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Hilfe, ich bin im billigen Groschenroman gefangen.

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Was sich für mich liest, Du bist ein Idealist, der seine (körperlichen und psychischen) Grenzen nicht erkennt, oder erkennen will. Aber statt mal ein paar Gänge zurückzuschalten und einen Reality Check zu machen, hängst Du weiter an Deinen Utopien fest.
Leider ändert sich die Welt nicht zugunsten Deiner Vorstellungen. Jeder Mensch muß oder sollte wissen, wo seine Kräfte enden, und rechtzeitig auf die Bremse treten. Und wissen, daß es nur ihm selber schadet, wenn er sich zugunsten anderer oder zugunsten irgendwelcher Wunschträume zu Tode schuftet.
 
Übrigens, mir fehlt auch der "Groschenroman". Darunter verstehe ich entweder billigen Herzschmerz oder haarsträubend dämliche Science Fiction, wie man sie in den Romanheften der 40er Jahre finden konnte. Oder allenfalls noch altmodische Krimis a la Chicago der 30er Jahre, als noch jeder Detektiv mit der Wumme im Hosenbund herumlief und sich regelmäßig mit Gangstern schoß.
Aber garantiert nicht persönlicher Seelenschmerz, wenn die Welt schnöde mit hübschen Idealen kollidiert. Ein Burnout kommt selten ganz von selber. Oft hat man sich mehr aufgehalst als man dann bewältigen kann, oder hängte sich an Erwartungen die sich nicht erfüllten. Zur Aufarbeitung gehört dann immer auch ein Auflisten der eigenen Fehler und Irrtümer dazu.
 
Hallo @Senkrechtdenker
Als ich deinen Beitrag gelesen hatte dachte ich mir schon, dass hier solche Antworten kommen wie sie dann auch kamen.
Xmal erlebt hier.
Jemand der anders ist und denkt muss falsch sein. So wird hier gedacht und argumentiert.
Ich freue mich über jeden der ernsthaft darüber nachdenkt, ob unsere Lebensweise richtig ist - oder ob man nicht was anders machen sollte - und könnte.

Ich finde ja das hier ganz interessant. So ein Leben könnte ich mir in etwa vorstellen - wenn ich allein wäre. Mit Kind und Kegel ist es allerdings schwierig.
 
Ich lese keinen Groschenroman. Ich glaube, die gibt es nicht mehr.
Ich lese eher eine große Wut auf die Welt wie sie ist.
Mit der Welt musst du leben, eine andere gibt es nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auch mit Minihäuschen könnte man die Umwelt hoffnungslos zersiedeln, wenn jeder das machen täte. Ein Grundstück dafür braucht man sowieso erst mal, die kriegt man nicht geschenkt. Und wo möchte man wohnen, wahrscheinlich da, wo es angesagt und entsprechend teuer ist. Wer will schon sein Häuschen in die Pampa bauen, wo es weder Strom noch Kanalanschluß gibt und man für jeden größeren Einkauf aufs Auto angewiesen ist. Auch hier gilt also, zuerst der Reality Check. Nicht alles was in der Phantasie schön aussieht, taugt in der Realität was.
 
Unter billigen Groschenromanen verstehe ich recht einfältige Realitäten mit überzogenen Charakeren. Die Handlung ist geprägt von naiven Abläufen, so dass eine ambivalente Stimmung aufkommt.

Gerade eben 5 Minuten Nachrichten aus dem Radio: Krieg, Gesundheitswahn, zerstrittene Gesellschaft und ihr fragt was ich denn hab? Selbst hier im Thread wird schamlos zugetreten, wenn man sich als Harz4ler outet. Solche Reaktionen sind doch nicht normal. Heutzutage kann jeder mal in Harz4 rutschen. Das direkt mit Faulheit abzutun, schämt ihr euch nicht für eure Vorurteile ?

Dabei bin ich noch nicht mal beim Amt angemeldet, sondern arbeite noch in der Selbstständigkeit und überlege, wie ich mit der Entwicklung umgehen werde. Aber (un)schön zu wissen, mit welchem primitiven Hass man zusätzlich zu den eigenen Problemen noch so rechnen muss.

Ich spreche auch nicht aus einer Laune heraus. Die Wirtschaft wird in Deutschland bewusst heruntergefahren. Darüber haben sich speziell in den letzten paar Jahren durchweg alle meiner Kunden ( häuptsächlich Selbstständige) beschwert, bis sie ihre Selbstständigkeit letztendlich an den Nagel hängen mussten. Ich bin nur ein Glied in einer Kettenreaktion. Es werden Existenzen zerstört und ihr redet von einer schönen heilen Welt.

Das ist die Ambivalenz die ich anspreche.
 
Deine Pflicht ist es, dem Staat nicht auf der Tasche zu liegen, den Hintern hochzubekommen, Dich zu bewerben, einen Job zu suchen und eine Stelle anzunehmen, egal was.

Sei froh und dankbar um jeden Job. Sieh es als Erlösung an. Du kommst aus dem Selbstmitleid und dem Gefängnis raus, stehst wieder mitten im Leben.
 
Ich spreche auch nicht aus einer Laune heraus. Die Wirtschaft wird in Deutschland bewusst heruntergefahren.
Da ist was dran. Erst vor wenigen Tagen gelesen: das Heizen mit Holz soll generell verboten werden, wegen der zu hohen Feinstaubbelastung. Womit soll man in Zukunft überhaupt noch heizen?
Öl pfui (fossil, CO2), Gas pfui (fossil, CO2 und man füttert Putin), jetzt Holz auch noch pfui, obwohl es nachwächst,
das einzige was noch gelten soll ist Strom (wo der herkommen soll, wenn man sämtliche Kraftwerke mit Öl, Gas und Atom abschaltet und Wind und Sonne bei den Regenerativen nicht so wollen wie sie sollen?), witzigerweise erinnere ich mich noch etliche Jahre zurück, als man die Nachtspeicheröfen aus den Wohnungen verbannen wollte, weil "die zu viel Strom fressen". Oder Wärmepumpen, die bei den zahlreichen Altbauten in Deutschland viel zu teuer und ineffektiv sind.
Und ein Verlassen auf eine einzige Energiequelle, Elektrizität, ist reich an Risiko, braucht nur eine natürliche (Sonnensturm, vereiste Leitungen) oder künstliche Ursache (Terroranschlag, EMP) das Netz lahmlegen, und schon ist nix mehr mit Heizen und allen anderen Zwecken, für die man Strom braucht.
 
Man muss eben sehen, was man an sich heranlässt. Lässt du dich von den Nachrichten im Radio so dermaßen in deiner Laune beeinflussen? Inwiefern betreffen und beeinflussen die dich denn wirklich?

Ich habe hier nichts von Zutreten auf Hartz IV-Empfänger gelesen. Es ist aber klar, dass das System natürlich nicht perfekt ist. Aber jeder, der vom Staat Geld möchte, ist in diesem System dann drin.

Dein Vergleich zum Groschenroman hinkt, aber das ist ja auch nicht der wichtigste Punkt in diesem Thread.

Die Frage ist, wie gehst du jetzt mit deiner Situation um, um nicht vollkommen hoffnungslos zu werden. Vertraue dich dem Amt an, dann arbeite da auch mit. Es kann ja eigentlich nur besser werden.
 
Ich glaube, was bei solchen Themen immer für Unmut sorgt, ist dieser Rundumschlag zwischen den Zeilen, dass alle anderen raffgierige und gleichgeschaltete Stumpflinge sind, die sich an Missständen nicht stören. Das sind dann die "ihr".

Nicht jeder, der sich ein Stück weit anpasst, weil es eben nicht anders geht, ist gewissenlos oder erkennt nicht, wenn etwas ethisch nicht einwandfrei läuft. Oder jemand, der dir empfiehlt, realistisch zu betrachten, dich niedertrampeln will. Ich denke, mit so einem Verhalten ist es genauso ein Gegeneinander wie angeklagt.

Ich meinte das übrigens ernst, auf Leistungen zu verzichten und sich so unabhängig wie möglich zu machen, wenn du mit Forderungen nicht zurechtkommst. Hier wurde ja schon das Thema alternative Lebensgemeinschaften angesprochen. Das könnte doch eine Option für dich sein.
 
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