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Holocaust - Vergessen? (war: Deutsche Kultur)

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Ich finde es wichtig sich seiner Geschichte und auch der Geschichte seines Landes bewusst zu sein und zumindest ein solides Grundwissen darüber haben sollte...als Schutz vor Wiederholungen von Fehlern...grausamen schrecklichen Fehlern wie dieser Nazikiste, die hier gelaufen ist.
Dennoch wird es leider immer dumme und ignorante Menschen geben, die leicht, nur allzu leicht die gleichen Fehler wiederholen oder es begrüßen solche Fehler zu wiederholen....vgl. die Neonazis....

Aber wenn man ein wenig weiter blickt sieht man auch weitere Beispiele schreienden Unrechts...andere Beispiele für Ethnozid, z.B in Amerika früher oder heute noch in einigen Kriegsgebieten dieser Erde, in Afrika z.B in denen sich aktuell noch Stämme gegenseitig versuchen auszurotten.
Allgemein scheint da also ne gewisse Tendenz zur kalkulierten Grausamkeit im Menschen drinzustecken und man sollte das in Erinnerung an den Holocaust niemals vergessen.

Was die Masse angeht..die ist in meinen Augen ein oft nur allzu leicht manipulierbares Ding....hat man Brot und Spiele fürs Volk ist alles gut, aber wehe wenn das fehlt, wie damals zu der Zeit in der die Nationalsozialisten an die Macht kamen...dann schreit die Masse nach einem vermeintlich starken Führer und folgt dem der die größten Versprechungen macht und am lautesten rumkreischt..wie diese Kreischheinis Göbbels etc. damals. Massen sind mir an sich unsymphatisch, denn oft können Massen schon in eine Art rauschhaften Zustand verfallen und eine ziemliche Gefahr entwickeln...vgl. in Fußballstadien...Ich denke schon, dass damals die allermeisten der Massen schon Bescheid wussten....oder zumindest ahnen musste was da lief...so ziemlich jeder hatte im Umfeld ja mitbekommen, dass Juden abgeholt oder mit diesen Armbinden stigmatisiert wurden etc...und sich gleich denken können, das da was gehörig schief lief....aber viele haben da mitgemacht...und das auch begrüßt, der Rest geduldet....da alle dachten es ginge ja um eigene Vorteile und das der Führer es schon wissen müsse...Menschen sind halt Herdentiere...

Mag erschreckend klingen, aber ich denke unter gewissen Umständen könnten sich ähnliche Dramen wiederholen...denn die menschliche Natur ist recht aggressiv und kriegerisch und naturgeleitet und Ethnozid ein weit verbreites Phänomen. Nur dort wo es genug Essen und Beschäftigung, Infrastruktur gibt ist die Gefahr gering..aber dort wo all das fehlt .....

Erschreckend am Holocaust finde ich diese Organisation und Technisierung des Tötens, Verbrechens an Menschen...es ist ja eine Sache wenn sich in Afrika einige tribes gegenseitig über den Haufen knallen und direkt abschlachten, aber ne ganz andere Sache wenn man Konzentrationslager herstellt und Gaskammern, Menschenversuche mit Juden und psychisch Kranken macht etc....hier zeigt sich dann das typisch deutsche Organisationstalent und Gründlichkeit mal von einer ganz anderen und erschreckenden Seite....
 
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AW: Deutsche Kultur?

Unsinn.

Den Holocaust wird man so schnell nicht vergessen.
Erstens weil er sehr gut dokumentiert ist und zweitens, weil er in der Tat einzigartig war. Die industrielle Vernichtung von über 6 Millionen Menschen.

Das Buzzwort hier ist "industriell".

Außerdem auch die willige Gefolgschaft des deutschen Volkes, einen Krieg anzufangen und über das Leiden der Juden, die ihre Nachbarn, Arbeitskollegen, Freunde usw. waren, hinwegzusehen.


dann frag mal die 15-19 jährigen - da wirste nur achselzucken und große Augen sehen - die musst altersmäßig nach unten denken - die interessiert das nicht, denn die haben ganz reale andere Problem und für die Generation ist das sowas von Uninteressant und was mich selbst anbelangt - mich interessiert die Zukunft - und die Gegenwart, denn in der werden die Weichen gestellt, was wollen wir denn noch von der Vergangenheit lernen - wie man Kriege führt und wie man tötet.
Sicher sollte man es nicht vergessen, aber dauernd daran erinnert zu werden ist eine Spritze die neue "Krankheiten" schafft........
 
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Ganz im Gegenteil. Denn heutige Generationen erfahren darüber viel mehr, wie wir in z.B. Ende der 60er und 70er Jahre. Für mich gab es 1970 etwa nur den Bücherschrank meines Vaters, bei dem ich mir Literatur über das Dritte Reich ausgeliehen habe. In meiner Schulzeit gab es außer "Die Brücke" nichts. Die guten und wahrheitsgetreuen Filme kamen ja wirklich erst in den 90ern.
Als ich zur Bundeswehr eingezogen wurde, war ich schon einigermaßen aufgeklärt und wußte genau was eine Dienstaufsichtsbeschwerde ist - hatte ich doch vorher die Bücher von H.H. Kirst "0815" verschlungen.
Und da hatte sich der Geist des Militärs noch nicht groß verändert. Der Bürger in Uniform kam erst kurz danach.
 
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Das Problem heutzutage ist doch, dass die Schüler mit dem Thema schier überschwemmt werden. Als ich in den 90ern zur Schule ging, haben wir ab der neunten/zehnten Klasse in Geschichte, Erdkunde, Deutsch und Englisch kaum ein anderes Thema mehr gehabt. Habe dann vom Gymnasium auf die FOS gewechselt und dort bis zum Abi auch kein anderes Thema mehr gehört. Da ist es nur logisch, dass die Kids irgendwann abschalten und abwinken "JaJa"... Ich habe in meiner ganzen Schullaufbahn nichts über den Vietnamkrieg oder die Erdölkrise oder sonstwas nach 1945 gehört. Und in Deutsch habe ich an der FOS nur noch 4er (vorher 1er) kassiert, weil ich es wagte mal anzumerken, dass mir das Thema 3. Reich auf den Geist geht.

Auch finde ich, dass man sich langsam mal weiter entwickeln muss. Sicher darf es nicht vergessen werden, auf welche unmenschliche und grausam gnadenlose Weise soviele unschuldige Menschen ermordet wurden. Aber man kann von der heutigen Jugend kaum verlangen, dafür die Büßerhaltung einzunehmen - warum auch. Solange ich nicht als Neonazi durch die Gegend renne oder einschlägige Schriften verbreite oder ähnliches brauche ich mich nicht zu schämen - auch nicht dafür Deutsche zu sein, denn das habe ich mir nicht ausgesucht.
 
Das größte Problem an der Geschichte sind ja gerade diejenigen, die immer von einer "Büßerhaltung" ( die der Deutsche hätte ) und von den anderen Sachen faseln, als z.B. " wir müssen einen Schlußstrich ziehen" und "einmal muß es doch vergessen sein". Das ist ja der Jargon der Halbnazis, die damit relativieren wollen - aber damit das Thema auch krampfhaft am Leben halten.
Ich habe bis heute keinen einzigen Deutschen kennengelernt, der sich an der Ausrottung der Juden schuldig fühlt. Und erst recht keinen, der eine irgendwie geartetet "Büßerhaltung" einnehmen würde.
Als Deutscher weiß man, was die Vorfahren angerichtet haben, ist dafür natürlich nicht schuldig. Fühlt sich aber verpflichtet alles zu tun, damit es nie mehr vorkommt. Und mehr ist dazu eigentlich auch nicht zu sagen.
 
Wir Deutschen waren - wie übrigens alle Verlierer- nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs perfekt im Verdrängen. "Wir haben nicht gewusst, was mit den Juden geschah", war ein Standardspruch. Das hat überwiegend sogar gestimmt, aber nur, weil sie es gar nicht wissen wollten.

Man verigsst, dass vor 1933 in fast jedem noch so kleinen Kaff Juden wohnten, oft als Arzt oder Notar. Und von einem Tag auf den anderen waren sie (und ihre Familien!) weg. Die Häuser standen kurze Zeit leer, dann zogen Fremde ein, die bald als höhere Parteifunktionäre in Erscheinung traten.

Nachfragen nach Herrn Doktor und Familie waren unerwünscht - und wurden vorsichtshalber nicht gestellt!

Nein, man hat nichts gewusst!

Ob wir, die heutige Generation, weniger duckmäuserisch gewesen wären - da habe ich meine Zweifel.
 
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Ich habe mich in den vergangenen Jahren ausführlicher mit der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert beschäftigt, auch, weil bei mir das Abitur anstand, als wir "in Geschichte" beim 1. Weltkrieg angekommen waren (ein häufiges Phänomen der Vor 68-er Generation).

Für den maßlosen Judenhass der Nationalsozialisten habe ich keine wirklich überzeugende Begründung gefunden.

Juden waren eben nicht mehr die raffgierigen und erpresserischen Geldverleiher des Mittelalters. Und dass man sie ausrotten müsse, weil sie unseren Herrn Jesus Christus ans Kreuz geschlagen haben, das zu behaupten war sich selbst Goebbels zu schade.

Statt dessen das Geschwafel von der "Jüdischen Weltverschwörung" , oder für kleinere Geister: "Die Juden sind unser Unglück." Also eine schlichte Neiddiskussion.

Heute würden solche Simpel-Thesen den Volkszorn wohl nicht mehr so anfachen.
 
Das ist schon ein gefährliches Thema.......
Ich habe mich hier mal vor Jahren mite inem Einheimischen darüber unterhalten. Auf diesselbe Frage ( was waren die Gründe für diesen Hass auf die Juden? ) hat er gemeint: "Weil die so geschickt waren, allen anderen das Geld wegzunehmen".
Ich habe dann drauf geantwortet: Wenn Du aber jetzt in Filmen siehst, diese zerlumpten Gestalten, die man da umbringt mitsamt den kleinen Kindern und Frauen. Findest Du das die reich sind?
Darauf wußte er dann keine Antwort mehr.
 
Die Juden sind Gottes auserwähltes Volk. Das ist der Grund dafür, das sie von der ganzen Welt verachtet und gehaßt werden.
Auch Jesus wurde von den Menschen gehaßt.
 
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