stelle ).

Das würde kein Mensch tun, wenn man die wichtigen Punkte gegeneinander abwägt..

Nun scheint es auch nur wieder um Dich zu gehen : Wieder willst Du den Umzug erreichen, hast euch aber kaum eine Chance zum richtigen Einleben am neuen Ort gegeben. Wie oft willst Du das nun noch tun ??? Such Dir doch einen anderen Job in der Umgebung, irgendwas wird sich sicher finden lassen und erspare Deiner Familie noch mehr Unannehmlichkeiten, denn es wird danach sicher wieder neue Probleme geben, die nicht passen...und man kann nicht immer davor weglaufen.
Mich wundert auch, dass Dir Dein Mann noch nicht die Leviten gelesen hat - so etwas würde doch niemand tolerieren!

Zuza
 
Hallo,

ich kann dich gut verstehen, bin in meinem Leben auch schon oft umgezogen und gerade beim Wechsel des Bundeslandes kann es sehr extrem sein, als passte man einfach nicht dahin.
Was ich auch sehr gut kenne, in dem Moment in dem man weiß, dass man weggeht hört es auf sich schlimm anzufühlen. Plötzlich sieht man auch die andere Seite, die Möglichkeiten, die positiven Dinge. Als wäre ein Schalter umgelegt.
Bei deinen Kindern kann ich mir vorstellen, dass sie sich vor allem deshalb nicht wohl fühlen, weil du dich nicht wohl fühlst und das ausgesprochen und unausgesprochen kommunizierst. Normalerweise finden Kinder sich recht schnell in neuen Lebenssituationen zurecht, wenn die Übergangsphase erst mal überwunden ist, zumindest in dem Alter in dem sie jetzt noch sind. Sie würden wohl auch an eurem jetzigen Wohnort einen Weg für sich finden.
Solange du umziehst mit der Motivation "bloß weg hier" wirst du vermutlich wieder in einer Situation landen, in der du dich nicht wohl fühlst. Jedenfalls ist das sehr wahrscheinlich.

Wenn du dich mit Arbeit wohler fühlen würdest, was wäre, wenn du dich selbständig machen würdest? Einen kleinen ambulanten Pflegedienst aufbauen? Das müsste doch als Krankenschwester zu bewerkstelligen sein?!
Du hättest eine Aufgabe mit der du ausgelastet bist und die Kinder hätten eine zufriedenere Mutter und könnten sich um ihr eigenes Wohlbefinden viel besser bemühen, weil sie nicht dauernd versuchen müssten, die Mutter irgendwie auszugleichen in ihren Befindlichkeiten.

In den größeren Städten hättest du viele Angebote, viel Lärm, zuviel Nähe zu irgendwelchen Menschen, viele Möglichkeiten in positiver und negativer Hinsicht. Was ist dir wirklich wichtig? Wo kannst du Abstriche machen? Was stört dich wirklich? Was brauchst du wirklich?
Du findest die Antworten nicht in einem äußeren Umfeld, weder in einem Haus noch in einer Mietwohnung noch in einem Garten oder einer Parkanlage.

Das sind meine Gedanken zu deiner Situation. Wenn du mal versuchen könntest innerlich einen Schritt zurückzutreten und die Situation mit Abstand zu betrachten, was könntest du dann sehen?
 
@ Zuza: Und ob mein Mann mir schon sehr deutlich seinen Standpunkt erklärt hat! Ich weiß genau was alles auf dem Spiel steht. Ich versuche lediglich eine Lösung zu finden die irgendwie für alle sinnvoll erscheint. Mir ist auch bewusst, das man mit Kindern nicht alle Jubeljahre umziehen sollte. Meine Tochter hat nä. Jahr einen Schulwechsel. Von daher wäre das dann ein eventuell richtiger Zeitpunkt. Fakt ist, das ich beruflich immer an 2. Stelle stehe. Bis jetzt hatte ich nie Probleme im Gesundheitswesen einen Job zu finden. Nun ist es für mich das erste Mal das ich diesbezüglich richtig kämpfen muss. Und so langsam nagt es echt an meinem Selbstwertgefühl. Ich war immer berufstätig...Auch nach den Geburten der Kinder bin ich schnell wieder ins Berufsleben eingestiegen. Hab mich zwischenzeitlich weiter qualifiziert. Und nun? Nun bekomme ich keine Stelle. Ich möchte schon gern in meinem Berufszweig bleiben. Wenn man da raus ist,das ist schon blöd. Zumal sich in der Pflege immer sehr viel tut und ich auf dem neusten Stand bleiben möchte. Ja, wie ich anfangs schon geschrieben habe,vielleicht haben wir nicht alle Eventualitäten berücksichtigt (wenn das dann überhaupt möglich ist).
 
An deiner Stelle würde ich auf jeden Fall umziehen...in einen Ort in welchem du glücklicher bist,bei dem du sicher bist, dass du dort bleiben möchtest und einen Job bekommst.
Den Kindern wird es dann auch besser gehen.
 
Hallo Gast2507,

erst einmal: ich kann dich gut verstehen. Ich habe mich auch nach 10 Jahren noch nicht am neuen Wohnort eingelebt und vermisse meine alte Hood. Und das, obwohl wir nur innerhalb der Stadt umgezogen sind!

Was kannst du tun? Ich lese aus deinen Zeilen heraus, dass du dich am letzten Wohnort entspannt hast, als die Entscheidung für den Umzug klar war. Du also nicht mehr darüber nachdenken musstest. Vielleicht hilft es dir, wenn du eine Zeit lang entspannst und nicht darüber nachdenkst, was zu tun ist. Wenn eure Tochter im nächsten Sommer die Schule wechselt, könntet ihr ja sagen: bis zum Halbjahr denkt ihr jetzt überhaupt nicht mehr darüber nach und kommt einfach erstmal an. Auch die Arbeitssuche kann (wenn es finanziell möglich ist) noch etwas warten. Setz dich nicht jeden Tag unter Druck, dass ihr sofort etwas entscheiden müsst.

Alles Gute für euch! LG, Anne
 
Guten morgen,

Danke für eure Rückmeldungen!
Warum ist es so,das man sich schwer tut mit dem Einleben? Ich würde lieber gestern als heute weg sein. Mein Körper schnürt sich so zusammen. Ich fühle mich überhaupt nicht frei. Am schlimmsten geht es mir am frühen Morgen. Ich kann nicht gut schlafen. Die Gedanken kreisen einfach. Ich kann es nicht abstellen. Ich habe auch Angst davor das ich hier "festsitze" und nie wieder wegkomme. Was eigentlich totaler Quatsch ist. Aber wie oft ist ein Umzug zumutbar? Ich möchte ja auch das die Kinder ankommen können. Aber ich weiß, langfristig gesehen ist es nicht mein Ort! Ich kann den Druck nicht rausnehmen. Ich brauche eine Entscheidung um wieder ein Ziel vor Augen zu haben. Wenn ich daran denke,das ich vielleicht die nächsten 10 Jahre hier noch sein muss,bis die Kinder mit der Schule fertig sind,dann löst es in mir Panik aus. 10 Jahre sind eine verdammt lange Zeit.
 
@Zitronentorte: wie hast du es geschafft schon 10 Jahre an deinem bisherigen Wohnort "auszuhalten"? Wie geht das wenn man doch unglücklich ist? Ich kann mir nicht vorstellen, daß ich das durchhalte. Ich hab Angst das ich mein ICH verliere. Ich bin ja jetzt schon nicht mehr der Mensch,der ich vorher war. Und man kann doch nicht erwarten,das ich gut gelaunt durch mein Haus springe und so tue als wenn mich das ganze nichts angeht. Das kann ich nicht. Dafür belastet mich die Situation viel zu sehr.
 
Guten Morgen Gast2507,

nun, wir haben das Haus gekauft und selber, mit Unterstützung der Familien, saniert. Da sagt man nicht so einfach wir gehen hier weg. Da wir aber in der selben Stadt sind, geht es noch und ich habe meine Freunde nicht soo weit weg.

Ich denke, das Wohlfühlen hängt ganz stark davon ab, ob man ein paar liebe Menschen um sich hat. Das geht natürlich nicht von jetzt auf gleich. Vielleicht sind da deine Erwartungen auch zu hoch angesetzt? Denn wer hat schon nach 3 Monaten Anschluss gefunden? Das dauert einfach. In der alten Umgebung hat es doch auch länger gedauert...

LG, Anne
 
Zitronentorte,
& dann bist du nach 10 Jahren immer noch unzufrieden an deinem Wohnort? Würdest du denn nochmal weggehen irgendwann? Ja mit Sicherheit kann man nach 3 Monaten noch nicht viel erwarten. Ich habe meine Eltern hier. Ich war fast 20 Jahre von meinem Heimatort weg und nun ist mir das auch alles zu nah. Permanent stehen sie hier vor der Tür. Machen mir Vorhaltungen. Früher war ich immer sehr selbstständig,habe alles mit meinem Mann zusammen gewuppt. Und nun hab ich das Gefühl, als wenn ich so unter Beobachtung stehe. Davor hatte ich auch immer Angst. Meine Familie und ich hatten immer ein sehr sehr harmonisches Verhältnis. Mittlerweile ist es so zerrüttet auch meine Schwester ist absolut genervt. Auf der einen Seite soll ich was ändern und auf der anderen Seite werden meine Überlegungen in Frage gestellt. Können sonst auch privat schreiben,Zitronentorte.
 
Warum ist es so,das man sich schwer tut mit dem Einleben? Ich würde lieber gestern als heute weg sein. Mein Körper schnürt sich so zusammen. Ich fühle mich überhaupt nicht frei. Am schlimmsten geht es mir am frühen Morgen. Ich kann nicht gut schlafen. Die Gedanken kreisen einfach. Ich kann es nicht abstellen. Ich habe auch Angst davor das ich hier "festsitze" und nie wieder wegkomme. Was eigentlich totaler Quatsch ist. Aber wie oft ist ein Umzug zumutbar? Ich möchte ja auch das die Kinder ankommen können. Aber ich weiß, langfristig gesehen ist es nicht mein Ort! Ich kann den Druck nicht rausnehmen. Ich brauche eine Entscheidung um wieder ein Ziel vor Augen zu haben. Wenn ich daran denke,das ich vielleicht die nächsten 10 Jahre hier noch sein muss,bis die Kinder mit der Schule fertig sind,dann löst es in mir Panik aus. 10 Jahre sind eine verdammt lange Zeit.

Ich denke, du hast Schwierigkeiten, Neues zu akzeptieren.
Ich hatte selber Probleme mit zwei Umzügen, aber es ist definitiv der falsche Weg, dann nochmals umzuziehen.
Gibt dir stattdessen Zeit, dich einzugewöhnen.
Schau dich in der neuen Umgebung um, such dir schöne Landschaften zum Spazierengehen oder mach sonst etwas, was dir Spaß macht. Werde meinetwegen Mitglied in einem Verein, lerne Leute kennen.

Man muss sich an einen neuen Wohnort auch erst einmal binden. Offenbar bist du jemand, der grundsätzlich Neues schwierig findet und das alte plötzlich in verklärtem Licht sieht, wenn es vorbei ist. Aber das, was JETZT ist, kann auch schön sein, du musst es nur akzeptieren, dass es jetzt so ist und dich darauf einlassen.
Denk auch daran, was die Gründe für den Umzug waren und dass du jetzt ja eigentlich das hast, was du wolltest.
Eine Eingewöhnung, bis man sich wohl fühlt, kann durchaus 1-3 Jahre dauern. Je mehr man den neuen Wohnort innerlich ablehnt, desto länger dauert es. Wenn du ihn als schönes neues Zuhause akzeptieren kannst, geht es schneller. Das kannst du fördern, indem du dir sagst, dass es keinen weiteren Umzug geben wird, dass es jetzt so bleibt, wie es ist.
 
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