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Hab ein schlechtes Leben

Du schreibst jetzt viel differenzierter als am Anfang dieses Threads. Anscheinend mussten zuerst Wut und Hass raus. Verständlich, bei dem, was er dir angetan hat - und du hast keine Handhabe gegen ihn. Ich nehme an, dass der KV ein extremer, songenannter grandioser Narzisst oder ein Mensch mit einer antisozialen Persönlichkeitsstörung.
Aber es stimmt nicht, dass deine Tochter das Wertvollste in deinem Leben ist. Du hast ein sehr ambivalentes Verhältnis zu ihr. Du weißt, was du schon alles über sie geschrieben hast - dass du sie eigentlich gar nicht willst. Es ist offenbar beides in deinen Emotionen da.
Sie ist rein objektiv betrachtet aber das wertvollste in meinem Leben.
Zumindest sehe ich es so.
Daran ändern ja auch ambivalente Gefühle nichts. Ich habe keine Freunde, kein wichtiges Hobby, keinen guten Job, keinen Partner oder irgendetwas anderes. Nur meine toxischen Eltern.
Und was kann ich mir selber bieten? Auch nicht viel. Zumindest liebe ich mich selber nicht. Die ambivalenten Gefühle resultieren daher dass ich mit einigen Erlebnissen nicht gut zurecht komme und darunter leide (Alpträume, Panikattacken, Depressionen etc)
 
Ich stehe bereits auf der Warteliste für einen Therapieplatz. Vermute ganz stark an einer PTBS und Depressionen zu leiden. Da ich in meiner Kindheit schwierige Dinge erlebt habe könnte es auch Borderline sein. Zumindest habe ich Borderline Tendenzen.
 
Ich habe diese Situation als sehr sehr traumatisierend empfunden, insbesondere weil ich schwanger war und zu Sex mit ihm manipuliert wurde ("Jetzt stell dich mal nicht so an"). Es folgen andere Drohungen, unter anderem dass ich die Vaterschaft nicht anerkennen darf (Drohung mit Anwälten, Gewalt etc)
Er wollte auch dass ich mit Kollegen von ihm als Schwangere Sex habe und hat mich später dafür fertig gemacht indem er behauptet ich wäre nichts wert weil ich mich ja verkauft hätte.
Und dann stehst du da, alleine. Am Boden zerstört. Fühlst dich eklig, schuldig, wertlos. Siehst wie andere ihr Leben weiterleben. Sei es der KV oder ehemalige Freunde. Und du hast scheinbar kein schlechtes Leben, eine Tochter. Aber fühlst dich einfach so als wäre ein Teil von dir gestorben.

Das ist dann sehr harter Tobak. Such dir bitte wie die anderen schon gesagt haben Hilfe. Sowas kann keine Seele alleine verarbeiten...
 
Ich stehe bereits auf der Warteliste für einen Therapieplatz. Vermute ganz stark an einer PTBS und Depressionen zu leiden. Da ich in meiner Kindheit schwierige Dinge erlebt habe könnte es auch Borderline sein. Zumindest habe ich Borderline Tendenzen.

Ich betrachte es immer als schwierig mit solchen Etiketten um sich zu werfen. Versuche dich nicht selbst zu kategorisieren.
Warteliste... hast du es schon bei anderen Therapeuten versucht?
 
Ich betrachte es immer als schwierig mit solchen Etiketten um sich zu werfen. Versuche dich nicht selbst zu kategorisieren.
Warteliste... hast du es schon bei anderen Therapeuten versucht?
Fände es sogar besser wenn ich gar nichts hätte. Aber irgendwas habe ich ganz sicher. Du hast Recht dass ich mir selber keine Diagnosen geben kann.
 
Natürlich können wir hier im Forum keine Diagnosen erstellen. Aber da es mir selber sehr weitergeholfen hat, meine Familie und mich besser einzuordnen und darüber zu lesen, schreib ich auch dir, was ich diesbezüglich denke. Diagnosen können nur Psychiater bzw. Ärzte erstellen, das ist klar.

Ich vermute, dass bei dir auch Narzissmus eine Rolle spielen könnte - muss nicht sein, aber kann:

- Du hattest emotional absolut kalte, anscheinend narzisstische Eltern.
- Folge davon: Ein sehr schlechtes Selbstwertgefühl bei dir.
- Ich höre bei dir raus, dass zumindest zeitweise Geld, Karriere und gesellschaftliches Ansehen bei dir eine Rolle spielen. Und dass du dich sehr oft total mit deinen angeblich nicht vorhandenen Erfolgen identifizierst. Als ob das Wichtigste bei dir und anderen die Leistung sei. Du erwartest offenbar eigentlich Perfektion von dir, auch gegenüber deiner Tochter. Du vergleichst dich und dein Leben manchmal extrem mit den Leistungen anderer Leute.
Sich einen Beruf zu wünschen, der einem Spaß macht, ist völlig normal. Aber zu glauben, dass die Menschen, die intelligenter, mächtiger, reicher, gebildeter sind als man selbst, die wertvolleren Menschen sind, das ist nicht normal. Das ist mehr oder weniger narzisstisch.
- Diese Werte könnten damit zu tun haben, dass du glaubst, dein schlechtes Selbstwertgefühl mit äußeren Erfolgen kompensieren zu MÜSSEN, die du derzeit aufgrund deines schweren Lebens noch nicht aufweisen kannst.
- In narzisstischen Elternhäusern wird genau das erwartet: Erfolge, Erfolge, Erfolge - in welchem Bereich oder auf welchem Niveau, ist in jeder Familie unterschiedlich. Wie es dem Kind/Teenager/erwachsenen Kindern seelisch geht, ist egal. Hauptsache, das Kind kriegt Dinge hin, bei denen die Eltern glauben können, dass das Kind "besser ist als andere". Narzisstische Eltern, die nicht in Hierarchien denken, gibt es nicht.
- Folge: Selbsthass, Verzeiflung, Depression, SV.

Vielleicht kannst du was damit anfangen.

Dazu kommen noch deine Traumata ... Gut, dass du auf der Warteliste stehst.

Ich kenne den Narzissmus aus meiner eigenen Familie, von meinen Eltern und Großeltern, ich war früher selbst narzisstisch und es hat mich unglaublich befreit, als ich erfahren hab, wie der Wahnsinn zu Hause eigentlich heißt. Und dass all die kalten Äußerungen und Handlungen meiner Eltern eben NICHT normal waren. Sondern dass dieser Doppelpack aus narzisstischem Leistungszwang und emotionaler Kälte seit Generationen in unserer Familie weitergegeben wird und die Kette endlich durchbrochen werden musste.
 
Letztendlich geht das meiste Elend in deinem Leben auf deine Eltern zurück, oder? Wenn die liebevoll mit dir umgegangen wären, hättest du dich vermutlich auf einen Typen wie den KV nie eingelassen. Vermute ich mal.

Seit ich über Narzissmus lese, halte ich die natürlich die Augen weit offen und checke ab, ob Leute, die ich neu kennenlerne, entsprechende Merkmale aufweisen. Und man trifft die Leute überall ... es ist unglaublich.
 
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