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Gute Freundin hat Suizidgedanken - bin überfordert

G

Gast

Gast
Hallo zusammen,

vlt. könnt Ihr mir bei einem Problem weiterhelfen....
Eine meiner besten Freundinnen ist sehr depressiv, hatte auch vor kurzem einen "halben" Selbstmordversuch hinter sich (war damals auch live dabei, gibt schöneres zum erleben...) und war deswegen auch für 6 Wochen in der offenen Psychiatrie. In der Zwischenzeit hat sie sich nach einem Therapeuten umgesehen, der Termin ist aber erst im nächsten Jahr, in der Zwischenzeit hat sie immerhin ein paar Termine von ihrem Arbeitgeber aus bei einem, allerdings i.d.R. nur alle 2 Wochen.
Im Moment befindet sie sich wieder in einem Tief und hat mir heute eröffnet, dass sie wieder an Selbstmord denkt. Ich war daraufhin wieder ziemlich erschrocken (schließlich hat sie das schon mal gebracht) und war erstmal wieder total überfordert und wusste nicht, was ich sagen sollte....
Damals bei dem Versuch hatte sie sich quasi verabschiedet vorher und ich war damit schon total überfordert und konnte noch nicht mal selbst hinfahren, sondern musste mich da an eine Freundin wenden.
Ich hab dann erst mal versucht, sie wieder aufzubauen, aber ich weiß nicht, ob mir das gelungen ist.... In 2 Tagen hat sie den nächsten Termin bei Ihrem Therapeuten und ich hoffe einfach, dass sie in der Zeit keinen Mist baut...
Habt ihr irgendwelche Tipps, wie ich sie bis zu dem Termin so weit Aufmuntern kann? Familie, an die man sich wenden kann, gibt's bei ihr nicht. Ich weiß einfach nicht, wie ich darauf reagieren/machen/sagen soll! Ich kann sowas einfach nicht nachvollziehen... In der Teenie-Zeit hatte ich zwar auch mal Gedanken, aber die waren die wirklich ernstgemeint, von daher kann ich mich da auch nicht wirklich hineinversetzen....

Schon mal vielen Dank für eure Antworten! =)
 

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Blume_

Mitglied
Oh man, das ist schwierig.
Ich kann total verstehen das du damit überfordert bist.

Wie wäre es wenn du sie einfach die ganze Zeit beschäftigst? Treffen oder übers Telefon.
Dann kannst du versuchen sie aufzumuntern, allen möglichen 'Mist reden nur um sie abzulenken.

In 2 Tagen hat sie ja den Termin. Rede mit ihr und mach ihr klar wie wichtig sie dir ist. Überzeug sie davon das es sehr gut ist, diesen Termin war zu nehmen. Vielleicht hilft es was und es hält sie davon ab etwas unüberlegtes zutun.

Mehr fällt mir momentan leider überhaupt nicht ein. Aber ich wünsche dir viel Glück und drücke alle Finger, das alles gut läuft!
 
M

Monarose

Gast
Natürlich bist du überfordert. Es ist nicht deine Aufgabe, eine psychisch kranke Frau vom Suizid abzuhalten. Wie soll das denn gehen? Nimmt sie ein Antidepressivum?
 

Werner

Sehr aktives Mitglied
Hallo Gast,
obwohl es wichtig und wertvoll ist, dass du als
Freundin auch in einer solchen Situation "da bist",
musst du doch nicht als Ersatz für professionelle
Hilfe herhalten. Wenn jemand sich selbst oder
andere gefährdet, kann man den Notarzt oder
die Polizei anrufen (sollte man auch) und die
leiten dann das Notwendige in die Wege. In der
Klinik kann sie Medikamente bekommen, die
zumindest in vielen Fällen die Suizidneigung
dämpfen (z.B. Lithium). Aber letztlich richtig
geholfen werden kann ihr nur, wenn sie selbst
das Problem erkennt und bereit ist, es zu lösen.
Vielleicht mag sie ja hier mal selbst schreiben?

Mein Rat wäre also doppelt: dass du so gut es
geht im Kontakt bleibst, aber nicht das Problem
deiner Freundin zu deinem eigenen machst - denn
das macht dich hilflos und damit auch nicht mehr
hilfreich. Und wie gesagt: wenn sie Suizidgedanken
äußert, Notarzt oder Polizei einschalten und die
Verantwortung abgeben.

Viele Grüße,
Werner

P.S. Bei Amazon-Kindle gibt es ein E-Book mit dem
Titel "Ängste, Depressionen und Suizidgedanken
müssen oft nicht sein" - da stehen viele Tipps für
Betroffene und Angehörige drin. Wenn du mir per
PN deine E-Mail gibst, kann ich es dir zuschicken.
 
G

Gast

Gast
Schon mal Danke für eure Antworten!
@Blume: Heute ist sie schon mal beschäftigt und morgen ist der Termin, das müsste schon helfen.
@Werner + Patch: Medikamente verweigert Sie total, hatte ihr auch damals im KH gesagt, dass sie es wenigstens probieren könne, aber das lehnte Sie total ab.... Es ist halt nur sehr schwer, das nicht so nah an sich rankommen zu lassen.... Hatte vor einigen Jahren auch eine Freundin, die noch extremer drauf war, mit ihr habe ich den Kontakt auch total abgebrochen, weil es mich einfach selbst so runtergezogen hat...
@GastRanja: Warum sie depressiv ist, weiß ich. Sie hatte einige familiäre Probleme udn folglich deswegen auch in ihrem jetzigen Leben so einige weitere Probleme.

Ich werde einfach in Zukunft versuchen, das nicht so nah an mich rankommen zu lassen..... In Therapie ist sie ja schon, ich hoffe mal, dass sie dann morgen auch mit ihrer Therapeutin darüber spricht!
 
M

Monarose

Gast
Wenn sie Medikamente verweigert, verweigere dich ihrem Gejammer und den Inszenierungen "halber Selbsttötungen" in deiner Anwesenheit.
Wenn sie nicht mal bereit ist, ein Medi auszuprobieren, kann der Leidensdruck nicht so groß sein. Lass dich nicht benutzen.
 

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