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Ich bereue den Umzug

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@Tamiko:
Die Gründe,die uns ursprünglich bewegten,rücken jetzt leider in den Hintergrund. Das liegt daran,das ich beruflich einfach kein Fuß fasse. Was mich sehr unglücklich macht und deprimierend ist. Auch das hier die Mentalität eine andere ist.Wir sind nach Mecklenburg-Vorpommern gezogen. Mir war bewusst, das ich weniger Gehalt bekomme als in den alten Bundesländern. Aber das ich so starke Probleme habe erst einmal einen Job zu finden,damit habe ich nicht gerechnet. Grundsätzlich kann ich nicht sagen das ich ein Mensch bin mit Anpassungsschwierigkeiten. Ich bin schon öfter umgezogen. Habe über einen sehr langen Zeitraum in Kiel gewohnt. Dort hat sich alles schöne für mich und meinen Mann entwickelt (Erste gemeinsame Wohnung,Hochzeit,Geburten der Kinder,Freunde gefunden usw.) Dann musste ich Kiel leider verlassen aufgrund des Jobs meines Mannes. Und ab diesem Zeitpunkt fühle ich mich nicht mehr wohl. Auch wenn ich mir Zeit gebe,weiß ich,das ich hier nicht alt werden möchte. Es ist einfach so,das ich beruflich hier keine Zukunft sehe. Leider gibt es hier auch keine Vereine oder Sportstudios mit denen ich mich ablenken kann bzw. um Kontakte knüpfen zu können. Genauso sieht es mit der Freizeitgestaltung der Kinder aus. Vielleicht würde ein Umzug doch noch für alle was positives bewirken. Das ganze hat ja auch was mit Lebensqualität zu tun.
 
Es sind aber erst 3 Monate. Eine Stellensuche kann auch mal länger als drei Monate dauern, da würde ich noch nicht davon ausgehen, dass man gar nichts finden kann.
Was Vereine angeht: ich bin in einem Ort mit 600 Einwohnern aufgewachsen, aber selbst da gab es 3 Vereine, und in den umliegenden Ortschaften noch viele weitere.
Ist das denn totale Einöde bei euch? Wie weit ist die nächste Stadt? Was machen die anderen Leute, die da leben, in ihrer Freizeit?
 
Nun ja,es ist leider so,das das Angebot an Freizeitaktivitäten begrenzt ist. Und die anderen Leute die hier wohnen...? Keine Ahnung was die so machen. Die Mütter arbeiten ja fast alle Vollzeit sodass sie wahrscheinlich nicht so viel Zeit haben. Im Dorf bzw. in der unmittelbaren Nachbarschaft wohnen nur ältere Leute ab 70 aufwärts. Dieses ruhige wohnen zieht mich noch stärker runter. Man hat hier nicht mal jemanden für ein Smalltalk. Naja,hab nun wieder paar Bewerbungen abgeschickt. Vielleicht bekomme ich ja mal ne positive Rückmeldung.
 
Hallo Gast2507,

jetzt, wo du geschrieben hast, dass ihr in Mecklenburg-Vorpommern seid, verstehe ich dich noch mehr! Wir waren gerade dort im Urlaub, die Landschaft ist traumhaft, aber wirtschaftlich ist die Region sehr schwach (außer in den Städten plus den Orten an der Ostsee), viele junge Leute sind weggezogen. Es ist in vielen Dörfern, durch die wir gekommen sind, wirklich tot. Selbst in den Kleinstädten hatten die meisten Läsen zugemacht. Und wenn die Wirtschaftskraft fehlt, gibt es natürlich auch nicht so viel Freizeitangebote. Kommst du denn ursprünglich aus dieser Region und bist jetzt quasi wieder in der Heimat? Dann könntest du ja alte Bekanntschaften aufleben lassen. Aber es klingt nicht so, als wärest du dort in der Nähe.

LG, Anne
 
Ja,ich komme aus der Region hier. Wir wohnen sehr nah an der Ostsee. Aber es fühlt sich hier nicht mehr richtig an für mich. Wahrscheinlich war ich doch zulange weg. Wie schon geschrieben, din fehlende Arbeit macht mich unzufrieden. Ich sitze hier nur rum, gucke nach Stellenangeboten. Sonst warte ich das meine Kinder aus der Schule kommen und dann beschäftige ich mich intensiv mit ihnen. So vergeht ein Tag nach dem anderen. Ich weiß nicht, wie lange das noch so weitergeht. Ich muss was ändern. Aber was ist eine sinnvolle Entscheidung? Nochmal umziehen? Ich weiß es nicht. Ich weiß nur das ich sehr unglücklich bin. Und das ich mich durch die Situation veränder'.
 
Hallo,
Ich hab grad deinen Beitrag gelesen. Ist schon ein weilchen her, wie gehts dir heute? Hast du einen job? Gefällt es dir nun besser? Oder seid ihr wieder zurück?
Ich kann dich sehr gut verstehn, bin auch nach 7 jahren in meine alte heimat zurück, mit drei jährigen sohm und meinen mann. Mein mann hat seine heimatstadt für moch verlassen. Mir ist es dort gut gegangen, aber für mich war immer klar das ich zurück möchte und mein mann war immer mit dabei. Nun würde es im november 2017 wirklichkeit und ich fühle mich als fremde und gar nicht wohl. Denke wir du, dass ich alles kaputt gemacht hab und möchte am liebesten die zeit zurück drehen. Mein sohn hat sich aber von anfang am wohl gefühlt. Ich hab einen job, war kein problem einen zu finden. Aber mit kind baut man sich einfach ein anderes soziales netzwerk auf und das fehlt hier jetzt, trotz familie und den alten freunden. Es geht mir mitlerweile schon viel besser, aber manchmal kommt wieder dieses tief. Wir haben gesagt wir versuchen es ein jahr lang hier, sonst schaun wir dass wir zurück gehen.
Hoffe du hast dich mitlerweile auch etwas eingelebt?
Lg
 
Hallo,ich weiß nicht ob ich sagen kann das ich mich eingelebt habe. Ich arrangiere mich momentan mit der Situation. Nach wie vor ist es schwer hier wieder Fuß zu fassen. Die Leute sind hier doch sehr einbrödlerisch bzw. man kommt schwer an sie heran. Nach wie vor komme ich mit der Mentalität nicht zurecht. Die Leute hier sind sehr stur. Und Freundlichkeit seinen Mitmenschen gegenüber hab ich auch anders erlebt. Mittlerweile habe ich einen Job. Allerdings erfüllt mich dieser wenig. Eigentlich gehe ich nur hin um Geld zu verdienen. Mit Spaß hat das nichts zu tun. Ich hatte mir auch über die Arbeitskollegen mehr Kontakte erhofft,aber auch hier haben es 'neue' schwer in die bestehende Gemeinschaft zu kommen. Ich habe jetzt meinen Fokus auf meine Kinder gerichtet. Verbringe sehr viel Zeit mit ihnen und begleite sie in ihrem Schulalltag. Meine Tochter hat es nach wie vor schwer in ihrer Klasse. Auch hier spiegelt sich mein Bild wieder das man es schwer hat integriert und akzeptiert zu werden. Das hab ich so noch nicht kennengelernt. Trotz Gespräche mit der Lehrerin. Sie beißt sich jetzt da durch mit meiner Hilfe. Das Thema Umzug ist aber nicht vom Tisch. Hinzu kommt,das wir nach wie vor eine Wochenendbeziehung führen mein Mann und ich. Und das wird sich erstmal nicht ändern,da sein beruflicher Werdegang ,so wie wir das ursprünglich geplant hatten, dienstlich nicht aufgegangen ist. Auch er ist momentan unzufrieden. Also die nächsten Jahre werden wir so aber nicht weitermachen. Ich hab mittlerweile schon von einigen gehört, das sich der Rückzug in die alte Heimat als Fehler entpuppte. Vielleicht weil man zu hohe Erwartungen hatte. Wie groß ist denn bei euch die Entfernung zwischen den beiden Städten? Könntest du eventuell deine alten Freunde auch unter der Woche besuchen? Dein Sohn ist ja noch klein,im Kindergartenalter. Ist es da nicht einfacher andere Mamas kennen zu lernen? Gibt es nicht Spielgruppen oder 'Krabbelgruppen' wo du dich einklinken könntest?
 
Wir haben leider auch eine grosse entfernung, 500km, sind jetzt in österreich und waren vorher in der schweiz. Klar, mein sohn ist noch klein, aber so einfach lernt man auch keine anderen mamas kennen. Es soll ja auch zwischen den eltern stimmen und das geht halt nicht von heut auf morgen. Ja wahrscheinlich hatte ich zu hohe erwartungen. Es ist nicht mehr wie früher, das leben geht überall weiter und man verändert sich auch selbst. Ich weiss echt nicht mehr weiter. Haben auch viel geld für den umzug benötigt, da hätte man auch eine tolle reise damit machen können. Aber hätten wir es nie probiert, wäre ich vielleicht mein ganzes leben umglücklich. Mir hat in der schweiz die menschliche wärme gefehlt, die hat man hier schon mehr. Aber trotzdem. Man kommt halt in so ein loch und sieht alles nur mehr negativ und das positive gar nicht. Mein schwager wo in zürich wohnt geht nächstes jahr wahrscheinlich 6 monate reisen, könnten dann in dieser zeit in seine wohnung. Das könnte eventuell ein neustart für uns werden. Aber das ständige hin und her kann einem kind doch auch nicht gut tun? Zu viel grübeln tut nicht gut. Versuch auch immer das schöne zu sehen uund mich über das was mab eh nicht meht ändern kann nicht zu ärgen und traurig zu sein. Aber geht leider nicht so einfach. Es versteht einen auch niemand wirklich.
Nu ja, im leben ist alles möglich, wer weiss was noch passiert.
 
Ich verstehe dich total gut. Und mir ging es genauso. Ich dachte auch,wenn wir es nicht probieren in die neue Heimat zurückzukehren dann werde ich es immer bereuen. Und nun haben wir den Schritt gewagt...und alles hat sich verändert...unser ganzes Familienleben. Für uns hat sich eine Menge geändert,für alle anderen ist alles gleich geblieben. Na klar freuen sich meine Eltern das wir da sind. Auch die Kinder freuen sich,aber ansonsten haben wir nichts dazugewonnen. Ich hätte nicht gedacht das es für uns so schwer werden wird. Das die Leute hier doch so anders ticken,das sie andere Prioritäten setzen. Das es einem schwer gemacht wird sich zu integrieren,weil die Menschen hier sehr verschlossen sind. Zudem kommt,das mein Mann und ich unglücklich im Job sind. Wir führen bis auf unbestimmte Zeit eine Wochenendehe. Das belastet uns schon auch. Wenn ich könnte,würde ich die Zeit zurückdrehen. Ich weiß auch nicht wie das noch alles wird. Unsere Kinder gehen ja schon zur Schule. Da kann man auch nicht andauernd hin und herziehen. Meine Große wechselt im Sommer auf die weiterführende Schule. Das wäre vielleicht nochmal eine Möglichkeit für uns. Aber ich habe die Hoffnung fast aufgegeben. Da wo wir es uns vorstellen könnten zu wohnen ist es sehr schwierig eine schöne Wohnung oder ein Haus zu finden. Wir schauen schon immer,aber die Zeit läuft. Ihr hättet es dahingehend besser. Wenn ihr bei deinem Schwager unterkommen könntet. Euer Kind ist noch klein. Er würde ein Umzug dennoch überstehen. Aber vielleicht musst du euch noch etwas Zeit geben. Du hast doch eine Arbeit. Macht sie dir Spaß? Wie sieht es denn da mit Arbeitskollegen aus? Wäre da jemand dabei mit dem du dich auch privat treffen könntest? Im Kindergarten gibt es sicherlich auch Feste und Aktivitäten wo man Eltern kennenlernen könnte. Oder ist die Kommunikation da auch schwierig? Was ist es genau,was dich in ein Loch fallen läßt?
 
Hi,

durch Zufall habe ich deinen Beitrag gesehen. Und kann es kaum glauben, aber ich befinde mich derzeit am Anfang einer ähnlichen Situation.

Ich bin vor fast 5 Jahren von Ost nach West quer durch die Republik zu meinem Freund gezogen. Ich habe auch nach 5 Jahren immer noch unglaubliches Heimweh. Bis auf meine Arbeitskollegen habe ich hier was soziale Kontakte angeht immer noch nicht Fuß gefasst.

Wir haben mittlerweile einen kleinen Sohn und ich hatte mir erhofft unter all den Muttis neue Freunde zu finden. Aber auch das klappte nicht.

Letzte Woche hatte ich einen totalen Tiefpunkt mit schweren Auseinandersetzungen mit meinem Freund - so dass er schlussendlich sagte, wenn es mich glücklich macht, gehen wir in meine Heimat.

Ich war so euphorisch.
Vor einer Woche.

Und nun. Bekomme ich Bammel. Job suchen, Wohnung, Kita-Platz. Uns geht es hier sehr gut. Wir haben beide sehr gute Jobs, eine riesige Wohnung mit Garten.

Und im Osten? Da wartet meine Familie. Und ein schlimmer Arbeitsmarkt - der mir damals die Entscheidung leicht machte, dass ich gehe und nicht mein Freund zu mir kommt. Und jetzt will ich wieder zurück. Ich vermisse meine Familie und meine Freunde so unendlich. Es zerreißt mir jedesmal das Herz, wenn wir zu Besuch sind und wieder abfahren.

Aber nun wo mein Freund sagte, wir gehen in meine Heimat und ich intensiv über das was kommt nachdenke, spüre ich dass es vielleicht keine gute Idee ist.

Und wenn ich deinen Beitrag lese und habe ich das Gefühl mich in 6 Monaten zu sehen. Ich habe genau davor Angst.

Liebe Grüße
 
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