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Holocaust - Vergessen? (war: Deutsche Kultur)

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Das größte Problem an der Geschichte sind ja gerade diejenigen, die immer von einer "Büßerhaltung" ( die der Deutsche hätte ) und von den anderen Sachen faseln, als z.B. " wir müssen einen Schlußstrich ziehen" und "einmal muß es doch vergessen sein". Das ist ja der Jargon der Halbnazis, die damit relativieren wollen - aber damit das Thema auch krampfhaft am Leben halten.
Ich habe bis heute keinen einzigen Deutschen kennengelernt, der sich an der Ausrottung der Juden schuldig fühlt. Und erst recht keinen, der eine irgendwie geartetet "Büßerhaltung" einnehmen würde.
Als Deutscher weiß man, was die Vorfahren angerichtet haben, ist dafür natürlich nicht schuldig. Fühlt sich aber verpflichtet alles zu tun, damit es nie mehr vorkommt. Und mehr ist dazu eigentlich auch nicht zu sagen.

Du wirst es nicht glauben, aber man hat mir schon des Öfteren genau diese Büßerhaltung präsentiert. Um mal die ganz krassen Beispiele zu nennen:
als die NPD irgendwo in ein Länderparlament gewählt wurde, meinte eine Klassenkameradin allen ernstes, dass sie sich dafür schäme eine Deutsche zu sein. Besagte Deutschlehrerin, die mir meine Abinote deswegen drückte, entgegnete mir ganz entgeistert "Aber wie können Sie so etwas sagen, das waren doch ihre Großeltern!", als ich meinte, ich würde gern auch mal wieder andere Literatur, wie "Faust" oder "Was ihr wollt" oder sonstwas lesen, und dass mich das Thema nicht mehr interessieren würde. Meine Oma war Hausmädchen bei einer jüdischen Familie. Und sie weint heute noch, wenn sie von der Zeit erzählt oder wenn in den Nachrichten im Fernsehen Bilder von Kriegsschauplätzen gezeigt werden.
 
Also ihr habt ja einen Umgangston 😱

Ehm - Lena - Jesus war selbst Jude, und wurde von seinen Landsleuten gehasst. Pilatus hat sich lange gesträubt, ihn kreuzigen zu lassen. Anerkannt ist er von seinen Landsleuten bis heut nicht als "Gottes Sohn". Und da sollen die Juden "Gottes auserwähltes Volk" sein ??? Wie passt Altes und Neues Testament da zusammen ? Der Hass des "auserwählten Volkes" auf "Gottes Sohn" ??
Ein gewisser Adolf hat auch mal die "Arier" als "auserwähltes Volk" gesehen, was dabei rumgekommen ist wissen wir ja. Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich "auserwähltes Volk" höre.
Auch ein Grund, warum ich mit dem Christentum bzw. Religionen gebrochen habe. Herren- und Untermenschen ?? Herren- und Unterreligionen ?? Wenn du Gott als Person siehst, was unterstellst du ihm damit ??

Peter

PS: 2004 oder 2005 habe ich einen Bericht und Interviews über jüdische Siedler gelesen. Es kam ein junger Mann zu Wort, der durchblicken lies, von Adolf gelernt zu haben - und das sie - die Juden, die wahren Herrenmenschen seien. So geht das, wenn man "auserwählt" zu sein sich einbildet. Zum Kotzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja. Ich wüsste zwar nicht, dass die Juden "von der ganzen Welt gehasst und verachtet werden" - aber wer blind bibelgläubig ist, da kann man nichts machen. Falls es ein Leben nach dem Tod gibt, kommt die Erkenntnis dann, falls nicht, eben nicht.

Peter
 
Adolf hat in "Mein Kampf" den Juden auch vorgeworfen, die Presse, und damit die Meinungsmache, in der Hand gehabt zu haben. Nicht nur als Hintermänner des verlorenen ersten Weltkriegs, und nicht nur als Finanziers.
Das Bild, dass die Juden an "allem schuld" waren, war bei Adolf schon ziemlich umfassend.

Peter
 
Die Theorie der jüdischen Weltverschwörung ist ja an sich schon unlogisch.

Hätten die Juden tatsächlich so viel Macht, wäre der Holocaust wohl kaum passiert. Hätten die Juden tatsächlich so viel Macht, wäre ihr Image wohl besser.

Immerhin kontrollieren sie ja angeblich die Medien. 🙄
 
Heute würden solche Simpel-Thesen den Volkszorn wohl nicht mehr so anfachen.

Da wäre ich mir nicht so sicher. Denn es fing ja nicht damit an, dass sie einfach was behauptet haben, sondern es war ja eine gut geplante Propaganda.
Erstmal geben wir dem Volk was gutes (Arbeit, Sicherheit) nach den Kriegsjahren und lullen sie ein. Und dann bauen wir Stück für Stück ein Feindbild auf.

Ich denke schon, dass das heute (wenns gut geplant ist) möglich wäre. Den einzigen Vorteil, den ich heute sehe, sind die Möglichkeiten der Medien, um sich auszustauschen und Widerstand zu organisieren. Da bietet ja vor allem das Internet und auch Handys wesentlich bessere Möglichkeiten als das damals möglich war.

Dass man aber grundsätzlich das Volk von seltsamen Ansichten überzeugen kann, glaube ich schon...
 
Ehm - Lena - Jesus war selbst Jude, und wurde von seinen Landsleuten gehasst. Pilatus hat sich lange gesträubt, ihn kreuzigen zu lassen. Anerkannt ist er von seinen Landsleuten bis heut nicht als "Gottes Sohn". Und da sollen die Juden "Gottes auserwähltes Volk" sein ??? Wie passt Altes und Neues Testament da zusammen ? Der Hass des "auserwählten Volkes" auf "Gottes Sohn" ??
jA; so ist das trotzdem.Jesus Christus war ein Jude (als er auf die Erde kam und Mensch wurde) - aus dem Stamm juda geboren in der Stadt Davids (Bethlehem)
Jesus wurde ja auch von seinen jüdischen Eltern in der jüdischen Glaubenslehre erzogen.
als Rabbi hat er auch im Tempel gelehrt.
Aber die Juden, sein eigenes Volk, haben nicht erkannt, dass ER der Messias ist. In den letzten Tagen (in denen wir heute leben) wird Gott aber die Decke von ihren Augen nehmen, dass sie den erkennen, in welchen sie gestochen haben .
Mit meinen Worten aus der Bibel wieder gegeben)

Die Juden haben Ihn gehasst, weil sie meinten, Er lästert Gott als er sich als Gottes Sohn bezeichnet hat.Aber am Ende der Tage werden sie Ihn erkennen.


Ein gewisser Adolf hat auch mal die "Arier" als "auserwähltes Volk" gesehen, was dabei rumgekommen ist wissen wir ja. Mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich "auserwähltes Volk" höre.
Auch ein Grund, warum ich mit dem Christentum bzw. Religionen gebrochen habe. Herren- und Untermenschen ?? Herren- und Unterreligionen ?? Wenn du Gott als Person siehst, was unterstellst du ihm damit ??

Ich unterstelle Gott gar nichts, weil das was ich sage, seine Worte sind. Du kannst wohl nicht das, was ein Kranker Mensch wie Hitler in seinem Wahn von sich gelassen hat, mit dem vergleichen, was Gott sagt.
Wenn Gott das Volk Israel als auserwähntes Volk bezeichnet, heißt das nicht, das andere Menschen Ihm deshalb weniger wertvoll sind.
 
Leute, bitte keine Religions-/ Gottesdiskussion an dieser Stelle. Davon haben wir wirklich genügend und ich denke die religiösen Ansichten der Threadteilnehmer sind inzwischen hinlänglich bekannt.
 
Die Haltung Deiner Oma, dass sie heute noch darüber weinen kann, wenn sie im Fernsehen Bilder von der damaligen Zeit sieht, finde ich äußerst positiv.
Auch wenn Menschen äußern, ich schäme mich dafür ein Deutscher zu sein, kann ich das gut verstehen.
Auch ich habe vor Gott schon Buße darüber getan, was unser Volk dem jüdischen Volk grauenhaftes angetan hat.
Ich finde, das sollte einen jeden auch Heute noch erschüttern!



Du wirst es nicht glauben, aber man hat mir schon des Öfteren genau diese Büßerhaltung präsentiert. Um mal die ganz krassen Beispiele zu nennen:
als die NPD irgendwo in ein Länderparlament gewählt wurde, meinte eine Klassenkameradin allen ernstes, dass sie sich dafür schäme eine Deutsche zu sein. Besagte Deutschlehrerin, die mir meine Abinote deswegen drückte, entgegnete mir ganz entgeistert "Aber wie können Sie so etwas sagen, das waren doch ihre Großeltern!", als ich meinte, ich würde gern auch mal wieder andere Literatur, wie "Faust" oder "Was ihr wollt" oder sonstwas lesen, und dass mich das Thema nicht mehr interessieren würde. Meine Oma war Hausmädchen bei einer jüdischen Familie. Und sie weint heute noch, wenn sie von der Zeit erzählt oder wenn in den Nachrichten im Fernsehen Bilder von Kriegsschauplätzen gezeigt werden.
 
Lena du hast recht, dass es jeden erschüttern sollte. Und das ist bei mir nicht anders; ich habe Dachau besucht und obwohl dort die Gaskammern nicht zum Einsatz gekommen sind, habe ich beim Anblick der gezeigten Bilder geweint. Nur bin ich nicht dafür verantwortlich, was "das Volk" macht oder gemacht hat und fühle mich ergo auch nicht dazu verpflichtet das Handeln der Großmuttergeneration zu erklären oder bußfertig Reue zu bekunden. Ich habe mir bei meiner Geburt nicht ausgesucht, in welchem Land ich geboren wurde und werde daher mich auch nicht für Verbrechen der Vergangenheit entschuldigen, die ich nicht begangen habe.

Jede jüdische Familie hat mein aufrichtiges Beileid für den grausamen Verlust und die seelischen Qualen, die sie während des Naziregimes und auch noch in den vielen Jahren danach erlitten haben. Aber das hat was Mitgefühl, Anstand und Menschlichkeit und nichts mit Verantwortlichkeit und Entschuldigen zu tun.
 
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