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ich (28) bin verzweifelt, finde einfach keinen job

Hallo Yukmaus,

das sollte definitiv nicht überheblich klingen, sorry, wenn das bei dir so angekommen ist.
Wie gesagt, ich hatte vor genau so einer Perspektive (nie einen Job zu finden) sehr große Angst. Wenn ich damals diesen Thread gelesen hätte und damit die Bestätigung bekommen hätte, dass sowas passieren kann - ich weiß nicht, was ich da gemacht hätte. Daher wollte ich lediglich auch mal die andere Seite beleuchten. Vielleicht geht´s jemanden ja genauso, dass er kurz vor dem Abschluss steht und panische Angst hat. 😉

Ich denke auch nicht, dass ALLE einen Job finden können, wenn sie nur wollen. Dass du eine Erkrankung hast, konnte ich nicht wissen, da sieht es bestimmt anders aus. Nur verstehe ich gerade nicht, dass du etwas studiert hast, wozu du definitiv einen Führerschein brauchst, diesen aber nicht hast? Oder kam das erst danach? Sorry, wenn das zu persönlich sein sollte, ich verstehe es nur nicht.

Das mit den Zeugnissen finde ich immer noch sehr merkwürdig. Man schaut doch automatisch in Bewerbungsratgeber, wenn man Bewerbungen schreibt. Überall erscheint immer ein Hinweis auf Arbeitszeugnisse.
Ich denke aber auch nicht, dass das alleine das Problem zu sein scheint. Als Berufsanfänger lässt sich das Nicht-Vorhandensein von Zeugnissen ja erklären. Hast du etwas sehr spezielles studiert? Wie sieht/sah es denn bei deinen Mitstudenten aus, hatten die auch Probleme einen Job zu finden?

Aber wenn du EU-Rente bekommst, dann bist du ja nicht mehr arbeitsfähig und somit nicht mehr auf Jobsuche, oder?
 
Hallo Yukmaus,

vielleicht könntest du in deinen Bewerbungen ja reinschreiben, dass du aus Unwissen niemals ein Arbeitszeugnis von deinen Arbeitgebern verlangt hast, du dich aber sehr freuen würdest, wenn sie sich telefonisch dort über deine Leistungen erkundigen würden. Dazu müsstest du in deinen Lebenslauf nur die Anschrift und Telefonnummer der letzten Arbeitgeber aufnehmen.

Ich sehe das als Chance für dich.

lg
Kalo

Hm das klingt sogar für mich als Nicht-personaler nach einem absoluten Nogo. Für diese Informationszwecke wurde das Arbeitszeugnis ja geschaffen. Die Leute bei denen ich gearbeitet habe, haben wiederum auch nur 3-Jahresverträge gehabt, was bedeutet, daß sie in der Zwischenzeit schon 3 mal durch neue Leute ersetzt worden sind. Wenn ich da anrufe heißt es "Yuk...wer?".
Der Zug ist definitiv abgefahren. Wars jetzt mein Versäumnis, weil ich nicht wußte daß man für jeden Pupsjob ein Zeugnis braucht oder das der Arbeitsamtmitarbeiter, die das eigentlich wissen sollten und mich nicht drauf hingewiesen haben obwohl sie mich ja beraten sollten? Zu ändern ist es jedenfalls nicht mehr.


@ mona-lisa
Ich hab Bio studiert und wollte damit ganz ganz bestimmt nicht in den Pharma-Außendienst 😉
Irgendwann am Ende des Studiums habe ich dann erfahren, daß es für Biologen eigentlich nur solche Stellen gibt (also Pharmareferent), für die man aber kein Bio-Studium braucht. Aber irgendwie muß der Berg an Biologen ja abgebaut werden (in den Arbeitsmarkt hinein), die halt keiner braucht. Kein Biologe arbeitet als Biologe, hieß es damals. Wozu das dann studieren? Hätte mir das jemand VOR Studienbeginn gesagt, hätt ich wohl nicht Bio studiert. Gegen Ende oder mittendrin ist die Chance zu wechseln aber vorbei, jedenfalls für Bafögempfänger. Es war einfach dumm und naiv nach seinen Interessen zu studieren. Eigentlich wollte ich in die Forschung, aber auch da konnte ich nicht ahnen, daß die deutschen Unis lieber Koreaner und Chinesen einstellen, weil Deutsche ja zu schlecht ausgebildet sind (wer bildet die denn aus??).

Zu den Bewerbungsratgebern: in akademischen Berufen ist das was anderes, da taugen Bewerbungsratgeber nicht. In eine akademische Bewerbung gehört eine Darstellung der Forschungsinteressen und das gewünschte Arbeitsthema, das hat in normalen Bewerbungen nix verloren. Darum hab ich mir die normalen Bewerbungsratgeber nicht angeschaut. Ich hatte aber Beratungstermine beim Arbeitsamt von "Bewerbungscoaches" und dort fiel kein einziges Wort zu Arbeitszeugnissen. Ich wurde nicht mal gefragt ob ich schon was nebenher gearbeitet hatte. Man setzte das bei Absolventen anscheinend nicht voraus. Selbst als ich von meinen Hiwijobs erzählte kam keine Frage nach irgendwelchen Zeugnissen. Ich ging eben davon aus, daß so ein Bewerbungstrainer weiß, worauf es ankommt.
Es waren übrigens mehrere verschiedene in 3 verschiedenen Städten und keiner fragte nach Zeugnissen. Es waren ja auch keine "richtigen" Arbeitsverhältnisse sondern eben nur geringfügige Stellen.
Später dann erzählte ein Prof ganz nebenher zum Thema Praktikumsbewerbung (bei ihm im Institut), daß jeder aufgelistete Job, der nicht mit einem Zeugnis belegt ist, so behandelt wird, als wäre er nicht vorhanden gewesen.
Da erst (nach 7 Jahren Bewerbungen ohne Resonanz) fiel mir auf, daß ich ja kein einziges Zeugnis hatte.

Meine Mitstudenten kenne ich leider nicht mehr, ich hatte keinerlei Studienkontakte damals, hab es quasi für mich allein durchgezogen.
Das lag daran, daß ich mit meinen Mitstudenten so rein gar nichts anfangen konnte. Es waren alles Wohlstandskinder, die komplett anders aufgewachsen waren und völlig andere Probleme und Interessen hatten. Ich war wohl die einzige Ex-Obdachlose an der Uni und somit hatte sich das Thema "Sozialkontakte" dann auch erledigt.
Einige haben aber zu promovieren angefangen, obwohl sie das gar nicht wollten (während ich händeringend eine Promotionsstelle gesucht habe aber nur Absagen bekam) - das bekam ich in den Pausengesprächen der anderen so mit.

Ich bin zwar seit 2 Jahren Rentnerin, bewerbe mich aber trotzdem weiter. Irgendwas erreichen wollte ich im Leben ja schon noch, obwohl die Wahrscheinlichkeit, einen Job zu finden immer weiter sinkt. Aber wenns stimmt, was weiter oben gesagt wurde, bin ich ab 40 dann ja wieder "gefragt" 😉
Sind ja nur noch 4 Jahre.
 
Bei deinem Lebenslauf geht es nicht um "Fehler" sondern um sinnvolle Zusammenhänge und wie du deine Leistungen deine Qualifikationen richtig verkaufen kannst.
Vielleicht kannst du mal bei BewerberSicht by TheCore4U nachfragen ob sie deinen Lebenslauf auf Inhalte und Zusammenhänge checken.

Alles Gute
 
hallo,
ich bin grad auf diese diskussion gestoßen. ich habe auch studiert und war danach erstmal eine zeit arbeitslos. ich kann das frustierende gefühl also verstehen. man schickt bewerbungen ohne ende los und es kommt einfach nichts dabei rum. ich habe meine suche dann geändert und erstmal nach praktikas geguckt. hab dazu eine gute seite gefunden, deshalb hier der link: Praktikum bewerten | Praktika suchen | bei meinpraktikum.de da setht dann auch, ob das praktikum bezahlt wird, was auch für mich ein wichtiges kriterium war. irgendwovon muss man ja leben. mittlerweile wurde ich übernommen 🙂
 
@ Yukmaus

Ich hab hier gerade mal zufällig reingelesen. Gib dich nicht auf! Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass es nicht klappt?! Bzw. wärst du denn auch bereit Jobs anzunehmen, für die man kein Studium braucht?

Ich erzähl dir mal was über mich. 😉 Ich habe 14 Semester lang ein äußerst brotloses geschichtswissenschaftliches Studium durchgezogen. Während dieser Zeit habe ich 6 Woche lang Praktikum gemacht und vielleicht mal ab und zu völlig fachfremd gearbeitet. Hatte mit meinem Abschluss also nix vorzuweisen, außer den Abschluss eben. Hab mich beworben, beworben, beworben und natürlich nur Absagen bekommen. Aus Verzweiflung hab ich mich bei Zeitarbeitsfirmen und privaten Arbeitsvermittlern beworben und war zu allem bereit. Dann hab ich mich (ohne Hoffnung) mal wieder auf einen tollen Job (in meinen Augen) beworben und ihn tatsächlich bekommen... das hätte ich nie gedacht... NIEMALS. Ich habe kein bisschen die Voraussetzungen erfüllt, aber es hat dennoch geklappt. Ich weiß, du kannst das wahrscheinlich nicht hören, aber ich glaube nicht, dass du keine Chancen hast! Versuch es weiter... du hast doch ein Studium! Schon allein das zeigt, dass du nicht doof bist...
 
@ sapphire
ich hab mich als Campingplatzklofrau beworben, das sollte dann ja heißen daß ich auch Jobs annehmen würde, für die man kein Studium braucht. Ehrlich gesagt waren unter den mehr als 600 Bewerbungen ca. 75% unqualifizierte Jobs, denn soviel Absolventenstellen gibts gar nicht.
Auch da wollte man mich nicht. Auch die Zeitarbeitsfirmen wollten mich nicht.
Mit dem Sich-Aufgeben ist das so eine Sache. Man steckt immer wieder sinnlos Energie und Hoffnung in Bewerbungen und irgendwann muß einem klar werden, daß der Arbeitsmarkt einen einfach nicht will. Warum sollte es bei der 650. Bewerbung denn klappen?
Meine Chancen werden ja eher immer schlechter. Also wenn man mich frisch von der Uni nicht wollte, dann sicherlich schonmal gar nicht mit 8 Jahren Langzeitarbeitslosigkeit.
Nichtmal eine Reha hab ich bekommen...
Also steht auf meinen Bewerbungen ganz dick der Stempel "ganz schnell in den Müll damit". Vielleicht wenn ich mich mit Kopftuch, gebrochenem Deutsch und ohne Schulabschluß bewerben würde... dann hätt ich ganz sicher schon was bekommen. Doofe Bildung 🙄.
 
Hab ich mir auch schon überlegt und mal danach geschaut was es so gibt.
Leider machen die (es ist eigentlich ab Juli nur ein einziger) Anbieter in meiner Region ausschließlich Alten- und Behindertenbetreuung und das ist mal so gar nix für mich.
Büro wär ok, körperliche Arbeit auch, aber da gibts nix.
Ich würde auch keine Vollzeit für ein Taschengeld arbeiten, also wenn Vollzeit dann bitte gegen anständige Bezahlung.
Stundenweise mit Aufwandsentschädigung wär in Ordnung.
Schließlich muß mein Studium da noch reinpassen und ich arbeite ja noch ehrenamtlich im Wildtierschutz, allerdings nicht für Geld (im Gegenteil ich muß noch bezahlen).

edit: hab grad nochmal beim Bufdi Suchdienst geschaut und muß sagen, diese Umkreissuche ist irgendwie kaputt. Wenn ich 10 km Umkreis angeb, werden Orte angezeigt, die 30 km weit wegliegen. Geb ich 5 km Umkreis ein, kommt nur ein Treffer....
Ein bißchen mager ist das schon!
 
Hier nochmal der Personalermensch:

Wenn du SB bist, dann hast du eine Mitteilungspflicht, weil der AG Abgaben zahlen muss. Ich würd emich gezielt im öffentlichen Dienst bewerben, denn dort hast du damit einen Vorteil. Im Bereich SGB II werden viele Mitarbeiter immwer wieder gesucht. Die Rotation im Jobcenter ist hoch, aber es ist ein Einstieg und mit SB sogar mit Vorteil. Bewirb dich darauf.

Bewerben und alles landet im Müll? Ganz ehrlich, wie oft hast du ANGERUFEN bevor du dich bewirbst? Das ist wichtig!!!
Deine negative Ausstrahlung wirst du in dein Schreiben, den Gesprächen etc wieder geben. Man merkt das. Also, positiv beliebn. Und das das mit den schlechten Jobs nicht klappt ist auch klar. Jeder weiß, dass es nur ein Übergang ist.

Arbeitszeugnis? Du hast einen gesetzlichen Anspruch darauf. Anrufen !!!! Bloß nicht rein schreiben, dass du sie nie bekommen hast. Arbeitszeugnisse belegen, dass das in deinem Lebenslauf stimmt und geben einen Anhaltspunkt über deine Leistungsfähigkeit. Liegen keine vor, dann ist das ganz schlecht. Dazu 14 Semster. WAs würdest du denken?

Kein Auto. Steht das auch SOOOO im Lebenslauf? Dann ganz schlecht. Raus damit.

Ich empfehle dir, pack das Telefon und rufe bei der nächsten Anzeige an. Sag ruhig, dass du weißt, dass 1000 ähnliche Kandidaten sich wahrscheinlich beworben haben, aber dich zeichnet aus....jetzt kommst du!!!! Was gibt es Positives? Mit deiner SB Eigenschaft könntest du auch deine 14 Semseter entschuldigen.

Ich drücke dir die Daumen
 

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