[user]
Irgendwie finde ich es beschämend, wenn Christen und Atheisten sich wechselseitig erklären wollen, was Gottes Wille ist oder auch nicht ist.
Ob Kreuzzüge oder Christenverfolgung, mit dem Schwert in der Hand oder digital im iNet, es bleibt was es ist:
Intoleranz gegenüber dem jeweils anderen.
Gott ist nach meinem Empfinden in uns und mit uns - nicht in den Schriften, die Jahrhundert um Jahrhundert übersetzt und übertragen sowie angepasst worden sind. Der Beweis, dass es Gott nicht gibt, ist auch nie geführt worden - ebenso wenig wie der Gegenbeweis. Na und?
Leute lest dieses Buch:
Manfred Lütz - Gott (Eine kleine Geschichte des Größten)
Er ist Psychotherapeut, Arzt und Theologe. Er ist das was man in früheren Zeiten einen Gelehrten genannt hätte, einen Weisen. Dessen Rat man suchte und schätzte. Das Buch ist für jeden etwas, auch für Atheisten.
Er schließt mit den Worten von Mutter Teresa:
Zitat:
Ich weiß nicht genau, wie der Himmel sein wird, aber ich weiß, dass, wenn wir steben, und es kommt die Zeit, dass Gott uns richtet, er uns nicht fragen wird: Wie viele gute Sachen hast du im Leben gemacht? Er wird uns eher fragen: Mit wie viel Liebe hast du getan, was du getan hast?
Es ist Wichtig Gott zu finden. Und er kann nicht im Lärm und in der Rastlosigkeit gefunden werden. Gott ist ein Freund der Stille. Sieh doch, wie die Natur in Stille wächst: die Bäume, die Blumen, das Gras. Sieh die Sterne, den Mond und die Sonne, wie sie in Stille ihre Bahnen ziehen. Wir brauchen Stille, um fähig zu werden, Seelen zu berühren ...
Daran sollten - nach meiner unmaßgeblichen Auffassung - die Menschen und insbesondere die Christen ihr Handeln ausrichten.
Mutter Teresa ist der Inbegriff des Christen für mich. Sie liebte die Menschen. Sie hat Gutes GETAN. Alles reden ist am Ende nichts, wenn man nicht handelt.
Sie IST nach meiner Auffassung Gottes Wort, weil sie es nie marktschreierisch verkündet hat.
Anselm Grün IST das Wort Gottes für mich, weil er leise und sanft Fingerzeige gibt, aber niemals laut und seinen Glauben prahlend durch die Lande zieht.
Manfred Lütz IST das Wort Gottes für mich, weil er leise und versöhnend Brücken schlägt, Menschen zueinander führt, auch wenn sie den Glauben nicht teilen..
Ihr Glaube ist auch mein Glaube.
Und ich glaube, dass ohne Liebe alles nichts ist. Die Liebe zur Natur und zu den Menschen ist existentiell. Die Liebe zu Gott ist es zudem für die Gläubigen. Und selbst wenn ich mich irre - was ich nicht hoffe - so schadet mein christlicher Glaube nichts, denn er ist nicht anmaßend.
Mutter Teresas Ruhe, ihr gelebtes Christentum, ihre Menschenliebe, führten zu ihrer weltweiten Wertschätzung über die Konfession hinaus.
Ich frage deshalb, was ist so schlimm an Homosexualität? Sexualität ist allgemein nicht nur Befriedigung, sondern auch ein Ausdruck von Liebe. Also ist auch Homosexualität unter Liebenden - unabhängig davon, ob die Natur diese Sexualität durch die vorhandenen Geschlechtsorgane vorgesehen hat oder nicht - Ausdruck von der Liebe, die Gott uns überhaupt erst empfinden lässt.
Der freiwillige Geschlechtstrieb unter geschlechtsreifen und verantwortungsbewussten Erwachsenen ist außerdem menschlich. Wer will es denjenigen aufzwingen, unmenschlich zu sein, die nichts für das andere Geschlecht empfinden und den Trieb wider den eigenen Empfindungen nun ausüben oder unterdrücken sollen. Das ist anmaßend. Das steht jedenfalls MIR nicht zu.
Die versuchte Verbreitung von Furcht und Angst hingegen, die manch einer gerne als Inbegriff der Folgen von vermeintlicher Gottlosigkeit "predigt", ist selbst gottlos.
Alleine Gott vermag in seinem Namen selbst zu richten und auch nur über die Seinen. Wer will schon wissen - wer die Seinen sind. Ich glaube, dass es alle Menschen sein werden. Aber ich kann mich irren.
Der Gott, den ich empfinde, kann verzeihen. Er wird nicht strafen. Er wird allen die Augen öffnen und diejenigen beschämen, die ihn geleugnet haben. Aber - wie gesagt - ich kann mich irren.
Wer hingegen nicht glaubt, kann sich doch entspannt zurücklehnen. Er wird kein besserer Mensch durch Spott , Argwohn oder Häme, die er verbreitet. Es kann Atheisten doch egal sein, denn es ist nicht ihr Glaube. Es ist genauso anmaßend über Gläubige zu urteilen, wie umgekehrt. Atheisten hören nach eigener Vorstellung auf zu existieren. Wofür dann noch streiten? Aus bloßer Lust daran, um andere Menschen herabzusetzen? Ihnen die vermeintliche Sinnlosigkeit ihres unwissenschaftlichen Glaubens vorzuhalten, sich über sie dadurch zu erhöhen? - Wie erbärmlich!
Dem entziehe ich mich, obwohl ich Christ bin und mich zu meinem Glauben bekenne. Ich lasse es geschehen.
[Block] Vergleiche dich nicht mit anderen. Sei dankbar für das, was Gott dir geschenkt hat und jeden Augenblick anbietet. Anstatt auf die Anderen zu schauen, nimm dich wahr, wie du selber bist. [/Block]
Anselm Grün in „Jeder Tag ein Weg zum Glück“
Lasst doch die Menschen so sein - wie sie sind, gläubig oder nicht - heterosexuell oder homosexuelll - Christ oder Moslem.
Mein Gott - den ich empfinde - ist ein liebender und ein verzeihender Gott. Seine Tür steht allen offen. Deshalb kann jeder selbst entscheiden, ob und wann er eintritt. Und wenn zwei liebende Menschen dies aufrichtig wollen, dann wird er sie ohne Ansehung von Rasse, Geschlecht oder Stand aufnehmen.
Denn Gott hat sicherlich auch jenen die Augen geöffnet, die glaubten, durch Hexenverbrennung, heilige Inquisition oder Kriege sein Wort zu verbreiten. Die Ablasshandel betrieben, um sich im Namen Gottes zu bereichern, die in Völlerei lebten, Wasser predigten und Wein soffen. Denn all dies gibt es in seinem Namen (hoffentlich) nicht mehr, aber der Glaube besteht fort.
Die Menschen - die sein Wort verhöhnten und mit Taten in seinem vermeintlichen Namen den Glauben mit Füßen traten - wird er die Augen geöffnet haben und sie werden ihr ewiges Leben beschämt antreten und die Bürde ihrer Taten in alle Ewigkeit mit sich tragen, obwohl er auch ihnen verziehen haben wird.
Ich weiß es nicht und kann dafür keinen Beweis antreten, denn ist nur mein Glaube. Deshalb klinke mich als user hier aus der Diskussion wieder aus.
Nur Eines noch:
Die stetig in endlosen Threads auftretende Intoleranz beider Seiten, ist weder von den meisten usern hier, noch Gottgewollt … glaube ich.
[/user]