Sofakissen
Aktives Mitglied
Eine ähnliche Frage hatte ich mir vor einem halben Jahr ebenfalls gestellt. Und mich für den Wechsel entschieden. Die neue Stelle hatte mal eben 40(!)% mehr Gehalt bei ansonsten quasi identischen Arbeitsbedingungen und meinem absoluten Traumprojekt. Bei meinem alten Chef war das Gehalt immer ein wunder Punkt. Immer, wenn man das ansprach, konnte man meinen, die Firma stünde kurz vor der Pleite (um bei der nächsten Akionärsversammlung zu erzählen, was für hohe Überschüsse wir mal wieder erwirtschaftet hätten, fragt sich nur, auf wessen Kosten).
Irgendwann war mir das einfach zu blöd. Das vergleichsweise geringe Gehalt zieht ja nen ganzen Rattenschwanz nach sich. Nicht nur, dass ich jeden Monat mehrere 100€ weniger zur Verfügung hatte, als ich es anderswo hätte haben können. Man kriegt im Krankheitsfall ja auch entsprechend weniger Krankengeld und spätestens wenn es an die Rente geht, beißt man sich doch doppelt in den Allerwertesten, wenn man dauerhaft weniger kriegt und auch nicht das Geld hatte, sich privat was zur Seite zu schaffen. Aber das ist dann doch dem Chef egal, wenn man wegen ihm halb in die Altersarmut rutscht. Der sitzt dann in seinem Ferienhaus, das er sich mit deinem geringen Lohn erwirtschaftet hat und drinkt nen Cocktail, den du dir dann nicht mehr leisten kannst.
Meine Kollegen haben mich zum neuen Job beglückwünscht (und mich gefragt, ob ich sie zu gegebener Zeit in die neue Firma werben kann). Mit einigen bin ich auch jetzt - Monate nach dem Wechsel - noch befreundet und treffe mich mal so auf einen Kaffee. Und meine neuen Kollegen sind ebenfalls supernett. Mit dem neuen Gehalt lässt sich die aktuelle Inflation zudem wirklich gut aushalten.
Auf die Weiterbildungen würde ich nix geben. Das hat er ja nicht dir zuliebe investiert, sondern weil sein Laden sonst gar nicht mehr läuft.
Wenn dein Chef nicht bereit ist, mehr zu geben (und sei es nur was quasi kostenloses wie Teilzeit), dann muss er eben mit den Konsequenzen leben. Auch auf dem Arbeitsmarkt gelten die Regeln von Angebot und Nachfrage. Wenn sein Angebot nicht passt, die Nachfrage nach entsprechenden Fachkräften jedoch groß ist, muss er sich nicht wundern, wenn diese woanders hingehen. Dann soll er eben ganz betriebswirtschaftlich denken und das Angebot nachbessern, bis es wieder konkurrenzfähig ist.
Irgendwann war mir das einfach zu blöd. Das vergleichsweise geringe Gehalt zieht ja nen ganzen Rattenschwanz nach sich. Nicht nur, dass ich jeden Monat mehrere 100€ weniger zur Verfügung hatte, als ich es anderswo hätte haben können. Man kriegt im Krankheitsfall ja auch entsprechend weniger Krankengeld und spätestens wenn es an die Rente geht, beißt man sich doch doppelt in den Allerwertesten, wenn man dauerhaft weniger kriegt und auch nicht das Geld hatte, sich privat was zur Seite zu schaffen. Aber das ist dann doch dem Chef egal, wenn man wegen ihm halb in die Altersarmut rutscht. Der sitzt dann in seinem Ferienhaus, das er sich mit deinem geringen Lohn erwirtschaftet hat und drinkt nen Cocktail, den du dir dann nicht mehr leisten kannst.
Meine Kollegen haben mich zum neuen Job beglückwünscht (und mich gefragt, ob ich sie zu gegebener Zeit in die neue Firma werben kann). Mit einigen bin ich auch jetzt - Monate nach dem Wechsel - noch befreundet und treffe mich mal so auf einen Kaffee. Und meine neuen Kollegen sind ebenfalls supernett. Mit dem neuen Gehalt lässt sich die aktuelle Inflation zudem wirklich gut aushalten.
Auf die Weiterbildungen würde ich nix geben. Das hat er ja nicht dir zuliebe investiert, sondern weil sein Laden sonst gar nicht mehr läuft.
Wenn dein Chef nicht bereit ist, mehr zu geben (und sei es nur was quasi kostenloses wie Teilzeit), dann muss er eben mit den Konsequenzen leben. Auch auf dem Arbeitsmarkt gelten die Regeln von Angebot und Nachfrage. Wenn sein Angebot nicht passt, die Nachfrage nach entsprechenden Fachkräften jedoch groß ist, muss er sich nicht wundern, wenn diese woanders hingehen. Dann soll er eben ganz betriebswirtschaftlich denken und das Angebot nachbessern, bis es wieder konkurrenzfähig ist.