hallo zusammen,
ich bin seit über einen jahr arbeitslos. hatte bisher immer in meinen lebenslauf das Wort "Arbeit suchend" drin stehen.
aber das kommt ja für den Arbeitgeber S**** rüber.
ich weiß aber nicht, wie man das am besten formulieren kann, vllt:
- ohne feste anstellung
- bewerbungsphase
- berufliche orientierungsphase ?????
Vllt könnt ihr mir weiter helfen
Vielen dank im vorraus ;-)
Also Ehrlichkeit währt erstmal am längsten. Vor allem bei jungen und älteren Leuten ist so eine Phase völlig bekannt. Wenn du gerade mit Studium oder Ausbildung fertig bist, ist ein Jahr auch nicht so ungewöhnlich. Ich würde statt "arbeitslos" oder "ohne feste Anstellung" lieber "arbeitssuchend" schreiben. Das wird auch oft empfohlen, weil es aktiver klingt.
Statt "arbeitssuchend" andere Formulierungen zu verwenden, bietet sich ja nur an, wenn du in der Zeit tatsächlich irgendwas besonderes hattest. Wenn du an Infomessen teilgenommen hast oder verreist warst, kannst du parallel trotzdem arbeitslos bleiben. Es tut sich also nicht viel. Anders bei einem Nebenjob oder Praktikum oder einer richtigen Fort- und Weiterbildung. Dann warst du auch nicht arbeitssuchend.
"Bewerbungsphase" klingt komisch, finde ich. Wenn du dich für eine große Sache wie Studium, Ausbildung, Auslandsjahr, Freiwilligendienst oder Armee oder so bewerben würdest, macht es für mich Sinn. Da muss manchmal tatsächlich lange warten bzw. sich über Monate damit beschäftigen. Dennoch hindert es nicht an Jobs. Eine Phase hat auch eigentlich einen festen Anfang oder ein festes Ende. Wie klingt denn eine "Bewerbungsphase" von ca. 12 Monaten? Da reicht dann "arbeitssuchend". Ein Personaler geht eigentlich immer davon aus, dass man sich ständig beworben hat.
Die "berufliche Orientierung" macht schon eher Sinn, wenn du Beratungen oder Messen besucht hast. Das muss eine Firma nicht unbedingt wissen, kann manchmal aber nett sein bei längerer Arbeitslosigkeit von jungen Menschen. Wenn du über 30 bist und schon lange raus bist, sagen wir mal 2 Jahre, sollte die Orientierungsphase aber eine echt gute "Ausrede" haben. Da kommt auch wieder wie bei der "Bewerbungsphase" die Frage, wie lange hast du dich denn orientiert? Inwiefern ist das eine wichtige und außergewöhnliche Phase, sodass sie extra so benannt werden muss?