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... man konnte auch in der DDR glücklich sein. Arrangieren muss man sich auch heutzutage. Und du bist sicher der Letzte, der widerlegen kann, dass es mehr als nur 3 glückliche Normal-Bürger in der DDR gegeben hat.
Lass die Relativierungen. Unter Hitler gab es auch glückliche Menschen. Mehr als drei. Die DDR war ein undemokratisches Staatengebilde, welches dem unsrigen in nahezu allen Gesichtspunkten unterlegen war.

Wisst ihr eigentlich, in welchem Gesellschaftssystem die Menschen am glücklichsten waren? Nein?
Im europäischen Mittelalter!
Wollten wir also diesen Zustand wiederherstellen, bedeute dies:
1. Die Demokratie wird abgeschafft.
2. Alleinige Autorität hat wieder der Papst.
3. An jeder Straßenecke muss man damit rechnen, von Raubrittern überfallen zu werden.
4. Wir kehren zurück zur landwirtschaftlichen Produktionsweise.
5. Schulen und Universitäten werden geschlossen. Bildung findet ausschließlich im Kloster statt.
usw...

Gruß, Paul
 
Wisst ihr eigentlich, in welchem Gesellschaftssystem die Menschen am glücklichsten waren? Nein?
Im europäischen Mittelalter!
Wenn diese Behauptung überhaupt entfernt zutreffen sollte,
dann können die Menschen damals m.E. nur deshalb glücklicher gewesen sein, weil sie schlicht weniger Zeit zum Unglücklichsein gehabt haben dürften.
Wenige wurden älter als ca. 40 und die Tage bis dahin dürften - zumindest für die unteren Stände - mit schwerer körperlicher Arbeit ausgefüllt kaum genügend Freiraum geboten haben, Gedanken über das eigene Glück nachzuhängen.
Ein Nachtleben war wegen fehlender Elektrifizierung wohl ebenfalls weitgehend unbekannt, von Freizeitaktivitäten und Urlaubsreisen (gelegentliche Kreuzzüge mal ausgenommen) im heutigen Sinne ganz zu schweigen.
Im Gegenteil, ich vermute viel eher, dass diejenigen, die durch Geburt in einen Stand, der ihnen eigentlich nur ein trostloses Erdendasein erlauben konnte, all ihre Hoffnungen in ein paradiesisches Jenseits gelegt haben, dem sie durch ein gott- (bzw. dem Klerus) gefälliges Leben im Diesseits oder zur Not auch durch den Erwerb von Ablassbriefen näherzukommen glaubten.
Im Hinblick auf das Glück, das sich von einer relativen Zufriedenheit aus dem Wissen, wohin man in einer Gesellschaft gehört, speist, magst Du allerdings recht haben, dass ein Kasten- oder Standeswesen, wie es im Mittelalter geherrscht hat, dem zuträglicher ist, als die heutige Verlorenheit vieler in der Globalisierung der industrialisierten Welt.
Gast meinte:
Wollten wir also diesen Zustand wiederherstellen, bedeute dies:
1. Die Demokratie wird abgeschafft.
2. Alleinige Autorität hat wieder der Papst.
Wohl in der Theorie oder als ultima ratio.
In den meisten Fällen dürfte aber der jeweilige Landesfürst oder Lehnherr die lokale Autorität gewesen sein, denn Rom war oft weit.
Ausserdem dürfte es spätestens seit 1517 mit der alleinigen päpstlichen Autorität auch nicht mehr überall soweit her gewesen sein (aber die Reformation fällt ja wohl nicht mehr ins Mittelalter?)
Gast meinte:
5. Schulen und Universitäten werden geschlossen. Bildung findet ausschließlich im Kloster statt.
Bereits die ältesten deutschen Universitäten waren meines wissens nicht-kirchliche Gründungen, wenngleich wohl noch die Theologie für eine Weile dort eine dominierende Rolle spielte.


Was hat aber eigentlich der Exkurs ins Mittelalter mit den Symbolen der DDR zu tun?
Ich glaube, selbst die DDR-Ideologen sahen im mittelalterlichen Menschen keine (im Sinne der Ideologen) glücklichen Wesen, zumindest nicht so lange, als bis sie sich z.B. einem Thomas Müntzer anschlossen, um den ersten Schritt zur sozialistischen Menschwerdung zu tun,
wie es schön z.B. in Tübkes Auftragswerk in diesem Monumental-Panoramabild in einer Rotunde zu besichtigen ist.
 
Wisst ihr eigentlich, in welchem Gesellschaftssystem die Menschen am glücklichsten waren? Nein?
Im europäischen Mittelalter!

Oh, daran habe ich auch reichlich Zweifel.

Die meisten waren bettelarm, wer krank wurde, konnte sich keine Medikamente leisten, Bildung gab es nur für Reiche, die Kindersterblichkeit war extrem hoch, man musste buckeln von morgens bis spät in den Avbend und oft reichte das Essen doch nicht für alle hungrigen Mäuler.
Nicht zu vergessen: an jeder Ecke musste man damit rechnen, überfallen, ausgeraubt, ermordet zu werden.
 
Der Beitag der "ZEIT" trägt nicht zur inneren Einheit Deutschlands bei. Die genannten Tatsachen sind an den Haaren herbeigezogene Einzelfälle. Unsinnig ist, dass die Otsdeutschen eine neue Sprache lernen mussten. In DDR und BRD wurde gleichermaßen deutsch gesprochen.
 
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