C
Constanze
Gast
In diesem Zusammenhang denke ich wieder an einen Suizid in meinem bekanntenkreis: Der Mann einer Freundin hatte sich das Leben genommen, er hatte als Geschäftsmann versagt, war mit einer Summe verschuldet, die hier allen den Atem rauben würde, sein Stolz und seine Würde sah er wohl dermaßen zertrümmert, dass er sich das Leben nahm und zum Ausgleich seine Frau mit immensen Schulden sitzenließ. Ich habe mich damals um eine Pfarrerin gekümmert, die die Trauerfeier vollzog, und von der ich wusste, dass sie die richtigen Worte findet, ohne Schuldzuweisungen, ohne aber auch eine Verklärung des Geschehenen zu betreiben. Ihre Worte waren u. a. :"Und er rief den Todesengel selbst herbei, und als der Engel kam, ging er mutig mit."
Für die Witwe waren diese Worte ein großer Trost, ihr Mann blieb nicht als Versager zurück, sondern als jemand, der trotz vieler Fehler noch Mut bewies. Und sie blieb nicht als Schuldige zurück, die von der Not ihres Mannes nichts gemerkt hat, denn der Todesengel kam ja aus eigenem Entschluss, er ließ sich nicht zurückweisen, sondern nahm einen Menschen mit in eine andere Welt, auf die sie keinen Einfluss mehr hat.
Und ich glaube, es diese Art des Trostes, den ein Hinterbliebener braucht: Versagen nicht zurechnen und mit Schuld nicht belasten. Worte können zerbrechen, aber sie können auch streicheln.
Für die Witwe waren diese Worte ein großer Trost, ihr Mann blieb nicht als Versager zurück, sondern als jemand, der trotz vieler Fehler noch Mut bewies. Und sie blieb nicht als Schuldige zurück, die von der Not ihres Mannes nichts gemerkt hat, denn der Todesengel kam ja aus eigenem Entschluss, er ließ sich nicht zurückweisen, sondern nahm einen Menschen mit in eine andere Welt, auf die sie keinen Einfluss mehr hat.
Und ich glaube, es diese Art des Trostes, den ein Hinterbliebener braucht: Versagen nicht zurechnen und mit Schuld nicht belasten. Worte können zerbrechen, aber sie können auch streicheln.