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Hat jemand Erfahrung mit einer narzisstischen Mutter?

Für Laien schwer zu beurteilen, ob deine Mutter eine narzisstische Persönlichkeitsstörung hat. Beim Lesen deiner Zeilen kam mir zumindest die Idee, dass es dir helfen könnte dich mit dem Thema Co-Abhängigkeit auseinanderzusetzen.

Als Ansatzpunkt....
>>Oft entwickeln Kinder von psychisch kranken Eltern (insbesondere von Alkoholabhängigen) co-abhängiges Verhalten. Sie machen sich seit frühester Kindheit unbewusst von den Bedürfnissen anderer abhängig. Das geschieht in der Regel nicht freiwillig, sondern notgedrungen<<
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich fühle mich schuldig und habe Zweifel ob ich das richtige mache. Es nimmt sie und meinem Vater laut ihren Aussagen sehr mit. Ich bin jedoch der Meinung, das ich nicht dafür zuständig bin, wie meine Eltern mit der Situation umgehen. Ein Beigeschmack ist trotzdem vorhanden.
Diese Schuldgefühle sind ganz typisch. Es ist das Ergebnis deiner Erziehung. Auch diese kannst du mit Hilfe überwinden.
Arbeite all das professionell auf, bevor du eines Tages an Menschen gerätst, die diese deine Muster wie Trüffelschweine erschnüffeln und du dich in sehr unguten Situationen wiederfindest.
Was sie "mitnimmt" ist nicht dein Problem, damit müssen sie fertig werden. Das sind ihre Baustellen und nicht deine Verantwortung. Und ja, wahrscheinlich fühlt sich das für dich extrem egoistisch an... Aber das ist es nicht. Das ist nur das Muster, die eingepflanzte Schuld, das dich das so fühlen lässt.
 
Aus all deinen Antworten klingt heraus, dass du ihr hilflos ausgeliefert bist. Genau das bist du eben nicht! Du bist mündig und kannst dich abnabeln, wenn du es willst.

Was ist das für ein halbgares Durchsetzen, wenn du dich anschließend doch weiter rechtfertigst? Wer zwingt dich zu ellenlangen Erklärungen? Warum schaffst du es nicht zu sagen: "Mama, ich habe dir erklärt, dass wir nach xy fahren möchten und möchte dazu jetzt nicht weiter diskutieren."

Du hast hier jetzt zig Beiträge erhalten, die dir allesamt sagen, dass du diejenige bist, die ihr Verhalten und eben auch die Einstellung ändern muss, es der Mutter weiter recht machen zu wollen. Einzig daran solltest du arbeiten und nicht weiter überlegen, womit du deine Mutter womöglich verärgerst.

Mutter-/Tochter-Verhältnisse sind sehr häufig schwierig. Auch meines war nicht einfach und ist es eigentlich bis heute nicht. Meine Mutter geht mittlerweile auf die 90 zu und gibt immer noch Ratschläge, bei denen meine Augen nur noch genervt rollen. Je nach Tagesform ficht mich das mehr oder weniger an. Allerdings mache ich schon seit vielen Jahren nur noch das, was ich für richtig halte. Und tatsächlich bin ich kaum bei ihr. Sie hat nun die Konsequenzen unseres schlechten Miteinanders zu tragen. Wenn sie Hilfe braucht, bin ich da, aber außerhalb derartiger Verpflichtungen eben nicht. Und ich habe damit meinen Frieden gemacht.

Bei meiner Schwester war das ähnlich wie bei dir. Sie hat meine Mutter aber auch gerne als Babysitter und Geldgeber genutzt und so automatisch eine Abhängigkeit geschaffen. Und sie war völlig entsetzt, als meine Mutter dann Dankbarkeit einforderte und hat sich so emotional erpressen lassen. Ich habe mich nie kaufen lassen, nicht um Hilfe gebeten, bin dann eben nicht weggegangen, genug Geld verdient habe ich ohnehin immer - war immer unabhängig. Ist das vielleicht der Preis, den du zahlst? Auch da könntest du gegensteuern.

Ach ja, meine Mutter und meine Tante (Frau ihres Bruders) haben auch Zoff und meine Mutter versucht immer, schlecht über meine Tante zu reden und mich auf ihre Seite zu ziehen. Ich bremse diese Gespräche stets aus, sage ihr, dass sie mich da heraushalten soll und dass es eine Sache zwischen ihnen beiden ist. Sie findet das zwar sichtlich nicht gut, fügt sich aber, weil sie weiß, dass ich sonst gehe.
Ein gutes Thema Babysitter... Auch sie hatte unheimlich oft unsere Kinder und genau das ist passiert. Wie sind nicht dankbar genug, was sie alles für die Kinder gemacht hat. Mein Mann sagte einmal " Aber wir haben das doch nie gefordert und ist es nicht normal, wenn Omas etwas mit den Enkeln unternehmen"? Danach war vielleicht was los. Pfui Teufel wie kann man nur so undankbar sein usw.
 
Wenn du nicht lernst, ganz harte Grenzen zu setzen, werden diese Menschen immer wieder und immer krasser deine Grenzen übergehen und versuchen, dich zu manipulieren. Einsicht ist da nicht zu erwarten. Im Gegenteil, ihr Ego verhindert dies. Lass dich keineswegs auf ihre "Empfindungen" mehr ein. Sie nutzen diese, um dich zu kontrollieren und da zu haben, wo sie dich haben wollen. Steig aus diesem Hamsterrad aus. Das schaffst du. Und es fühlt sich erst echt mies an, aber dann wirst du freier sein.
 
Ich fühle mich schuldig und habe Zweifel ob ich das richtige mache. Es nimmt sie und meinem Vater laut ihren Aussagen sehr mit. Ich bin jedoch der Meinung, das ich nicht dafür zuständig bin, wie meine Eltern mit der Situation umgehen. Ein Beigeschmack ist trotzdem vorhanden.
Ich kenne das!

In meiner Psychotherapie habe ich gelernt, besser damit umzugehen.

Nach wie vor fühlt sich manches nicht gut für mich an, wenn ich mit ihr zu tun habe. Für mich selbst bin ich zur Erkenntnis gekommen, dass sich das auch nicht mehr gravierend ändern wird. Anders ausgedrückt, ich habe beschlossen, dass es mir egal ist.

Wenn Ärger, Wut, Schmerz etc. aufkommen, lasse ich den kurz da sein....schaue ihn ggf. kurz an....und dann lasse ich die Gefühle gehen. Alles in allem klappt das ganz gut!
 
Ein gutes Thema Babysitter... Auch sie hatte unheimlich oft unsere Kinder und genau das ist passiert. Wie sind nicht dankbar genug, was sie alles für die Kinder gemacht hat. Mein Mann sagte einmal " Aber wir haben das doch nie gefordert und ist es nicht normal, wenn Omas etwas mit den Enkeln unternehmen"? Danach war vielleicht was los. Pfui Teufel wie kann man nur so undankbar sein usw.
AUch das ein typisches Verhalten. Dinge aus angeblich freien Stücken tun und dann doch eine gehörige Portion Dankbarkeit einfordern. Du wirst da gut manipuliert. Merkst du das?
 
Ein gutes Thema Babysitter... Auch sie hatte unheimlich oft unsere Kinder und genau das ist passiert. Wie sind nicht dankbar genug, was sie alles für die Kinder gemacht hat. Mein Mann sagte einmal " Aber wir haben das doch nie gefordert und ist es nicht normal, wenn Omas etwas mit den Enkeln unternehmen"? Danach war vielleicht was los. Pfui Teufel wie kann man nur so undankbar sein usw.
Genau das meine ich. Natürlich darf man als Oma eine gewisse liebevolle Wertschätzung erwarten; das ist aber etwas völlig anderes, als aktiv Dankbarkeit einzufordern auf eine Weise, bei der man gefälligst z. B. das Nasehineinstecken und Mitmischen in allen Bereiche des Tochter-/Familienlebens auszuhalten hat.
Es gibt da Grenzen und die muss jeder für sich definieren und zur Not eben auch verteidigen, wenn sie nicht respektiert werden. Begreift der andere das nicht, darf man auch eindringlicher und verbindlicher werden, indem man die Erwartung offen ausspricht. Ich finde es z. B. völlig selbstverständlich, für meine Mutter mit Hilfsdiensten wie Taxidiensten, Besorgungen, Hilfsleistungen im Haushalt da zu sein, wenn sie jetzt aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr so kann. Einfach weil ich ihr dankbar bin, dass sie mich als Kind wohlbehütet hat aufwachsen lassen und für mich auch auf vieles verzichtet hat. Allerdings auch das nicht grenzenlos - als Pflegerin stünde ich z. B. nicht zur Verfügung.

Es ist natürlich schwierig, wenn ihr - völlig egal ob ungefragt oder nicht - schon viele "Dienstleistungen" angenommen habt. Deine Mutter sieht ihr Einmischungsrecht also schon als eingekauft an. Da hilft es m. E. nur, ihr eindeutig zu sagen, dass ihr diese Hilfe nicht mehr möchtet, wenn sie daran eine Gegenleistung knüpft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Und es klingt auch heraus, dass du @TE nichts tun würdest, was deine Mutter auch nur enttäuschen oder traurig machen könnte.
Ja, das ist leider die traurige Seite einer solchen Erziehung. Da steht ganz viel Angst vor den Reaktionen dahinter. Manche Menschen können nicht gut damit umgehen, wenn ihnen Grenzen gesetzt werden (wenn auch zaghaft) und dann werden sie sehr unfair, manipulativ und mit Pech auch gewalttätig.
Eine wirklich komplexe Verstrickung ist das.
 
Und es klingt auch heraus, dass du @TE nichts tun würdest, was deine Mutter auch nur enttäuschen oder traurig machen könnte. Dabei vergisst du ganz, dass sie solche Gefühle gar nicht kennt, denn sie hat ja immer recht. In ihren Augen bist du doof und hast keine Ahnung vom Leben.

Wo ist eigentlich dein Mann in dieser Geschichte? Warum stärkt er dir nicht den Rücken? Warum redet er nicht mal Tacheles mit deiner Mutter? Er scheint ja nur da zu sitzen und zuzuschauen.
Mein Mann hält sich mir zu liebe zurück, da ich die jenige bin, die es abbekommt und wieder einmal das Gefühl hat sich zu rechtfertigen, wenn er sich ihrer Meinung nach im Ton vergriffen hat, oder Dinge falsch interpretiert und ihr Sachen unterstellt. Er stärkt mir den Rücken, in dem wir viel darüber sprechen und er mir Mut macht, wenn es mir wieder einmal bescheiden geht. Und auch er ist schon in gewisser Weise in dieser Spirale gefangen und hat begriffen, was in den letzten 12 Jahren passiert ist, denn auch er hat sich leiten lassen.
 

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