Zitat:
Die Person kann selbst entscheiden, ob sie daran glaubt oder nicht.
Sie kann sogar selbst entscheiden, ob sie sich das Ganze überhaupt richtig anhört bzw. liest oder eben nicht.
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Das wäre mal die Frage, ob das überhaupt so ist. Man wird als Kind in den Glauben hineingeboren - und zwar in den meisten Fällen ohne gefragt zu werden.
Die Frage ob man glauben will oder nicht, könnte sich tatsächlich später stellen ( so wie bei mir ) - aber, ist dann noch eine freie Entscheidung möglich? Es gibt ( für ein Kind ) keine Begründung für einen Glauben - es wird an dem festgehalten, was Eltern, Freunde oder Verwandtschaft vorgeben.
Ich bemühe gerne mal wieder Ditmars Webseite, aus der gerne kopiert werden darf:
Das wird meist übersehen - der Glaube tut mir gut, daher ist er auch richtig. Das ist das, was den Menschen eingeredet wird, und weswegen sie anfangen, zu glauben. Sie glauben zunächst, der Glaube sei wahr. Dann, wenn sie genügend Verstand beisammen haben, um sich ernsthaft mit der Wahrheit zu beschäftigen, wird diese Brücke hinter ihrem Rücken abgebrannt: Jetzt braucht man keine Beweise mehr, keine Gründe, keine Rationalität, jetzt ist es die Wirkung, die als Krücke dienen soll, den Glauben aufrecht zu erhalten.
Aber können Sie an etwas glauben, von dessen Wahrheit Sie nicht überzeugt sind? Nein. Sie können nicht an den Osterhasen glauben, denn Sie sind überzeugt, dass es den nicht gibt. Sie glauben nicht an Zeus, weil Sie überzeugt sind, dass es den nicht gibt. Sie glauben nicht an den Weihnachtsmann, weil Sie überzeugt sind, dass es den nicht gibt.
Nur beim Glauben an Gott machen Sie eine Ausnahme - warum nicht beim Weihnachtsmann? Weil Sie sich selbst betrügen. Sie haben angefangen, zu glauben, und jetzt können Sie nicht mehr zurück, aus Angst, in ein Loch zu fallen. Dass man den Glauben rational begründen kann, diese Hoffnung haben Sie längst aufgegeben - hätten Sie dies zu Anfang gewusst, Sie hätten nicht erst mit dem Glauben angefangen. Dies ist eine Selbsttäuschung. Sie täuschen sich darin, dass der Glauben an etwas nichts mit der Wahrheit zu tun habe. Und Sie täuschen sich darin, dass man Wahrheit haben kann, ohne Prüfung und ohne Zweifel.