Nun, wenn wir mal davon ausgehen, dass das Gute ein Ziel, eine Richtung darstellt, welche sich von anderen unterscheidet, warum beschreiten manche diesen Weg und andere nicht?
Ich denke, der Grund dafür ist einfach. Sich für das Gute zu entscheiden, sich so zu verhalten, so das Leben zu gestalten, ist nicht einfach. Eventuell wird man dadurch zu einem Außenseiter. Eventuell muss man sich gegen gesellschaftliche Konformität stellen, ausgetretene, aber gleichfalls bewährte/sichere Pfade verlassen. Da besteht eine gewisse Gravitation, von der sich viele nicht so leicht lösen. Da gilt dann eher das Argument: "Die anderen machen das doch auch so."
Wenn Menschen nicht eine gewisse Autonomie/Souveränität haben bzw. erlangen, werden sie gewissermaßen immer mit dem Strom schwimmen, wie auch immer dieser beschaffen ist.
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Ich würde sagen, dass größere Entwicklungen oder Umwälzungen in der Geschichte oft nur an wenigen oder Einzelpersonen festzumachen sind - wie bspw. Martin Luther King, Mahatma Gandhi oder Jesus. Klar, die waren auch nicht ganz alleine, aber es scheint immer auch diese spezifischen Einzelpersonen benötigt zu haben, damit die Leute überhaupt in größerem Maßstab nur mal nachdenken, bevor sich dann was verändert. Natürlich gab es auch viele Einzelpersonen, die die Geschicke in negative Richtungen befördert haben. Letztlich hat ja jeder Mensch das Potential, die Dinge in die eine oder andere Richtung zu bewegen.
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Nachhaltige und fundamentale Entwicklungen basieren natürlich nicht nur auf Wenigen oder Einzelnen, sondern bedürfen größerer Gruppen oder gar der Masse.
Es fällt mir assoziativ noch ein Zitat von Margaret Mead ein:
Zweifle nie daran, dass eine kleine Gruppe engagierter Menschen die Welt verändern kann - tatsächlich ist dies die einzige Art und Weise, in der die Welt jemals verändert wurde.