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Guttenberg muss gehen!

Muss Guttenberg gehen?


  • Anzahl der Umfrageteilnehmer
    55
  • Umfrage geschlossen .
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Um 1:05 auf DeutschlandRadioKultur:


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Copy & Paste - Wir basteln uns eine Examensarbeit?

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat Fehler in seiner Dissertation eingeräumt und sich entschuldigt. Das Plagiats-Unwesen beschäftigt die Wissenschaft aber nicht erst seit dieser Woche. Inzwischen haben die Universitäten spezielle Gutachter und benutzen elektronische Prüfsysteme, um die akademischen Arbeiten zu kontrollieren. Was glauben Sie, wie viel Abgeschriebenes wird als Eigenes verkauft? Sind Abschreiben, Kopieren und Einsetzen überhaupt noch zu kontrollieren? Verführt die Masse an verfügbaren Informationen leichter zum Plagiat? Wie wichtig ist es noch, dass Examensarbeiten eine eigenständige Leistung des Prüfungskandidaten sind?

Moderation: Birgit Kolkmann
Quelle: Deutschlandradio Kultur - Programmvorschau für den 20.02.2011
 
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Copy & Paste - Wir basteln uns eine Examensarbeit?

Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg hat Fehler in seiner Dissertation eingeräumt und sich entschuldigt. Das Plagiats-Unwesen beschäftigt die Wissenschaft aber nicht erst seit dieser Woche. Inzwischen haben die Universitäten spezielle Gutachter und benutzen elektronische Prüfsysteme, um die akademischen Arbeiten zu kontrollieren. Was glauben Sie, wie viel Abgeschriebenes wird als Eigenes verkauft? Sind Abschreiben, Kopieren und Einsetzen überhaupt noch zu kontrollieren? Verführt die Masse an verfügbaren Informationen leichter zum Plagiat? Wie wichtig ist es noch, dass Examensarbeiten eine eigenständige Leistung des Prüfungskandidaten sind?

Moderation: Birgit Kolkmann
Quelle: Deutschlandradio Kultur - Programmvorschau für den 20.02.2011

Kann es vielleicht sein, dass einige Prof. auch an ihre Grenzen stoßen bei den Kontrollen, weil sie einfach überfordert sind? Das soll kein Vorwurf an die Prof. sein, die haben schon viel um die Ohren. Aber es wurden ja schon einige Stellen bei den Unis abgebaut, trotz Studiengebühren.
Ich habe z.B. eine vergleichsweise "kleine" Seminararbeit im Sommersemester 2009 geschrieben (15 Seiten Umfang), die ich am 30. September 2009 abgegeben habe.
Zurückbekommen habe ich die Arbeit im November 2010. (Kein Tippfehler - die Korrektur hat tatsächlich mehr als ein Jahr gedauert!). Begründet wurde die lange Korrekturdauer mit der Betreuung von Abschlussarbeiten, Vorbereitung von Vorlesungen u. Übungen u. Seminare. Bei dieser Hausarbeit war die Korrekturdauer extrem lang. Aber auch bei anderen Prof. dauerte die Korrektur relativ lange. In meinem Studium habe ich neben dieser Hausarbeit 3 andere geschrieben. Die Korrekturdauer lag jeweils einmal bei 4, 5 und 7 Monaten.
 
Kann es vielleicht sein, dass einige Prof. auch an ihre Grenzen stoßen bei den Kontrollen, weil sie einfach überfordert sind? Das soll kein Vorwurf an die Prof. sein, die haben schon viel um die Ohren. Aber es wurden ja schon einige Stellen bei den Unis abgebaut, trotz Studiengebühren.
Ich habe z.B. eine vergleichsweise "kleine" Seminararbeit im Sommersemester 2009 geschrieben (15 Seiten Umfang), die ich am 30. September 2009 abgegeben habe.
Zurückbekommen habe ich die Arbeit im November 2010. (Kein Tippfehler - die Korrektur hat tatsächlich mehr als ein Jahr gedauert!). Begründet wurde die lange Korrekturdauer mit der Betreuung von Abschlussarbeiten, Vorbereitung von Vorlesungen u. Übungen u. Seminare. Bei dieser Hausarbeit war die Korrekturdauer extrem lang. Aber auch bei anderen Prof. dauerte die Korrektur relativ lange. In meinem Studium habe ich neben dieser Hausarbeit 3 andere geschrieben. Die Korrekturdauer lag jeweils einmal bei 4, 5 und 7 Monaten.
14 Monate für 15 Seiten halte ich für untragbar. Ich frage mich, ob sich nicht zwangsläufig solche Arbeiten anhäufen, wenn sie nicht spätestens nach sechs Monaten zurückgegeben werden. Im neuen Semester könnten ja wieder neue Arbeiten hinzukommen. Ich finde, dass so was nach ca. drei Monaten erledigt sein müßte.

Was die Probe aufs Plagiat betrifft, könnte ich mir denken, dass die hierfür vorgesehene Software in relativ kurzer Zeit so eine Arbeit prüfen kann (ohne dass ein Mensch dabei Arbeit hat). Ich stelle mir das wie eine etwas umfangreichere Softwareinstallation vor. Nach 2,5 Stunden hat das Programm einen Abgleich übers Internet gemacht und zeigt eine Auswertung an. Das ist heute doch kein Problem mehr und wie gesagt fast kein Mehraufwand.
 

Kurz gesagt: Guttenberg ist von seinen Neigungen (nach Macht und Eigennutz) abhängig und nicht von der allgemeinen Vernunft und dem damit verbundenen Pflichtgefühl.

Kein Wunder bei den leuchtenden Vorbildern die der "schwarze Baron" hatte ...

http://www.franken-sind-keine-baier.../3656-straus-clan-unterliegt-vor-gericht.html

Der frühere Beamte des Finanzministeriums beschuldigt den 1988 gestorbenen CSU-Patriarchen unter anderem, illegal ein Vermögen von 300 Millionen Mark angehäuft zu haben. Außerdem soll Strauß große Summen in der Schweiz vor den deutschen Behörden in Sicherheit gebracht und Freunde vor Justiz und Steuerfahndung geschützt haben.
 
Schade ist eigentlich, dass die Deutschen so an Titeln hängen und davon blenden lassen.

Hier geht es einmal um "Dr." und einmal um "zu".

Ich muss sagen, dass ich nicht mal wußte, dass er eine Dr.-Titel hat - für eine Tätigkeit als Politiker ist es auch eigentlich überhaupt wichtig, eine wissenschatliche Titel zu haben, als Politiker braucht man andere Qualitäten als was in einer Dissertation verlangt wird. Von daher ist es eigentlich jetzt auch nicht wichtig, wenn er keine Dr.-Titel mehr hat.

Wo ich ihn problematisch finde, ist, dass ich ihn als Politiker nicht fähig finde. Er kann sich gut präsentieren, aber die eigentliche inhaltliche Arbeit kann er nicht machen.

Schade ist eigentlich, dass Deutschland kein "Königshaus" hat. Dafür wäre er optimal - eine repräsentative Funktion ohne Inhalt, in die man hineingeboren wird. Er sieht gut aus, er ist charismatisch, er kann gut reden, er ist ein Adel.

Ihn könnte man zum Beispiel samt Gattin zu Hochzeiten von Prinz William sehr gut schicken - da passt er besser hin als die Kanzlerin Merkel oder gar Bundespräsident.

Und ich vermute, dass viele Deutsche ihn eher in dieser Funktion sehen. Kanzler ist aber was anderes.
 
Ich denke, dass Herr von Gutenberg keine schlimme Tat begangen hat. Warum sollte man ihn entlassen ? Ich sehe keinen einzigen Grund. Würde man die anderen Politiker scharf unter die Lupe nehmen, so fände man auch irgendetwas.

Es war doch gewollt irgendetwas bei diesen sehr beliebten Politikter zu finden. Wer sucht der findet.
 
Wie armselig ist diese Hetzjagd von selbsternannten Sachverständigen, die selbst zum Großteil niemals eine akademische Arbeit in Angriff nehmen würden. Oder eine mündliche Doktorprüfung bestehen - oder soll die auch jemand anderes für ihn gemacht haben, ohne dass es die Prüfer merkten? Wer von diesen hämischen Aasgeiern würde so eine Arbeit und Prüfung hinbekommen, nebenbei arbeiten und sich um kleine Kinder kümmern?
Mir geht es nicht darum, ob es Guttenberg, der Kaiser von China oder der Obdachlose von nebenan ist. Ich finde Abschreiben auch nicht gut. Ich bin Autorin und mag es auch nicht wenn meine Texte geklaut werden. Die Sachverständigen werden zu einer Einschätzung und einem Urteil kommen, und das ist in Ordnung.
Nicht in Ordnung finde ich das Verhalten der bellenden und geifernden Meute, die sich daran aufgeilen, ohne Ahnung zu haben. Wieviele davon haben in der Schule nie abgeschrieben? Und man sage nicht, das sei was anderes. Ist es nicht. Wieviele davon haben nie bei der Steuererklärung getrickst? Auch das ist nichts anderes. Es ist vorsätzliche Täuschung.
Vor allem aber haben sie keine Ahnung von der Materie. Wenn jemand den Blinddarm herausgenommen haben muss, kommt auch nicht eine Meute von Sonntagssurfern und setzt das Messer an.
Sollte Guttenberg (mit Vorsatz) betrogen haben, ist das verwerflich. Nicht minder verwerflich ist diese Art von Vorverurteilung in einem Rechtsstaat. Selbstjustiz ist immer noch verboten.
Und wenn sie schon stattfinden muss, dann möge man diese Maßstäbe auch auf alle anderen ansetzen. Da dürfte man jahrzehntelang zu tun haben. In allen Parteien. Und auch bei den Jägern im Netz, die so laut, selbstgerecht und oft genug in fehlerhaftem Deutsch mit dem Finger zeigen.
Und niemand sage mir: "Jaaa...aber der ist eine öffentliche Person mit Verantwortung, der muss ein Vorbild sein": Richtig. Aber jeder, jeder einzelne der sich zum Richter ernennt, hat in seinem eigenen kleinen Umkreis ebenso Vorbild zu sein. Und wenn er nur den Briefträger kennt.
 
Ach ja, es waren die Geschädigten, nämlich diejenigen bei denen er abgeschrieben hat, die sich zu Wort gemeldet haben. ist doch klar, daß anschließend die Presse einsteigt. Und bis jetzt ist die Opposition ja noch ziemlich ruhig.

Und wo wurde vorverurteilt?
Die Frankfurter Allgemeine hat neben sein Abgekupfertes die damalige Ausgabe ihrer Zeitung gelegt. Klarer geht´s ja nicht.

Es wäre ihm gut angestanden, diese Verfehlung zuzugeben - dann wäre nichts passiert, denke ich. Aber dazu ist er nicht fähig. Weiter tarnen und täuschen bis es eben zu Ende ist. Und das kommt fraglos. Er kann ja in Zukunft auch irgendwo im bayrischen den Housemann spielen, oder?
 
An Politikern gab und gibt es die verschiedensten Berufsgruppen, einer war zum Beispiel mal ungelernter Gefreiter, ein anderer Dachdecker...und so weiter. Klar, Frau Dr.Merkel ist Physikerin - aber gibt dieses alles wirklich Aufschluß darüber wer ein fähiger Politiker ist?

Viele Grüße

Lumpi
 
Nein, aber das was ein Politiker tut, gibt schon Aufschluß. Mit dem Beruf vorher hat es sicherlich nichts zu tun. Auch ein Dachdecker - sollte wirklich einer im Parlament sitzen - kann ein sehr guter Politiker sein.

Politiker straucheln ja auch nicht an - oder nur selten - an ihren politischen Taten, sondern zumeist an anderen Dingen: Ihrer Ehrlichkeit, ihrer finanziellen Interssen, ihrer Käuflichkeit, falschen Intressen für ihre Partei und noch so einiges.
 
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