Child of Storm
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Das größte Problem an der Geschichte sind ja gerade diejenigen, die immer von einer "Büßerhaltung" ( die der Deutsche hätte ) und von den anderen Sachen faseln, als z.B. " wir müssen einen Schlußstrich ziehen" und "einmal muß es doch vergessen sein". Das ist ja der Jargon der Halbnazis, die damit relativieren wollen - aber damit das Thema auch krampfhaft am Leben halten.
Ich habe bis heute keinen einzigen Deutschen kennengelernt, der sich an der Ausrottung der Juden schuldig fühlt. Und erst recht keinen, der eine irgendwie geartetet "Büßerhaltung" einnehmen würde.
Als Deutscher weiß man, was die Vorfahren angerichtet haben, ist dafür natürlich nicht schuldig. Fühlt sich aber verpflichtet alles zu tun, damit es nie mehr vorkommt. Und mehr ist dazu eigentlich auch nicht zu sagen.
Du wirst es nicht glauben, aber man hat mir schon des Öfteren genau diese Büßerhaltung präsentiert. Um mal die ganz krassen Beispiele zu nennen:
als die NPD irgendwo in ein Länderparlament gewählt wurde, meinte eine Klassenkameradin allen ernstes, dass sie sich dafür schäme eine Deutsche zu sein. Besagte Deutschlehrerin, die mir meine Abinote deswegen drückte, entgegnete mir ganz entgeistert "Aber wie können Sie so etwas sagen, das waren doch ihre Großeltern!", als ich meinte, ich würde gern auch mal wieder andere Literatur, wie "Faust" oder "Was ihr wollt" oder sonstwas lesen, und dass mich das Thema nicht mehr interessieren würde. Meine Oma war Hausmädchen bei einer jüdischen Familie. Und sie weint heute noch, wenn sie von der Zeit erzählt oder wenn in den Nachrichten im Fernsehen Bilder von Kriegsschauplätzen gezeigt werden.