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annianni1100

Mitglied
Hallo! Ich bin neu hier und hoffe wirklich sehr, dass mir hier jemand helfen kann.

EndeMai klingelte unser Telefon und am anderen Ende der Leitung war eineMitarbeiterin von günstigmobile und meinte es gäbe bei ihnenmomentan einen Tarif bei dem man 3 Monate lang günstigmobile testenkann und danach entweder beibehalten kann oder kündigen kann. Ichhabe mich kurz mit meiner Mutter beraten und wir beide dachten „Wiesonicht“. Nach 2 Tagen hat dann wie angekündigt ein weitererMitarbeiter angerufen, der mit mir den Rest abgewickelt hat und ichhab ihn nochmal ausdrücklich gefragt, ob ich nach den 3 Monatenwirklich kündigen kann und er meinte dass es kein Problem sei. Am 6.Juni kamen SIM-Karte und Vertrag an. Ich hab dann nichts weiterunternaommen. Weder etwas unterscheieben oder sonstiges. Nach 2-3Wochen habe ich dann die Kündigung abgeschickt, weil ich Angst hattees nach den 3 Monate 'Testphase' zu vergessen. Es kam dann auchsofort eine Bestätigung, die ich auch nicht mehr weiter beachtethabe (was ein Fehler war, denn hätte ich auf das Datum für dasVertragsende geschaut wäre mir sofort etwas aufgefallen). Juli undAugust vergingen und es kam keine weitere Reaktion vom Anbieter.
Heutedann ruft einer an und will wissen wieso ich den Vertrag kündigenmöchte. Ich habe ihm die ganze Situation erklärt und er meinte,dass der Vertrag aber eine Laufzeit von 24 Monaten hat. Schließlichhat er mir nochmal alles erklärt und zwar gibt es bei günstigmobile2 Tarife:
Den'allnet flat 3G' und den 'allnet flat 3S'. Der 3S hat eineSonderkündigungsfrist in den ersten drei Monaten, der 3G nicht.
Ichhabe nochmal auf die mir zugeschickten Papiere geschaut und dortstand 'allnet flat 3G'.Als ich das sah war ich zuerst geschockt und dachte sofort dass siemir vermutlich absichtlich den falschen zugeschickt haben und gehoffthaben ,dass ich es nicht merke(das ist nur eine Vermutung keine ).Denn hätte ich es in den ersten beiden Wochen gemerkt und michbeschwert, dann wäre ich ganz leicht aus der Sache rausgekommen.Aber leider fiel mir das erst jetzt Anfang September auf. Ich habebei den beiden Telefonaten am Anfang wirklich mehrere Malenachgefragt, ob ich nach den ersten drei Monaten sicher kündigenkann. (leider habe ich die Telefonate nicht aufgenommen). Jetztstecke ich in diesem Vertrag drinnen, den ich wirklich nicht brauche.
DerMitarbeiter der Hotline meinte heute zu mir, dass es zweiMöglichkeiten gibt aus der Sache rauszukommen.



  1. Entweder: Ich schicke einen Brief in dem ich die ganze Sache erkläre und hoffe auf Verständnis und Kulanz von günstigmobile.



  1. Oder:Vertragsübernahme.


DasProblem ist, dass ich nächste Woche nach England fliege und dort 2Jahre leben werde (Auslandsaufenthalt-Studium etc.)
Außerdembin ich frischgebackene Abiturientin und bin leider nicht sehr geübtdarin, seriöse und sachliche Briefe zu schreiben. Vielleicht kannmir jemand einen Tipp geben was ich in dem Brief schreiben soll undwas ich als Betreff angeben soll.


Ichhoffe sehr, dass mir hier jemand helfen kann und bitte habtVerständnis für mich. Ich weiß, dass es ziemlich verantwortungsloswar einen Handyvertrag am Telefon abzuschließen und zu glauben, dassman ihn so einfach kündigen kann, aber in dem Moment habe icheinfach geglaubt, dass sie mir schon den richtigen zuschicken und icheine Sonderkündigungsfrist in Anspruch nehmen kann....
Dankeschon mal im Voraus für eure Antworten.
 

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P

Pierre-Adrian

Gast
annianni,

immerhin hast Du wohl draus gelernt, gegenüber Werbern am Telefon
künftig immer nur ein Wort zu sagen - "Nein".

War ohnehin leichtsinnig, weil Du doch vermutlich zum Zeitpunkt der Angebotannahme bereits wusstest, dass Du gar nicht mehr lange im Lande bist.

Ansonsten gilt auch für nicht am Telefon zu tätigende Handyverträge: Immer vergleichen mit Prepaid-Angeboten! Das vermeintlich "geschenkte" (Handy) bei Vertragsabschluß ist nie geschenkt, muss durch die Kunden natürlich reingewirtschaftet werden - entweder
- zum Beispiel -
durch überhöhte Gebühren oder eben graubereichige Methoden.
Na, dann hoffe mal auf die "Kulanz" der Firma, Sachverhalt per Einschreiben mit Rückschein schildern.
Und falls sich nicht rasch positives tut, wie von chrismas erwähnt, Verbraucherzentraleberatung einholen. Oder halt zum Anwalt.
 

Darknessgirl

Namhaftes Mitglied
Belehrungen sind -glaube ich- nicht hilfreich, denn der TE ist sich seines Fehlers bewusst.

Es ist normalerweise immer besser, einen Vertrag nicht zu kündigen, da man dann auf der ordnungsgemäßgen Kündigungsfrist hängt. Am besten immer ein Widerrufschreiben erstellen und den Vertrag direkt anfechten. Hier scheint ja auch eine arglistige Täuschung vorzuliegen, da der Tarifunterschied am Telefon nicht explizit genannt wurde. Das könnte man sonst noch mal probieren und ein Schreiben mit entsprechender Erklärung dorthin schicken.

Dafür gibt es Musterschreiben im Internet, google mal "Musterschreiben Widerruf Vertrag" oder "Anfechtung".

Hast du mit dem Vertrag denn eine schriftliche Widerrufsbelehrung erhalten? Sonst wäre dieser ohnehin ungültig. Du hast den Vertrag ja nicht unterschrieben und zurückgeschickt, also kann das Unternehmen eigentlich nicht beweisen, dass du die Widerrufsbelehrung überhaupt erhalten hast.

Da wäre dann auch nix mit Kulanz.


Ansonsten wäre zu prüfen, ob hier überhaupt ein Vertrag zu Stande gekommen ist.
Hast du denn die Leistung der SIM-Karte in Anspruch genommen, also sie auch benutzt?
 

annianni1100

Mitglied
Also erstmal vielen Dank für die Antworten! Ich wollte zunächst einen höflichen Brief schreiben und fragen, ob sie mir entgegenkommen und ich kündigen darf, da ich eben ins Ausland gehe und dort keinen deutschen Handyvertrag brauch eund ich mir das auch nicht leisten kann und ich eben ganz fest davon ausgegangen bin, dass sie mir wie am Telefon besprochen den richtigen zuschicken. Aber das mit dem Widerruf scheint schlauer zu sein... oder? Ich bin mir da nicht sicher, weil ich wirklich wenig Ahnung von Rechtsprechung habe :wein:



Belehrungen sind -glaube ich- nicht hilfreich, denn der TE ist sich seines Fehlers bewusst.


Hast du mit dem Vertrag denn eine schriftliche Widerrufsbelehrung erhalten? Sonst wäre dieser ohnehin ungültig. Du hast den Vertrag ja nicht unterschrieben und zurückgeschickt, also kann das Unternehmen eigentlich nicht beweisen, dass du die Widerrufsbelehrung überhaupt erhalten hast.

Da wäre dann auch nix mit Kulanz.


Ansonsten wäre zu prüfen, ob hier überhaupt ein Vertrag zu Stande gekommen ist.
Hast du denn die Leistung der SIM-Karte in Anspruch genommen, also sie auch benutzt?
Auf der Rückseite eines Blattes steht unten die Widerrufsbelehrung...ich tippe sie mal ab:

Widerrufsfolgen
Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und ggf. gezogene Nutzungen (z.B. Zinsen) herauszugeben. Können sie uns die empfangene Leistung sowie Nutzungen (z.B. Gebrauchsvorteile) nicht oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren bzw. herausgeben, müssen Sie uns in soweit Wertersatz leisten. Dies kann dazu führen, dass die vertraglichen Zahlungsverpflichtungen für den Zeitraum bis zum Widerruf gleichwohl erfüllen müssen. Bei der Überlassung von Sachen gilt dies nicht, wenn die Verschlechterung der Sache ausschließlich auf deren Prüfung und Eigenschaften und Funktionsweise zurückzuführen ist. Unter "Prüfung der Eigenschaften und der Funktionsweise" versteht man das Testen und Ausprobieren der jeweiligen Ware, wie es etwa im Ladengeschäft möglich und üblich ist. Paketversandfähige sind auf unsere Gefahr zurückzusenden. Sie haben die regelmäßigen Kosten der Rücksendung zu tragen, wenn die gelieferte Warte der bestellten entspricht und wenn der Preis der zurückgesendeten Sache einen Betrag von 40 Euro nicht übersteigt oder wenn Sie bei einem höheren Preis der Sache zum Zeitpunkt des Widerrufs noch nicht die Gegenleistung oder eine vertraglich vereinbarte Teilzahlung erbracht haben. Anderenfalls ist die Rücksendung für Sie kostenfrei. Nicht paketversandfähige Sachen werden bei Ihnen abgeholt. Verpflichtungen zur Erstattung von Zahlungen müssen innerhalb von 30 Tagen erfüllt werden. Die Frist beginnt für sie mit der Absendung Ihrer Widerrufserklärung oder der Sache, für uns mit deren Empfang.
Ende der Widerrufsbelehrung
"

Also ich habe die SIM-Karte die ich bekommen habe weder benutzt, noch aus der Plastikkarte in der SIM-Karten anfangs befestigt sind herausgelöst.Ich habe auch das Feld wo PIN und PUK stehen nicht aufgekratzt. Ich habe danach auch nichts unterschrieben oder zurückgeschickt. Das einzige was ich machen musste ist auf eine SMS, die sie mir auf mein Handy geschickt haben mit "ja" antworten.
Die SMS damals lautete :Ihr Auftrag: allnet flat 3G, 3 Monate keine Grundgebühr, 3 Monate kostenlos in alle dt.Netze inklusive SMS-Flat sowie Internet-Flat. Danach nur 29,45 EUR monatliche Grundgebühr fuer weitere 21 Monate. Bestätigen sie mit "ok".

Es ist wirklich so, dass ich am Anfang am Telefon wirklich nachgefragt habe , ob ich nach den drei Monaten kündigen kann und mir das auch so gesagt wurde. Deswegen habe ich die Kündigung auch so zeitnah abgeschickt, weil ich eben davon ausgegangen bin, dass ich nach den 3 Monaten kündigen kann. Nur leider habe ich erst jetzt bemerkt, dass sie mir anders wie am Telefon besprochen einen Vertrag ohne Sonderkündigungsrecht geschickt haben. Was ich leider nicht mehr weiß ist , ob sie damals am Telefon '3G' oder '3S' gesagt haben, aber sie haben mich 100% nicht zu den Unterschieden dieser beider Verträge aufgeklärt.
Was soll ich nun machen? Eine Widerrufserklärung schreiben und dabei auch meine jetztige Situation erklären?Der Mitarbeiter gestern am Telefon meinte ich kann reklamieren und auf Kulanz hoffen, was aber nur klappt wenn ich wirklich Glück habe, weil man nur in den ersten beiden Wochen nach Vertragsabschluss reklamieren kann...WIe lang nach Vertragsabschluss habe ich denn Zeit einen WIderruf zu machen? Das Blöde ist,dass ich am Dienstag schon nach England fliege... ich werde meinen Eltern sagen, dass sie die Briefe für mich öffnen sollen.

Noch eine Frage: Die dürfen mir ja nicht einfach die 30€ von meinem Konto abziehen oder? Dnen dazu brauchen sie von mir doch ne schriftliche Einverständniserklärung, dass sie es per Lastschriftverfahren abbuchen dürfen oder?

Danke, dass ihr euch Zeit für mein Problem nehmt!
 

annianni1100

Mitglied
Die Widerrufsfrist beträgt grundsätzlich zwei Wochen (§§ 312 d I 1, 355 I 2 BGB) und beginnt nach Widerrufsbelehrung (§ 355 II 1 BGB, diese muss deutlich gestaltet sein und in der Textform des § 126 b BGB erteilt werden; nur eine vollständig zutreffende Belehrung löst den Fristbeginn aus!) und nach Erfüllung der nachvertraglichen Informationspflichten (§ 312 c II BGB, die Widerrufsbelehrung deckt sich nicht vollständig mit den Pflichtangaben zum Widerruf nach § 1 I Nr. 10 BGB-InfoV).

Das mit dem Widerruf wird dann wohl nichts oder?
 

Darknessgirl

Namhaftes Mitglied
Okay, das heißt, du hast den Vertrag bekommen und ab Vertragsdatum erst nach Ablauf der 14 Tagen etwas unternommen. Das ist natürlich nicht so gut.

Dass du die SMS bestätigt hast, ist auch blöd, weil dort steht ja drin, dass die Vertragslaufzeit 24 Montae beträgt (3 + 21 Monate).

Insofern bleibt vermutlich erst einmal nur das Schreiben mit der Bitte auf Kulanz, dann müsste man weiterschauen.

Obwohl man sich informieren müsste, ob man nicht ein Sonderkündigungsrecht hat, wenn man ins Ausland geht, da man dann die Leistung nicht mehr unbegrenzt in Anspruch nehmen kann.

Ich würde dem Unternehmen nicht schreiben, dass du den Vertrag angenommen hast, obwohl du wusstest, dass du ins Ausland gehen würdest, sondern eher auf dem Nichtbekanntsein der langen Laufzeit bzw. Kündigungsfrist bestehen, zumal das in der SMS nicht ausdrücklich erwähnt wird.
 

annianni1100

Mitglied
Vielen Dank für deine Hilfe, darknessgirl!
Ich werde dann vermutlich den Brief schreiben ... darf ich dir den dann schicken, damit du ihn dir durchlesen kannst und ihn gegebenenfalls verbessern kannst? Ich wäre dir wirklich dankbar dafür!

lg Anni
 

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