ich habe mittlerweile meine nische gefunden und bin in einem wertschätzenden tollen umfeld, wo es um die sache geht. ich arbeite gegen stigmatiserung, gegen hass.
Das freut mich für dich und hört sich sehr schön und zufriedenstellend an. Ich distanziere mich schon immer weiter von meinen Interesse, aber nachhaltige Jobs, die wenigstens etwas Freude bereiten, oder wo man Menschen helfen kann sind rar. Gerade mit meinen Bandscheibenproblemen und Sehnenscheidenentzündung fallen viele Möglichkeiten weg.
@Senkrechtdenker
viel von dem was du schreibst, darin finde ich mich wieder. und das ist eine beängstigende situation, wenn man zum soundsovielten mal vor dem nichts steht. kenne ich. das ist auch ermüdend. und wenn man sieht, wie viele schafe es in dieser gesellschaft gibt, die alle angst um ihre felle haben und nur ja nicht nach links und rechts schauen, also ich kriege das kalte grauen.
Danke, genau das ist der Punkt. Es ist egal wie viel man lernt, wie sehr man sich bemüht. Wenn es dumm läuft, kann so recht alles wegbrechen und das wieder und wieder. Speziell in der Berufswelt gibt es aktuell so extreme Veränderungen. Wer das nur 1-2 mal miterleben durfte wird nicht daher kommen und einfach sagen:"Such dir was neues, fange von vorne an und arbeite dich wieder hoch."
Die Schleifen haben mich ausgebrannt und nervlich kaputt gemacht.
mit dem, was du schreibst, die körperlichen probleme, die psychischen probleme, vielleicht wäre es geschickt, in Richtung krankschreibung zu gehen und erst mal zur ruhe zu kommen und zu überlegen, wo und wie du dich neu orientieren willst. es bringt letztendlich nichts, sich immer weiter kaputt zu machen.
Das ist meine Notfallplan. Allerdings bereitet mit die sozialer Phobie schlaflose Nächte, wenn ich gegen Krankenkassen und ALG2 Ärzte kämpfen muss. Und wer das abstreitet, der Verleugnet den Kapitalismus....
Ich bin es einfach leid. Hab auch keine Kraft mehr mich zu rechtfertigen.
Es ist und bleibt ein krankes System.
also nicht, dass der weg durchs gesundheitssystem einfacher ist als das jobcenter. aber da hatte ich wenigstens die möglichkeit, konnte mich ganz auf mich konzentieren, darauf, zu genesen und dann meinen weg zu finden. ich bin körperlich krank, ich schaffe keinen vollzeitjob mehr, aber ich habe immerhin einen teilzeitjob (ab 1. März), der meinem leben echt einen sinn gibt und wo ich mit tollen leuten zu tun habe. ich dachte damals auch, ich muss arbeiten, ich kann nicht krank sein, schon gar nicht psychisch krank, aber für mich war es hilfreich.
Als Sozphobiker ist das ein unvorstellbarer Spießrouten lauf, aber werde es probieren.
Es scheint mir momentan der beste Weg, um vor sinnfreien ALG2 Maßnahmen geschützt zu sein.
in welchen branchen hast du denn gearbeitet? also nur falls zu erzählen magst. und wenn ich das richtig verstanden habe, bist du auch eher an corona gescheitert als an deinen fähigkeiten oder? ich bin an mir selbst gescheitert. war nicht schön, aber heute weiß ich, das war einfach nicht der richtige ort für mich. und ich bin dankbar, dass ich heute genau da bin, wo ich immer hin wollte
Die Branchen sind sehr speziell und ich möchte hier möglichst anonym bleiben. Sie kommen aus wirtschaftlichen und gesundheitlichen Gründen nicht mehr in Frage. Es ist schwer zu sagen, ob ich ohne Corona gescheitert wäre oder nicht. Die Wirtschaft wurde ja auch schon davor manipuliert.
Meine Soziale Phobie steht mir massiv im Weg. Und ich habe halt meine Anpassungsprobleme, die ich zwar reinem Herz begründen kann, aber halt nicht in diesen Roman passt...
Mir ist schon klar, dass es nervt, wenn jemand immer wieder das System verantwortlich macht und diese Welt kritisiert. Aber das sind nun mal die Punkte die mich täglich demontieren, unter denen ich und zerbreche. Ich erlebe alles bewusst, dröhne mich nicht mit Medien, Drogen oder Extremsport etc zu. Der Planet und der Wesenskern der Menschen ist wunderschön, ich weis nicht was ich ändern soll, um in dieser Welt Fuß zufassen.