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Hetze gegen Hartz IV Empfänger

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Ist ja immer die Frage, wieviele Leute einer bestimmten "Bevölkerungsgruppe" man kennt, überhaupt kennen kann.
Immer viel zu wenige, um ein ausgewogenes Urteil fällen zu können. Trotzdem urteilt man - das passiert auch ganz unbewusst. Beispiel: Ich sitze am Bahnhof, morgens 8.30 Uhr, eine Bank weiter ein Paar, eher "billig" gkleidet, das sich augenscheinlich mit einem Kumpel unterhält. Aus der - nicht leise - geführten Unterhaltung erfahre ich 1, das Paar ist auf dem Weg zumJobcenter/Hartz IV-Behörde, 2. man spricht darüber, wie man letztens betrunken hingefallen ist und am ganzen Körper blaue Flecke hatte. 3. Der Kumpel erzählt nun auch, wann ihm das selbe das letzte Mal passiert ist. 4. Die Frau hat keine Lust mehr zu warten, es sei ja noch Zeit. Alle drei gehen "eine Runde". Den Zug verpassen sie. Ich denke: Hm...Hartzer. Und ärgere mich ein wenig über mich selber. Trotzdem gibt es manche Leute, die den Klischees so perfekt entsprechen, dass man versucht ist, sich nach der Kamera im Hintergrund umzudrehen...

Mir ist klar, es gibt auch Andere...aber die wenig Klugen, wenig Engagierten, wenig Reflektierten ect. - die gibt es halt auch. Wer in der Mehrheit und wer in der Minderheit ist, würd ich nicht einschätzen wollen.
 
Ich könnte viel über dieses Thema sagen...
Auf jeden Fall finde ich, dass der gesellschaftliche Klima sich seit Hartz IV deutlich verschlechtert hat. Da wird die Mittelschicht unter Abstiegsängsten gesetzt, die Leute, die schon arbeiten, unter Druck gesetzt, es ist für Schulabsolventen schwierig, einen Job zu finden, die Hartz IV Empfänger können kaum überleben und werden auch noch stigmatisiert, usw...
Ich finde, dass die deutsche Bevölkerung seit den Hartz Gesetzen pausenlos unter Druck gesetzt worden ist.
Ich kann da ein gutes Buch empfehlen: Hartz IV- Eine Abrechnung, von Gabriele Gillen.
 
Wenn man etwas verändern will,dann muß man in der Politik ansetzen. Zum Beispiel indem man den Firmen nur begrenzt und unter verschärften Bedingungen erlaubt Zeitarbeit anzubieten.

Das wäre sicherlich ein Weg.

Wie wäre es zum beispiel wenn man wählen könnte bei gewissen Steuern und Beiträgen? Wenn man wählen könnte keine Arbeitslosenversicherung zu zahlen und das Geld dafür lieber privat anzulegen? aber diese Option gibt es nicht.

Da würdest Du nicht reich werden. Denn der Beitrag zur Arbeitslosenversicherung beträgt nur 1,5 % vom Bruttolohn zzgl. 1,5 % vom Arbeitgeber. Das würde Dir im Falle einer Arbeitslosigkeit nicht lange weiterhelfen.

Abgesehen davon ist es ja der Solidargedanke, der dadurch zerstört würde, nämlich das die Höherverdienenden mehr in die Solidargemeinschaft einbezahlen und damit die weniger gut verdienenden mit unterstüzten. Das zieht sich letztlich durch alle Lohnabgaben, bis auf die Einkommenssteuer.

Der staat nimmt sich eiskalt was er will und noch viel mehr. Du als Bürger hast überhaupt keine Ansprüche mehr sobald du arbeitslos bist. Sie gehen an dein Kapital, an dein Erspartes, an deine Versicherungen. Und so lange nicht der letzte Cent daraus aufgebraucht und abgesessen ist, bekommst du mal gar nichts. Ist das etwa fair? Dabei spielt es übrigens keine Rolle ob du mal Bankchef oder Bauarbeiter warst. Sie krallen sich alles unter den Nagel und einen Großteil deiner Steuern siehst du nie wieder.

Naja, man hat schon 6 bzw. 12 Monate Zeit einen neuen Job zu finden und erhält solange Alg1, abhängig davon, wie lange man vorher eingezahlt hat. Es wäre eben zu überlegen, ob die Spanne erweitert werden könnte je länger man einbezahlt hat.

Bitte auch nicht Steuern und Sozialabgaben durcheinanderbringen, das sind 2 Paar Stiefel.
 
Das Problem bei sowas ist immer, wenn es einer von 100 macht projeziert man das auf alle. Und ich muss auch sagen, dass ich bis her nur Fälle kennengelernt habe, die dieses Vorurteil bestätigen. Von daher hab ich wohl ungewollt wirklich Voruteile. Bin auch nicht stolz darauf.
 
Das Problem bei sowas ist immer, wenn es einer von 100 macht projeziert man das auf alle. Und ich muss auch sagen, dass ich bis her nur Fälle kennengelernt habe, die dieses Vorurteil bestätigen. Von daher hab ich wohl ungewollt wirklich Voruteile. Bin auch nicht stolz darauf.

Ich muss mich hier mit anschließen, mir geht es auch so, das ich diese Vorurteile habe, weil ich nur Hartz IV Empfänger kenne, die keinen Bock zum arbeiten haben und solche die neben Hartz IV ordentlich schwarz arbeiten. Leider spielen da auch so manche Arbeitgeber mit. Ich habe einen Bekannten, der für das Jobcenter eine schriftliche Zusage für einen Job von einem Arbeitgeber bekommen hat, wenn er einen Führerschein mit Anhänger vorleen kann. Dieser wurde meinem Bekannten dann vom Jobcenter bezahlt. Als er den Lappen in der Tasche hatte, hat er mit seinem Arbeitgeber vereinbart, das er aufgrund der Wirtschaftslage nur einen 400 € Job anbieten kann. Der Bekannte arbeitet dort aber in Vollzeit, bekommt aufstockend ALG II, den restlichen Lohn schwarz unter der Hand. Und hat einen bezahlten Führerschein von uns Steuerzahlern finanziert bekommen.

Bei solchen Erfahrungswerten, bleibt es nicht aus, wenn sich Vorurteile entwickeln. Das hat auch nichts mit Hetze zu tun.
 
Also, erst einmal war ich persönlich in meinem ganzen Leben noch nicht beim Amt.


Ich muss mich hier mit anschließen, mir geht es auch so, das ich diese Vorurteile habe, weil ich nur Hartz IV Empfänger kenne, die keinen Bock zum arbeiten haben und solche die neben Hartz IV ordentlich schwarz arbeiten. Leider spielen da auch so manche Arbeitgeber mit. Ich habe einen Bekannten, der für das Jobcenter eine schriftliche Zusage für einen Job von einem Arbeitgeber bekommen hat, wenn er einen Führerschein mit Anhänger vorleen kann. Dieser wurde meinem Bekannten dann vom Jobcenter bezahlt. Als er den Lappen in der Tasche hatte, hat er mit seinem Arbeitgeber vereinbart, das er aufgrund der Wirtschaftslage nur einen 400 € Job anbieten kann. Der Bekannte arbeitet dort aber in Vollzeit, bekommt aufstockend ALG II, den restlichen Lohn schwarz unter der Hand. Und hat einen bezahlten Führerschein von uns Steuerzahlern finanziert bekommen.

Bei solchen Erfahrungswerten, bleibt es nicht aus, wenn sich Vorurteile entwickeln. Das hat auch nichts mit Hetze zu tun.

Moral der Geschichte? Der Staat muss mehr kontrollieren.
Was jetzt Hartzer damit zu tun haben, verstehe ich nicht, das sind dann Schwarzarbeiter.
Ich kenne einen, der hat nie einen Führerschein bekommen, obwohl er eine Ausbildung mit vielen Fortbildungen gemacht hat. Jetzt darf er irgendeinen kack Job machen, den er auch ohne den ganzen AB-Maßnahmen hätte machen können. Hat den Steuerzahler alles in allem sicher über 100000 Euro gekostet. Aber einen Führerschein?
Nein, den bekommt er nicht. Das Amt ist scheinbar eine einzige Willkür Maschine da können nichts die Hartzer für! Für den Missstand sind alle Menschen im Land mit verantwortlich.
Zumindest nach meinem Verständnis.
 
Also, erst einmal war ich persönlich in meinem ganzen Leben noch nicht beim Amt.




Moral der Geschichte? Der Staat muss mehr kontrollieren.
Was jetzt Hartzer damit zu tun haben, verstehe ich nicht, das sind dann Schwarzarbeiter.
Ich kenne einen, der hat nie einen Führerschein bekommen, obwohl er eine Ausbildung mit vielen Fortbildungen gemacht hat. Jetzt darf er irgendeinen kack Job machen, den er auch ohne den ganzen AB-Maßnahmen hätte machen können. Hat den Steuerzahler alles in allem sicher über 100000 Euro gekostet. Aber einen Führerschein?
Nein, den bekommt er nicht. Das Amt ist scheinbar eine einzige Willkür Maschine da können nichts die Hartzer für! Für den Missstand sind alle Menschen im Land mit verantwortlich.
Zumindest nach meinem Verständnis.

ja das sind Schwarzarbeiter, welche neben der Schwarzarbeit noch die Stütze vom Staat einkassieren, obwohl sie durch ihre Schwarzarbeit ihren Lebensunterhalt alleine finanzieren könnten. In diesem Fall waren es jede Woche 250 € die unter der Hand ausbezahlt wurden zzgl. die 400 € aus dem Minijob sowie die austockende Stütze sowie Warmmiete und Wassergeld vom Jobcenter. Der kam locker jeden Monat auf ca. 2000 € netto. Dazu kommen weiterhin die zusätzlichen Vergünstigungen beim Hartz IV Bezug, wie die GEZ Bereiung etc..
 
Ich glaube, dass einige Leute wirklich von den Hartz IV Empfängern profitieren. Aber warum werden die Betroffenen dann so stigmatisiert, wenn sie eine gute Einkommensquelle sind ? Irgendwie ist es nicht logisch.
Es ist so, dass einige Firmen Steuergeschenke bekommen haben. Und das Geld holt man sich immer noch u. a. bei den Hartz IV Empfängern wieder.
Die Zeitarbeitsfirmen profitieren von den Hartz IV Empfängern. Aber nicht nur sie ! Auch Antidepressiva- und Baldrianpillen- und Schlafmittelhersteller, Psychologen, Psychiater, Coachs, Ratgeberverfasser, unseriöse Firmen, ARGE-Mitarbeiter...
Mit der Jobsuche, der Existenzangst der Betroffenen, der Angst vor Sanktionen/1-Euro-Jobs lässt sich gut Geld verdienen... Und es ist ein Leichtes, mit diesen Leuten zu spielen...
 
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ja das sind Schwarzarbeiter, welche neben der Schwarzarbeit noch die Stütze vom Staat einkassieren, obwohl sie durch ihre Schwarzarbeit ihren Lebensunterhalt alleine finanzieren könnten. In diesem Fall waren es jede Woche 250 € die unter der Hand ausbezahlt wurden zzgl. die 400 € aus dem Minijob sowie die austockende Stütze sowie Warmmiete und Wassergeld vom Jobcenter. Der kam locker jeden Monat auf ca. 2000 € netto. Dazu kommen weiterhin die zusätzlichen Vergünstigungen beim Hartz IV Bezug, wie die GEZ Bereiung etc..


Dann würde ich mal zu einer Telefonzelle gehen und beim Amt einen heißen Tipp geben. Ich mein, nichts gegen Leute die durch einen Engpass in der Firma, als Aushilfe mal 100 Euro unter die Hand bekommen. In den beschriebenen Fall hört der Spaß auf. Du kannst doch nicht auf der einen Seite dich dafür rechtfertigen, dass du alle Hartzer in einen Topf wirfst und auf der anderen Seite tust du selbst absolut nichts gegen solche Abzocker, die mit Bedürftigkeit nichts zu tun haben. Finde ich ziemlich traurig, wenn man bedenkt, dass viele Menschen mit psychischen Problemen die sie mit Sicherheit nicht gerne haben es durch solche Abzocker noch schwerer haben. Oder schwer behinderte. Bei denen muss dann dank solcher Leute gespart werden. Traurig.
 
ja das sind Schwarzarbeiter, welche neben der Schwarzarbeit noch die Stütze vom Staat einkassieren, obwohl sie durch ihre Schwarzarbeit ihren Lebensunterhalt alleine finanzieren könnten. In diesem Fall waren es jede Woche 250 € die unter der Hand ausbezahlt wurden zzgl. die 400 € aus dem Minijob sowie die austockende Stütze sowie Warmmiete und Wassergeld vom Jobcenter. Der kam locker jeden Monat auf ca. 2000 € netto. Dazu kommen weiterhin die zusätzlichen Vergünstigungen beim Hartz IV Bezug, wie die GEZ Bereiung etc..


Hier wurde ein 400 Euro Job auf volles ALG II aufgestockt ? Diese Geschichte kann so nicht stimmen !

Schwarzarbeit ist nur möglich,weil es Arbeitgeber gibt welche Schwarzarbeit vergeben.

Um noch einmal etwas zu dem Eingangsthread zu sagen.

Diese Menschen,welche uns im Fernsehen als "typische ALG II oder Sozialgeldempfänger " in diesen
Schundsendungen vorgestellt werden gab es schon immer.

Sie bekamen früher kein Arbeitslosengeld mit anschließender Arbeitslosenhilfe weil kein Anspruch bestand.
Oftmals nicht vermittelbar.Sie bekamen Sozialhilfe,denn verhungern lassen kann man in der BRD
"noch" niemanden.
Jeder Mensch hat (noch)ein Anspruch auf Überlebenshilfe/Grundsicherung.

Würdet ihr als Arbeitgeber einen dieser Typen einstellen ?
Wir nicht mehr.Versuch macht klug.
Manche sind dermaßen deppert und lustlos,dass man sie jeden Tag neu anlernen muß,...wenn sie denn erscheinen.
Alkoholabhägigkeit stellt auch oftmals ein Problem dar.
Warum soll man sich das als Arbeitnehmer antun.

Es gibt genug Menschen ohne Arbeit,welche nicht solche Probleme mit sich bringen.
 
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