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Hass auf Arbeit generell

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Auch wird man do eigentlich von klein auf so konditioniert. Du muss Leistung bringen in der Schule damit du einen guten Abschluss hast damit du später einen guten Job bekommst und erfolgreich bist damit du "gut" leben kannst und dir viele "schöne" Dinge kaufen kannst.

Und weil es nicht stimmt, dass Glück käuflich ist, sollte man "von klein auf" lernen, worauf es im Leben ankommt.
Es hat etwas mit Familie zu tun, in der man aufwächst. Welche Werte werden dort vorgelebt und vermittelt?
Geld ist wichtig, weil wir es zur Existenzsicherung benötigen. Aber was ist Glück? Wo wird das noch diskutiert?

Wenn ich mich nicht irre, so betonen Wissenschaftler, dass Glück von unserem Fokus abhängt. Wenn z.B. jemand einen 7-er BMW fährt, so geniesst er den sanften starken Motor - und freut sich darüber. Jedoch denkt er nicht ständig über seinen BMW nach. Der BMW ist schon wenige Tage nach dem Kauf zur Normalität geworden. Zudem hat der BMW-Besitzer i.d.R. verlernt die Freude darüber zu empfinden, die er vor etlichen Jahren hatte, als ihn noch sein alter klappriger Wagen von A nach B fuhr und zum Glück nicht liegen blieb und seine Freude, dass er in der Werkstatt nicht die Rechnung einer BMW-Reparatur zu bezahlen hatte oder bei der Tankstelle den größeren Spritverbrauch. Der BMW Eigentümer hat lediglich Freude 1 gegen Freude 2 getauscht. Sein Glücksniveau ist nicht wirklich gestiegen. Es ist der Fokus, worauf schauen wir, wenn wir gefragt werden "bist Du glücklich?"

Schauen wir auf schlechte Erlebnisse, sind wir eher unglücklich. Schauen wir darauf, was alles Gutes passierte, sind wir eher glücklich. Dankbarkeit ist der zentrale Faktor, der Glück von Unglück unterscheidet. Können wir uns nicht über das freuen, was wir heute Gutes erlebt haben, nehmen wir das Gute als Selbstverständlichkeit hin, fehlt uns auch der Sensor für Glück. Einem undankbaren Menschen kannst Du die ganze Welt zu Füßen legen, er wird trotzdem unglücklich sein. Und einem armen Menschen kannst Du einen € in die Hand drücken und er wird zu seinem Kumpel sagen: "Der Tag fängt ja nicht schlecht an...."
 
Nordhreiner das war einer der besten Kommentare die ich hier je gelesen habe, und gleichzeitig macht er auch deutlich wie sehr bei vielen Werte ansich völlig in den Hintergrund gerückt sind. Wobei du total Recht hast: der Porsche macht am Anfang mächtig Spaß und man glaub glücklich zu sein. Nach kurzer Zeit steht er aber eben in der Garage = selbstverständlich. Vieviele Stars die sich mit Geld den Hintern putzen könnten, fangen an zu saufen, nehmen Drogen, sind so gesättigt dass es nichts "Höheres" mehr gibt.

Daher kommt auch das Jammern auf hohem Niveau, hilfe mein Kumpel hat schon das neue S6, ich aber immer noch das S5, geht ja gar nicht, ich bin so unglücklich. Ich höre aber nie dass jemand sagt ich bin glücklich weil wir gerade hier am Lagerfeuer sitzen und quatschen oder weil ich so einen tollen Partner habe, oder jemandem eine Freude machen konnte...
 
Die "Konditionierung" auf Fleiß und Erfolg finde ich nicht grundsätzlich schlecht.

Für meine Großeltern, die den zweiten Weltkrieg erlebt haben, war es existenzsichernd fleißig zu sein und diese Werte haben sie weitergegeben an ihre Kinder, weil sie ihre Kinder geliebt haben.

Wobei wir uns da ja einig sind @ Nordrheiner, Fleiß und Geld sind im gewissen Rahmen wichtig. Die Frage ist vielleicht ab wann gesunder Fleiß endet und Gier anfängt. Gibt es einen Punkt, an dem man jemanden vorwerfen kann, mehr zu wollen?

Als ich meinte "Gier sei dem Menschen angeboren", wollte ich sagen, dass Menschen selten zufrieden sind. Sobald man sich an den 7er BMW gewöhnt hat, hätte man gerne mehr.😀

Ich bin nicht reich. Ich finde es verwerflich wie viele Reiche mit ihrem Geld umgehen. Man könnte soviel gutes damit machen anstatt sich Luxus zu gönnen. Wäre ich aber moralisch besser wenn ich reich wäre? Ganz ehrlich: Ich weiß es nicht.
 
Das Problem, was ich sehe, ist unser eigenes ich. Wir glauben gut zu sein, solange, bis wir in eine Situation geraten, in der wir uns selbst NACH EIGENEN KRITERIEN als schlecht wahrnehmen, gegen eigene Vorstellung von gut und böse verstoßen.

Wir brauchen nicht immer den anderen, um zu erkennen, dass wir selbst es sind, die dem Guten sowie dem Glück entgegenstehen.

Ich lernte folgendes:

Wenn Du einen Menschen besser kennenlernen willst, mehr als nur die Fassade, dann gib ihm Macht oder Geld oder Unglück. Bei allen drei Faktoren entsteht ein Selbstverantwortungsdruck, den der eine mehr oder weniger wahrnimmt oder auch nicht.

Und bei Druck ist es wie mit einer Zahnpastatube. Je mehr Druck du ausübst, um so mehr wird sichtbar, was wirklich drinnen ist.

Die interessanteste Reise, finde ich, ist die Reise durch das eigene Ich. Es braucht viele Jahre um zu erkennen, wer ich wirklich bin. Bis ich mich kenne, treffe ich lediglich Annahmen über mein eigenes ich.
 
Ich glaube die meisten wären dann genauso wenn sie ganz oben mitmischen könnten.

Das ist eine wichtige Erkenntnis. Egal wie arm oder reich man ist, man wird vermutlich immer seine Lage noch verbessern wollen.

Fatalistischer könnte man sagen: Wir sind verdammt dazu auf ewig zumindest ein wenig unzufrieden zu sein 😉
 
Also ich kann dazu nur sagen, das gibts in allen Lebenslagen.

Du findest den Frustrierten unter den Reichen, wie unter den Armen.

Den Neider , den Geitzhals, den Aggressor , den Besserwisser, den Zyniker etc. ...findet Du genauso bei Armen, wie bei Reichen.

Das was der Mensch als Glück empfindet ist konditioniert.

Für den in der Wüste lebenden Nomaden, der sich asketisch karg ernährt, stellt es Glück dar, wenn er eine dicke fette Termitenlarve auslutschen kann, er lacht dabei, weil es ihm schmeckt, und weil er sich darüber freut.

In Vietnam essen die Kinder lachend geröstete Vogelspinnen, weil sie ihnen schmecken.

Der zivilisierte Westbürger schaut sich in seiner Dekadenz das Leid der anderen an, Brot und Spiele funktionierten schon im alten Rom sehr gut.

Es ist konditioniert - wenn nun ein Mensch einen klaren Verstand hat , dann kann er sich ja überlegen, wohin er sich umkonditioniert.

Das die Umkonditionierung zum Arbeitshasser allerdings was Positives darstellt, ist für mich fraglich .

Zufriedenheit stellt sich dann ein , wenn die Konditionierung mit den Umständen übereinstimmt .

Bevor man so produktiv sein kann, das es einen zufrieden macht, muß man sich mit seinem inneren Schweinehund auseinandersetzen und ihm die Grenzen aufzeigen.

Nicht Benzin aufs Feuer des Hasses / Neides gießen , wenn man eh schon unzufrieden ist, weil man sich lieber über die angebliche Falschheit eines produktiven Systems aufregt, nur mit dem Hintergrund, dass man der Auseinandersetzung mit dem eigenen Schweinehund, aus dem Wege zu gehen versucht.....

so einfach ist das .
 
Also ich kann dazu nur sagen, das gibts in allen Lebenslagen.

Du findest den Frustrierten unter den Reichen, wie unter den Armen.

Den Neider , den Geitzhals, den Aggressor , den Besserwisser, den Zyniker etc. ...findet Du genauso bei Armen, wie bei Reichen.

Das was der Mensch als Glück empfindet ist konditioniert.

Für den in der Wüste lebenden Nomaden, der sich asketisch karg ernährt, stellt es Glück dar, wenn er eine dicke fette Termitenlarve auslutschen kann, er lacht dabei, weil es ihm schmeckt, und weil er sich darüber freut.

In Vietnam essen die Kinder lachend geröstete Vogelspinnen, weil sie ihnen schmecken.

Der zivilisierte Westbürger schaut sich in seiner Dekadenz das Leid der anderen an, Brot und Spiele funktionierten schon im alten Rom sehr gut.

Es ist konditioniert - wenn nun ein Mensch einen klaren Verstand hat , dann kann er sich ja überlegen, wohin er sich umkonditioniert.

Das die Umkonditionierung zum Arbeitshasser allerdings was Positives darstellt, ist für mich fraglich .

Zufriedenheit stellt sich dann ein , wenn die Konditionierung mit den Umständen übereinstimmt .

Bevor man so produktiv sein kann, das es einen zufrieden macht, muß man sich mit seinem inneren Schweinehund auseinandersetzen und ihm die Grenzen aufzeigen.

Nicht Benzin aufs Feuer des Hasses / Neides gießen , wenn man eh schon unzufrieden ist, weil man sich lieber über die angebliche Falschheit eines produktiven Systems aufregt, nur mit dem Hintergrund, dass man der Auseinandersetzung mit dem eigenen Schweinehund, aus dem Wege zu gehen versucht.....

so einfach ist das .


ja genau ist alles ganz einfach^^...wenn man sein gehirn ausschält...
 
Nicht Benzin aufs Feuer des Hasses / Neides gießen , wenn man eh schon unzufrieden ist, weil man sich lieber über die angebliche Falschheit eines produktiven Systems aufregt, nur mit dem Hintergrund, dass man der Auseinandersetzung mit dem eigenen Schweinehund, aus dem Wege zu gehen versucht.....

Das klingt als würde sich der TE nur darüber aufregen weil er in diesem "produktiven" System nicht mehr zustande gebracht hat. Das ist in der Tat etwas zu einfach gedacht. Er hinterfragt einfach den Sinn dahinter, was ja durchaus nicht verwerflich ist. Ich kann da keinen Neid erkennen.

Generell stimme ich aber zu, dass viel Unzufriedenheit einfach nur dadurch kommt weil andere mehr haben, besser sind, wie auch immer. Ich sehe manchmal alte Menschen in meinem Umfeld, die im Prinzip nur noch darauf warten dass es gesundheitlich nicht mehr geht. Manche von Ihnen haben nur gearbeitet aber kaum gelebt. Das Leben ist nunmal endlich und jeder muss für sich wissen was für ihn wichtig ist. Ich bin ebenfalls der Meinung dass viel zu viel Lebenszeit für die Arbeit draufgeht, von der eben nach wie vor viele halt immer mehr oder weniger über die Runden kommen. Zumindest ist auch bei mir die Motivation von Sonntag auf Montag eher im Keller und ich denke mir schon wieder Wochenende rum...
 
Hallo, Phalle,

wenn von Mo-Fr Deine Motivation in den Keller sinkt, dann macht die (Arbeits-) Situation etwas mit Dir.
Du lässt Dich zum wehrlosen Opfer machen, welches von Mo-Fr leidet, leiden muß.

Aber muß das sein?
Ich denke, dass ich zum Handelnden werden und bleiben will. Aber wie gelingt das?
Aus meiner Sicht gelingt das immer, wenn ich bewusst nach allem Guten Ausschau halte, was mir
tagsüber passiert, was ich wahrnehme. Und wenn es nur die Blume im Blumentopf auf dem
Fensterbrett ist. Und steht dort keine, dann stelle ich dort eine hin.

Mir persönlich gefällt es besonders gut, wenn ich jemandem ein Lächeln ins Gesicht zaubern kann.

LG, Nordrheiner
 

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