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Habe ich als Großonkel keinen Platz bei den Neffen ?

Nebenbei würde ich auch nicht wollen, dass meine kleinen Kinder total engen Kontakt zu meinen Cousinen oder Cousins haben. Wozu? Die Kinder haben Eltern, Tanten und Großeltern. Lebensgefährten sind für mich ohnehin erst einmal Fremde.
Ansonsten;
„Wow, ein 6 Jahre alter Junge erzählt einem 26 Jahre alten Partner des Cousins viel aus seinem Leben und der Partner sieht sich dann als Grossonkel. Echt creepy.
 
Ich finde solche unsichtbaren Wände bzw. Einschränkungen einfach nur furchtbar. Wieso feiert man dann Familienfeiern, wenn man doch eh in seinen kleinen Grüppchen bei den Familienfeiern beisammen ist? Dann kann doch jede kleine Gruppe, die sich doch ideal verstehen, in seinem kleinen Kreis eine Feier veranstalten. Wozu dann eine große Familienfeier? Das macht doch dann überhaupt keinen Sinn. Versteht ihr, was ich meine?

Wie diese Familie feiert, geht nur die Familienmitglieder etwas an. Hast Du keine eigene Familie?
 
Ich bin schon seit Geburt Tante, da meine Geschwister alle sehr viel älter wie ich sind, und kann nen ganzen Stall voller Nichten, Neffen und Grossnichten/neffen anbieten. Bei denen, mit denen ich bislang kaum Kontakt hatte, würde ich nie auf die Idee kommen zu fragen, ob die mal mit mir was unternehmen. Verwandschaft hin oder her - man kennt sich halt nicht so gut.

Mit denen, die ich quasi von Geburt kenne und auch ständig Kontakt hatte, sah das immer anders aus. Die Kinder und Eltern kennen und vertrauen mir und wissen, wie ich bin. Und andersrum ists genauso.

Daher würde ich eher sagen, lass das ruhig angehen. Lern erstmal die Familie besser kennen, und vielleicht ergibt sich das dann mal von ganz allein. Wenn man quasi so frisch drin ist in der Familie und sich dann noch nicht mal oft sieht, würde ich da nicht nachfragen.
 
Hallo.

Die Familie hat dich 2mal gesehen und du willst alleine etwas mit den Kindern unternehmen.

Also wenn du wie behauptet pädagogische Arbeitserfahrung hast findest du das nicht selber merkwürdig?

Das ist doch ganz normal dass eine Mutter ihre Kinder nicht mit einem quasi Fremden alleine (und darum geht es) losziehen lässt.

Wieso bist du da so verständnislos und willst gleich die ganze Verwandtschaft deines Freundes abhaken?

Sei doch mal 1 Jahr z.B. bei den Feiern dabei, sondere dich nicht ab mit den Kindern, dann wird das alles ganz normal.

Mir wäre das auch nicht wohl als Mutter, so wie du das beschrieben hast.
 
Ich würde mich deswegen jetzt nicht völlig von der Familie Deines Freundes distanzieren.
Es kommt bestimmt wieder eine Familienfeier und dann sieht man sich wieder.
Und nach Jahren und Jahrzehnten gehört man dann irgendwie dazu.

Aber gerade entferntere Verwandschaft, und dazu zähle ich schon Cousins und Cousinen, die trifft man doch nicht ständig, sondern eben wenn die Familie in größerem Kreis feiert.
Mich wundert es, daß Du das so unverständlich findest.

Ich kenne im gesamten Freundes- und Bekanntenkreis eigentlich nur eine Person, die engeren Kontakt zu einer Cousine hat. Und selbst der gestaltet sich im Erwachsenenleben so, daß man sich vor allem auf den Geburtstagen sieht.

Das wichtigste ist doch, daß Du Dich mit Deinem Freund gut verstehst, dann mit den Eltern und vielleicht Geschwistern. Wenn sich dann im Laufe vieler Familientreffen auch ein Draht zu weiter entfernten Verwandten aufbaut, dann ist das eher wie ein nettes Beiwerk.

Der Aspekt, daß es sich bei den Cousins um Kinder handelt, ist ja noch mal besonders. Ich findes es auch seltsam, Eltern zu fragen, ob man mal was mit ihren Kindern unternehmen darf. Das klingt als ob man sich die Kinder mal zum eigenen Zeitvertreib ausleihen möchte, weil man gerne Zeit mit Kindern verbringen möchte, aber eben selbst - noch - keine hat.
Ich hätte vielleicht eher gefragt, ob man sich mit den Eltern mal trifft zu einer gemeinsamen Unternehmung und erstmal die Eltern näher kennengelernt, wenn ich schon Kontakt innerhalb der Familie haben möchte.
Vielleicht kannst du die Familie ja mal mit deinem Freund zusammen besuchen. Oder Ihr ladet sie mal zu Euch ein. Aber nur den Kontakt zu den Kindern zu suchen, wäre für mich auch ein no-go.

Wenn es wirklich darum geht, daß Du mehr Kontakt zur Familie Deines Freundes haben möchtest, dann war das vielleicht der falsche Einstieg. Ich würde dann eher Gelegenheiten suchen, mit den erwachsenen Familienmitgliedern in Kontakt zu kommen.
 
Hallo,
hier ist der TE wieder 🙂.

Ich kann einige Ansichten hier verstehen. Ich habe auch damit gerechnet. Die beiden sind tatsächlich minderjährig. Der Eine ist Sechs, der Andere wird Acht.

Ich habe auch Unterrichtserfahrung und habe wahrscheinlich daher, die Begeisterungsfähigkeit. Ich mache, wie in den anderen Themen schon angesprochen, eine Umorientierung.
Aber darum geht es ja hierbei inhaltlich gar nicht.

Ich habe mich vor lauter Sachen, komplett mit der Überschrift vertan. Eigentlich geht es einfach, um mein Hilfsangebot und um die Integration bei der Verwandtschaft. Tatsächlich möchte ich auch wie ein Onkel für die beiden sein. Ich weiß nicht warum. Aber es ist kein, ich betone es, keine schlimme oder seltsame Intention, was sich hier vielleicht einige denken. So bin ich nicht. Ich möchte einfach für die beiden da sein.

Wenn ich jetzt weiblich wäre, dann hätten wahrscheinlich die meisten hier, keine Bedenken. Ich habe das Gefühl, dass dieses Vorurteil gegenüber Männern einfach so tief verwurzelt ist, dass man bei Männern automatisch diese Alarmglocke im Kopf hat. Man kann doch nicht immer dann davon ausgehen: Ah es ist ein Mann, der muss doch seltsame Absichten haben. Ich finde, das ist eine eingeschränkte Sichtweise.

Meine Hauptmotivation spiegelt @Monalina wirklich sehr gut wider. Ich wirke wahrscheinlich sehr offen und menschenunscheu in diesem Forum. Gerade diese Offenheit möchte ich dafür nutzen, um eine bessere Beziehung zur Verwandtschaft zu entwickeln. Aber die Vermutung, nicht wirklich ein Teil der Verwandtschaft zu sein, beschleicht mich schon. Vermutlicherweise werde ich auch künftig kein Teil der Verwandtschaft. Leider.

Du kennst die Jungs also von zwei Feiern, auf denen du mit ihnen gespielt hast und dich mit ihnen beschäftigt hast. Du bist der Partner des Onkels von ihnen?

Ich finde es befremdlich die Mutter zu fragen, ob du alleine was mit den Söhnen machen kannst, wenn du sie gar nicht kennst und offensichtlich kennen sie dich auch nicht, nur als "Partner von" oder sehe ich das falsch?

Ich würde den Thread-Titel ändern, der ist extrem creepy. Es besteht keinerlei verwandtschaftliches Verhältnis und solange du die Eltern der Jungs nicht besser kennenlernst

Es ist aus meiner sich verkehrt, sich in die Familie einzubringen, wenn von dort keine Offenheit kommt.

Kennst du die Mutter? Kennst du die Familie? Oder kennst du die wirklich nur von den paar Feiern?

Ich kann dir nur sagen, wie ich das sehe. Ich würde einem Bekannten, den ich nur ein paar Mal gesehen habe auf einer Feier, meine Kinder nicht anvertrauen. Höchstens wenn ich weiß, da ist mein Cousin, oder wie die jetzt mit deinem Partner verwandt sind, auch dabei. Und ob man einer fast fremden Frau die Kinder gleich anvertraut hätte, weiß ich nicht. Dass das Geschlecht aber schon einen Unterschied machst, merkst du schon selber, oder?

Du hast erst mal keinen Platz bei den Jungs, weil dich keiner kennt in der Verwandtschaft.

Ich kann auch nicht nachvollziehen, warum du dich jetzt gleich von der Familie ganz distanzieren möchtest. Du nimmst dir also auch keine Zeit, die kennen zu lernen.

Ist deine Kernfamilie offener oder woher nimmst du den Anspruch?

Die Kids haben sich über die Aufmersamkeit eines Erwachsenen gefreut und es war in einem gesicherten RAum einer Familienfeier. Nichts weiter.
 
Ich hab mir echt mal ein paar Gedanken gemacht, warum mit das hier alles ein wenig gruselig vorkommt.

Erstens:

Du schreibst über diese beiden Kinder und das bisschen, was ihr gequatscht habt, als sei das ein irgendwie besonderer Kontakt. Das ist es nicht. Kinder stürzen sich oft auf irgendwen, das bedeutet gar nichts. Beim nächsten Mal ist es vielleicht ein anderer.

Zweitens:

Wenn du dann die Mutter fragst, ob du "mehr Zeit mit ihnen verbringen kannst", dann klingt das dermaßen gezwungen, dass ich alles andere als ein Nein auch nicht verstanden hätte. Ein fast Fremder, der "mehr Zeit verbringen" will mit meinen Kindern? Nein, nein, nein.

Drittens:

Deine Überreaktion: Weinen, weil du keinen engeren Kontakt zu zwei Kindern bekommst? Am liebsten den Kontakt zur ganzen Familie deines Freundes abbrechen?

Nimm es mir nicht übel, aber das wirkt auf mich krankhaft.

Ich glaube, diese Mutter hat da einen ganz guten Instinkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Richtig schräg, dass ein 27 jähriger Mensch (interessiert mich null, ob du männlich oder weiblich bist) mit zwei kleinen Kindern, die er bis jetzt gerade mal 3 Mal gesehen hat, Zeit verbringen will. Auch wie du sie beschreibst. Ich dachte beim Lesen, es geht um erwachsene Cousins, aber definitiv keine Kinder.

Dort habe ich die Cousins von meinem Freund kennengelernt. Beide fanden mich sehr sympathisch und unternahmen mit mir etwas während der Familienfeier und erzählten viel über ihr Leben.

Hast du hier extra so geschrieben, dass man NICHT merkt, dass es sich um Kinder handelt? Ansonsten finde ich die Beschreibung, solltest du wirklich so denken, sehr seltsam.

Als die dritte Familienfeier war, haben beide sich an mich anscheinend erinnert und als ich in den Garten eintrat, erkannten sie mich und wollten sofort wieder mit mir etwas unternehmen.

Weil du ein Erwachsener bist und ihnen deine Aufmerksamkeit geschenkt hast. Viele Kinder finden das cool, weil sie sich dazugehörig fühlen. Nicht mehr und nicht weniger.

Danach habe ich die Mutter gefragt, ob ich mehr Zeit mit Ihnen verbringen könnte. Um einfach für die da zu sein und eine schöne gemeinsame Zeit zu haben. Leider bekam ich keine Antwort auf diese Frage.

Wieder schräg! Hätte mir ein Erwachsener (den ich zudem kaum kenne) gesagt, er will mit meinen kleinen Kindern eine schöne Zeit verbringen, dann hätte ich dem was erzählt. Jetzt mal ernsthaft, merkst du nicht, wie grenzwertig das klingt?

Wenn ich jetzt weiblich wäre, dann hätten wahrscheinlich die meisten hier, keine Bedenken. Ich habe das Gefühl, dass dieses Vorurteil gegenüber Männern einfach so tief verwurzelt ist, dass man bei Männern automatisch diese Alarmglocke im Kopf hat. Man kann doch nicht immer dann davon ausgehen: Ah es ist ein Mann, der muss doch seltsame Absichten haben. Ich finde, das ist eine eingeschränkte Sichtweise.

Auch wenn du eine Frau wärst, wäre dein Verhalten maximal seltsam. Niemals würde ich das erlauben. Das große Interesse an meinen Kindern würde mich einfach abschrecken, egal welches Geschlecht. Übrigens spielen Frauen sehr oft die Lockvögel in Kindesentführungen, da ein Mann in Begleitung eines kleinen Kindes auffälliger ist als eine Frau.
 
Ich bin wirklich echt teilweise schockiert. Ihr stellt mich so hin als ob ich krank bin. Ich habe weder jemanden etwas Böses gemacht noch habe ich irgendwelche seltsamen Gedanken.

Ich bin nur nicht übervorsichtig, habe Vertrauen in das Gute im Menschen und bin kein Egozentriker.

Ich bin weder beleidigt, dass es wahrscheinlich mit der Integration nicht so ganz klappt oder schleppend, ich bin nur lieber dabn ganz vorsichtig nach deb ganzen Stimmen hier. Ich bin auch nur ein Mensch, der Gefühle hat ubd kein Monster.

Werteneutralität scheint hier nicht möglich zu sein.

Und die Kritik an Familienfeiern: Ich darf Kritik äußern, aber ich darf es nicht in einem unangebrachten Raum machen, also vor der ganzen Familienbande. Ich habe weder damit jemanden verletzt noch irgendwen angegriffen, sondern nur das Verhalten kritisiert. Auch das Grundgesetz erlaubt Meinungsfreiheit, solange es keinerlei Verletzung gibt.

Nur weil ich nicht wie der Stereotyp konventionell in jeder Sache denke, heißt das nicht, dass ich eine krankhafte oder kriminelle Motivation ausleben will.

Ich bin einfach ein offener Mensch und ich bin in einer Lehrerfamilie aufgewachsen. Für mich ist es normal anderen zu helfen, offen zu sein. Deswegen fand ich es schade, dass einige Familiengruppen in meiner Familie eher verschlossen sind.

Nur weil ich es schöner fände im gewissen Grad eine Offenheit an den Tag zu legen, heißt es nicht, dass ich keine Gefahren kenne. Natürlich akzeptiere ich gesagte Wünsche bzw Regeln. Es ist auch mein Recht allgemeine Verhaltensweisen in Frage zu stellen.

Unsere Gesellschaft braucht natürlich Grenzen Regeln usw, aber eine Gesellschaft funktioniert nicht nur mit viel Misstrauen.



Was bei mir eventuell verbesserungswürdig ist, ist die Herangehensweise, sowie ich das hier feststelle. Deswegen frage ich ja.

Und nein, ich habe es nicht extra geschrieben. Ich habe nur Tatsachen notiert, die vorkamen.

Ihr kennt mich nicht, deswegen finde ich eine werteneutrale Antwort angebracht. Sofort mich als krankhaft abzustempeln, finde ich unpassend . Gäbe es weitere Indizien, die darauf hinweisen, ist es verständlich.

Aber es hat ja jeder das Recht, eine Beurteilung vorzunehmen. Wie gesagt ich ziehe daraus den Schluss, dass soziologisch gesehen, die Gesellschaft in einigen Sachen eher gerne in seinem kleinen Kreis ist und sobald etwas ganz anders gemacht wird, ohne irgendwelchen bösen Hintergedanken, wird man in die kranke Schublade einsortiert.

Offenheit ist natürlich auch stark differenzierbar,es hängt immer vom Thema ab, der Eine ist bei dem einem Thema viel offener als beim anderen Thema.

Ich kann natürlich die Sorgen der Menschen verstehen . Alles keine Frage. Aber wenn man überall eine Million Mal übervorsichtig ist, ist das dann eine Gesellschaft mit Vertrauen? Mit Empathie?

Was habe ich jetzt aus dem Thread gelernt?

Trotz meiner geduldigen Art, auch im familiären Kontext geduldig zu sein und einfach auch bei Verwandtschaften genauso wie mit ganz Fremden sich gar nicht erst zu trauen, heikle Themen anzusprechen.
 
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