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Grauen vor der 40-Stunden-Woche & berufliche Perspektivsuche

Genau das ist ja das Problem der heutigen Zeit.
Wirtschaftliche Interessen werden weit höher bewertet als ein Mensch.
'Menschenmaterial' ist ja genügend da zum verheizen.
Ja. Das war wahrscheinlich noch zu keiner Zeit besser.
Aber es würde langsam Zeit werden das sich da was ändert.
Und es würde ja gehen, wenn es wirklich gewollt wäre.
 
Ja ganz recht. Da können 40 Std. auch zur Folter werden. Alles geht. Ob man damit gesund und lebensfroh leben kann, ist eine andere Sache. Wenn es der Wirtschaft gut gehen soll und nicht dem Menschen. Vollzeitbeschäftigung als Lebenszweck, und gnadenhalber darf man noch ein paar Hobbies und seinen Haushalt einschieben. Einsatzbereitschaft und Motivation obligatorische Voraussetzung.

Wer sagt denn, dass es einem dabei nicht trotzdem gut gehen kann?! Ich sehe meinen Job überhaupt nicht als Folter an und ich schaue auch nicht dauernd auf die Uhr, ob schon Feierabend ist. 🙄
Einige hier tun ja gerade so, als wären 40 Stunde eine "Foltermaßnahme" vom Staat, um die Leute kurz zu halten. Schon was von Langzeitarbeitslosen gehört, die sich nichts mehr wünschen, als wieder arbeiten zu "dürfen"? Aber anscheinend gibt es schon mehr Leute, die die Arbeit scheuen wie der Teufel das Weihwasser....

Von mir aus kann eh jeder tun und lassen, was er will... ich jedenfalls schätze meine Arbeit (und das Geld, dass ich dabei verdiene) und meine Hobbies kann ich zwar nicht den ganzen Tag machen, aber was soll's. Ich wollte auch nicht den ganzen Tag irgendwo nichtstuend herumsitzen, so wie es viele tun, die nichts arbeiten. Das wäre überhaupt nichts für mich.
Ich wollte damit nur zeigen, wieviel die richtige Einstellung ausmacht. Man kann vor jeder Arbeit zurückschrecken und schreiend davonlaufen, weil es ja 40 Std. sind, und nicht einmal versuchen, wie es ist. Wo man mit so einer Einstellung auf lange Sicht bleibt, ist dann auch klar...
 
Wer sagt denn, dass es einem dabei nicht trotzdem gut gehen kann?!
Keiner 😉 . Das ist ja auch wünschenswert, wenn es einem gut dabei geht.

Ich sehe meinen Job überhaupt nicht als Folter an und ich schaue auch nicht dauernd auf die Uhr, ob schon Feierabend ist.
Das ist sehr schön.

Ich wollte auch nicht den ganzen Tag irgendwo nichtstuend herumsitzen, so wie es viele tun, die nichts arbeiten. Das wäre überhaupt nichts für mich.
Würd ich auch nicht wollen.

Ich wollte damit nur zeigen, wieviel die richtige Einstellung ausmacht.
Ich wollte zeigen, dass auch die Art der Arbeit wichtig ist. Ist sie kreativ, fordernd, interessant, sinnstiftend, kann man sich damit identifizieren... Das ist einfach wichtig sowas (bzw. das wäre es). 8 Stunden pro Tag etwas machen, was einen völlig unterfordert (oder vielleicht auch überfordert), und nur auf den Feierabend hinzuarbeiten, kann dagegen wie die reinste Folterqual sein.

Man kann vor jeder Arbeit zurückschrecken und schreiend davonlaufen, weil es ja 40 Std. sind,
Es geht (mir) nicht nur um die 40 Stunden, sondern eben auch um die Art der Tätgigkeit (s.o.). Wobei die Belastungsgrenze Individuell ist. Wo der eine sich mit 50 Stunden wohl fühlt, kann der andere schon mit 20 bedient sein. Der eine ist aber das hochgeschätzte Arbeitstier und der andere darf sich vorsehen nicht als Tunichtgut zu gelten, der sich nicht so anstellen soll.

und nicht einmal versuchen, wie es ist.
Das werden aber wohl die allerwenigsten sein.
 
Ich komme leider jetzt erst dazu auf all eure Beiträge und Meinungen zu reagieren, aber ich habe sie mit Interesse verfolgt und bin euch wahnsinnig dankbar für die Zeit, die ihr euch genommen habt.

Ich schwanke nach wie vor täglich und ändere ständig meine Meinung, was ich machen möchte...

Ich meine, ich bewerbe mich aktuell für Trainee- und Volontärstellen. Ich hatte sogar erst kürzlich ein Vorstellungsgespräch. Das hat mir wahnsinnig viel Aufschwung gegeben; leider erhielt ich eine Absage. Ich bin einfach nicht gut darin mich zu verkaufen und zu profilieren und mein verkorkster Lebensweg macht es mir nicht gerade leichter... Mir wird schlecht, wenn ich daran denke erklären zu müssen, warum mein Studium 3 Jahre her ist und seitdem zwar in Bezug auf privates Lernen viel, aber beruflich dann doch wieder wenig passiert ist.

Habe ich überhaupt noch eine Chance auf dem Arbeitsmarkt? Oder bin ich mit einem Bachelor anno 2015 aus dem Rennen?

Ich liebäugele nach wie vor sehr damit ein Fernstudium anzufangen, wobei mir hier wiederum die Frage nach der Finanzierung Bauchschmerzen bereitet. Mit einem einigermaßen gut bezahlten Nebenjob könnte es wohl klappen. Den habe ich im Moment ja auch, allerdings bei einem Großkonzern und da kommt mir mit jedem Tag, den ich arbeite, ein größerer Kotzbrocken hoch. 😀 Ich würde mir wenn, dann wohl in jedem Fall einen anderen Nebenjob suchen. Da auch wieder fraglich, ob/wo ich was finde, wie viel dabei rumkommt, ... Hach ja. Mein Schädel brummt schon wieder. Ist nicht leicht sich aufzuraffen, wenn man sich durch jahrelange Unsicherheiten schon in ein ziemlich tiefes Loch bugsiert hat. An manchen Tagen schaff ichs optimistisch zu bleiben, aber heute ist wieder so ein Tag, an dem ich mich lieber verkriechen würde.
 
Hi,
ohne jetzt auf den gesamten Text eingehen zu können, will ich dir einfach mein Mitgefühl äußern. Ich bin Mitte 20 und finde die 40 Stunden Woche (wobei ja zusätzlich der Anfahrtsweg und anderweitige Vorbereitung hinzukommt) verschlingt einfach zu viel Lebenszeit, keine Ahnung, wie das Menschen hinbekommen, die noch mehr arbeiten (müssen) oder warum sich manche so getriggert fühlen, wenn man sagt, dass einem die 40-Stunden-Woche zu viel sei. Ich werde jedenfalls meine Arbeitszeit reduzieren und dann die Gehaltseinbußen in Kauf nehmen, meine Lebenszeit ist endlich, Geld unendlich produzierbar.
So, nun zu dir: Dein beruflicher Werdegang ist nicht verkorkst, du weißt, in welche Richtung du gehen willst - das ist unendlich viel wert und darauf kannst du nun aufbauen.
Sei "einfach" selbstbewusst oder tu so als ob du es wärst, bzw. konzentrier dich auf deine Stärken. Im Vorstellungsgespräch muss einfach deine Leidenschaft überspringen.
 
Es soll ja auch Teilzeitjobs geben oder Betriebe, die eine 35-Stunden-Woche haben.

Die sind aber noch sehr selten und als Berufseinsteiger sollte man nicht auf sowas hoffen, denke ich. Ein Unternehmen sucht dafür doch eher Menschen, bei denen sie aufgrund ihrer Berufserfahrung davon ausgehen können, dass diese ihren Job auch mit weniger Zeit gut erledigen.

Sei "einfach" selbstbewusst oder tu so als ob du es wärst, bzw. konzentrier dich auf deine Stärken. Im Vorstellungsgespräch muss einfach deine Leidenschaft überspringen.

Hi Talisman, erstmal danke für dein Mitgefühl. 🙂

An manchen Tagen bin ich selbstbewusst und denke mir, ich schaffe das. An anderen Tagen – so wie heute – fühle ich mich klein und nicht in der Lage meinen Lebenslauf positiv zu formulieren oder gar jemanden zu überzeugen, dass ich für die Stelle geeignet bin. In der Stimmung war ich leider auch schon an Tagen mit Vorstellungsgespräch.

Zu dem Ganzen hinzu kommt, dass sich der psychische Stress bei mir auch physisch äußert in Symptomen, die allerdings ebensogut auf gewisse Krankheiten/Mängel hinweisen können. Nicht zu wissen, woher genau z. B. meine schnelle Erschöpfung und morgendliche Antriebslosigkeit kommt, belastet mich natürlich zusätzlich. An Tagen wie diesen – so wie heute – dann auch noch einen Schei*job machen zu müssen, der nicht mal annähernd die Lebenshaltungskosten deckt und in dem ich immer freundlich sein soll, ist da nur das i-Tüpfelchen.

Wenigstens sind solche Tiefpunkte für mich immer wieder ein Anlass doch wieder den Hintern hochzukriegen und mich nicht hinter einer Wand aus Tränen und Selbstmitleid zu verkriechen, sondern meine Zeit für die ersehnte Veränderung zu nutzen... Und weiter geht's mit Bewerbungen.

Diese Achterbahnfahrt, die ich jetzt schon viel zu lange fahre, ist ganz schön anstrengend. Ich wünschte, sie würde allmählich mal zum Ende kommen und mich irgendwo ankommen lassen. 🙁
 
Die sind aber noch sehr selten und als Berufseinsteiger sollte man nicht auf sowas hoffen, denke ich. Ein Unternehmen sucht dafür doch eher Menschen, bei denen sie aufgrund ihrer Berufserfahrung davon ausgehen können, dass diese ihren Job auch mit weniger Zeit gut erledigen.

Viele größere Unternehmen haben die 35-Std.-Woche.

Und man kann ja auch - langfristig - so lange suchen, bis man hat , was man will.

Wenn es nicht gleich klappt im ersten Job, dann später bei einem anderen.
 
Ich kann euch den Tipp geben, versucht bei der Stadt bzw. beim Staat unterzukommen.

Arbeitszeiten bei uns:

Montag - Freitag 8-12 Uhr
Donnerstag 15 - 18 Uhr.

Und jeweils 30 min vor Ende ist der Rechner schon aus.
 

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