Anzeige(1)

  • Liebe Forenteilnehmer,

    Im Sinne einer respektvollen Forenkultur, werden die Moderatoren künftig noch stärker darauf achten, dass ein freundlicher Umgangston untereinander eingehalten wird. Unpassende Off-Topic Beiträge, Verunglimpfungen oder subtile bzw. direkte Provokationen und Unterstellungen oder abwertende Aussagen gegenüber Nutzern haben hier keinen Platz und werden nicht toleriert.

Hammer und Sichel verbieten

  • Starter*in Starter*in Dr. House
  • Datum Start Datum Start
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Ich bin in der DDR geboren und aufgewachsen. Ich bin getauft, bin in die Kirche gegangen. Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit, gute Noten in der Schule, hab meinen Facharbeiter gemacht. Wollte dann studieren, durfte zuerst nicht, weil ich Kirchen- und kein Parteimitglied war. Bin nicht aus der Kirche aus- und nicht in die Partei eingetreten und hab trotzdem studiert. Später kam die Wende und die ersten die in der Kirche saßen waren die ehemaligen Parteisekretäre. Und dann hat mir mal ein Pfarrer gesagt, dass ja viele nur wegen Job und Karriere in die Partei sind und nicht zu ihrem Glauben stehen durften, die armen Menschen!! Hallo????????? Und genau die sind es, die heute jammern, wie sehr sie unterdrückt wurden vom Sozialismus/Kommunismus!!!!
Ich hab nie erlebt, dass jemand wegen seiner Religion benachteiligt oder gar erschossen (wenns nicht so ernst wäre, würde ich mich vor Lachen auf dem Boden kugeln) wurde!! Meine halbe Verwandtschaft lebt in den alten Bundesländern, die kamen zu Besuch etc. und aus meiner Familie wurde niemand deswegen eingesperrt!!
Es ist traurig, wie im Laufe der Zeit die Geschichte hingebogen wird und sich genügend Menschen finden, die da mitspielen....
 
Hallo Lilalaunefee,

Nun muss ich aber ein bisschen relativieren. Ganz so zuckersüß war es dann doch nicht.

Ich bin auch in der DDR aufgewachsen, ich bin nicht gläubig. Meine Eltern waren das, was man Dissidenten nennt. Und sicher wurde ich nicht jeden Tag vor der Schule von der Stasi in den Folterkeller gezerrt, aber Abitur machen und studieren durfte ich nicht. Ich wurde regelmäßig von der Polizei verhört. Als 11-Jährige habe ich einmal sogar einen Tag im Knast gesessen.
Und meine Eltern wurden massiv bedrängt, einmal auch körperlich misshandelt.

Eine Freundin hatte sehr zu leiden, da ihre Familie seit Jahren einen Ausreiseantrag gestellt hatte.

Eine weitere hatte wegen ihres Glaubens durchaus Restriktionen zu erleiden.

Ich freue mich für Dich, dass Du keine negativen Erfahrungen machen musstest und ich teile Deine Einschätzung aus deinem ersten Comment.

So wie die Parteikader die ersten waren, die umkippten ("Wendehälse"), genauso habe ich gesehen, wer auf den Demos die Pappschilder "Wir sind ein Volk" verteilt haben.

Politik ist perfide und hat nie den Menschen im Blick, sondern die Macht.

Demokratie erscheint mir gefährlich, weil der Terror nicht sichtbar ist und die Menschen sich frei wähnen.

Gruß
Weidebirke
 
Hallo Lilalaunefee,

Nun muss ich aber ein bisschen relativieren. Ganz so zuckersüß war es dann doch nicht.

Ich bin auch in der DDR aufgewachsen, ich bin nicht gläubig. Meine Eltern waren das, was man Dissidenten nennt. Und sicher wurde ich nicht jeden Tag vor der Schule von der Stasi in den Folterkeller gezerrt, aber Abitur machen und studieren durfte ich nicht. Ich wurde regelmäßig von der Polizei verhört. Als 11-Jährige habe ich einmal sogar einen Tag im Knast gesessen.
Und meine Eltern wurden massiv bedrängt, einmal auch körperlich misshandelt.

Eine Freundin hatte sehr zu leiden, da ihre Familie seit Jahren einen Ausreiseantrag gestellt hatte.

Eine weitere hatte wegen ihres Glaubens durchaus Restriktionen zu erleiden.

Ich freue mich für Dich, dass Du keine negativen Erfahrungen machen musstest und ich teile Deine Einschätzung aus deinem ersten Comment.

So wie die Parteikader die ersten waren, die umkippten ("Wendehälse"), genauso habe ich gesehen, wer auf den Demos die Pappschilder "Wir sind ein Volk" verteilt haben.

Politik ist perfide und hat nie den Menschen im Blick, sondern die Macht.

Demokratie erscheint mir gefährlich, weil der Terror nicht sichtbar ist und die Menschen sich frei wähnen.

Gruß
Weidebirke


Hallo Weidebirke,
ich will ja nicht abstreiten, dass es Unrecht gab, aber so wie das teilweise hier dargestellt wird, tausende Tote, sofort erschossen - nee...... Und: in welchem Land gibt es sowas nicht? Auch heute hier muss man sich überlegen, was man sagt und darf bestimmten Leuten nicht zu nahe kommen. Und nur weil eine Regierung sagt, bei uns gibt es keinen Antisemitismus, bei uns herrscht Demokratie heißt das noch lange nicht, dass es so ist.
 
Ich gehe zur Schule.

Oje, ich fass' es nicht ............
Und du gehst zur Schule? In welche denn, würdest du mir das sagen? Für mich wäre das kriminell, wenn du das gelehrt bekommst.

Der Beitrag, auf den du dich hier beziehst, ist eine polemische Replik. Eine Replik auf einen relativierenden und oberflächlichen Beitrag.

Die verschieden starken oder schwachen Schattierungen von Ironie und Sarkasmus sind manches Mal nicht eindeutig zu entschlüsseln, hier allerdings so gemeint.
 
Sag mal, Willi, wo hast du eigentlich all den Müll her? Wieviele Jahre musstest du denn im kommunistischen Sowjetmodell leben?
Ist eine ernstgemeinte Frage, interessiert mich wirklich.

Bestreites du die Verfolgung von Millionen von Menschen? Den sozialisten Antisemitismus, auch Marx'?
Bestreitest du den Klassenkampf? Die Unterdrückung Andersdenkender?

Das ist kein Müll, sondern war im Sozialismus, vor allem in der SU, alltag.
 
[...]
Ich bin 43 und erlebe heute genauso, dass in diesem unserem gemeinsamen Deutschland Armut, Unfreiheit und Tod verbreitet wird. Soviel, wie heute überwacht wird, wurde während der ganzen DDR-Zeit nicht bespitzelt. Und Demokratie ist heute auch nur was auf dem Papier.
Aha? Ich stimme dir hier durchaus zu, aber könntest du das aus deiner Sicht mal etwas konkretisieren? Ist halt ziehmlich schwammig gehalten.
Jede Gesellschaftsform lässt keine Mittel aus, um ihre Interessen durchzusetzen. Und wer glaubt, im Sozialismus (der ja in der DDR herrschte) oder im Kommunismus oder in der heutigen deutschen Demokratie ginge es um die Menschen im Land, der soll weiter träumen. Jede Gesellschaft hat ihre Leichen im Keller, und das Schlimmste, was es gibt sind Menschen, die aus der Theorie heraus diskutieren.
Das ist Realtivierung!

Dass es auch in meinem Sinne ist, Systeme sachlich und differnziert zu reflektieren, will ich gar nicht abstreiten. Nichtsdestotrotz leben wir heute in einer weit freieren Gesellschaft als es die DDR je war. Das solltest du zunächsteinmal anerkennen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin in der DDR geboren und aufgewachsen. Ich bin getauft, bin in die Kirche gegangen. Ich hatte eine unbeschwerte Kindheit, gute Noten in der Schule, hab meinen Facharbeiter gemacht. Wollte dann studieren, durfte zuerst nicht, weil ich Kirchen- und kein Parteimitglied war. Bin nicht aus der Kirche aus- und nicht in die Partei eingetreten und hab trotzdem studiert. Später kam die Wende und die ersten die in der Kirche saßen waren die ehemaligen Parteisekretäre. Und dann hat mir mal ein Pfarrer gesagt, dass ja viele nur wegen Job und Karriere in die Partei sind und nicht zu ihrem Glauben stehen durften, die armen Menschen!! Hallo????????? Und genau die sind es, die heute jammern, wie sehr sie unterdrückt wurden vom Sozialismus/Kommunismus!!!!
Ich hab nie erlebt, dass jemand wegen seiner Religion benachteiligt oder gar erschossen (wenns nicht so ernst wäre, würde ich mich vor Lachen auf dem Boden kugeln) wurde!! Meine halbe Verwandtschaft lebt in den alten Bundesländern, die kamen zu Besuch etc. und aus meiner Familie wurde niemand deswegen eingesperrt!!
Es ist traurig, wie im Laufe der Zeit die Geschichte hingebogen wird und sich genügend Menschen finden, die da mitspielen....

Dieser Beitrag ist absolute Schönfärberei.
Wenn nicht gar erlogen: Ein Einzelfall!
 
Nein, kein Einzelfall. ich war oft genug im Ostblock - einschließlich der DDR - um das zu beurteilen. Du aber - vermutlich - nie. Es sei denn als Kleinkind oder noch früher.
 
Nein, kein Einzelfall. ich war oft genug im Ostblock - einschließlich der DDR - um das zu beurteilen. Du aber - vermutlich - nie. Es sei denn als Kleinkind oder noch früher.

Dass man nichts von irgendnem Unrecht mitbekommen hat? Oder so gut wie nichts? Das kannste sonstwem erzählen. Am besten den Leuten, die '89 die Mauer eingerissen, oder '53 gegen die Aubeutung und Unfähigkeit des Staates demonstriert haben.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.

Anzeige (6)

Autor Ähnliche Themen Forum Antworten Datum
Nichts123 Catcalling verbieten? Gesellschaft 45

Ähnliche Themen

Anzeige (6)

Anzeige(8)

Regeln Hilfe Benutzer

Du bist keinem Raum beigetreten.

      Du bist keinem Raum beigetreten.

      Anzeige (2)

      Oben