Was soll denn bitte an der Verwendung eines konkretisierenden Synonyms so kompliziert sein, dass das niemand mehr versteht? Die Nachfragen kommen sowieso, wenn man längere Zeit keine Stelle hatte. Oder willst hier allen ernstes behaupten, dass man sich die Nachfrage ersparen könnte, wenn man schreibt "arbeitslos seit einem Jahr"?! Nicht dein Ernst oder?
Und "arbeitslos" könnte ja auch heißen, dass man sich gar nicht beworben hat. Daher macht es für meinen Geschmack durchaus Sinn, einen Begriff wie "arbeitssuchend" oder "Bewerbungsphase" zu verwenden. Weil das einfach ausdrückt, dass man sich sehr wohl intensiv um einen Job bemüht, nur eben leider bislang ohne Erfolg in Form einer Jobzusage.
Der Begriff ist nicht kompliziert, man versteht ihn durchaus, er ist einfach nur irreführendes Beiwerk - mehr Schein als Sein!
Natürlich ist das mein Ernst, weil ich mir zu schade wäre, in Einstellungsgespräche zu gehen, die sich als Täuschung meinerseits herausstellen.
Zudem ist es kein Synonym für Arbeitslos...
Synonyme wären:
Arbeitslos
Arbeitsuchend,
nicht in Arbeit,
ohne Arbeit,
ohne Beschäftigung,
nicht Beschäftigt,
Abberufen,
Kaltgestellt,
Entlassen,
unbeansprucht,
frei,
unverwendet,
beurlaubt,
verfügbar,
und viele mehr... 🙂
Merkst du etwas?
Alle diese Begriffe haben direkt etwas mit "Arbeit" und Verfügbarkeit zu tun!
Nicht mit Ersatzhandlungen.
Es ging mir nie ums Beeindrucken. Das ist mit langer Arbeitslosigkeit sowieso nicht drinnen, da ist man immer in der Position, das erklären zu müssen. Mir ging es um eine möglichst korrekte Aussage. Und wenn ich mich bewerbe und auf Jobsuche bin, dann sehe ich "Bewerbungsphase" einfach eine zutreffende Darstellung der Tatsachen.
Ich sehe das nicht!
Denn "Bewerbungsphase" ist weder eine Tätigkeit, eine Eigenschaft die (für den Arbeitgeber) positiv ist, noch ein Broterwerb.
Es ist wie ikebana, schön anzusehen und dennoch Dekoration.
Wie gesagt, es muss keine Worthülse sein. Es kann ja wirklich jemand in einer Orientierungsphase sein, dann ist dieser Ausdruck präziser als "arbeitssuchend". Und wenn man aufwendige Bewerbungsverfahren mitmacht und/oder sich intensiv um Arbeit bemüht, dann ist auch ein Ausdruck wie "Bewerbungsphase" keine bloße Worthülse.
Aber gut, man muss wohl einen Sinn für Nuancen haben, um solche Unterschiede im Detail wichtig zu finden und ausdrücken zu wollen...