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Hilfe mein Kind tickt aus !!!

  • Starter*in Starter*in Tomia
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@ Tyra

Der Junge kann nur auf eine Schule gehen wo es möglich ist diesen Förderunterricht zu bekommen.

Das bedeutet das eine Sonderpädagogin das Kind ein Jahr lang begleitet, im Unterricht und in den Pausen.

Das muß aber finanziert werden, und da fehlt es dem Staat an Kohle......

Und oft wie bei uns sind nicht genug Lehrkräfte da.......

Wenn ein Verhaltensauffäliges Kind in der Klasse ist, und es so den Unterricht stört das kein richtiger Unterricht mehr möglich ist, kann die Schule nach dieser Prüfung veranlassen das das Kind auf eine Schule für Verhaltensauffällige Kinder kommt.
 
Hallo Ihr Lieben,

ich habe diesen Thread gerade das erste mal gesehen und von vorne bis hinten am Stück durchgelesen und eines fällt mir dabei auf:
Es geht irgendwie seit Seite zwei nur noch darum, irgendwie mit der Schule bzw. einer anderen Schule fertig zu werden, die möglichen Ursachen für das Verhalten werden nur kurz angerissen. Ich lese hauptsächlich, wo benimmt sich die Schule wie unmöglich und wie bekommt man den Jungen so schnell wie möglich da weg.
Kleinere Nebensätze wie "er musste den ganzen Tag im Zimmer bleiben", "er hatte ja noch seine Strafe abzusitzen", "er darf NUR NOCH 1 Stunde/Tag fernsehen" oder "ich weiß, dass ich zuviel hab durchgehen lassen, hauptsache es war Ruhe" verschwinden im Wust der Wut auf die Lehrerin.
Ich möchte so offen sein, dass ich glaube, dass nicht nur die Lehrerin überfordert ist, sondern ebenfalls die Mutter. Ich möchte das nicht anprangern, der Junge ist Diabeteskrank, da war die Trennung vom Vater, der Kleine machte Probleme und jetzt auch noch die Schule mit ihren Drohungen am Bein... aber im Verlauf der Geschichte, seitdem sie im Forum steht, zeigt doch eigentlich, dass der Kurze immer schwieriger wird, je schwieriger auch die Gesamtsituation wird, je schwieriger es auch für die Mutter wird. Könnte es nicht sein, dass die zu Hause neu eingeführte Konsequenz in der Erziehung sehr schlagartig, unvorbereitet oder auch zu heftig ausfällt? Also einem Kind, dem man zu viel Freiraum ließ, damit Ruhe ist, plötzlich mit einem ganzen Tag im Zimmer anzukommen, das kann doch nur weitere Probleme schaffen. Also ich als Kind würde da auch abkotzen. Zumal es in der Schule schon nur Missachtung, Ausgrenzung und dergleichen gibt. Konsequenzen für sein schlechtes Benehmen zu Hause, ja, aber nicht mit den gleichen Mitteln wie in der Schule. Eine Stunde fernsehen pro Tag - und das ist für ihn aus seiner Sicht ja auch "Strafe", das darf man nicht vergessen - finde ich persönlich auch hart an der Grenze. Es gehen auch Tage ganz ohne Glotze und das sollte selbstverständlich sein. Aber dann muss eine Alternative her und die darf nicht heißen "beschäftige Dich selber", sondern es muss für ihn gleichwertig sein. Also rein in die Klamotten und zusammen mit dem Knirps nach draußen oder gemeinsam lesen etc. Auch darf er nicht mehr wie früher vor den Hausaufgaben Playstation spielen, er hat keine Ahnung warum nicht, er findet das doof, also auch das eine "Strafe" ohne für ihn akzeptable Begründung. Da mag das neue Verbot pädagogisch sinnvoll sein wie es will, Änderungen in der Erziehung müssen für ein Kind auch immer nachvollziehbar bleiben, ansonsten finden sie es nur ungerecht, wehren sich natürlich dagegen und im schlimmsten Fall fühlen sie sich gar nicht mehr von Mama "lieb gehabt", weil sie es sich nicht anders erklären können, warum Mama nur noch so gemein ist.
Hoffe ich konnte ein bißchen darstellen, was ich meine.

Gel06
 
Hallo ihr lieben oder meine Lieben

Ich weiss dass ich manchmal nicht alles schreibe was ich denke oder tue, weil einfach alles zuviel ist.
Ich bin niemanden böse wenn man kritik an mir ausübt, ich finde es sogar gut zu hören wie ich wirke, denn nur so kann ich an mir arbeiten.Ich sehe das alles positiv und nicht negativ.

Ich weiss das ich vieles in der erziehung falsch gemacht habe und meist nicht konsequent war !! Ich gebe auch nicht die gesamte schuld den lehrern! Ich weiss das mein Sohn es faust dick hinter den ohren hat. aber die lehrer sind auch nicht ganz unschuldig.

Er ist erst 7 Jahre ! Da muss es doch möglich sein als erwachsener einem kind möglichkeiten zu bieten ihm zu helfen und nicht nur abschieben.

Heute z.b war ich in der Schule um meinen Sohn abzuholen und gleichzeitig einen Termin mit der Klassenlehrerin zu vereinbaren wie es die Schulleiterin wollte.

Da kam sie auch schon mit einem Briefumschlag auf mich zu und meinte nur das ist die einladung zu der Klassenkonferenz ihres sohnes!!!

Na Toll dachte ich mir!!! Die können es kaum abwarten.

Antrag beim Schulamt auf eine Förderschule und schon eine Klassenkonferenz!!

Sie wollte patu keinen Termin mit mir ausmachen sondern erst nach der Konferenz!!

Ich habe mittlerweile das Jugendamt eingeschaltet und sie wollen mir Helfen.
Ich habe seit der trennung von meinem Ex-mann kontakt zum Jugendamt und sie kennen meine persönlichen verhältnisse ganz gut.
sie meinte selbst, dass sie meine Kinder kennt und keiner von den beiden Schwererziehbar ist.
Sie wird sich jetzt an die Schule wenden und mit ihnen versuchen eine lösung zu finden.
Sie will auch den Schulpsychologischen Dienst einschalten und auch lösungen für den kleinen finden, die nach dem Unterricht stattfinden in kleinen gruppen arbeiten damit er lernt sich an regeln zu halten bzw unerzuordnen.

Und ich kann euch versichern ich habe nie die lehrer angegriffen bis ich merkte dass die überhaupt nicht komminikationsfähig sind und oder wollen.

es tut halt sehr weh mit ansehen zu müssen wie manche menschen sich dafür einsetzen und das bewusst dein gesamtes leben auf den kopf zu stellen.

Wenn Schulleiterin und Lehrerin einem nicht die möglichkeit bieten mit ihnen zu sprechen und nur alles abblocken um ihre ziele zu erreichen, dann bin ich mir sicher das diese schule in keinster weise im interesse der kinder handelt, eher eine schule die mit sich selbst überfordert ist.

Einem 7jährigen eine Klassenkonferenz zu geben ist wirklich das allerletzte.
Auch das Jugendamt hat mir da recht gegeben.....das diese Grundschule sehr schwierig ist mit ihnen zu verhandeln.

Jeden Tag neue ereignisse.....ich habe echt angst um meinen Sohn.
Ich hoffe für ihn, dass ihm die lust am lernen nicht vergeht.
Er geht jeden morgen so gerne in die Schule, das könnt ihr euch gar nicht vorstellen.


Bin noch etwas durcheinander !
Wünsche euch allen einen schönen tag und danke das ihr mir schreibt.
auch wenn ich euch real nicht kenne aber irgendwie habe ich euch lieb gewonnen 🙂 Ihr seid echt nett und habt mir in vielen dingen geholfen.
Danke!


TOMIA
 
Darf ich Dich nochmal fragen was Du mit einer Förderschule meinst, ist ja in jedem Bundeslsnd anders benannt.

Ist das eine Schule für Verhaltensauffällige oder eine Sonderschule ( Lernschwierigkeiten.)

Um Dir eine kleine Hilfe zu geben oder Dir mal genauer zu erzählen wie das war schreib ich mal einiges darüber aber nicht hier sondern wenn Du es lesen möchtest in meinem Tagebuch, hab alle Papiere rausgesucht und werde Dir / Euch mal schildern, wie das genau ablief.

Tagebuch /Shalimars Lebensgeschichte/Die Schwierigkeiten mit meinem Sohn in der Schule.....

Ich fang jetzt direkt an und ich hoffe das Dir das etwas hilft.......
 
Hallo Shalimar,

Soviel ich weiss, hat mir eine Lehrerin gesagt, dass mein Sohn auf eine Förderschule muss, weil er Verhaltensauffällig sei.
Ich sagte ihr mein Sohn wird auf keine Sonderschule gehen und sie sagte: Das heisst nicht mehr Sonderschule sondern Förderschule. Der name hat sich geändert ist aber der gleiche Salat !!!
Ich gehe mal davon aus, dass Lernbehinderte und Verhaltensauffällige auf die ein und selbe Schule kommen!!


Ich habe heute solche Kopfschmerzen.....

Dein Tagebuch habe ich damals schon gelesen und fand es wirklich interessant.

Und freue mich auf deine Fortsetzung.......
 
Hallo Tomia!

In unserer Gegend ist das so das es noch zwie Schulen gibt , eine "Sonderschule" für Lernschwache und eine Förderschule für Verhaltensauffällige Kinder.

Aber das ist wohl von Bundesland zu Bundesland verschieden.

Nimm mal Deine Kopfschmerzen auch nicht auf die leichte Schulter , das ist bestimmt der Streß und der Ärger......

Ich wünsch Dir alles Liebe...... und Gute Besserung bis bestimmt bald wieder...das wird schon , aber Du brauchst Geduld und einen langen Atem, aber es ist zu schaffen!!!!!!!

Nicht aufgeben!!!!!!

Shalimar
 
@Shalimar

danke für deine Auskünfte...ist ja ein Hammer wie die Schulen so bestimmen dürfen...allerdings habe ich mal ne Bekannte gefragt, die Realschulrektorin ist und die hat auf das Mitspracherecht der Eltern hingewiesen, dass man notfalls ja gerichtlich durchsetzen kann. Kinder gehören dem Schulsystem nicht und die haben auch nicht das Recht zu voreilig zu klassifizieren und Maßnahmen einzuleiten. Eltern haben jederzeit die Möglichkeit da fachlich mitzureden, sich zu informieren, selber einen unabhängigen Schulpsychologen oder Lernpsychologen, der sich das Kind mal anschaut einzuschalten etc.
Ich persönlich habe somit in punkto "was machen können" andere Erfahrungen gemacht. In einem Fall von Bekannten meiner Schwester wurde von den Eltern diese Klassifikation "Verhaltensauffälligkeit" mal abgeklopft (Psychologen und Neurologen aufgesucht) und es kam heraus, daß das Kind ganz normal war, nur etwas ungebändigt, Mängel in der Sozialerziehung, sehr bewegungsbedürftig. Nachdem das Kind auf eine Waldorf-Schule gewechselt war, war alles o.k. Hier wurde auf die individuelle Art des Kindes eingegangen, es gab bessere soziale Rahmenbedingungen, stärkere Integrationspädagogik, und auch die Eltern waren durch den vorherigen Hick-Hack und die Schwierigkeiten und Unruhe erziehungsbewusster geworden, haben dazugelernt, Kurse gemacht, ein wenig verändert und sind dann wesentlich besser klar gekommen. Das Kind ist übrigens heut erwachsen, hat sein Abi im "normalen" Schulsystem nachgeholt und studiert Medizin.

Ich denke es ist schädlich sogenannte verhaltensauffällige Kinder (was übrigens erstmal fachkundig zu überprüfen ist, ob dem tatsächlich so ist, ob z.B ne ADS oder ADHS etc. vorliegt....übrigens auch Klassifikationen, denen ich skeptisch ggü. stehe, habe da ne Menge Fehldiagnosen mitgekriegt.. oft läuft das ja so: Klassifikationsstempel drauf, in die passenden Schublade = Sonderschule stecken und fertig...was ich für die Kinder echt schade finde) viel zu leichtfertig auf Sonderschulen abgeschoben werden. Der Punkt ist ja, dass Schüler einer Sonderschule in unserem nach Schlüssel-Schloß-Prinzip funktionierendem Ausbildungssystem versch***haben. Bei der hohen Quote an Arbeitslosigkeit und Lehrstellenmangel kriegen an sich heutzutage nur noch Gymnasiasten ne reelle Chance auf irgendwas....Dieses ganze hierarchische System: Hauptschule-Realschule-Gymnasium ist doch an sich Mist und ne echt heftige Selektionsmaschine! Wo bleiben die Gesamtschulen, verdammich nochmal? Nun gut....bzw. schlecht auf diese suboptimalen Bedingungen muss man sich halt einstellen.

Was ich gelernt habe ist auch, dass es enorm auf das menschliche und pädagogische Hintergrundwissen und auch das Durchsetzungsvermögen der Eltern ankommt, wenn es um Schul-Dinge geht. I.d.R. können auch Eltern ne Menge bewegen und bewirken, wenn sie die richtigen Hebel ziehen, die Übersicht behalten etc. Heutzutage sieht die Realität ja oft so aus, dass es ne Menge Eltern und insbesondere Alleinerziehende gibt, die mit solchen oder ähnlichen Situtationen schlichtweg überfordert sind.
Wie auch immer: die Hauptverantwortung liegt bei den Eltern, sie müssen schliesslich ihre Zöglinge weiter durchfüttern bis die eine abgeschlossene Berufsausbildung geschafft haben. Ich als Elternteil würde Himmel und Hölle in Bewegung setzen um meinen Erziehungsjob zumindest so gut hinzukriegen, dass das Kind es in diese Selbstständigkeit schafft. Ist zwar konträr zur Verlustangst und ggf. unterbewussten Abhängigkeitswunschdenken mit dem insbesondere Alleinerziehende zu kämpfen haben...aber es lohnt sich und ist der richtige Weg.
Mag sein, dass da hart klingt für einige, aber ein Kind zu haben bedeutet nunmal ne Menge Verantwortung...die man meiner Ansicht nach auch nicht vollständig oder in zu grossem Maße an die Schulen abgeben kann oder sollte. Das mag schwer sein, ist aber nicht unmöglich...und darauf kommt es an.

Gruss
Tyra

P.S Das mit dieser Fördergeschichte hab ich noch nicht so ganz mitbekommen...wenn das ne gesonderte Schule ist, finde ich das nicht so toll...falls es sich um Förderunterricht innerhalb der Schule handelt ist das schon besser...aber an sich auch noch suboptimal im GGS zu einem ganzheitlichen Konzept wie es das z.B. bei Waldorf gibt....Ich selber steh ja an sich nicht besonders auf dieses STeiner-Zeugs...war aber mehrfach an solchen Schulen und Kindergärten, meine Nichte ist auch auf einem Waldorf-Kiga...und was mir dort total gefallen hat ist der gute Umgang miteinander, gutes BEnehmen, SElbstständigkeit, Lernfreude, Weltinteresse, Verantwortungsbewusstsein der Kids...echt der Hammer! Ein befreundeter Waldorf-Pädagoge und seines Zeichen Nichtdogmatiker sagt z.B. das es für einige Kinder o.k. ist auf allgemeine Schulen zu gehen, für andere aber eher schadend...Kinder mit Lernschwierigkeiten oder mit "Verhaltensauffälligkeiten" kommen viell. nicht mit Standardschulen klar und sind besser in einem anderen Konzept aufgehoben...aber von Sonderschule od. ä. würde ich aufgrund des schlechten Rufs und der gesellschaftl. Realität damit vertaner Zukunftschancen dringend abraten.
 
Hallo Tomia,

finde ich klasse, dass du dir Hilfe beim Jugendamt geholt hast. Ich finde es insgesamt ohnehin gut, wie konsequent du dich mit der Problematik auseinandersetzt.
Gel06s Beitrag und Gedanken zu der Sache finde ich auch gut und bedenkenswert...meist ist es ja so, dass man sich selber auch mal kritisch betrachten muss, oder ein Stückweit was an seiner bisherigen Erziehung ändern sollte und es nicht allein mit Schulwechsel etc getan ist. Hattest du ja bereits selber erkannt. Ich selber plädiere ja immer knallhart auf Eigenverantwortung und Machen und Tun...damit meine ich aber auch, dass man nicht wie Donna Quichotte allein gegen die Windmühlen des Systems anreiten soll, sondern so schlau sein kann mal zu delegieren, andere mit einzuspannen etc., was du ja auch hingekriegt hast, was mich sehr für dich freut, denn es dürfte dir auch etwas Entlastung bringen...hoffe ich...
Ich weiss wie schwer es manchmal ist und sein kann aber denk dran: du bist nicht allein mit deinen Problemen und du wirst es schon schaffen dich da durchzuwuseln!

Liebe Grüsse
Tyra

P.S. WAs ich noch wichtig finde: bei all dem derzeitigen Kleinkrieg versuch aber mal am WE den Kopf davon frei zu kriegen und mal nur schöne Dinge zu machen, unternimm mal was mit deinem Kurzen, raus in den Schnee... oder Spielen und Toben im Matsch, oder aufs Sofa kuscheln und Geschichten lesen, je nach Wetterlage und Laune 🙂
 
Ich kapier das Problem nicht, warum dieser Antrag auf Förderunterricht was mit deinem Sohn und dem Schulwechsel zu tun haben sollte? Deren Spiel um die Kröten ist doch deren SAche!

@Tyra

Ich glaube wir haben uns da falsch verstanden,

wollte Dir nur auf diesen Satz ne Antwort geben.Wenn die Schule auf die der Sohn von ihr wechseln soll die finanziellen Möglichkeiten für Förderbedarf nicht bekommt , kann die Schule das Kind ablehnen.

Ansonsten hast Du natürlich recht, bei uns war es folgendermaßen,

Von der Grundschule wurde ein Antrag auf sonderpädagogischen Förderbedarf gestellt. Die Bezirksregierung hat darüber Entschieden ob der Bedarf vorliegt. Bei unserem Sohn lag er vor, und er wurde genehmigt.(Muß ja auch finanziert werden und Lehrkräfte zur Verfügung stehen)
Er wurde im Unterricht und in den Pausen von einer Sonderschullehrerin begleitet.
Nach 3 Monaten gab es eine erneute Konferenz die beschloß mein Sohn soll auf eine Schule für Verhaltensauffällige Kinder. Jeder von der Lehrerin bis zum Direktor wollten das er die Schule verläßt.
Die Tagesgruppe , in die er zu diesem Zeitpunkt ging, erklärte mir, das ich bestimmen darf welche Schulform mein Sohn besucht. Das sagte mir an der Schule niemand.
Es gab eine Förderkommission mit Direx, Sonderschullehrerin, Klassenlehrerin, Kinderpsychater, Vertreter der Tagesgruppe, ein Herr der Bezirksregierung (Schulamt) und wir.
Ich sagte deutlich das ich gegen einen Wechsel auf eine Schule für Verhaltensauffällige Kinder bin. Ich will das er eine Regelschule besucht entweder hier oder eine andere Regelschule.
Das letzte Wort hatte der Herr vom Schulamt , und der meinte er sieht keinen extremen Grund warum er auf eine Förderschule soll .
Wir bekamen eine Probezeit an dieser Schule von 3 Monaten , sollte es nicht funktionieren muß der Direx sich darum kümmern das eine andere Grundschule in unserer Stadt meinen Sohn aufnimmt.

Liebe Grüße Shalimar
 
Ahhh verstehe so langsam...aber wie gesagt finde ich dieses System nicht so dolle für das Kind...da wird geregelt und verwaltet und die Kids häufig irgendwo ausgesondert, das ist für die Gesamtentwicklung glaube ich nicht so förderlich.

Diese Klassifikation "verhaltensauffällig" ist ja schon ein Stigma....das vielzu oft viel zu voreilig vergeben wird, denn ich denke die meisten Pädagogen an den Normalschulen sind schlecht ausgebildet, nicht sehr fit in Sachen Sozialkompetenz (= eine Klasse zu führen, als Alpha Struktur zu geben etc...leider sind die allermeisten Lehrer ja oft eher Idealisten, die lieb und nett sein wollen, manchmal muss man aber auch mal ein wenig Dompteur sein um die Kindermeute zusammenzuhalten )oder Konfliktbewältigung und auch überbelastet durch die gängigen Klassenstrukturen (über 20 Schüler auf eine Lehrerin etc.)
Ich wäre in solchen Dingen immer lieber nen Tacken anarchistisch, würde mich mal im Zweifelsfall und wenn es hart auf hart käme nach anderen Definitionen, Ansichten z.B von den Anthroposophen (Klinik Herdecke z.B und dort Psychologen und Neurologen aufsuchen...gibt bestimmt auch ne Liste ganzheitlicher Mediziner, Verhaltenspsychologen, Schulpsychologen etc.die deutschlandweit rumsitzen.
Und wie gesagt ist es ggf besser für manche Kids das Schulsystem zu wechseln, also Motessori oder Waldort etc um hier eine optimale Förderung zu erhalten.

Wie es bei deinem Sohn gelaufen ist, klingt ja gar nicht so schlecht und zeigt ja auch deutlich, dass du doch ein entscheidendes Wörtchen mitzureden hattest. Wäre wünschenswert wenn das auch so bei Tomia laufen würde, damit käme man ja schon einen Schritt weiter. Allerdings will sie ja die Schule unbedingt wechseln....wozu ich ja bereits meinte, dass dort ggf. die gleichen Schwierigkeiten auftreten könnten und man evtll. wieder bei diesem Punkt wie jetzt ankommen könnte. Kann aber durchaus auch was bringen...ist schwer zu sagen. Ich würde mich da mal von Fachleuten (Schulpsychologen etc.) beraten lassen.

Gruss
Tyra
 
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