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Hilfe, meine Tochter dreht durch

Hallo AnkeRiedinger,
Ich mußte jetzt etwas liebevoll lächeln, und ich denke dein Mann hat es eher auch so gemeint.
Meine ersten Gedanken waren, wow, die ist ja noch klammriger als ich, und ich bin schon Oberklammrig.
Aber nein, deine Tochter ist vierzehn, und als meine erste Tochter 14 war, war das für mich eigentlich auch so wie für dich, habe ich mich erinnert.
Und bei meiner 16jä. bin ich nicht mehr ganz so verkrampft.
Es sind die ersten Schritte, die du beobachten, erleben darfst, behalte dir das Bild, und freunde dich damit an, mit dieser kleinen Persöhnlichkeit, in der schon so viel Selbstständigkeit steckt.
Was du beschreibst an Gefühlen ja die tauchen auf und sind normal.
Aber löse dich von dem Gefühl, das sie etwas hinter deinem Rücken tut, nein, sie wird es sowieso irgendwann tun, nur ist das nicht ein Hinter deinem Rücken tun .
Es ist einfach, jetzt hast du ein Bild , und kannst dich an deine schon selbstständige Tochter erinnern.
Schlimmer wäre es doch, wenn du ein Bild hättest , wie sie ängstlich nicht zur Kasse will, weil sie Furcht vor anderen Menschen oder der Kassiererin hat.
Weißt du , mache dir ruhig Sorgen über deine Familie, finde ich besser als wenn es dir egal ist.
Aber lass auch die anderen Gefühle zu, das Freiheiten lassen, und hier mal etwas lockerer werden und dort auch. Hinterfrage deine Strenge ruhig.
Sie ist nicht immer angebracht. Andererseits brauchst du sie auch als Startziel von dort aus du dich verändern kannst.
So behälst du den Überblick zu dir selbst.
Es gibt eben immer mehr als nur einen Betrachtungswinkel. Es ist jetzt jeden Tag Arbeit mit dir Selbst, weil einiges starr und unbeweglich in dir geworden war, im Denken und Handeln.

Doch das sind die neuen Schritte in Richtung Freiheit, geistige,seelische Freiheit.
Du brauchst aber auch die strenge Denkerin noch, um von dort aus die Schritte des Loslassens zu planen und immer so zwei Schritte lockerer zu sein.
Das strenge, starre Denken hat dir Sicherheit gegeben. Danach konntest du dich ausrichten. Es ist schwer den ersten Schritt zu tun und etwas loszulassen von den alten Mechanismen.
Dadurch wird alles ein wenig freier, und lebendiger.
Alles Ungewohnte macht erst mal etwas Furcht, das ist normal.

Jetzt weißt du, so zwei Schritte ins Lockere , weniger Strenge tun dir nicht weh und schaden niemanden.
Vielleicht hilft dir dieses Verhalten, das du gerade am erlernen bist auch mit deinem Mann neue Wege zu gehen, und auch bei deinem Sohn.
Alles was du dir mühevoll und bedacht erarbeitest, ein klein wenig freier und lockerer zu sein, wird sich gut auswirken. Weil du es mit Bedacht wählst.

Fürchte dich nicht vor der Lebendigkeit in dir, ich weiß das du von deinem Elternhaus viel Engheit und Strenge erfahren hast, jetzt ist der Zeitpunkt, auch dir mal ein wenig Lebendigkeit zukommen zulassen.

Im Grunde kämpft deine Tochter nicht nur um ihr Stückchen innere Freiheit, sondern auch um deine innere Freiheit. Das weiß sie nicht bewußt, aber weil sie von dir geliebt, bemuttert, bespielt und erzogen wurde, ist es indirekt dein Kampf.

Und es ist schön zu sehen das die Verhaltensmuster immer noch funktionieren im Leben, denke ich mir gerade.

Ab einer gewissen stelle bringen die Kinder den Erwachsenen eben auch was bei. Und wenn die Eltern nicht Blind und Taub sind, und der Sprache mächtig, dann merken sie, so wie du auch, das durch Starrheit ein Weg stattfindet, den man gar nicht will.
Und dann fangen die Eltern an, ihr Verhalten zu überprüfen und zu verändern, und schon verändert sich ganz viel zum Guten.

Ich finde deinen Weg wirklich gut, eigentlich total super, du hast riesen Schritte in deiner Entwicklung gemacht, dickes Lob.

Schön wäre es wenn du eine Beratungstherapeutin hättest, mit der du das alles regelmässig reflektieren könntest.
Probiers doch mal bei der Ehe und Familienberatung einen Termin zu bekommen.
Du bist im Umbruch, in der Veränderung, du willst nicht zu viel aber auch nicht zu wenig verändern.




  1. Das mit dem Kaffe war sehr mutig, ich hätte es nicht erlaubt, aber bei mir gibt es auch grundsätzlich keinen Kaffee, auch ich trinke keinen.
    Wenn du aber selber Kaffee trinkst, dann, war das wohl schon in Ordnung.

    Freu dich habe keine Sorge, es wird alles gut.

    Da siehst du mal wie einschätzbar du für andere fremde Menschen bist, als du mit deiner Tochter gemütlich Kaffee in der Passage getrunken hast.

    Etwas was ich nie wollte für Fremde einschätzbar sein.
    Für meine Familie schon🙂

    Vertrau auf dein Gefühl, aber nicht nur auf dein Strenges, auch auf dein Loslassgefühl. Du brauchst beide um richtig zu entscheiden.
    So wie du auch beide Augen brauchst um deutlich zu sehen.


    Meine ältere Tochter zieht jetzt um, aus unserer Stadt in die Stadt wo sie studiert, ca 20 km weg, mit ihrem Freund zusammen.
    Bald wird sie nicht mehr nur 2km entfernt sein. Ich bin betrübt darüber, ich möchte ihr sagen bleib in deiner kleinen 1- Zimmer Wohnung. Und das mit dem Freund ist doch eh nicht für ewig, möchte ich sagen. Bleib doch lieber hier.
    Wegen dem hast du aufgehört Gitarre zu spielen und zu singen, und Hunde mag er auch nicht, und und und...
    Kein Wort habe ich rausgebracht, ich habe gedacht, nein, das machst du nicht, du Miesmacherin, nur weil du sie in deiner Nähe haben willst. Nur weil du schlechte Erfahrungen gemacht hast.
    Das einzige was ich gefragt habe, Warum?.

    Sie hat mir geantwortet, kuck mal, Mama, dann bin ich näher an der Uni, und der XXX und ich haben dann mehr Platz, (er ist ein 2 meter Mann) wir brauchen mehr Platz um uns zu entfalten, als in den 25 Qudratmetern.
    Ja, habe ich gesagt, und dann sagte ich, aber dann bist du soweit weg.
    Dann hat sie gesagt, ich bin doch am Wochenende auch wegen dem Kinojob immer hier, dann sehn wir uns auch.
    Ja, ich hab es einfach stattfinden lassen, ohne ihr all meine Zweifel zu sagen. Denn die sind nur in meinen Gedanken, anhand von meinen Erfahrungen.
    Nicht aber in meiner Tochter. Die sieht das Leben mit anderen Augen, mit ihren Augen, und die lebt das Leben auch anders, nämlich mit ihren Gedanken und Gefühlen.

    Ich habe ihr alles beigebracht was ich konnte, auch kritisches Betrachten, ich denke sie hat wohl genug darüber nachgedacht, bevor sie sich so entschieden hat.

    Ich vertraue ihr.
    Ich hätte ihr schon damals beim Picknick vertrauen können. Aber es gibt so viele sexuell Gestörte und ich hatte soviel Angst um sie. Darum hatte ich es ihr damals nicht erlaubt.
    Aber in die Stadt durfte sie.

    Nun gut, hab ich aus dem Täschchen geplaudert.
    Du merkst auch ich habe meine inneren Kämpfe.
    Es ist jeden Tag harte Arbeit an mir Selbst. Und jeder Tag ist ein neuer und guter Tag für mich.
    -
    Liebe Grüße
    Pecky🙂
    Entschuldige wegen der Schreibfehler, ich schreibe die letzten Tage zuviel 🙂
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo Anke,
ja, es klingt so, als ob bei euch vieles im Umbruch ist.
Dass du mit deiner Tochter in der Stadt warst, und es geschafft hast dich über dein "normales" hinwegzusetzen finde ich einen mutigen Schritt. Vor allem, weil solch ein Kaffeetrinken in der Öffentlichkeit für dich doch eher negativ besetzt ist. Vielleicht solltest du mal in dich fühlen, ob es nicht auch ein kleines bisschen schön gewesen ist, so mit deiner erwachsen werdenden Tochter dazusitzen und einfach mal eine Auszeit vom Alltag genommen zu haben?
Und noch ein Gedanke von mir, der sich jetzt beim Schreiben so bei mir aufdrängt: Wie wäre es denn, wenn du deine Tochter fragst, ob sie nicht Lust hat, das mal zu wiederholen? Verbunden vielleicht mit einem Bummel durch die Geschäfte, wo sie dir zeigen könnte was ihr so gefällt an Klamotten, Schuhen und anderen Sachen, welche die jungen Mädels heute schön finden. Macht zusammen einen Frauennachmittag, erst kaffeesieren, dann shoppen (man muss da ja nichts kaufen, nur gucken...) und zum Abschluss zum Pizzamann um die verlorenen Kalorien wieder aufzufüllen. Und wenn ihr wieder jemanden treffen solltet, der fragt was du um die Zeit in der Stadt treibst, dann sag einfach "Frauennachmittag mit meiner Großen". Nur ihr beide und deine Männer könntest du anregen, auch gemeinsam was zu unternehmen. Ist doch besser, die Kinder werden mit uns gemeisam erwachsen als wenn sie es klammheimlich und auf sich alleingestellt werden, oder? Denn... erwachsen werden sie, ob wir wollen oder nicht.
 
Aber ich bekam auch Angst, dass sie dieses nun immer hinter meinem Rücken tun könnte.

Je mehr Du Deiner Tochter auch Freiraum zugestehst, sie als einen eigenständigen Menschen mit einer eigenen Persönlichkeit siehst, desto weniger wird sie etwas "heimlich" tun.

Ich finde es schön, daß sie mit Dir einen Kaffee trinken wollte. Versuch mal, da etwas lockerer zu sein. Hast Du Angst, jemand könnte komisch über Dich reden? Warum sollte jemand das tun, nur weil Du mit Deiner Tochter einen Kaffee trinkst? Im Gegenteil, es ist schön, wenn Mütter und Töchter sich gemeinsam hinsetzen, etwas trinken und reden. Ich bin zwar schon 40, aber ich gehe auch heute noch gern mit meiner Mama (oder meiner Schwiegermama) einen Kaffee trinken. Weil es einfach schön ist, gemeinsam Zeit zu verbringen und zu quatschen.

Je mehr Du Dein Kind "loslassen" kannst, desto lieber wird es "zurückkommen". 🙂
 
Ich freu mich für Dich Anke.

Genieß die Mutter-Tochter-Frauen-Zeit mit Deiner wunderbaren erwachenden Tochter.
Das ist etwas, was Dir keiner nehmen kann, dieses Mutter-Tochter-Ding.

Laß Dich von Deiner kleinen Großen etwas aus Deinem Alltagstrott reißen. Gib etwas von Deiner Schwere ab und nimm etwas von ihrer Leichtigkeit. Laß Dich ein bißchen entführen, in ihre Teenager-Welt. Das ist schön.

Du darfst ihr auch ruhig zeigen, daß das eine Welt ist, in der sie sich etwas besser auskennt als Du. Sie wird es auch genießen, Dich teilhaben zu lassen.

Glaub mir, das ist eine gute Sache. Laß Dich darauf ein. Und genieße auch mal das süße Nichtstun, Zusammensein, ziellose bummeln und Leute beobachten.

Ich tue das immer noch sehr gerne mit meiner Mutter. Alle paar Wochen hole ich sie samstags ab und dann gehen wir bummeln und konditorn. Jedes Mal in einer anderen Stadt in der Umgebung. Es geht nicht ums Kaufen in der Stadt oder Essen und Trinken zwecks Nahrungsaufnahme, sondern um das zwanglose Zusammensein. Das Schlendern und genießen. Und ich genieße es genauso, wenn meine Patenkinder, die im Alter Deiner Tochter sind, Lust haben mit mir durch die Stadt zu bummeln.

Ich wünsche Dir, daß Deine Tochter Dich auch samstags abholt, wenn Du mal 80 bist und sie 46 😀
 
Zuletzt bearbeitet:
Hallo. Ich habe mich länger hier nicht gemeldet. War ja auch viel umtellung in der letzten Woche. Mein Mann ist wieder zuhause und er erholt sich eigentlich so ganz gut.
Ich war am Samstag mit meiner Tochter einfach mal in der Stadt (wir mussten eh einiges für den Haushalt besorgen). Sie meinte dann ganz spontan, ob ich mit ihr nicht einfach mal so Kaffee trinken gehen würde. Ich hielt inne und war erstaunt. Und sagte, dass sie keinen Kaffee darf, weil sie noch ein Kind sei. Dann fing sie an zu mosern und meinte, dass sie mit ihren Freundinnen schon öfter einen Milchkaffee getrunken hatte. Ich fiel aus allen Wolken. Sie wollte Zuhause ja immer Kakao. Denn ich war noch nie einfach so in der Stadt zum Kakao, bzw. ich einen Kaffee trinken, da ich meist ja eh nur einen strukturierten und durchplanten Tagesablauf habe. Ich kam mir sehr komisch vor, wie ich da mit meiner Tochter am Tresen von der Bäckerei stand und wartete bis wir was bestellen konnten und als wir dann saßen und unseren Kaffee getrunken haben. Sowas kenne ich sonst nur von Leuten, die entweder Langeweile haben, studieren gehen oder sich extra zum Plausch verabreden und dann auch einen Tisch reservieren. (Ja ich muss zugeben, es ist nicht so meine Welt). Nun ja, wie gesagt, ich kam mir etwas peinlich berührt, verloren und unheimlich komisch dabei vor. Zumal mich auch einige von der Arbeit erkannten und mich ansprachen, warum man mich ausgerechnet am Samstag um 11Uhr in der Passage antrifft. Danach bin ich dann noch mit meiner Tochter zu Karstadt und kaufte ihr eine Hose, so wie ich es immer gemacht habe. Nur diesmal entdeckte ich wieder was völlig neues an ihr. Sie machte den Eindruck, als wüsste sie was sie wollte. Sie wollte diesmal nicht mehr in die "Kinderabteilung". Sie wollte was "flippiges, modisches" so wie sie sich ausdrückte. Ok, ich dachte mir, naja, einmal kannste es ja wagen und ihr mal was gutes tun. Irgendwie sagte meine andere Stimme, dass ich es nicht tun sollte, da sie erst zu Weihnachten von uns 2 neue Pullover und einen Anorak bekam. Jedenfalls suchte sie sich was aus und blieb sogar unter dem von mir genannten Preis damit. Wir machten aber aus, dass ich das nur zur Hälfte bezahlte und sie den Rest von ihrem Taschengeld. Damit war sie einverstanden. Aber irgendwie fühlte ich mich trotzdem nicht wohl, meine Kleine so "erwachsen" zu sehen, wie sie wie alle anderen Erwachsenen an der Kasse stand und die Sachen bezahlte. Irgendwie war ich stolz auf sie. Aber ich bekam auch Angst, dass sie dieses nun immer hinter meinem Rücken tun könnte.
Später redete ich mit meinem Mann da rüber. Er musste bisschen lachen dabei, was mir gar nicht gefiel. Wie seht ihr das?
Der Grund, warum ich jetzt schreibe ist, dass ich mir gerade wieder Sorgen mache über meien Familie.

Würdest du ihr nicht alles verbieten, würde sie es nicht heimlich machen. Als ich das mit dem Kaffee gelesen habe war ich echt geschockt. Ganz ehrlich, ich würde dir zu einer Therapie raten. Dein Verhalten ist echt nicht gesund.
 
Zuletzt bearbeitet:
Mensch, du bist aber echt schon sehr krass drauf. Hilfe, meine Tochter ist 14 und hat Milchkaffee getrunken! Das ist echt lächerlich. Es ist gut, dass du dich sorgst, aber du musst echt aufpassen nicht zu übertreiben und deiner Tochter alles zu verbieten. Das wird alles nur noch viel schlimmer machen. Deine Tochter muss sich selbst finden und ihre Persönlichkeit entfalten. Und vor allem du solltest mal über dein verhalten nachdenken. "Was sollen die Leute nur denken?" Schlag solche Sachen sofort aus deinen Kopf, du kannst dein eigenes Leben noch gar nicht genießen und machst so das Leben deiner Kinder vielleicht irgendwann kaputt. Lass deiner Tochter mehr Freiheit.
 
Sie meinte dann ganz spontan, ob ich mit ihr nicht einfach mal so Kaffee trinken gehen würde. Ich hielt inne und war erstaunt. Und sagte, dass sie keinen Kaffee darf, weil sie noch ein Kind sei.

Du kannst ja beim nächsten Einkaufsbummel ein Babyfläschchen mitnehmen 🙄

Vielleicht solltest du deine Tochter mal mit ihren Freundinnen Klamotten kaufen lassen. Sie weiß ja genau was sie will und ist selbstbewusst genug.

Es liest sich nicht so, als hätte dir der Enkaufsbummel mit deiner Tochter Spaß gemacht, wenn du peinlich berührt warst und der Stop in der Bäckerei deinen durchstrukturierten Tagesablauf durcheinander brachte.
Du klingst insgesamt völlig weltfremd.
 
Die Mutter ist ein hervorragendes Beispiel dafür, was die falsche Erziehnung alle bewirken kann. Ihre Kindheit wurde versaut und heute ist nicht der in der Lage ihre Tochter zu erziehen und ist dabei ihr Leben auch zu versauen bzw. hat sie es schon etwas getan.

Anke du gehörst schlichtweg in Therapie. Wenn du nichts tust, wird deine Tochter leider so wie du werden. Wenn sie Kinder bekommt wird sie sie auch so behandeln....ein ewiger Kreislauf.


Es ist das normalste auf der Welt sich mal beim Bäcker oder sowaswo sich nen Kaffee zu holen.
 
Hallo Anke,

ich lese den Thread still mit.
Deine Tochter scheint sehr gesellig und kontaktfreudig zu sein, macht die gängigen Jugendaktivitäten im Dorf mit und hat zusätzlich ihre Clique in der Stadt.
Und zum Anfang ist sie zur Tanzstunde gegangen...

...könnte da irgendwas vorgefallen sein?
Eure Beziehung ist sehr kompliziert, weil Du sehr extrem auf Dinge reagierst, die auch nur einen Millimeter von Deinem Plan abweichen und extrem viel Wert auf die Meinung anderer Menschen legst. Keine gute Grundlage, um als frisch in die Pubertät gekommene Tochter irgendwelche Probleme anzusprechen.
Magst Du sie mal fragen, ob da irgendwas war? Mit den anderen Tanzschülern, mit den Tanzlehrern?
Falls Du das unhysterisch kannst und bei Antworten, die vielleicht anders als "nö, alles prima" sind, nicht sofort in den "Ogottogottogott, was sollen bloß die Nachbarn/Schwiegereltern/Arbeitskollegen/Vereinsfreunde denken!!!"-Modus verfällst und sie unter Druck setzt.

In der Kreisstadt meines Heimatortes wurden eine Traditionstanzschule und eine Klinik für Kinder und Jugendliche dicht gemacht, weil sich einer der Tanzlehrer und der Klinikleiter an ihren Schülern/Patienten vergriffen haben.
Die Gerüchte kursierten jeweils jahrelang hinter vorgehaltener Hand, weil der Inhaber der Tanzschule und der Klinikchef zu den wortführenden Leuten im Städtchen gehörten und sich auch so inszeniert haben.
Die Leute haben lieber ihre eigenen Kinder der Lüge bezichtigt und mundtot gemacht, als in dem Provinzfilz als "Nestbeschmutzer" dazustehen.
Es hat viele Familien für immer zerrisse und zerstört, denn wir leben nicht mehr in den 50ern und 60ern, in denen der Herr Doktor im weißen Kittel der Halbgott in Weiß war und man vor dem alteingesessenen Geldadel gekuscht und gekatzbuckelt hat.
Die Kinder haben sich den Mund nicht mehr verbieten lassen.
Die opfern nicht mehr ihr eigenes Glück für den spießigen Einheitsbrei und provinzielles Friede, Freude, Eierkuchen-Getue.

Und das ist es bei Euch, selbst wenn Deine Tochter wirklich nur keine Lust auf Tanzschule hat.
Wie kommen irgendwelche Leute, die selbst am Samstagvormittag im Einkaufszentrum herumlaufen, dazu, Dich auszuquetschen, warum DU da auch bist? Wann soll man denn sonst hingehen? In der Woche muss man arbeiten, Sonntags haben die zu.
 
die unlust an der tanzschue nun beim tanzlehrer zu suchen und ihm übergriffiges verhalten anzudichten, ist doch weit hergeholt.

die tochter hat keinen bock auf diese tänze und dafür andere interessen. ist doch völlig normal.
 

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