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Hausbau, wie finanzieren die das?

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@ Blaumeise

Die Sache mit der Ruhezeit ist aber ein merkwürdiges Gegenargument. Daran musst du dich doch noch zusätzlich zu allen anderen Punkten halten. 😉
 
Hallo Penelope,

ohne jetzt alle Seiten durchgelesen zu haben, hatte ich mir lange Zeit genau dieselbe Frage gestellt, da wirklich alles um mich herum mit Anfang - Mitte 30 Häuser baut oder kauft, bzw. auch sonst nach außen hin das Geld aus dem Wasserhahn laufen hat. 3x Urlaub im Jahr (und nicht 1 Woche Malle), aktuellen BMW vor der Türe inklusive.

ABER:

mit den Jahren wurde ich etwas schlauer, da ich das eine oder andere Mal einen Blick hinter die Kulissen werfen konnte. Bei fast allen stellte sich dann doch heraus dass entweder die Eltern dazugebuttert haben und/oder eben ein Kredit / Leasingvertrag läuft. Und das auch bei Leuten die nicht "nur" Verkäufer sind.

Das Argument lieber sein Eigenheim abzuzahlen erscheint zunächst schlüssig, ich kenne aber einige die sich um die ungewisse Komponente (Jobverlust, unvorhergesehene Ausgaben, Renovierungen, Versicherungen etc...) nicht so viel Kopf gemacht haben. Ein Haus steht nicht einfach nur da, es verursacht im laufe der Zeit eben auch kosten.

Ein Beispiel aus der direkten Nachbarschaft:

2 junge Eltern mit 2 Kindern ziehen ein, ich dachte erst die müssen es ja haben, so wie die losgelegt haben das Häuschen aufzupeppeln. Nach und nach sickerte dann aber durch, dass sie ihr Obergeschoss seit Monaten nicht fertig einrichten können, weil das Geld knapp ist. Außerdem zahlen sie bis zur Rente ab, und ohne einen Zuschuss der Elten wäre der Kauf mangels Eigenkapital nicht zu realisieren gewesen.

Ich glaube so sieht dann eben eher die Realität aus, was deine Eingangsfrage "wie machen die das" zumindest etwas neutralisiert.

Eine Bekannte von mir arbeitet bei einem Nobelkarossenhersteller, ist 33 und sagt sie konnte vor kurzem das erste Mal etwas zur Seite legen, weil eben das Auto trotzdem auf Pump läuft. Aber man muss eben auch so ein Auto fahren.

Bei 3 Fällen in meinem näheren Umfeld wohnen die Söhne und Töchter mehr oder weniger mietfrei im Haus der Eltern bzw. in einer Immobilie die den Eltern gehört. Angenommen beide verdienen dazu gut, klärt sich deine Frage ebenso.

Aber glaub mir, die wenigsten können wirklich aus eigener Kraft aus dem vollen schröpfen, ohne die Hilfe eines Kredits oder von den Eltern.
 
Dass ein Haus im Laufe der Zeit deutlich weniger Wert ist als zum Zeitpunkt des Neubaus ist aktuell allerdings in den meisten Fällen grundlegend falsch. Mein Eigenheim steigt momentan im Wert um 10% jährlich. In Berlin, da wohne ich nicht, aber das habe ich aktuell gelesen, steigen die Preise im Durchschnitt 15% pro Jahr.


in den meisten fällen grundlegend falsch, hmmm. eher umgekehrt : in den meisten fällen ist es grundlegend richtig, dass eine immobilie im laufe der zeit weniger wert sein wird und selbst in den extremfällen wird man in zukunft von den von dir genannten jährlichen realgewinnen nur träumen können


dazu gerne folgendes : https://www.n-tv.de/ratgeber/Hier-steigen-die-Immobilienpreise-weiter-article20357399.html


man kann davon ausgehen, dass die immobilienpreise in zukunft eher gering oder gar nicht mehr steigen werden. zeitgleich verliert eine immobilie natürlich an wert, so wie ein auto an wert verliert. natürlich nicht in solchen extremen. selbst wenn du jetzt davon ausgehen würdest, dass in großstadt X (von mir aus berlin) die immobilienpreise jährlich um 5% steigen würden, das sich natürlich auf neue immobilien bezieht. wenn du heute dort ein haus neu für 500k kaufst, wirst du nicht in 5 jahren direkt ~640k bekommen (5% jährlich), sondern höchstwahrscheinlich irgendwas deutlich näher an den 500k, die du heute zahlst. und das aus verschiedenen gründen. um die tatsächlichen 5% zu bekommen, müsstest du schon geld reinstecken, so dass das haus auch in 5 jahren noch "preise wie neu" wert ist - dazu zahlst du direkt bei kauf nochmal - z.b. in berlin - über 35k an nebenkosten (grunderwerbssteuer usw).
 
Alopecia (areata, difusa?) 🙂

Wie kommst du darauf?

Die Märkte werden heutzutage immer unberechenbarer.
In den 80er Jahren hatten viele nicht auf Immobilien gebaut weil die Aussichten nicht gut waren, gekommen ist es vielfach anders. Aber die ganze Blase wird meiner Meinung nach auch wieder platzen. Es kann grundsätzlich in jede Richtung gehen, genauso wie im Laufe der Zeit irgendwelche Gesetze angepasst werden, und schon hat man wieder das Nachsehen. Sicherheit in dem Sinne gibt es eigentlich nirgends mehr. Man darf auch nicht Äpel mit Birnen vergleichen. Mein Onkel erhielt für sein Landhaus deutlich weniger als prognostiziert, während ein anderer in Stadtnähe völlig überdimensionierte Preise verlangen kann.
 
Sowieso mal wieder nur die halbe Wahrheit. Wer eine ältere Immobilie kauft hat den Wertverlust längst hinter sich. Im Gegenteil: Die Modernisierungen die vorgenommen werden erhöhen den Gesamtwert wieder. Also ist auch dieses Geld nicht mal futsch. Im Gegensatz zur Miete.
 
Passt zwar nicht ganz hier rein, aber das folgende ist so absurd und dämlich, dass es schon wieder lustig ist 😀

Es gibt tatsächlich Menschen, die ohne Baugenehmigung ein Haus bauen!
😀
Wie dämlich kann man denn sein, darauf zu hoffen, dass DAS nicht irgendwann auffliegt?
Wollte man an der falschen Stelle sparen? Man weiß es nicht...

Hat jetzt eine Kollegin von meinem Mann erzählt. Die haben einen Nachbarn, der einem Freund ein Stück seines Grundstücks verkauft hat, welcher dann schon mal freudig losbaute. Aufgeflogen ist die ganze Geschichte, als beide anfingen, einen Damm auf ihren Grundstücken zu bauen (die Grundstücke liegen an einem Bach, der durchaus auch mal über die Ufer treten kann). Das Problem ist, dass aufgrund der Dämme, das Grundstück der einen Kollegin dann am tiefsten liegen würde, und im Falle des Falls, das ganze Wasser bei ihr reinfließen würde. Die Kollegin rief dann beim Bauamt an um sich zu erkundigen, ob dass mit den Dämmen rechtens ist. Das Bauamt war dann ganz verblüfft, da es von der Aktion nichts wusste und sie waren noch verblüffter, als sie hörten, dass da auch ein Haus gebaut wird.
Jetzt ist erst mal Baustopp. Denen wird garantiert ein saftiges Bußgeld blühen und das noch nicht fertige Haus muss womöglich abgerissen werden *lol*
 
Sowieso mal wieder nur die halbe Wahrheit. Wer eine ältere Immobilie kauft hat den Wertverlust längst hinter sich. Im Gegenteil: Die Modernisierungen die vorgenommen werden erhöhen den Gesamtwert wieder. Also ist auch dieses Geld nicht mal futsch. Im Gegensatz zur Miete.

stimmt auch nur teilweise.

kaufe ich ne ältere immobilie und stecke nichts rein, geht der wertverlust weiter. von "hat diesen längst hinter sich" kann also nicht die rede sein. stecke ich geld rein, steigt der wert natürlich, aber ich zahle eben auch wieder deutlich mehr - und fürs eigenheim ist auch nichts absetzbar. auch wenn man von fall zu fall schauen muss, ist das weit verbreitete "was für ne frage, 'türlich ist kaufen/bauen viel besser als mieten" ne falschaussage. generelle aussagen sind schwer möglich, auch weil die zukunft eine grosse rolle spielt. daher war meine ursprüngliche vlt etwas zu provokativ und allgemein gehalten, aber so macht diskussion doch spass 😛


@Blaumeise :

bauen ohne baugenehmigung passiert viel öfters als man denkt. die leute sind teilweise einfach extrem bescheuert und denken wirklich, dass, wenn die hütte erstmal steht, der staat schon nix machen wird. 😀 ich kanns auch kaum glauben, aber kenne einige ähnlich gelagerte geschichten. gut gegangen ist es nur in einem fall, und das war im ausland (portugal) , wo der vater eines guten freundes ein grundstück (riesig) gleich mehrfach bebaut hat. allerdings fernab vom schuss (=juckte fast niemanden) und zusätzlich hatte er noch connections in die nötigen ämter, um das ganze im zweifelsfall zu decken bzw durchzuwinken). alle anderen fälle sind imo wahnsinnige, die hundertausende euros verpulvern, im schlimmsten fall. da kann man besser in invacio investieren 😛
 
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